Modische Maschen – Das große Beige Strick Special

Keine Oma zur Hand, die stricken kann? Kein Problem!

Hach, wie sehr vermisse ich meine Oma, die in Windeseile stricken konnte. Das Blöde? Als sie noch da war, wusste ich ihre Fähigkeit nicht zu schätzen. Ein Glück wäre da aber noch meine Mama. Die kann auch ganz hervorragend stricken, nur ist sie leider langsamer als jedes Faultier – was nicht an ihrer Faulheit liegt, sondern an ihrem Job. Kurz gesagt: Ich muss einen Strickpullover kaufen, wenn ich nicht eine Wartezeit von ca. einem Jahr auf mich nehmen will.

Doch in Sachen Strick und Materialien bin ich äußerst wählerisch. Bitte nicht zu viel Polyamid oder Polyacryl, kratzen darf es auch nicht, am liebsten doch bitte Kaschmir. Dass das den Geldbeutel schnell strapazieren kann, das sieht man an Brands wie Iris von Arnim. Da kostet ein Strickpullover gut und gerne mal eine vierstellige Summe – und das zurecht. Trotzdem ist ein solches Exemplar nicht immer drin.

Deswegen habe ich mich auf die Suche nach kleinen Labels gemacht, die schöne Cardigans und Pullover in feinsten Materialien produzieren und trotzdem noch bezahlbar sind – sparen muss man trotzdem ein bisschen, aber so ein guter Strickpullover hält bei der richtigen Pflege ja auch ein Leben lang. Tipps zum richtigen Waschen findet ihr am Ende des Artikels!

Viel Spaß! Lasst euch inspirieren, lernt selber das Stricken oder sucht euch ein schönes Exemplar aus. Der richtige Pullover ist im Winter schließlich ein echter No-Brainer und kann Tag für Tag wieder getragen werden, ohne dass es langweilig wird!

Paloma Wool

Bei meiner ersten Reise nach Barcelona habe ich überall nach Paloma Wool gesucht. Doch in keinem Geschäft konnte ich die wunderschöne, nachhaltige Mode des spanischen Brands finden. Bis mir ein Licht aufging: Paloma Wool kommt zwar aus Barcelona, verkauft aber nur online. Tja, da hatte ich Pech. In nur fünf Jahren ist das Label zu einer echten Instagram-Sensation geworden, kein Wunder, bei den zeitgeistigen Designs, die Farben, Muster, Kunst und hochwertige Materialien verbinden. Und das zu einem unschlagbaren Preis. Die Pullover kosten alle um die 100 Euro. Ja, richtig gehört! Los, bestellen!

Maiami

Maiami ist ein Berliner Label, das mit seinen wunderschönen grobmaschigen und bunten Pullovern bekannt geworden ist. Mittlerweile verschicken sie ihre einmaligen Designs in die ganze Welt! Neu ist Maiami jedoch nicht, ganz im Gegenteil, Gründerin Maike Dietrich ist schon seit 15 Jahren süchtig nach Strick – und kennt sich also bestens aus, wenn es um Materialien, Technik und Pflege geht. Ich will jetzt nicht zu viel verraten, aber schaut mal öfters auf Beige vorbei, wir haben Maike nämlich vor kurzem getroffen. Neu ist übrigens ihre Kaschmirkollektion. Die ist zwar sehr preisintensiv, aber ich sage euch, so etwas Weiches habt ihr noch nie angefasst.

Valentine Witmeur

Ein richtiger Geheimtipp ist das Label nicht mehr, denn Gigi Hadid trug erst neulich den Cardigan und löste damit einen echten Hype aus. Doch wer ist Valentine Witmeur denn jetzt eigentlich? den Belgierin gründete ihr Label, nachdem sie im Marketing gearbeitet hatte und für kurze Zeit auf ihrem eigenen Blog schrieb. Ein Glück hat sie sich aber doch für ihre Leidenschaft zum Strick entschieden und Valentine Witmeur Lab gegründet. Der Fokus liegt bei ihr besonders auf einer hervorragenden Qualität der Strickware und einer besonderen Farbzusammenstellung. Kein Wunder, dass Gigi das liebt – ich tu's auch!

The Knotty Ones

The Knotty Ones wurde von Sandra, Danute und Akvile, einem Trio von besten Freundinnen gegründet, die auf der Suche nach nachhaltiger Strickware waren – und keine finden konnten. Also gründeten sie ihr eigenes Unternehmen, bei dem sie den Fokus nicht auf Trends, sondern Zeitlosigkeit legen. Modelle, die einem von Saison zu Saison gefallen, das ist ihr Steckenpferd. Sie kennen die Frauen, die ihre Pullover und Cardigans stricken persönlich und pflegen eine enge Beziehung zu ihnen – beim Kauf kann man der Frau, die den eigenen Pullover gestrickt hat, 10 Euro spenden, die direkt an sie gehen. Mittlerweile haben sie ihr Sortiment auf Kinder ausgeweitet. Wenn man all das weiß, kann man die Preise der liebevoll gestrickten Produkte kaum glauben, um die 200 Euro kostet ein Pullover – und das alles komplett nachhaltig.

Molli

Molli ist in dieser Auswahl das Traditionshaus in Sachen Strick, denn das Unternehmen wurde bereits 1886 in der Schweiz gegründet, woooow! Über die Zeit hat das Label seinen Fokus schon oft verschoben: von gestrickter Unterwäsche bis hin zu Babysachen. 2015 kam dann der große Relaunch und seitdem verkörpert das Schweizer Label eine moderne, zurückhaltende, luxuriöse und weibliche Vorstellung einer Frau. Neben vielen Pastellfarben gibt es auch wunderschöne Muster und Hoodies in Knallfarben. Wer so eine lange Unternehmensgeschichte hat, der kann in seinem Metier ja nur ein Meister sein – und Molli ist das auf jeden Fall.

From Future

Ganz neu in meinem Portfolio für traumhafte Strickwaren ist From Future. Das französische Label hat sich Nachhaltigkeit ganz groß auf die Fahne geschrieben und zieht das strikt durch. Bei der Herkunft ihrer Materialien achten sie auf eine artgerechte Tierhaltung, schließlich kommt Kaschmir ja von Ziegen, denen es auch gut gehen soll. Zu den Farmern in der Mongolei haben sie dabei ein extrem enges Verhältnis. Ihre Preise sind trotz alledem unschlagbar: ein Kaschmirpullover kostet um die 120 Euro. Wie sie das machen? Sie stecken sich weniger in die eigene Tasche und arbeiten mit kleinerer Margen. Vorbildlich! Die Designs und die Modelauswahl? Modern und stylisch. Wenn nur jedes Label so wäre...

Evyinit

Zusammen mit der Gründerin von Evyinit, Ewilina Smarz, habe ich studiert und somit die Entwicklung des Labels von Minute Eins mitbekommen. Alles begann mit einem Loop Schal, den Ewelina einfach nicht finden konnte – da musste Ewis Mama ran. Nachdem der Schal auf der Straße jede Menge Zuspruch bekam, stand die Entscheidung, ein eigenes Label zu gründen, schnell fest. Und da sind wir, fast acht Jahre später. Evyinit gibt es immer noch und das Brand ist größer als je zuvor. Wer kann es bei den handgestrickten pastellfarbenen Pullovern und Cardigans auch verdenken? Eben! Niemand...

Babaà

Babaà, diesen Namen kann man sich gut merken, oder? Das spanische Label setzt auf Lokalität – und arbeitet vor allem mit Wolle und Baumwolle von Landesgenossen. Produziert wird ebenso in Spanien und komplett ohne Kunstfasern, das mag ich sehr, ebenso wie den Fakt, dass Babaà Strickware für die ganze Familie macht, also auch für Männer. Dahinter steckt eine starke Frau: Marta Bahillo. Sie legt großen Wert darauf, dass die Designs zeitlos und damit zusätzlich nachhaltig sind. Ich finde die Naturfarben des Stricks jedenfalls die schönste Hommage an die spanische Landschaft, die man kreieren kann.

I love Mr Mittens

Auch I love Mr Mittens setzt auf 100 Prozent Handarbeit, wie toll! Besonders sind nicht nur die schweren, dicken Entwürfe, sondern auch die Farben, die in Südamerika so wunderschön gefärbt werden. Verantwortlich dafür ist Stéphanie Caulier, die in Belgien geboren wurde und zu I Love Mr Mittens in New York 2007 inspiriert wurde. Seitdem sind Handarbeit sowie Nachhaltigkeit essenziell für sie – das sieht man auch den unglaublich hochwertigen und liebevoll gestrickten Produkten an.

Nanushka

Nanushka ist mit Paloma Wool das einzige Brand, was ich hier ein bisschen hereingemogelt habe. Ja, richtig gelesen. Denn alle anderen Labels sind auf Strick spezialisiert, doch Nanushka und Paloma Wool bieten noch andere Produkte an. Trotzdem konnte ich euch das ungarische Label nicht vorenthalten, denn die Pullover sind einfach viel zu schön, um nicht gezeigt zu werden. Verantwortlich dafür sind Sandra Sandor und ihr Geschäftspartner Peter Baldaszti, die sich auf eine Produktion in Europa spezialisiert haben. Mein Favorit? Die Pullover mit Perlenreißverschluss!

Wie wäscht man Strickpullover richtig?

Umso hochwertiger das Material, umso weniger solltet ihr euren Pullover waschen, ähnlich wie bei echten Jeans. Auslüften reicht! Ja, wirklich! Früher hing man seinen Pullover draußen über einer Leine auf, am besten, wenn es schneite, denn die Schneemoleküle sollen angeblich den Schmutz aus den Fasern entfernen. Schnee haben wir heute in einer Großstadt ja nur noch wenig, deswegen müssen wir bei groben Verschmutzung zur Handwäsche zurückgreifen. Eine Waschmaschine sollte ein teurer Pullover niemals von innen sehen!

Bei der Handwäsche gilt, am liebsten kalt und mit ganz mildem Shampoo oder speziellem Wollwaschmittel. Getrocknet wird dann nicht hängend, sondern im Liegen, damit sich der Pullover nicht verzieht und seine Form behält. Das kann bei dicken Pullovern dann auch mal mehrere Tage dauern, bis das gute Stück wieder trocken ist, Geduld Geduld.

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