5+2 Herbst-Essentials, mit denen die Übergangszeit sogar Spaß machen kann

Keine Lust auf fallende Blätter, Tees und Strickpullover? Mit unseren Must-haves ist der Herbst vielleicht doch gar nicht so schlimm ...

Fall Feelings. Die hatte ich heute morgen, als ich zum ersten Mal diesen Sommer meine dicke Wollstrickjacke herausholte, meinen Hut aufsetzte und zu meinem kurzen Kleid dicke Boots anzog. Bloß nicht vergessen bei unter 20 Grad: das Drunterzieh-Höschen gegen Blasenentzündungen (TMI?!). Der Sommer war im Vergleich zur Corona-Krise gefühlt bedeutend zu kurz, aber was soll man machen: Bis die Klimaerwärmung aus Berlin Miami macht, vergehen (hoffentlich!) noch Jahrhunderte, wohl leider aber eher Jahrzehnte. Nach sechs Wochen der Sommerkleider krame ich also wieder meine Motten-sicher-verpackten Strickpullover heraus und frage mich: Ist die Übergangszeit wirklich so schlimm?

Ich glaube nicht! Denn ein bisschen Gemütlichkeit tut uns allen doch ganz gut! Sich in seine wohlig warme Strickjacke einkuscheln, wieder mehr Accessoires (Hut, Schmuck, Schal) tragen und in Ruhe ein gutes Buch an einem Regentag lesen, ohne das Gefühl zu haben, draußen etwas zu verpassen. So zumindest stelle ich mir den Herbst vor.

Und auf diese fünf Fashion-Pieces freue ich mich sogar schon ein bisschen, zwei Teile möchte ich mehr an den Boys sehen:

Große Hemdkragen an Blusen, Kleidern und Strickjacken

Der Trend der großen Kragen ist zwar nicht neu, neu ist aber, dass wir auch im Herbst und Winter darauf zurückgreifen und wir die Krägen nicht nur an weißen Blusen tragen, sondern auch an Kleidern und Pullovern. Natürlich könnt ihr aber auch eure Blusen aus dem Sommer weiterverwerten und sie unter euren Lieblingspullovern oder Jacken tragen – umso häufiger man ein Kleidungsstück anzieht, umso besser! Mittlerweile haben sich neben Ganni und Vintage-Shops auch zahlreiche High Street Brands an die trachtenähnlichen Kragen getraut und ihr könnt sie in einer bunten Vielfalt in den Onlineshops finden. Mein Favorit? Cardigans und gemusterte Blusen von LaVesteLaVeste oder H&M!

Cowboy-Boots zu kleinen Kleidchen

Yeehaw, der Trend um Cowboy Boots reißt einfach nicht ab! Und das macht mich ziemlich glücklich, denn ich finde es gibt kaum einen lässigereren Look als Kleidchen und Westernboots. Das sieht einfach immer nonchalant aus, so, als ob man gerade vom Äpfelpflücken in seiner Datsche kommen würde und voll mit der Natur im Einklang steht, oder? Also ja, ihr könnt auch ohne Pferd, Reiterhof oder Lasso die Boots kaufen und damit Lässigkeit inn euren Schuhschrank holen. Klassiker gibt es bei Isabel Marant und Ganni, diesen Herbst findet ihr aber auch zahlreiche günstigere Alternativen.

Vom Sommer- zum Herbstkleid

Ja, Jeans gehen immer, nur im Sommer bei 30 Grad nicht. Dann greife ich lieber zu Sommerkleidern, die luftig um die Beine wehen. Dass diese aber in der kühleren Jahreszeit nicht knallhart verbannt gehören, beweist das Bild oben. Denn es gibt auch Kleider, die für den Herbst und Winter gemacht sind: lange Ärmel, gedeckte Farben, Paisley-Muster, Karos und dickere Stoffe wie Wolle, Viskose, Cashmere oder ein Materialmix aus diesen machen sie aus. Ich mag es gerne Bohème-like, aber auch Minimalisten werden einige sleeke Outfits in den Läden finden.

In Watte gepackt dank wattierten Jacken

Oh, hätte ich bloß meine gute alte Burberry-Steppjacke aus der Kindheit behalten, dann wäre ich jetzt immer noch voll im Trend und müsste nichts kaufen. Tja, dank eines Wachstumsschubs musste ich mich aber wohl oder übel von ihr trennen und jetzt ist die Sehnsucht nach einer wattierten Jacke groß. Hier trifft Spießigkeit auf nordische Lässigkeit und was dabei herauskommt ist einfach nur gemütlich und erinnert mich irgendwie an Alexa Chung und Landadel. Es gibt schlimmere Assoziationen, oder?

Vom Schlag getroffen dank Schlaghosen

Ja, noch ein Comeback aus den Siebzigern macht im Herbst wieder Furore: die Schlaghose. Egal ob der Cher-Gedächtnislook oder die Hommage an 2000er-Britney-Spears in Denim, beide Hosen haben ihre Berechtigung und dürfen jetzt in der Übergangszeit endlich wieder aus den Tiefen des Schranks (oder sogar Kellers) hervorgeholt werden. Könnt ihr euch noch an die ausgefransten Enden der Jeans erinnern, weil sie unbedingt auf den Boden reichen mussten? Oh we! Mittlerweile verstehe ich meine Mama und ihre Abneigung dagegen.

Kommen wir aber zurück zu den neuen Modellen, denn die sind alles andere als abstoßend. Schlichte Jeans, Kordhose, minimalistisch schwarz oder sogar aus Leder, jeder Schlaghosen-Topf findet den passenden Deckel, da bin ich mir sicher.

Boys*! Schick in Strick(jacke)

Kommen wir zu den Männern*, denn ihr bleibt von der Übergangszeit natürlich auch nicht verschont. Sämtliche Trends von oben dürft/könnt/sollt ihr natürlich auch tragen, aber es gibt auch zwei Sachen, bei denen ich mich freuen würde, sie mehr an euch zu sehen: Einer davon ist die gute alte Strickjacke. Ja, das ist alles andere als groundbreaking aber die Strickjacke wurde zu Unrecht zu ihrem Grandpa-Look verurteilt. Denn sie kann so viel mehr als Opa, sie ist kuschelig, stylisch, männlich, wärmend und flexibel. Sie ist sozusagen der Elite-Partner unter den Winterkleidungsstücken und lässt euch nie im Stich: denn bei Hitzewallung wird sie im Handumdrehen ausgezogen oder geöffnet. Klingt verführerisch? Dann legt euch bitte eines der Exemplare unten zu!

Boys*! Traut euch an die Manbag!

Ich stelle eine wagemutige Behauptung auf: Männer haben Angst vor Handtaschen. Egal, ob es sich dabei um ein Exemplar für sie handelt oder um das ihrer Freundin. Sie nehmen es nur ungerne in die Hand, der Blick dann schon fast angeekelt und der Satz dazu: „Muss das sein?“, oder „Aber nur ganz kurz!“. Woher das kommt? Sicher von irgendwelchen Klischees, die es zu überholen gilt. Denn auch außerhalb von Bauchtasche und Rucksack gibt es Manbags, die getragen werden sollten und wollen! Ich plädiere für mehr Designerbags für Männer, hört ihr, Chanel, Gucci und Co.?!

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