What to wear: Wenn es draußen warm und kalt gleichzeitig ist

Oh du schöne Übergangszeit! Marie präsentiert ihre 10 Mode-Essentials für den Frühsommer – garantiert erkältungsfrei!

Endlich ist sie da: Die Zeit, wenn man sich ohne Socken in den Schuhen aus dem Haus traut, jedes Mal flucht, wenn man die Sonnenbrille vergessen hat und das natürliche Deo bei den minütlichen Wechseln aus Frieren und Schwitzen Hochleistungen erbringen muss. Oh ja, willkommen im (späten) Frühsommer.

Den Frühling scheinen wir dieses Jahr – danke Klimaerwärmung – einfach mal übersprungen zu haben und so können wir von Daunenjacke gleich zum Sommerkleid wechseln. Jedenfalls fast. Denn ganz so schnell geht es dann doch meistens nicht und wenn ihr nicht eine*r von denen sein wollt, bei dem meine Mutter als Hausärztin jubelnd vorbeiläuft und sich denkt „Endlich Kundschaft, ich hole schon mal das Antibiotikum gegen Blasenentzündungen raus“, dann seid nicht dumm und lest diesen Artikel.

Denn klar, wir freuen uns alle über die warmen Tage und strahlenden Sonnenschein, nackt im Park herumliegen muss man auf dem eiskalten Boden aber noch nicht. Geduld ist schließlich die Mutter aller Tugenden und in der Zwischenzeit machen wir es uns modisch richtig schön. Ok? Ok!

Hier kommen also meine zehn Essentials für einen Look, der garantiert erkältungsfrei vonstattengeht, aber auch nicht Winter schreit:

1. Penny-Loafers

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Blazer: Vintage Bogner, T-Shirt: Arket, Cardigan: & Other Stories, Jeans: Closed, Schuhe: G.H. Bass Weejuns, Tasche: Chanel, Sonnenbrille: Yun Berlin

Corona hat es meinen Füßen nicht gerade einfach gemacht. Ohne richtigen Sommerurlaub, dafür mit Schneematsch und sehr sehr sehr viel Spaziergängen durch jegliches Regenwetter haben meine Füße die letzten neun Monate eigentlich nur zwei Paar Schuhe gesehen: die Arket Boots, sobald ich das Haus verlassen habe und die Ugg Boots als Hausschuhe. Schön ist anders, oder?

Nachdem ich also meinen Kleiderschrank in einer ganztägigen Aktion von Winter auf Sommer umgeräumt habe, habe ich mit einem Jubelschrei all meine schönen Schuhe begrüßt und die Boots gaaaanz weit nach hinten in einer Box gepackt. Auf Nimmerwiedersehen!

Jetzt ist die perfekte Loafers-Zeit und meine ultimativen Lieblingsmodelle sind von Weejuns. Ich besitze sie mittlerweile in drei Farben und sie haben mit mir schon oft die 15.000 Schritte geknackt und das ohne eine einzige Blase. Ob barfuß oder mit Socken, sie sind die ultimativen Begleiter für jedes Wetter und halten auch einem überraschenden Sommerregen lässig stand.

2. Oversized Blazer

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Blazer: & Other Stories, T-Shirt: & Other Stories, Jeans: Citizens of Humanity, Schuhe: Jonak, Sonnenbrille: Ray Ban

Wenn ich eines schon öfters schmerzhaft lernen musste, dann, dass man gerade im Anfangsstadium des Sommers das Haus niemals ohne Jacke verlassen sollte. Wer wie ich oft spontan unterwegs ist und morgens noch nicht weiß, was er abends macht, der sitzt dann mal schnell bibbernd im Sommerkleid im Restaurant um 22 Uhr abends und ärgert sich, dass er nichts zum Drüberziehen dabei hat.

Den ganzen Tag über eine Jacke mitzuschleppen mag vielleicht auf den ersten Blick nerven, wenn die Korbtasche groß genug ist, ist das aber gar nicht so schlimm, versprochen. Ich setze für Abwechslung zum Klassiker Jeansjacke oder schwere Lederjacke in der warmen Jahreszeit gerne auf Blazer. Möglichst oversized und je nach Temperatur aus dickerem oder dünnerem Stoff. Die sehen auch zu luftigen Sommerkleidern immer lässig aus haben mich schon das ein oder andere Mal vor der Erkältung gerettet.

3. Weiße Socken

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Lederjacke: Debenhamn, Kleid: Envii, Socken: Esprit, Schuhe: G.H. Bass Weejuns, Tasche: Chanel, Beret: Galeries Lafayette

Für mich ist die ultimative Freiheit, in Schuhe einfach barfuß hineinschlüpfen zu können. Doch wer so wie ich auch immer kalte Füße hat, für den geht das nur ab der Menopause oder an wirklich heißen Sommertagen. Doch manchmal möchte man lieber unvernünftig, wild und unberechenbar sein und genau für den Moment, an dem man dies wieder bereut, habe ich immer ein Paar Socken in meiner Handtasche.

Zu Sommerkleider, Jeans und Rüschenbluse oder auch einfach ganz Normcore-like in Birkenstocks sehen besonders weiße Socken cool aus. Hat ein bisschen was von Rock'n'Roll, Kleinkind und Michael Jackson und ist damit absolut abgesegnet von mir.

4. Karottenjeans

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Lederjacke: Debenhamn, Pullover: & Other Stories, Jeans: Closed, Schuhe: G.H. Bass Weejuns

Ganz ehrlich: Mittlerweile ist mir bei Jeans die Optik nicht mehr so wichtig wie der Komfort. Jedenfalls seit Corona und seitdem einige Jeans ein klitzekleines bisschen enger sitzen als davor. Ich versuche mir darüber null Gedanken zu machen und habe anstatt besorgt nur noch Salat zu essen, einfach entschieden größere Hosen zu kaufen. Das Leben kann manchmal so einfach sein.

Die Pearl-Jeans von Closed ist eines meiner aktuellen Lieblingsmodelle, ich trage sie rauf und runter (wie ihr bestimmt schon gemerkt habt) und anstatt mich einzuengen, unterstützt sie mich in allen Lebenslagen. Picknick im Park, Homeoffice vor dem Computer, Dinner mit Freund*innen, sie macht einfach alles mit und deswegen bin ich ihr größter Fan.

5. Ballerinas

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Bluse: Sézane, Hose: Sézane, Schuhe: Vintage Chanel

„Sag niemals nie!“ Wenn ein Spruch in der Mode stimmt, dann dieser, denn ich hätte nach einer ausgiebigen Blair-Waldorf-Phase mit Haarreif, gemusterten Strumpfhosen und Ballerinas niemals gedacht, dass es diese Schühchen wieder an meine Füße schaffen. Doch Instagram lehrte mich ein Besseren und nun bin ich wieder zurück im Schlappen-Game.

Ich gebe es ehrlich zu, bei Ballerinas bin ich ein Markenopfer und hätte am liebsten alle von Chanel. Dank perfekter Secondhand-Funde darf ich nun ein rotes Paar und ein schwarzes Paar mein Eigen nennen und die Sammlung darf gerne noch wachsen. Aber auch Sézane und Aeyde haben so viele tolle Modelle im Angebot!

Trachtenjacke

Mode-Fashion-Artikel-Essentials-Uebergangszeit-Fruehsommer-Outfit-Inspiration-Marie-Strickjacke-Trachtenjacke-Zopfstrick

Jacke: Selbstgestrickt von Mama, Kleid: Isabel Marant, Schuhe: Mango, Tasche: Ba&sh, Hut: Galeries Lafayette

Kommen wir zu noch so einer Sache, bei der viele von euch noch vor ein paar Jahren verächtlich die Nase gerümpft hätten. Trachtenmode außerhalb vom Oktoberfest zu tragen, war noch vor einiger Zeit undenkbar, dann kamen die Französinnen und ihr „Je ne sais quoi?“ und schon laufen wir alle mit Rüschenbluse und Zopfstrickjacke rum. Warum auch nicht?

Denn Trachtenjacken sind très parisienne, aber irgendwie auch boho, lässig und cool. Dôen hat wunderschöne bestickte Modelle im Angebot, aber Secondhand gibt es sie zu eindeutig bezahlbaren Preisen, z.B. bei Imparfaite Paris. Und wer weiß, vielleicht habt ihr ja genauso viel Glück wie ich und findet bei euren Müttern ein selbstgestricktes Modell so wie ich?! Ich drücke euch die Daumen!

Dünne Rollkrägen

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Latzhose: M.i.h. Denim, Rollkragen: Scotch & Soda, Schuhe: Converse, Tasche: Sézane, Sonnenbrille: Yun Berlin

Sobald die Temperaturen die 15 Grad knacken, räumen die meisten von euch wahrscheinlich erleichtert die Strickpullover und Rollkrägen ganz nach hinten in den Schrank. Verständlich. Habe ich auch immer so gemacht. Aber dieses Jahr lasse ich die ganz dünnen Rollkrägen einfach mal vorne im Schrank, weil ich gemerkt habe, dass sie echte Tausendsassa sind. Man kann sie unter dünne Sommerkleider ziehen, einfach in die Handtasche knüllen oder auch unter Latzhosen tragen.

Weil sie dünn und meist aus Jersey sind, sind sie dabei atmungsaktiv, wärmen vor kühlen Sommerwinden und verleihen mit kleinen Mustern einen coolen Sixties-Charme.

Patchwork-Jacke

Mode-Fashion-Artikel-Essentials-Uebergangszeit-Fruehsommer-Outfit-Inspiration-Marie-Quilt-Patchworkjacke

Jacke: Lila Landeghem, Mütze: H&M, Hose: Citizens of Humanity, Schuhe: Converse

Wenn wir eines gelernt haben, dann das der deutsche Sommer unberechenbar ist. Für genau diese Tage, an denen es auf einmal regnet, die Temperaturen auf zehn Grad fallen oder es plötzlich schneit (you never know), liebe ich meine Jacke von Lila Landeghem. Das Brand ist nigelnagelneu und Anna und ihre Freundin Vanessa nähen aus alten Patchworkdecken und Quilts die allerschönsten Jacken und Krägen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das erst das erste Exemplar meiner Sammlung ist, denn a) mein Freund hätte sie sich schon fast unter den Nagel gerissen, deswegen wäre ein Modell, das mehr unisex ist gut und b) macht Anne einfach soooo schöne Jacken, dass ich unbedingt noch mehr farbenfrohe Designs besitzen möchte.

Ist das nicht die schönste Art und Weise, wie man alten Decken wieder neues Leben einhauchen kann?

Clogs

Mode-Fashion-Artikel-Essentials-Uebergangszeit-Fruehsommer-Outfit-Inspiration-Marie-Clogs

Kleid: Dôen, Schmuck: Missoma, Clogs: Swedish Hasbeens

Clogs sind meine allerliebsten Sommerschuhe. Sie erinnern mich an Schweden-Urlaube und waren tatsächlich eines meiner ersten Schuhpaare. Die Clogs im Mini-Format hat meine Mama immer noch zu Hause. Wer einmal mit den Holzschuhen auf Großstadt-Asphalt gewandert ist, der weiß, warum ich so begeistert sind. Denn mit dem einprägsamen Geräusch zieht Pippi-Langstrumpf-Lässigkeit und Hippie-Happiness in euer Leben ein, versprochen.

Nur für eure Nachbar*innen ist der Trend der absolute Horror, deswegen seid nett und höflich und zieht die Schuhe in der Wohnung für den Haussegen aus.

Fleecejacke

Mode-Fashion-Artikel-Essentials-Uebergangszeit-Fruehsommer-Outfit-Inspiration-Marie-Fleecejacke

Fleecejacke: Pinqponq, Sport-BH: Filippa K, Leggings: Lulu Lemon, Schuhe: New Balance, Sonnenbrille: Yun Berlin

Hach, wie vernünftig ich mich fühle, jetzt, wo ich euch noch eine Fleecejacke vorstelle. Denn das ist im Sommer wirklich die wärmste, aber leichteste Variante von Jacke, die man immer dabei haben kann. Fleece, das war ja lange ein Tabu-Thema für die Umwelt und die Krux an der Geschichte war, dass gerade Outdoor-Freaks total auf die Plastikjacken abgefahren sind.

Mittlerweile gibt es aber genug Brands wie Pinqponq und Patagonia, die aus recycelbaren und/oder umweltfreundlichen Alternativen die kuschelweiche Faser herstellen können, daher können wir alle aufatmen.

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