Diese Kunstausstellungen solltet ihr euch 2020 anschauen

Die große Beige Ausstellungsvorschau 2020

Wer hätte es gedacht? Kunst und Nachhaltigkeit haben mehr miteinander zu tun, als man vorerst vermuten könnte. Abgesehen von den vielen politisch motivierten Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern werden immer häufiger auch Museen und Galerien in die Verantwortung gezogen. In der aktuellen DienstArt findet ihr alle nötigen Infos zu Kunst und Klima. 

Damit ihr dieses Jahr ganz ohne schlechtes Gewissen Kunst angucken könnt, haben wir sechs Museumstipps für euch, die ihr alle bequem mit der Bahn erreichen könnt. Zückt den Kalender und markiert euch die folgenden Termine, hier kommen unsere Ausstellungsfavoriten für 2020:

„Link in Bio. Kunst nach den sozialen Medien“

© Ines Alpha & Nicole Ruggiero

Leipzig: Museum der Bildenden Künste
17. Dezember 2019 - 29. März 2020

Beginnen wir in Leipzig. Zugegeben, gleich am Anfang habe ich ein bisschen geschummelt, denn die Ausstellung im Museum der Bildenden Künste läuft schon seit letztem Jahr und endet in wenigen Wochen. Ihr müsst also schnell sein! Wer es noch rechtzeitig schafft, wird belohnt: Das MdbK zeigt in seinen Ausstellungsräumen Künstler*innen, die im und mit dem Internet arbeiten. Welche Rolle spielen soziale Medien in der Produktion und unserer Wahrnehmung von Kunst? Und wie sieht eigentlich die Zukunft von „Net Art“ aus? Antworten auf diese Fragen gibt’s in Leipzig.

„Peter Lindbergh: Untold Stories“

© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris)

Düsseldorf: Kunstpalast
5. Februar 2020 - 1. Juni 2020

Wenn einer der bedeutendsten Mode- und Porträtfotografen unserer Zeit eine Ausstellung kuratiert, dann verspricht das interessant zu werden. Tatsächlich hat Peter Lindbergh zwei Jahre lang am Konzept dieser Werkschau gearbeitet, bevor er im September 2019 verstarb. Über 100 Arbeiten aus knapp 40 Jahren von Lindberghs fotografischer Tätigkeit werden hier zu sehen sein und – das verspricht zumindest der Ausstellungstitel – eine noch nie gezeigte Geschichte erzählen. Neben Abzügen aus Zeitschriften wie Vogue oder Harper’s Bazaar werden auch nie veröffentlichte Porträtfotografien präsentiert. 

„Trauern. Von Verlust und Veränderung“

 © Anne Collier, Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; Gladstone Gallery, Brussels; and The Modern Institute / Toby Webster Ltd., Glasgow

Hamburg: Kunsthalle
7. Februar 2020 - 14. Juni 2020

Wie stellt man eigentlich Verlust und Trauer anschaulich dar? Die Antworten auf diese Frage fallen extrem unterschiedlich aus und sind teilweise mit starken Emotionen und Ängsten verbunden. Die Kunsthalle Hamburg widmet sich ab Februar dem schwierigen Thema Trauer durch verschiedene Annäherungen internationaler Künstlerinnen und Künstler. In einzelnen Teilbereichen, die sich zum Beispiel »Trauer und Geschlecht« oder »Trauer und Protest« nennen, werden unter anderem Werke von Philippe Parreno, Anne Collier oder Andy Warhol präsentiert. 

„Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo“

© Kunstmuseum Solothurn /VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Frankfurt am Main: Schirn
13. Februar 2020 bis 14. Mai 2020

Wenn Surrealisten Frauen dargestellt haben, wurden diese oft zum Abbild männlicher Fantasien auf der Leinwand. Die Schirn Kunsthalle präsentiert dieses Jahr nun erstmals weibliche Beiträge zum Surrealismus. Absurdes Schönheitsideal oder sexualisierter Vamp? Fehlanzeige! In Frankfurt a. M. wird die Perspektive umgekehrt und das hat Folgen: Die Darstellung einer eigenen, emanzipierten Identität wird anhand der zahlreichen Gemälde, Skulpturen und Fotografien der 34 internationalen Künstlerinnen deutlich sichtbar. 

Sheela Gowda

© Sheela Gowda

München: Lenbachhaus
31. März 2020 bis 26. Juli 2020

Sheela Gowda lebt und arbeitet in Indien und verwendet landesspezifische Materialien, wie Kokosfasern oder Weihrauch, um vom städtischen und ländlichen Leben ihrer Heimat zu erzählen. In ihren gesellschaftskritischen Arbeiten thematisiert die Künstlerin sowohl Alltagsthemen als auch wichtige politische und soziale Fragen. Geruch und materielle Beschaffenheit der Skulpturen und Installationen spielen dabei eine wichtige Rolle. Seit wir ihre eindrucksvollen Arbeiten 2019 im Mailänder „HangarBicocca“ gesehen haben, sind wir bekennende Fans von Sheela Gowda. 

Yayoi Kusama

© Yayoi Kusama, Courtesy: Ota Fine Arts, Victoria Miro & David Zwirner

Berlin: Martin Gropius Bau
04. September 2020 - 17. Januar 2021

Hurra – Yayoi Kusama bekommt dieses Jahr endlich ihre erste umfassende Werkschau in Deutschland! Fans von hysterisch schrillen Farben, raumfüllenden Mustern und bunten Punkten dürfen sich diese Ausstellung schon mal als Pflichttermin notieren. Zudem verspricht ein Infinity Mirror eine Menge guter Bilder für Instagram. Auf den fast 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche des Gropius Baus werden außerdem Gemälde und Zeichnungen der Künstlerin aus den letzten 70 Jahre zu sehen sein – wir sind gespannt.

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    Copyright: © Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust/VG Bild-Kunst, Bonn 2019

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