Berlin Art Week 2018 – Best of Beige

Be there or be square!

Morgen startet zum siebten Mal die Berlin Art Week und präsentiert uns das Beste aus den Projekträumen, Galerien, Sammlungen und Ausstellungen der Hauptstadt. Den Schwerpunkt der diesjährigen Kunstwoche bilden die beiden Kunstmessen art berlin und Positions Berlin Art Fair, die zum ersten Mal in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof stattfinden. Wie immer finden aber ebenso in den bekannten Berliner Institutionen einige wichtige Einzelausstellungen und Veranstaltungen statt. So lockt uns beispielsweise "Lee Bul: Crash" in den Gropius Bau und "Agnieszka Polska: The Demon’s Brain" in den Hamburger Bahnhof.

Natürlich sind wieder viele unabhängige Projekt- und Kunsträume und Galerien beteiligt und bieten dir die Möglichkeit, an den unterschiedlichsten Orten Berlins die Vielfalt zeitgenössische Kunst entdecken. Auch der öffentliche Raum wird mit einbezogen. Zahlreiche Performances am Mariannenplatz in Kreuzberg oder etwa eine Ausstellung künstlerischer Plakate im Berliner Untergrund machen auch Passanten zu Konsumenten von Kunst.

Wenn du dich mit Kunst insgesamt eher schwertust, habe ich gute Neuigkeiten. Dieses Jahr liegt bei der Berlin Art Week ein besonderes Augenmerk auf Fotografie. Besonders empfehlenswert: Die European Month of Photography 2018, kurz EMOP – Opening Days im C/O Berlin und die der neuen Sammlungspräsentation der Olbricht Collection im me Collectors Room, die erstmals Fotografien beinhalten wird.

Du suchst noch nach Inspiration für die kommenden Tage? Perfekt, denn ich habe meine absoluten Highlights für eine wirklich abwechslungsreiche Berlin Art Week zusammengestellt. Damit du am Ende nicht das Gefühl hast, das beste wieder verpasst zu haben.

#1 – European Month of Photography 2018 im C/O BERLIN

CO Berlin, Nicholas Nixon "The Brown Sisters" 1975

Im C/O Berlin im Amerika-Haus finden die Opening Days im Rahmen des EMOP – European Month of Photography statt. Geboten wird ein umfangreiches Programm mit Kuratoren*innen, Fotografen*innen und Medienexperten*innen, Workshops für Kinder und Erwachsene, Performances und Paneldiskussionen.

Außerdem werden parallel zwei Ausstellungen eröffnet: "Back to the Future. The 19th Century in the 21st Century" präsentiert Werke zeitgenössischer Künstler (Matthew Brandt, Spiros Hadjidjanos, Thomas Mailaender, Taiyo Onorato & Nico Krebs und Johan Österholm) und stellt sie in den Dialog mit Arbeiten aus dem 19. Jahrhundert (Anna Atkins, Karl Blossfeldt und Warren de la Rue). Die Ausstellung "Nicholas Nixon. Life Work" zeigt eine umfassende Retrospektive des Künstlers und thematisiert unter anderem Vergänglichkeit und Stillstand in der Fotografie.

29. September bis 02. Dezember 2018 / Eröffnung am 28. September um 19 Uhr

America Haus C/O Berlin
Hardenbergstraße 22
10623 Berlin

#2 – Project Space Bar Babette

Kurz vor der Schließung des Project Space: Bar Babette lohnt es sich, nochmal in den historischen Räumen an der Karl-Marx-Allee vorbeischauen und den wunderbar nostalgischen Flair zu genießen. Geplant sind mehrere Ausstellungen an allen vier Abenden der Berlin Art Week.

26. bis 30. September 2018

Bar Babette
Karl-Marx-Allee 36
10178 Berlin

#3 – MOMENTUM im Kunstquartier Bethanien

Die Ausstellung Brot & Rosen: Vier Generationen kasachischer Künstlerinnen im Kunstquartier Bethanien zeigt 20 Künstlerinnen, die ihre Arbeiten aus den Jahren 1945 bis heute präsentieren. Dabei spiegeln ihre Einflüsse aus mehreren Generationen die unterschiedlichste soziale und politische Umstände Kasachstans wider.

25. September bis 20. Oktober 2018

MOMENTUM im Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

#4 – Julian Charrière: As We Used to Float in der Berlinischen Galerie

Berlinische Galerie, Julian Charriäre Iroojrilik, 2016

Im Rahmen des GASAG Kunstpreises 2018 (die GASAG ist Hauptsponsor der diesjährigen Berlin Art Week) zeigt die Berlinische Galerie eine Rauminstallation des Schweizer Künstlers Julian Charrière. Die Ausstellung "As We Used to Float" führt die Besucher*innen unter die Wasseroberfläche des Pazifiks und verdeutlicht den menschlichen Einfluss auf die Veränderungen von Natur und Ökosystem.

27. September 2018 bis 08. April 2019 / Eröffnung am 26. September um 19 Uhr

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin

#5 – The Feuerle Collection

Die Berlin Art Week bietet eine gute Gelegenheit für den Besuch einer der zahlreichen Privatsammlungen Berlins, etwa der The Feuerle Collection, die extra zur Berlin Art Week ihre Öffnungszeiten verlängert Die Sammlung im ehemaligen Telekommunikationsbunker am Halleschen Ufer zeigt sowohl zeitgenössische als auch traditionelle Kunst und bietet den Besuchenden ein verblüffendes Zusammenspiel unterschiedlicher Kulturen. Alleine der unglaubliche Bunker ist aber schon einen Besuch Wert. Achtung, Achtung: Zutritt nur mit Anmeldung und erst ab 16 Jahren!

26. bis 30. September 2018

The Feuerle Collection
Hallesches Ufer 70
10963 Berlin

#6 – Nachwuchsförderung: Die Berlin Masters Talent Show

Bereits zum sechsten Mal findet die Berlin Masters Talent Show im Rahmen der Art Week Berlin statt. Die Förderplattform Berlin Masters Foundation ermöglicht es jungen Künstler*innen bis 30 Jahre, ihre Kunst im öffentlichen Raum auszustellen. Dieses Jahr wurden außerdem fünf Frauen und vier Männer für den TOY Berlin Masters Award nominiert. Bei der gestrigen Preisverleihung gewann Andi Fischer aus Berlin.

24. September bis 07. Oktobter 2018

Kunstraum
Lehderstraße 35
13086 Berlin

#7 – Urban Space: Immersion: The New Infinity auf dem Mariannenplatz

Berliner Festspiele, Immersion, The New Infinity

Die Berliner Festspiele/Immersion stellen in Kooperation mit dem Planetarium Hamburg "Urban Space: Immersion: The New Infinity. Neue Kunst für Planetarien" vor. Neuartige, künstlerische Fulldome-Produktionen, in denen sie Künstler*innen einen mobilen Kuppelraum zur Verfügung stellen, der bis zu 100 Besucher*innen fasst. Unter anderem werden Arbeiten von David OReilly, Holly Herndon & Mathew Dryhurst und Fatima Al Qadiri & Transforma zu bestaunen sein.

26. September bis 14. Oktober 2018

Mobile Dome am Mariannenplatz
10997 Berlin

#8 – November - Versuch einer Revolution im Haus am Lützowplatz

Zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution zeigt das Haus am Lützowplatz – HaL – in der Ausstellung "November – Versuch über eine Revolution" unter anderem Werke der zeitgenössichen Künstler*innen Mariechen Danz, Robert Barta, Julius von Bismarck, Tracey Moffatt, Bettina Pousttchi und Katja Strunz. Den Macher*innen geht es dabei um die Schaffung eines Resonanzraums zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

14. September bis 18. November 2018

haL – Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9
10785 Berlin

#9 – Bilderkeller in der Akademie der Künste

Akademie der Künste, Bilderkeller, Manfred Böttcher, Wandbild

Der Bilderkeller im ehemaligen Kohlenkeller der Akademie der Künste: Zwischen 1957 und 1958 sind im Untergrund der Akademie der Künste einige Wandbilder von Manfred Böttcher, Ernst Schroeder, Harald Metzkes und Horst Zickelbein enstanden. Die gemalten Szenen durften damals nicht ausgestellt werden, wurden jedoch bis heute konserviert und sind nun als ein Stück oppositionellen DDR-Geschichte zu bestaunen. Achtung, Achtung: Der Zugang zum Bilderkeller ist nur im Rahmen einer Führung möglich und nicht barrierefrei.

03. Oktober bis 19. Dezember 2018 / Eröffnung am 29. September um 17 Uhr

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin

#10 – 42 Contemporary Artists in den Gerichthöfen Wedding

Die Enter Art Foundation geht mit "42 Contemporary Artists" in den Gerichthöfen Wedding in die zehnte Runde. Die Enter Art Foundation ist ein Berliner Non-Profit-Unternehmen, das aufstrebende Künstler*innen fördern und gleichzeitig eine vielfältige Sammlung aufbauen möchte. Diesen September sind unter anderem die Künstler*innen Christian Awe, Martin Denker, Roman Lipski, Joseph Marr, Cecile Wesolowski und Tina Winkhaus Teil der "42 Contemporary Artists".

15. bis 30. September 2018

Enter Art Foundation in den Gerichtshöfen
Gerichtstraße 12 (Aufgang 2)
13347 Berlin

#11 – Rebecca Horn: Glowing Chore in der St. Hedwigs Kathedrale

Du bist ein Fan von ungewöhnlichen Ausstellungsräumen? Super! Denn erstmals ist eine katholische Kirche an der Berlin Art Week beteilgt. "Rebecca Horn: Glowing Chore" ist in der Sankt Hedwigs-Kathedrale beherbergt. Die gezeigte Licht- und Spiegelinstallation tritt in ein besonderes Verhältnis mit dem Kirchenraum und vereint sich mit Sounds und Skulpturen zu einer optischen Täuschung, die scheinbar einen „glühenden Kern“ (daher der Name) zu Füßen der Betrachtenden freilegt.

27. September bis 11. November 2018 / Eröffnung am 26. September um 20 Uhr

Bernhard-Lichtenberg-Haus
Hinter der Katholischen Kirche 3
10117 Berlin

#12 – 60 Jahre Kunst im Untergrund auf dem Bahnsteig der U5 am Alexanderplatz

ngbk, Sven Kalden, "Typenoffen", 2004

Kunst im Berliner Untergrund: Die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) zeigt anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von "Kunst im Untergrund" die Ausstellung "Plakat politisch machen: 60 Jahre Kunst im Untergrund". Die „Urban Interventions“ in Form von künstlerischen Plakaten werden am Bahnsteig der U5 am Alexanderplatz ausgestellt, weitere Arbeiten sind in der Station Urbaner Kulturen in Hellersdorf zu sehen.

Eröffnung am Bahnsteig der U5 am 27. September um 19 Uhr

Alexanderplatz
Bahnsteig der U5
10178 Berlin

Eröffnung Station Urbaner Kulturen am 27. September um 20 Uhr

station urbaner kulturen / Kunst im Untergrund
Auerbachring 41
12619 Berlin

#13 – „Why Have There Been No Great Women Artists?“ im Studio Acud Macht Neu

„Why have there been no great women artists?" – Linda Nochlins berühmte Essays aus dem Jahr 1971 bilden die Grundlage für Diskussionen und Podiumtalks im Studio Acud macht Neu. Mit Kurzvorträgen von Peggy Schoenegge, Magali Desbazeille, Liberty Adrien, Ce Jian, Nadine Lemke und vielen weiteren Frauen aus der Kunstbranche. Organisiert wird das Ganze vom Frauen-Netzwerk Der Saloon.

Am 27. September von 20 bis 23 Uhr

Studio Acud Macht Neu
Veteranenstr. 21
10119 Berlin

Unsere Highlights zur Berlin Art Week 2018 findet ihr auch in unserer Map.
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  • Foto Header
    Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwar, Agnezieska Polska "Horse Head" 2018
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    me Collectors Room, Ed van der Elsken Parijs, "Pierre et Pilette", 1955, Kopie

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