Beige & Beyond
In unserer neuen News Rubrik dreht sich alles ums Reisen, Genießen und Erleben
Packt eure Koffer, kauft euch das Museumsticket und verabredet euch zum Essen – bei Beige & Beyond werdet ihr ab sofort über alles fernab von Mode, Beauty und Interior informiert
Neues Jahr, neue News-Rubrik. Bei Beige & Beyond ziehen wir ab sofort in regelmäßigen Abständen gemeinsam los: Wir verreisen, planen Staycations (oder Familienbesuche) in der eigenen Stadt, erkunden neue – oder altbewährte – Restaurants, bilden uns in Sachen Kultur und Kunst weiter oder schauen gemeinsam einen Film. Kurzum: Es wird aufregend, egal, ob wir das Land verlassen oder in Berlin bleiben und uns auf der Berlinale treffen.
REISEN
S/O Paris & Das Stue
Photos: Gaelle Le Boulicaut & Romain Ricard
Im Dezember war ich für zwei Nächte im SO/ Paris – und ja, es waren die ersten zwei Nächte ohne mein Kind, groundbreaking! Allein dieses Detail machte den Aufenthalt schon besonders. Aber dann dieses riesige Bett. Diese Ruhe. Und der direkte Blick auf den Eiffelturm aus meinem Zimmer, der abends wie selbstverständlich zu funkeln begann. Muss ich mehr sagen?!
Das Hotel liegt wunderbar zentral, nur wenige Gehminuten vom Marais entfernt – ich liebe es, morgens einfach loszulaufen, ohne Plan, ohne Taxi, direkt rein ins Pariser Leben. Gleichzeitig fühlt sich das Haus wie ein Rückzugsort an: modern, designaffin, aber nicht kühl. Besonders hängen geblieben ist mir das Restaurant Bonnie im 70s-Interior – warmes Holz, satte Farben, dieser elegante Retro-Vibe, der nie bemüht wirkt. Auch die Bar darüber greift dieses Gefühl auf, mit einem Blick über die Seine, der selbst Paris-Kenner kurz innehält.
Ich würde jederzeit wiederkommen. Für die Aussicht. Für dieses Bett. Für das Gefühl, mitten in der Stadt zu sein – und trotzdem ganz bei mir.
Bevor es nach Paris ging, war ich für zwei Nächte im Das Stue – und als Berlinerin ist es jedes Mal ein kleines Ereignis, in der eigenen Stadt im Hotel zu schlafen.
Ich durfte meine Familie mitbringen, und die Aussicht auf den Zoo war das eigentliche Highlight. Mein Sohn hat stundenlang am Fenster gestanden und die Tiere beobachtet – fast meditativ. Dieses Panorama direkt ins Grüne, mitten in Berlin, ist schon besonders. Und ein Detail, das man kennen sollte: Der private Zugang zum Zoo Berlin. Keine Schlangen, kein Gedränge. Die Eintrittskarten kauft man ganz entspannt in der Lobby und geht direkt rüber.
Kulinarisch war es ebenfalls ein Volltreffer: Das Restaurant „Carte Blanche“ zählt für mich zu den besten, die ich in letzter Zeit besucht habe. Präzise, überraschend, dabei nie überinszeniert. Auch die Teestunde kann ich nur empfehlen – eine wunderbar entschleunigte Pause zwischen Tiergarten-Spaziergang und Stadttrubel.
Ich liebe Berlin. Aber ich liebe es fast noch mehr, Berlin für ein paar Tage wie eine Besucherin zu erleben.
Happy Birthday, Hoxton!
Vor elf Jahren war ich auf Pressereise im Hoxton in Shoreditch – damals roh, kreativ, sehr East London. 2026 wird das Original-Hox 20 Jahre alt und startet mit einem Interior-Refresh in eine neue Ära.
Das 2006 eröffnete Haus galt als Pionier für das, was wir heute selbstverständlich finden: Lobby als Wohnzimmer, Hotel als sozialer Treffpunkt, Zimmer bewusst kompakt, aber smart gedacht. Jetzt wirkt alles heller, zeitgemäßer, luftiger – weniger Industrial, mehr Contemporary Ease. Die Wärme und dieser typische Neighbourhood-Spirit bleiben. Zum Jubiläum sind über das Jahr verteilt Events und Community-Momente geplant.
Shoreditch war immer ein bisschen seiner Zeit voraus. Schön zu sehen, dass das Hox es immer noch ist.
Bald eröffnet: Luura Greece
Luura ist keine einzelne Neueröffnung, sondern gleich eine ganze neue Boutique-Hotelmarke, die in Griechenland startet. Hinter dem Konzept steht die Morgans-Originals-Kollektion von Ennismore – also genau die Hospitality-DNA, die Design, Community und Lässigkeit verbindet.
Den Auftakt macht Luura Cliff auf Paros: 39 Suiten, adults only, hoch über der Ägäis gelegen, mit Spa, Pool und Restaurant. Die Eröffnung ist für Mai 2026 geplant. 2027 folgt mit Luura Sand ein zweites Haus auf der Ostseite der Insel mit rund 45 Zimmern – strandnäher, aber mit derselben klaren, reduzierten Ästhetik.
Die Idee: mediterraner Minimalismus, Naturmaterialien, viel Licht, viel Meer. Kein lauter Luxus, sondern diese ruhige, selbstverständliche Eleganz, für die die Kykladen stehen. Weitere Standorte im Mittelmeer sind bereits angedacht.
Staycation im: The Dean Berlin
Berlin hat ein neues Hotel, das man sich merken sollte: The Dean Berlin. Die Marke kommt ursprünglich aus Dublin und ist bekannt für ihren lässigen, kulturgetriebenen Ansatz – kein austauschbares Designhotel, sondern ein Ort mit Haltung.
Das Berliner Haus bringt genau diesen Mix aus Boutique-Ästhetik, Bar-Kultur und urbanem Rückzugsort mit. Stylische, aber nicht überladene Zimmer, eine Rooftop-Bar mit Blick über die Stadt und ein Restaurant, das nicht nur Hotelgäste anzieht. Also genau die Art von Ort, an dem man auch als Berlinerin eincheckt.
Für mich hat das Ganze klaren Staycation-Faktor: perfekt für eine Date Night mit Übernachtung oder – ehrlich gesagt noch besser – für Eltern, die einfach mal raus wollen, ohne gleich zu verreisen. Koffer packen, einchecken, Perspektive wechseln.
Rimowas neue Farbe wird ein Klassiker
Rimowa erweitert seine ikonische Classic Linie um Titanium, einen warmen, satinierten Aluminiumton, der je nach Licht subtil changiert und mit der Zeit eine ganz eigene Patina entwickeln soll. Kein Trend-Metallic, kein kurzlebiger Hype, sondern eine Nuance mit Tiefe. Genau dieses „wird mit jeder Reise schöner“ ist es, was ich an Aluminium so liebe.
Gefertigt wird weiterhin in Deutschland, mit allem, was die Classic-Serie ausmacht: gerillte, anodisierte Aluminiumschale, schwarze Ledergriffe, Palladiumschlösser, das kleine eingeprägte Flugzeugmotiv als leise Referenz an die Luftfahrt-DNA der Marke. Innen sorgen Flex Divider für Ordnung, außen Multiwheel®-System und TSA-Schlösser für reibungslose Mobilität. Und ja, die lebenslange Garantie bleibt natürlich.
Kleine Reise-Hacks
*Tipps zum Alleinreisen mit Easyjet*
Alleinreisen ist längst mehr als ein Trend. Laut einer aktuellen, von easyJet beauftragten Studie sind 65 % der deutschen Erwachsenen kürzlich solo gereist, 43 % planen 2026 eine Alleinreise. Jede:r Zehnte hat sogar schon gebucht.
Was mich daran wenig überrascht: Die Gründe klingen nach maximaler Selbstbestimmung. 80 % fühlen sich auf Solo-Trips präsenter, 64 % spontaner, rund ein Drittel genießt es, endlich volle Kontrolle über die eigene Zeit zu haben. Und mehr als jede dritte Person sagt, sie habe sich während einer Solo-Reise besonders stolz gefühlt. Dieses „Ich hab das einfach gemacht“-Gefühl scheint ein echter Treiber zu sein.
Und doch zögern viele – und das kann ich verstehen, das geht mir oft genauso – ausgerechnet wegen eines sehr kleinen Moments: allein im Restaurant zu sitzen. Gemeinsam mit Reiseexpertin Roëll de Ram gibt easyJet deshalb konkrete Tipps für den Einstieg ins Solo-Travel:
- Den „Restaurant-Moment“ vorab üben
Nicht der Flug ist die Hürde, sondern der Tisch für eins. Mein Tipp: einfach im Alltag anfangen. Allein Mittagessen gehen, ein Buch mitnehmen, am Fenster sitzen. Was sich erst groß anfühlt, wird schnell normal. - Das richtige Ziel wählen
Für die erste Solo-Reise muss es kein Abenteuer am anderen Ende der Welt sein. Städte mit Café-Kultur, viel Laufnähe und entspannter Gastronomie – etwa London, Sevilla oder Prag – machen das Alleinsein leicht. - Soziale Ankerpunkte schaffen
Kochkurse, Stadtführungen, kleine Gruppentouren: Wer möchte, kommt schnell ins Gespräch. 56 % der Solo-Reisenden berichten von bedeutungsvollen Begegnungen unterwegs. Allein zu reisen heißt nicht, isoliert zu sein.
Wer tiefer ins Thema einsteigen will: easyJet teilt in den kommenden Wochen auf den eigenen Social-Media-Kanälen weitere praktische Tipps rund ums Alleinreisen – von der Planung bis zum perfekten ersten Abend vor Ort.
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, einfach loszuziehen.
Reisen mit Baby? Kein Problem!
Ich bekomme viele Launches im Kinderwagen- und Reisebuggy-Bereich mit – und vieles ist solide, durchdacht, gut gemacht. Der neue Joolz Aer² mit Nest-to-Seat-Aufsatz ist mir trotzdem aufgefallen.
Vor allem wegen eines Details, das für Eltern von ganz kleinen Babys entscheidend sein kann: Es gibt kaum einen wirklich kompakten, reisetauglichen Buggy, bei dem das Kind zu einem schaut und der gleichzeitig die gängigen Handgepäck-Maße erfüllt. Genau das ermöglicht der Aer² mit Nest. Dieser Blickkontakt in den ersten Monaten ist super wichtig, gerade in fremdem Umgebungen.
Gleichzeitig bleibt das Modell leicht, schnell zusammenklappbar und alltagstauglich – also genau das, was man unterwegs braucht, ohne riesiges Gestell und ohne Logistik-Stress. Für alle, die mit einem Neugeborenen oder Kleinkind unterwegs sind und trotzdem flexibel bleiben wollen, ist das definitiv eine spannende Option.
KUNST & KULTUR
Umstritten und gefeiert: „Wuthering Heights“
Kaum eine Liebesgeschichte ist so kompromisslos wie diese. Keine sanfte Romantik, sondern Obsession, Macht, Zerstörung. Die neue Wuthering Heights-Verfilmung von 2026 – inszeniert von Emerald Fennell, die zuletzt mit stilistisch sehr eigenständigen Arbeiten aufgefallen ist – setzt genau hier an: bei der großen, zerstörerischen Liebe zwischen Heathcliff und Catherine. Visuell ist das eindrucksvoll. Nebelverhangene Moorlandschaften, intensive Close-ups, ein fast opernhafter Zugang zu Emotion. Viel Atmosphäre, viel Pathos.
Die Kritik jedoch ist deutlich: Während der Film die Lovestory stark in den Vordergrund rückt, geraten zentrale gesellschaftskritische Aspekte der Romanvorlage in den Hintergrund. Vor allem die rassistischen Zuschreibungen gegenüber Heathcliff und die Klassen- und Machtstrukturen, die Emily Brontë so präzise seziert, werden laut vielen Stimmen nur angerissen oder ästhetisch überblendet. Was im Buch brutal und unbequem ist, wirkt hier stellenweise geglättet.
Für mich bleibt es damit ein bildstarkes, emotionales Kinoerlebnis – aber keine radikale Neuinterpretation. Wer die gesellschaftliche Sprengkraft der Vorlage sucht, wird sie vermissen. Wer sich auf eine große, tragische Liebeserzählung einlassen will, bekommt genau das. Ab ins Kino!
Lang erwartet: American Love Story
Es gibt Figuren, die Jahrzehnte später präsenter wirken als zu Lebzeiten. Carolyn Bessette-Kennedy gehört dazu. Mit der neuen Anthologie-Serie American Love Story rückt ihre Beziehung zu John F. Kennedy Jr. erneut ins Zentrum – eine Verbindung aus Glamour, öffentlichem Druck und tragischem Ende.
Schon vor Ausstrahlung ist die Aufmerksamkeit enorm. Auf TikTok und Instagram kursieren unzählige „Get the Look“-Reels, Moodboards und Stil-Analysen. Ihr minimalistischer 90er-Jahre-Stil – Slip Dresses, schlichte Mäntel, klare Silhouetten – wird unter dem Schlagwort „Quiet Luxury“ neu verhandelt. Carolyn ist weniger Person als Projektionsfläche geworden: für Eleganz, Zurückhaltung, Understatement.
Gleichzeitig wird kritisch gefragt, wie differenziert die Serie mit ihrem Erbe umgeht. Bleibt sie bei der ästhetischen Oberfläche – oder erzählt sie auch von dem medialen Druck und der Ambivalenz, die ihr Leben prägten? Mich fasziniert vor allem, wie stark eine Frau, die sich der Öffentlichkeit immer wieder entzog, heute das Zentrum digitaler Aufmerksamkeit bildet. Vielleicht liegt genau darin der Reiz: ein Mythos, der sich nie ganz greifen lässt – und deshalb immer wieder neu erzählt wird.
„Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette“ findet ihr ab sofort als Disney+-Release. Dort sind zunächst die ersten drei Episoden verfügbar, der Rest der neunteiligen Miniserie erscheint in den folgenden Wochen im wöchentlichen Rhythmus.
Unbedingt besuchen: Die Berlin Retrospektive zu Dieter Rams
„Weniger, aber besser“ – kaum ein Leitsatz ist so aktuell wie der von Dieter Rams.
Eine Berliner Ausstellung widmet sich nun dem Werk des legendären Designers und zeigt ikonische Entwürfe für Braun und Vitsoe, darunter den SK4-Plattenspieler und das 606-Regalsystem. Klarheit, Funktion, Reduktion – und eine Haltung, die bis heute nachwirkt.
Mich beeindruckt immer wieder, wie zeitlos diese Entwürfe sind. Kein Lärm, kein Trend, nur Präzision. Und genau das fühlt sich gerade erstaunlich modern an.
Die Retrospektive zu Dieter Rams ist noch bis zum 14. März 2026 im Deutsches Design Museum in Berlin-Charlottenburg zu sehen.
GASTRONOMIE
Neues Lunch Menu bei Volk
Volk in der Brunnenstraße steht seit 2019 für klare, produktfokussierte französische Bistrotküche – ohne Inszenierung, aber mit Haltung.
Ab Februar 2026 öffnet das Bistrot nun täglich auch mittags. Highlight der neuen Karte: eine Seafood Lunch Platter für 15 Euro mit drei Fine-de-Claire-Austern, Madagaskar-Garnelen, Fischbällchen, Kartoffeln und Salat. Dazu saisonale Gerichte und Klassiker wie Boeuf Bourguignon – bewusst übersichtlich, qualitätsgetrieben.
Margaux Arabian und Oliver Chesler führen Volk als persönlichen, warmen Ort für Nachbarschaft und Stammgäste – ergänzt durch Pop-ups, Märkte und Aktionen wie 1-Euro-Austern.
Neueröffnung: Almi Bistro in P-Berg
Berlin bekommt ein neues Bistro – und diesmal geht es nicht um Lautstärke, sondern um Substanz. Das Almi Bistro eröffnet als moderner Nachbarschaftsort mit klarer Handschrift: saisonale Produkte, mediterrane Einflüsse und eine Karte, die nicht überfordert.
Was ich mag: Es wirkt nicht wie ein Konzept, sondern wie ein Ort, der einfach funktionieren will. Kleine Gerichte zum Teilen, gute Weine, entspannte Atmosphäre. Genau diese Mischung aus unkompliziert und sorgfältig kuratiert fehlt oft zwischen Fine Dining und Take-away.
Almi positioniert sich bewusst als All-Day-Bistro – für Lunch, Dinner oder ein Glas Wein zwischendurch. Ein Platz, an dem man spontan reinschaut und länger bleibt als geplant.
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