Zeit für einen neuen Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini!

Der Sommerurlaub steht bevor und ihr braucht noch die passende Bademode? Here we swim!

Ich bin besessen von Bademode. Dabei lebe ich nicht am Meer, betreibe keinen Wassersport und verbringe auch den harten, langen und kalten Berliner Winter nicht auf Bali oder in Südafrika. Nein, meine Bikinitage im Jahr begrenzen sich auf, na, ich schätze mal so zehn, höchstens 20 Tage. Warum zur Hölle muss ich also ständig Bademode kaufen, wenn ich doch 340 Tage in anderer Kleidung verbringe?!

Es liegt daran, dass ich mir nur selten im Bikini oder Badeanzug wohlfühle und daher immer auf der Suche nach dem Modell ist, was mir das Selbstbewusstsein gibt, was ich eigentlich auch schon nackt haben sollte – aber manchmal taucht es noch nicht mal mit Wintermantel auf ... Klar, das ist eine Schwäche und auch ein Eingeständnis. Trotzdem finde ich, dass bequeme (nicht ständig irgendwo dran herumzuppeln zu müssen, ist wirklich der Himmel) und schöne Bademode einem ein besseres Körpergefühl geben kann. Und das ist auch der Grund, warum ich meine Freund*innen dazu auffordere, anders zu denken und eben nicht auf die Schnelle einen Bikini beim Discounter um die Ecke zu kaufen.

Bestellt euch die Bademode nach Hause, nehmt euch Zeit, probiert sie in einem ruhigen Moment mit gutem Licht an und feiert euch und euren Körper doch mal ein bisschen. Seitdem ich in hochwertigere Marken, nachhaltige Materialien und richtig gute Schnitte investiere, machen mir die See- und Meertage mehr Spaß und ich kann sie in noch mehr genießen ... und alleine darum sollte es gehen!

Deswegen habe ich euch hier eine richtig große Übersicht mit meinen Neuentdeckungen, Alltime Favorites, aber auch ganz persönlichen Lieblingsbrands zusammengestellt. Und na klar, meine Highstreet-Favoriten sind auch dabei!

P.s. Beim Recherchieren und Anfragen des Bildmaterials ist mir einmal mehr klar geworden: Diversität ist in Sachen Bademode leider noch nicht Normalität! Lasst euch also von den perfekten Modelkörpern nicht einschüchtern ... egal, ob mit Delle, Narbe, mehr oder weniger auf den Hüften, wir sehen alle super aus!

Newcomer Brands

Butter & Hazel

Butter and Hazel, das liest sich doch schon wie ein Gedicht, oder? Wenn ihr genauso sehr auf Retro-Blumenprints steht wie ich und am Strand gerne Retro-Vibes versprüht, dann ist das Amsterdamer Label von Benthe Liem und Isidoor van Esch genau das richtige für euch. Bali war die Inspiration und daraus entstanden ist ein Label mit dem Slogan: „We created this brand for everyone who wants to stand out. Who is not afraid not show what they got.“ Jedes Stück wird in der holländischen Hauptstadt designt und in Europa gefertigt, die Taschen sind aus 100 Prozent abbaubarem Mais, es wird ohne Plastik verschickt und in den Niederlanden wird sogar mit dem Fahrrad ausgeliefert.

Ich hab viellecht gerade bestellt ... upsi! Aber der Flowerpowerprint ist einfach zu schön!

38 Graus

Also mit Grau hat das Swimwear-Brand aus Lissabon nichts zu tun. Denn Trinta e oito graus ist Portugisiesch und heißt 38 Grad. Das ist auch die perfekte Temperatur, die es braucht, um die poppigen Swimwear-Designs zu tragen. Laut ihres About-Texts wollen sie kein Leben ohne Sonne und vor allem nicht ohne Salz. Kann ich auch unterschreiben. Auch sie achten auf eine faire Produktion und sind besonders kritisch, wenn es um die Haltbarkeit der Materialien geht, denn diese sollen auch im Salzwasser, in der Sonne und im rauen Sand jahrelang halten und bestehen. Designt und gefertigt wird alles in Portugal. Auch hier mag ich die gemusterten Teile am liebsten! Und ihr?

Follow Suit

Hand hoch, wer die Bildsprache von Follow Suit auch so sehr liebt wie ich? Die Bikinis und Badeanzüge, die jede Menge Vintage Vibes herüberbringen, sind genau mein Fall und mit der Zielgruppe des Brands, der modernen La Bohème, kann ich mich auch ganz gut identifizieren. Auf der Website von Follow Suit findet man sehr viele Informationen zur Produktion, nachhaltig und zu ihren Werten. Sie legen ihren Fokus auf Qualität, eine nachhaltige und faire Produktion und wollen trotzdem alles zu bezahlbaren Preisen bieten. Alle Produkte werden in New York City per Hand genäht – und von Frauen für Frauen designt.

Klar, die 40 Dollar Shipping Gebührt tut richtig doll weh – und Zoll kann auch noch auf euch zukommen, aber falls ihr einen Urlaub in den USA plant (langsam wird es ja wieder möglich), Verwandtschaft oder Freund*innen dort habt, dann gibt es ja vielleicht Wege, um die Versandkosten herumzukommen. Vorenthalten wollte ich euch das Brand wegen seiner tollen Prints aber deswegen nicht!

Youswim

Ha, da haben wir es! Endlich das erste diverse und inklusive Swimwear-Brand in dieser Liste! You Swim verfolgt einen so einfachen und genialen Ansatz wie auch ihr Name es vermuten lässt: Swimsuits for Life. Denn es gibt die Bademode des Brands in nur einer Größe, die sich an viele Körperformen und Größen anpasst. Klar, alle Größen umfassen sie dabei nicht, aber laut eigener Aussage covert ihre Bademode sieben Größen – was ja schon mal besser ist als XS, S, M und L so wie bei vielen anderen Brands.

You Swim benutzt dafür nur Material aus Europa und fertigt euch hier die gesamte Kollektion. Die Preise sind fair, ebenso wie die Materialien und die Arbeitsbedingungen und die Styles sind so basic, dass sie eigentlich in keiner Bademoden-Kollektion für den Urlaub fehlen dürfen. Gefällt mir auf allen Ebenen!

Besonders nachhaltig

Faithfull the Brand

Hach, Faithfull the Brand hat nicht nur ein gutes Händchen für Bademode, sondern auch für Kleider, Blusen, Röcke und jedes andere Kleidungsstück. Ich bin verrückt nach dem nachhaltigen Brand aus Australien, das von der Australierin Sarah-Jane Abrahams und der Norwegerin Helle Them-Enger gegründet wurde. Auch hier ist die Inspiration und die Grundidee auf Bali gefunden worden, es scheint dort sehr kreativ und inspirierend zuzugehen. Dort wird übrigens auch alles produziert.

Ihre Pieces sind für die modernen Reisenden entworfen. Sie sind vielseitig, simpel und trotzdem modisch. „We aim to be the suitcase staple for our muse and her well-lived, well-travelled life.“ Ja, eure Muse wäre ich auch gerne Sarah-Jane und Helle.

Auch die diesjährige Sommerkollektion mit dem wunderschönen Namen Vacances ist wieder ein Hit.

Zulu & Zephyr

Wenn jemand dafür prädestiniert ist, schöne Bademode zu machen, dann doch wohl die Australier*innen, wie gerade auch schon Faithfull the Brand es bewiesen hat. Zulu und Zephyr ist am Bondi Beach im Sommer 2012 geboren und hat seinen Sitz jetzt in Byron Bay. Gegründet wurde es von den Schwestern Candice und Karla Rose. Ihre Signature Moves sind Fleece-Sets, Bio-Baumwoll-Cover-ups, gerippte Styles und vor allem verdammt gute Schnitte. Bestellen könnt ihr das Brand ganz einfach über Asos. Praktisch, oder?

Stay wild

Stay Wild und Stay You. Das könnte der Slogan des Brands aus London sein. Auch hier erstmal großen Applaus, denn die Modelauswahl ist so vielfältig wie das echte Leben. Gegründet wurde das Label von Natalie Glaze und Zanna van Dijk und ihr Fokus liegt auf Nachhaltigkeit. Sie wollen das Plastikproblem der Ozeane nicht nur bekämpfen, sondern zu der Lösung beitragen. Also werden alle Pieces aus recyceltem Ozeanplastik hergestellt mit klaren Schnitten, die jeder Frau stehen.

Meine Alltime Favorites

Marysia

Kommen wir zu meinen ganz persönlichen Favoriten, von denen ich schon einige Teile besitze und immer wieder gerne auf sie zurückgreife. Marysia gehört eindeutig zu der Luxus-Kategorie der Bademode. Gegründet wurde sie schon 2009 von Marysia Dobrzanska Reeves. Die gebürtige Polin verbrachte als Ballerina und Surferin viel Zeit in Trikots und Neoprenanzügen – sie ist also die Expertin, wenn es um gut sitzende und bequeme Schnitte und Designs geht. Erkennungszeichen ist der Muschelsaum, der dafür sorgt, dass nie etwas zwickt oder unangenehm einschneidet.

Die Styles von Marysia werden alle aus italienischen Stoffen hergestellt, mittlerweile gibt es auch Bekleidung. Definitiv ein Investment (aber ich liebe meinen Badeanzug sehr und habe ihn im Sale geschnappt), das sich lohnt!

Zimmermann

Ein weiteres Luxuslaster ist meine Vorliebe für Zimmermann. Wer denkt, dass die Bademode schon verdammt teuer ist, der sollte sich mal die normale Bekleidung ansehen. Ich besitze aber trotzdem schon einige Pieces des Brans, einfach, weil ich eine kleine Sale-Füchsin bin und auch bei Vestiaire Collective und meinen allerliebsten Vintageladen und Vestiaire Collective immer ein Auge darauf habe. Im Sale sind auch zwei Bademoden-Pieces zu mir gewandert, die ich abgöttisch liebe. Der Badeanzug ist vielleicht der schönste und bequemste meiner ganzen Kollektion, der Bikini mit seinem Retro-Flowerprint macht mir in seiner Winzigkeit noch etwas Angst, aber ich will mich einfach mehr trauen. Ihr ja vielleicht auch? Die Prints sind jedenfalls göttlich!

Der Sydney Morning Herald schrieb übrigens über das Brand: „Wenn die Stadt Sydney eine Person wäre, wäre sie braun gebrannt, frech und würde einen Zimmermann-Bikini tragen, so sehr ist das sonnige Label zum Synonym für australischen Stil geworden.“

Solid & Striped

Ich würde fast behaupten, dass Solid & Striped das Brand war, was mich von High End Bademode abhängig gemacht hat, zum Leidwesen meines Geldbeutels. Die Designs sind von Saison zu Saison immer toll, werden irgendwie auch immer toller, aber es gibt Basics, die jede Saison wiederkehren.

Solid & Striped ist außerdem auch sehr kooperationsfreudig, momentan arbeiten sie mit Le Specs und Freedom Moses, aber haben auch schon mit Redone oder mit Madewell zusammengearbeitet. Die Base von Solid and Striped ist in New York und wurde schon 2012 von Isaac Ross und Morgan Curtis gegründet. Sie arbeiten auch immer mehr an ihren Nachhaltigkeitsstandards, viele der Designs sind aus Econyl und damit zu 78 Prozent aus recycelten Materialien.

Wer also den Einstieg finden will und modische, aber auch hervorragende Basic Designs finden will, ist hier genau richtig!

Hunza G

Nach keinem anderen Bikini wurde ich so oft auf Instagram gefragt, wie nach meinem orangen von Hunza G. Ich habe ihn im Sale gekauft und er war lange Zeit eines meiner knappesten Modelle, gleichzeitig ist er aber auch super bequem. Das liegt daran, dass auch hier ein One-Size-Design (natürlich ist es leider immer noch nicht so inklusiv, wie man es sich wünscht) Modell am Werk ist. Heißt, der Seersucker-Stoff ist super dehnbar und passt sich vielen Körpern an.

Interessant zu wissen, ist, dass es Hunza G unter dem Namen Hunza schon seit 1984 gibt und dass es das Brand ist, das das berühmte Black-and-White-Dress aus Pretty Woman designt hat – und dadurch weltberühmt wurde. Doch erst die neue Kreativdirektorin Georgina Huddart schaffte den Relaunch und machte mit der Bademode einen weltweiten Erfolg aus dem leicht angestaubtem Label.

Mara Hoffmann

Und der Preis für den allerschönsten Bikini meiner Sammlung geht an ... Trommelwirbel ... Mara Hoffmann. Der Bikini, der aussieht wie ein Bild, ist wohl der, auf den ich im echten Leben am meisten angesprochen werde. Und ich kann es verstehen, denn ich war genauso schock verliebt, als ich ihn entdeckt habe – natürlich wieder im Sale, hehe!

Mara Hoffmann gründete ihr Label 2000, ihr größter Fan war Stylistin Patricia Field. Schon von Anfang an war ihr Nachhaltigkeit sehr wichtig, alles wird unter sozialen Bedingungen verarbeitet und aus recycelten Materialien hergestellt. Und wieder ein Beweis mehr, dass Nachhaltigkeit wirklich verdammt gut aussehen kann!

Perfect Moment

Wer es sportlicher mag und vielleicht auch gerne auf dem Surfboard oder Stand Up Paddle steht, der sollte sich Perfect Moment genauer anschauen. Gegründet wurde es von Thierry Donard, der als Dokumentarfilmemacher vor allem Extremsportarten festhielt und er fokussierte sich zunächst auf Skibekleidung. Mittlerweile gibt es aber auch Workout-Basics und eben Swimwear, die ozeanfreundlich ist. Alles wird in Großbritannien designt und hergestellt und ist aus recycelten Materialien.

Highstreet Favoriten

Arket

Ja, an dieser Stelle werdet ihr zu Recht bemerken, dass Arket zur H&M Group gehört, die immer noch an ihrer Nachhaltigkeit arbeiten. Die Swimwear vom schwedischen Ableger ist aber nachhaltig gefertigt: nämlich aus recycelten Fischernetzen und Nylonresten, die sonst als Abfälle auf Deponien und im Ozean landen würden. Das Material namens Econyl®Garn wird in Slowenien hergestellt. Die sustainable Swimwear ist für Männer und Frauen erhältlich.

& Other Stories

Ein weiterer Klassiker aus der H&M Group und gleich auf mit Arket in meinem Kleiderschrank: & Other Stories. Hier finde ich eigentlich immer etwas und deshalb mache ich den Großteil der Zeit aus Selbstschutz einen großen Bogen um den Laden. Lange Zeit dachte ich, dass die Bademode mir aber nicht gefällt, weil mir die Badeanzüge irgendwie nie richtig gepasst haben. Diese Saison stellt sich heraus: Falsch gedacht und zwei perfekte Badeanzüge gefunden!

Hier kommen meine aktuellen Favoriten:

Oysho

Ah, ich verstoße gerade ein bisschen gegen meinen eigenen Ethos, aber man muss ja auch mal ein paar Schwächen eingestehen. Ich versuche seit vielen Jahren um die Inditex-Gruppe einen großen Bogen zu machen. Zara meide ich komplett und habe sicher seit fünf Jahren dort nichts mehr gekauft, aber Oysho hat leider einen besonderen Platz in meinem Herzen. Ich finde die Sportswear, aber sowie die Pyjamas und die Swimwear einfach super gut. Ich werde ca. einmal im Jahr schwach, aber trage dann auch alle Sachen jahrelang, bis sie auseinanderfallen.

Und ja, deswegen musste die Swimwear auch in diese Liste. Einfach, weil sie super sitzt und sehr erschwinglich ist!

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    Janine Sametzky

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