Short, Shorter, Shorts – Holt die Feinstrumpfhosen raus!

Der perfekte Übergangslook für den Frühjahrsbeginn ist knapper als knapp

Shorts, Hotpants, Panties. Es gibt viele Worte für kurze Hosen und mindestens ebenso viele Meinungen. Leider fühlen sich viel unwohl in den kurzen Hosen (dabei sind sie doch so viel bequemer als Miniröcke), dabei ist 2021 und wir alle wissen, dass der Körper nicht entscheidet, was man tragen darf, sondern der Kopf. Und wenn der nun mal Shorts will, dann sollte es egal sein, was auf dem Size Tag steht.

Doch zurück zum Trend, der seit der Runway Show von Chanels Sommerkollektion 2020 mal mehr oder weniger auf Instagram herumspukt und eindeutig mehr Bedeutung verdient hat. Bei meiner Recherche konnte ich nämlich keinen einzigen Artikel finden, der meinen eigenen Ansprüchen genügt hat. Dabei sind die ersten Anzeichen des Frühlings die perfekte Jahreszeit für den Trend: Shorts mit Strumphosen.

Pullover, Shorts und Stiefel - Gestuz // Sonnenbrille - Yun Berlin // Tasche - Dior über Vestiaire Collective

Ja, klingt nicht wirklich groundbreaking und alles andere als fashionable, aber ich werde euch vom Gegenteil überzeugen – und das ganz ohne 2012-Gossip-Girl-Blair-Waldorf-Vibes. Nicht, dass daran etwas schlecht wäre, aber es wird jetzt echt mal Zeit für eine neue Modeikone, oder?

Warum ist der Hotpants Trend zurück? Wie kombiniert man ihn am besten mit Strumpfhose und auch danach, wenn das Thermometer über 20 Grad anzeigt? Das alles erfahrt ihr jetzt!

Die Geschichte der Hotpants im Schnelldurchlauf

Den Begriff Hotpants gibt es erst seit den 1970er-Jahre, aber der eigentliche Stil der sehr knappen Hosen ist auf die 1930-er und 40er-Jahre zurückzuführen. Die winzigen Hosen wurden damals am Strand oder als Sportbekleidung getragen, aber im Laufe der Jahrzehnte änderte sich die Umgebung der Hotpants: vom Urlaub bis hin zum Stammgast der Nachtclubs. Mary Quant, ikonische Erschafferin des legendären Minirocks, hatte auch hier ihre Finger im Spiel und machte die Hotpants bereits Anfang der 60er-Jahre salonfähig. Doch mit dem immer noch sehr obszönen, frechen und sexy Ruf, die die Hotpants genoss, verschwand sie in den 80er- und 90er-Jahren wieder aus den Kleiderschränken.

Vorreiterinnen des Hotpant-Trends waren Marilyn Monroe, Lynda Carter als Wonder Woman, Designerin Mary Quant, jedes amerikanische Cheerleader-Team, Model Kate Moss (als der Gürtel breiter war als die Hose) und Stilikone Alexa Chung, Madonna und Britney Spears. Was alle ihre Hosen gemein hatten? Sie waren kürzer als kurz!

P.s. Der Begriff Hotpants stammt nicht daher, dass Frauen, die die kurzen Hosen tragen heiß aussehen. Nein, in den 50er-Jahren wurde der Begriff Hot angehängt, weil er den Schock über die Shorts zum Ausdruck bringen sollte. Denn die Hotpants war einer der Wege, mit denen Frauen gegen übliche Kleiderordnungen und gesellschaftliche Normen demonstrierten und vor allem Männer provozierten.

Der Shorts-Look für Vernünftige

Eine Blasenentzündung ist wirklich alles andere als schön, ebenso wie ein Schnupfen, der ein in Pandemie-Zeiten sofort von der Außenwelt isoliert. Womit man beides am einfachsten vermeiden kann? Nun, bei ersterem helfen warme Kleidung und viel Trinken, beim Zweiteren die Impfung, eine Maske und viel Abstand. Wer gerade in den ersten warmen Tagen sofort im T-Shirt und Flipflops durch die Stadt spaziert, der könnte easy beides bekommen.

Umso besser, dass der Hotpants-Trend ganz Oma-gerecht gerade eh am liebsten mit Feinstrumpfhosen kombiniert wird. Mit langem Mantel und 50-100 DEN übersteht man so in den kurzen Hosen sogar die Wintermonate, unter 50 DEN läuten wir den Frühling ein.

Shorte Inspirationen für Bare-Legs-Lover

Saisonübergreifende Mode. So mag ich das, denn dieses ständige Hin- und Hersortieren zwischen Sommerkleidern und Strickpullovern nervt doch wirklich. Die Shorts vom Winter dürfen hingegen einfach im Kleiderschrank verweilen und das 365 Tage im Jahr, wie praktisch! Wenn man nicht gerade Veronika Heilbrunner heißt und die Jeansshorts zu Feinstrumpfhose und Clogs kombiniert (und dabei auch noch fabelhaft aussieht), dann wird der Look mit Stoff-Shorts vielleicht gar nicht so casual, sondern sehr wohl officetauglich. Inspirationen für City-Looks mit kurzen Hosen fernab von Strand und Sand findet ihr oben.

Immer noch nicht überzeugt? Hier kommen meine Inspirationen direkt vom Runway

Oui, oui, es sind mal wieder die Französinnen, die uns zeigen, wo der Hammer hängt. Brands wie Saint Laurent, Celine und Chanel beweisen, dass Shorts alles andere als leger sein müssen. Stattdessen braucht man nur ein paar Seventies-Klassiker wie kniehohe Boots, Trenchcoat, einen doppelreihigen Blazer und eine Schluppenbluse – und dann kann man sogar offene Sandalen zur Feinstrumpfhose kombinieren und immer noch cool aussehen. Hach, diese Nonchalance!

Schicke Short-Looks für die Übergangszeit:

Shacket - & Other Stories // T-Shirt - Arket // Shorts - Staud // Boots - Arket // Creolen - Missoma // Strumpfhose - Wolford // Tasche - A.P.C. // Sonnenbrille - The Attico x Linda Farrow // Kette - Missoma

Jacke - Saint Laurent // Bluse - Zimmermann // Shorts - Saint Laurent // Strumpfhose - Wolford // Tasche - Isabel Marant // Ohrringe - Lucy Williams x Missoma // Sonnenbrille - Ray Ban // Schuhe - Sandro Paris

Pullover - Diane von Furstenberg // Shorts - Miu Miu // Strumpfhose - Wolford // Jacke - Arket // Ohrringe - Jil Sander // Boots - Khaite // Tasche - Elleme

Pullover - Arket // Shorts - Alaia // Trenchcoat - & Other Stories // Boots - Arket // Tasche - Chanel // Tuch - Arket // Ohrringe - Missoma // Strumpfhose - Wolford

Happy Shorty Day!

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  • Fotos Marie
    Janine Sametzky

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