Ja oder Nein? Warum wir das Ja-Sagen nach vielen Neins wieder lernen müssen

Was Höhenangst mit einem Vibrator zu tun hat? Das verrät Marie in der Kolumne über eigene Grenzen

Gesponserter Artikel in Kooperation mit AMORELIE

„Ich habe da noch ein Projekt für dich. Meinst du, dass du das noch schaffst? Ich weiß ja, du hast immer viel um die Ohren.“ Ja, das kriege ich schon noch irgendwie hin. „Sehen wir uns Donnerstag zum Dinner? Ich habe schon einen Tisch für uns reserviert.“ Ja, klar, ich verschiebe mein Business-Meeting einfach. „Kauf das Kleid, das steht dir soooo gut.“ Ja, wenn du meinst.

Die letzten Jahre habe ich all diese Situationen schon hundertmal erlebt. Hundertmal habe ich die Fragen selbst gestellt. Und hundertmal habe ich die Antworten genau so gegeben. Obwohl ich dadurch viele tolle berufliche Projekte gemacht habe, tolle Abende mit Freund*innen in Restaurants verbracht habe und sehr sehr viele schöne Kleider in meinem Kleiderschrank habe, war ich mit meiner Entscheidung nicht immer glücklich.

Weil ich eigentlich überfordert war mit meinen zahlreichen Jobs, aber Angst hatte, nach einem „Nein“ nie wieder gefragt zu werden. Weil das Business Meeting wichtig war, aber ich meine Freundin nicht verletzen wollte. Weil ich das Kleid nicht so gut fand, wie meine Begleitung, aber ihre Meinung mir wichtig war.

Trotzdem soll das hier kein Plädoyer für das Nein sagen sein. Ganz im Gegenteil. Heute geht es ums Ja-Sagen.

„Mein Leben im Homeoffice war bequem. So verdammt bequem, dass ich Angst vor dem Leben bekam, was da draußen auf mich wartete. Auf die ganzen Jas, die da vor der Tür standen und irgendwann wieder hereinwollten.“

Und während ich bis März 2020 eher damit gekämpft habe, mehr „Nein“ zu sagen und auf meine inneren Bedürfnisse zu hören, hat mich die Pandemie gelehrt, dass Nein sagen gut funktioniert. Vielleicht zu gut. Denn auf einmal war es irgendwie en vogue, Nein zu sagen. Nein zu Partys. Nein zu Treffen in geschlossenen Räumen. Nein zu Freund*innen. Nein zu Business Meetings. Nein zu Reisen. Nein, nein, nein. Und ja, ich gebe es zu, das erste Jahr war es eine Befreiung, so ganz ohne gesellschaftlichen Druck leben zu müssen. Sich in den eigenen vier Wänden einzuigeln und (neben dem Job) so eingeschränkt zu sein, dass man das Nein so verinnerlicht hatte und sich eh nichts mehr traute.

Mein Leben im Homeoffice war bequem. So verdammt bequem, dass ich Angst vor dem Leben bekam, was da draußen auf mich wartete. Auf die ganzen Jas, die da vor der Tür standen und irgendwann wieder hereinwollten.

Denn mein Leben ertrank in Routinen: Aufstehen. Frühstücken. Arbeiten. Kaffee 1. Arbeiten. Lunch. Arbeiten. Kaffee 2. Arbeiten. Spaziergang. Dinner. Netflix. Und das jeden Tag. Jeden verdammten Tag. Und das Schlimme war, dass sich durch die vehemente Routine auf einmal Ängste aufbauten, die ich vorher gar nicht hatte. Menschenansammlungen hatten mir beispielsweise vorher nie Angst bereitet. Auf einmal machte mich jedes Niesen oder Husten von Personen argwöhnisch. Und der Gedanke, sich anzuziehen (ich meine so richtig, ohne Jogginghose oder Leggings) und in der realen Welt wieder Meetings oder sogar Events zu besuchen, jagte mir eine höllische Angst ein.

Dinge, über die ich mir davor noch nie Gedanken gemacht hatte, prägten auf einmal mein Verhalten. Und ich wurde so einsiedlerisch, dass es mir selbst Angst machte. Klar, zu Hause war es bequem, zu Hause war es sicher, Zuhause, das kannte ich.

Und als das erste Business Event nach der langen Pandemie wieder anstand, kämpften in mir zwei Persönlichkeiten. Diejenige, die es liebt Menschen kennenzulernen und zu networken, die auf alle zugehen kann und gerne jeden Abend unterwegs ist und die Persönlichkeit, die Meetings jetzt am liebsten digital macht, große Menschenmengen meidet und deren Tageshighlight die neue Folge ihrer Lieblingsserie ist.

Und spätestens jetzt wird euch klar, warum dieser Text sich nicht um das Neinsagen dreht, sondern um das Ja-Sagen.

„Nach den letzten harten Monaten haben wir uns alle wirklich ganz viele „Jas“, „Ohs“ und „Mhhhhhs“ verdient.“

Denn „Ja“ zu seinen eigenen Grenzen zu sagen, und hier betone ich mit Absicht die EIGENEN Grenzen, das kann einen auch manchmal stärker machen. Einem zeigen, was man eigentlich verpasst, wenn man seinen Routinen und Gewohnheiten immer treu bleibt. Wenn man sich zu sehr einigelt und nur noch auf den inneren Schweinehund hört, der nun mal nicht gerne herausgefordert wird.

Ich habe zum Beispiel Höhenangst. Und zwar richtig doll. Wenn es nur nach mir gehen würde, würde ich keine Rolltreppen im Kaufhaus fahren, nie die Aussicht von Hochhäusern genießen und um Brücken einen hohen Bogen machen. Doch weil das mein Leben und vor allem viele Abenteuer auf Reisen extrem einschränken würde, überwinde ich mich immer wieder: Ich fliege Helikopter über den Grand Canyon, schaue die 370 Meter des Hoover Dams in Nevada hinunter und besteige den Kirchturm „Alter Peter“ in München über Leitern und Stiegen. Bei allen drei Dingen dachte ich für einen Moment, dass ich sterben werde, für einen weiteren, dass ich mich übergeben muss und für einen dritten Moment: „Nur weg hier!“. Trotzdem bin ich geblieben. Und im Nachhinein waren es Dinge, bei denen gar nicht die tolle Aussicht gezählt hat, sondern der Fakt, dass ich es getan habe. Und das Neue, das Risiko und die Überwindung haben mir richtige Schmetterlinge im Bauch bereitet und mich stolz gemacht.

Doch es müssen nicht immer große Ereignisse sein, manchmal reicht auch der Alltag: „Ja“ zu sagen zu zwei Angestellten, obwohl es einfacher wäre Freelancer zu beschäftigen. „Ja“ zu sagen zum Kinoabend, obwohl ich dachte, ich kann auf der Couch liegen. Und „ja“ zu sagen zu einem Sexspielzeug, obwohl ich noch nie an dessen Verwendung gedacht hatte.

Ja, auch wenn viel zu wenig Menschen und vor allem auch Freund*innen darüber sprechen, auch im Schlafzimmer gibt es allerhand Routinen und die wenigsten durchbrechen sie. Was sich gut anfühlt, kann so bleiben? Klar, aber was wäre, wenn es sich noch besser anfühlen würde? Wenn zu dem guten Gefühl noch Aufregung kommt?

Klar, Grenzen sind Grenzen und „Nein“ heißt „Nein“, aber wenn man sich selbst nach etwas Nervenkitzel, nach neuen Gefühlen und nach kleinen Abenteuern sehnt, dann sollte man das auch und eben gerade im Bett umsetzen.

Und der beste und ehrlich gesagt einfachste Weg ist der AMORELIE Adventskalender, der dieses Jahr unter dem Claim „Ein neues JA“ steht. Es gibt das Original für Sextoy-Einsteiger*innen sowie unter dem neuen Namen AMORELIE Adventskalender Adventure die Version für Sextoy-Erfahrene. Die Gemeinsamkeit: ein neues Design und 24 Türchen voller Spaß und Sex!

AMORELIE glaubt fest daran, dass ein erfülltes Sexleben die Menschen glücklicher macht und ihr Leben bereichert. Die Marke ermutigt und unterstützt alle Menschen dabei, sich achtsam mit ihrem Liebesleben auseinandersetzen, die individuellen Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren und so ein erfülltes Sexleben zu genießen.

Seit fast fünf Jahren zieht der Sex-Adventskalender im Dezember Jahr für Jahr bei mir ein – und jedes Jahr kaufen ihn sich mehr meiner Freund*innen. Natürlich ist Spielzeug nicht essenziell für eine Beziehung und guten Sex, aber im dunklen Winter haben Kinder Schokolade, um die Wartezeit auf den Weihnachtsmann erträglicher zu machen und Erwachsene, nun ja, die verbringen die kalten Abende einfach im warmen Bett – ob alleine, zu zweit oder auch zu dritt. Hauptsache, ihr durchbrecht den Alltag und sagt einfach mal „Ja“ zu etwas Neuem.

Und ganz ehrlich? Nach den letzten harten Monaten haben wir uns alle wirklich ganz viele „Jas“, „Ohs“ und „Mhhhhhs“ verdient. Mit dem „Nein“ sagen fangen wir dann einfach wieder an, wenn wir uns an unseren wiedergewonnenen Freiheiten erneut sattgesehen haben, der Terminkalender wieder platzt und das Stresslevel steigt.

Regelmäßiger Sex ist nämlich auch gesund für die Psyche: Wir sind tendenziell zufriedener, ausgeglichener und weniger gestresst. Forschende fanden heraus, dass Paare, die intim miteinander sind, in Stresssituationen weniger Cortisol freisetzen. Also sagt doch einfach mal „Ja“ und das am besten gleich 24-mal!

Im AMORELIE Sexreport 2020/2021 gaben 74 Prozent der Befragten an, dass sie Sextoys nutzen, um neue Erfahrungen zu machen – die AMORELIE Adventskalender mit  je 24 Überraschungen liefern die perfekte Gelegenheit dazu. 

Sexuelle Bedürfnisse sind so individuell wie Menschen selbst, weshalb die AMORELIE Adventskalender unterschiedliche Produkte in Premium-Qualität aus den beliebtesten Kategorien beinhalten, von vibrierenden Paartoys, über stimulierende Kosmetik und erotische Spiele bis hin zu Soft-Bondage-Accessoires ist alles dabei. So können Paare gemeinsam herausfinden, was sie mögen – wie immer zu einem Bruchteil des üblichen Warenwertes. Ganz ohne Stress kann jede*r seine/ihre Sexualität in all ihren Facetten entdecken und bestehende Konventionen ganz spielerisch herausfordern.

Du willst auch „Ja“ sagen?

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*Gültig bis einschließlich 30.11.2021 und pro Kunde nur einmal einlösbar. Nicht anwendbar auf (Hör-)Bücher und Geschenkkarten. Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.

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  • Fotos
    Janine Sametzky

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