Empowern, Highlighten und Akzeptieren

Zusammen mit Catrice haben wir 7 Berliner Persönlichkeiten besucht und ihnen bei ihren ganz individuellen Make-up-Routinen über die Schulter geschaut

Gesponserter Artikel in Kooperation mit Catrice

von Ann-Charlott Karsten

Ob es eine andere Großstadt gibt, in der ein undurchdachter Beauty-Look durchdachter ist als in Berlin? Hm, nö! Dabei ist es egal, ob man sein Make-up gerne super clean hält – Hi, Mitte! – oder lieber auf schillernde Knallfarben setzt. Das Gute ist: Hier ist alles erlaubt. Hauptsache, man hat Spaß. Was den Berliner Look ausmacht, wie die Schönheitsgeheimnisse unserer Persönlichkeiten aussehen und auf welche Produkte man in diesem Herbst auf keinen Fall verzichten sollte – das haben wir natürlich alles für euch herausgefunden.

Andreya Casablanca –  ½ der Berliner Band Gurr

Ein Leben auf Tournee? Das ist wohl eine Mischung aus cool und kräftezehrend. Aber was wissen wir schon – wir lassen lieber mal die Expertin sprechen. Alleine in diesem Jahr spielte Andreya Casablanca mit ihrer Band Gurr bisher über 80 Konzerte. Das heißt: ständig Koffer ein- und auspacken, immer unterwegs sein, jeden Tag ein anderes Bett. Da fällt es schwer, sich Auszeiten zu nehmen, aber es ist nicht unmöglich. Andreya feiert ihre ausgiebigen Beauty-Sessions nach den Auftritten oder Mamas berühmte Homemade-Maske, um ihre Haut zu beruhigen. Mal unter uns, zu so einer Masken-Session würde man sich am liebsten direkt mit Andreya verabreden, dabei ein Bierchen zischen und plaudern. Man hört ihr einfach gerne zu, wenn sie von ihren Konzert-Highlights, ihrer Liebe zur Musik und ausgefallenen Make-ups erzählt. Dabei ist sie nicht nur erfinderisch, was ihren eigenen Look angeht – Andreya hat mit ihrer Band ein eigenes Genre ins Leben gerufen, den „First Wave Gurrcore“. Geht ab, Girl, ähm Gurr.

Andreyas exzentrischer Bühnenlook

Gibt es Beauty-Produkte, die dich auf deinen Reisen begleiten und dir ein Gefühl von Zuhause geben?

Cremes sind für mich ein Dauerthema, weil meine Haut sehr sensibel ist und schnell Hautirritationen aufkommen. Make-up-Entferner und Wattepads habe ich immer dabei. Es gibt nichts Schlimmeres, als das Bühnen-Make-up nach einer Show nicht richtig entfernen zu können. Vor allem, weil ich in meinen Looks gerne Knallfarben, Eyeliner und Glitzer verwende.

Ist das Abschminken nach Gigs eine Möglichkeit, um zur Ruhe zu kommen?

Wenn man nicht zu betrunken ist…(lacht). Das Reisen an sich ist anstrengend und nach dem Auftritt ist das der einzige Moment, in dem man tatsächlich runterkommt. Ich kenne viele Künstler*innen, die nach Gigs einfach ins Bett wollen, schnell Zähne putzen, fertig. Egal, wie müde ich bin, ich mache immer alles! Ich hasse es, am nächsten Morgen aufzuwachen und das Make-up klebt überall. Abschminken ist ein Muss! Ich glaube, diese Rituale habe ich von meiner Mutter übernommen. Genau so wie das Rezept ihrer Spezialmaske aus Quark, Heilerde und Honig. Die verwende ich richtig häufig auf Gesicht, Nacken und dem Dekolleté.

Wie unterscheidet sich dein Bühnen-Make-up zu deinem Tages-Make-up?

Im Alltag benutze ich Foundation und ziehe mir nach Lust und Laune einen Eyeliner. Auf der Bühne ist dann Overdose angesagt. Das Auftragen von Bühnen-Make-up ist von meiner Bandkollegin Laura und mir zu einem Ritual geworden. Wir ziehen uns um, wir schminken uns – ich bin dann direkt in einer anderen Welt.

Du bist echt ein Stimmungsschminker, oder?

Meine Mood verändert sich permanent. Ich mag es, mich nach einer Stimmung zu kleiden und so halte ich es auch mit dem Make-up. Manchmal kleide ich mich wie eine Pfadfinderin, manchmal hat mein Make-up etwas von einem Astronautenanzug. Ich finde es mega cool, wenn Looks in eine spezielle Richtung gehen. Das Make-up passe ich dementsprechend an.

Lässt du dich von Social Media inspirieren?

Bei Instagram gucke ich weniger auf Accounts von Make-up-Artists, sondern interessiere mich viel mehr für Künstlerinnen, Künstler oder Models. Ich liebe vor allem Looks aus den 80ern und 90ern.

Michi Schietzel – Hair & Make-up-Artist

Für Michi steht schon früh fest: „Ich möchte etwas Kreatives machen“. Obwohl sie immer einen großen Bezug zu Kunst, zum Zeichnen und der Malerei hat, hat die gebürtige Norddeutsche keinen konkreten Plan, wie sie ihre künstlerischen Fähigkeiten bündeln soll und mit ihrer Karriere durchstarten kann. Was sie allerdings klipp und klar weiß: Sie will nach Berlin. Und so studiert Michi Kulturwissenschaften, arbeitet nebenbei auf Filmdrehs in diversen Bereichen und wird ein Teil des Set-Lebens. Requisite, Kostüm – die Maskenbildner sind es letztendlich, die Michi zu 100 Prozent überzeugen können: „Das ist es“, wird der heute 28-Jährigen auf einmal bewusst und sie taucht tiefer in die Hair- und Make-up-Welt ein. Michi liebt die Arbeit mit Menschen, liebt es, zu kreieren. Wer einmal das Glück hat, diese Frau an seinem Set dabei zu haben, der kann sich wirklich glücklich schätzen. Denn so einen Sonnenschein gibt es kein zweites Mal. Wie gut, dass Michi nicht nur gerne Models oder Schauspieler hübsch macht, sondern auch Lust hat, uns ihren Signature-Look zu zeigen.

Michis No-Make-up-Make-up-Look mit Statement-Lippe

Erinnerst du dich noch an dein allererstes Beauty-Produkt?

Was mir spontan einfällt, sind Haarfarben. Ich habe mir früher super viel und oft die Haare gefärbt. Ich hatte rote Haare, schwarze Haare, typische Strähnen. Ich habe wirklich alle möglichen Nuancen gekauft und alles an mir ausprobiert.

Du hast jeden Tag im Job mit Make-up zu tun. Wie viel Lust hast du, dich selber zu schminken?

Lust, mich zu schminken, hmmm … viel eher interessieren und inspirieren mich Jobs, Trends, Gesichter und Farben für meine Bilder, für persönliche Editorial-Projekte oder für das Malen und Kreieren. Daraus entstehen Ideen für neue Jobs oder auch für meinen persönlichen Beauty-Look. So habe ich zum Beispiel Phasen, in denen ich bei mir knallige Lippen schminke oder mal Farbe auf dem Auge trage.

Was ist der beste Beauty-Tipp, den du selber bekommen hast und Models oder Kunden mit auf den Weg gibst?

Kämm dir die Augenbrauen! Das macht so viel aus. Selbst, wenn man sich nicht schminkt, ist das ein absolutes Muss. Mein genereller Beauty-Tipp lautet: Viel Wasser trinken, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf!

Wenn du andere Leute anschaust, denkst du dann darüber nach, was du mit Make-up an ihnen optimieren würdest?

Ja, schon manchmal. Wenn ich in der Bahn sitze, denke ich ab und zu darüber nach, dass ich gerne das Rouge meines Gegenübers verblenden oder die Augenbrauen in Form bringen möchte. Mich inspirieren verschiedene Gesichter und Gesichtszüge und auch die Natur in ihren Facetten. Ich komme auf die besten Ideen für meine Arbeit, wenn ich mir verschiedene Gesichter, Hauttypen und Hautstrukturen anschaue.

Gibt es in deinen Augen einen typischen Berlin-Look?

Der Berlin-Look kann alles sein. Er kann ganz reduziert, clean und pur sein, nach dem Motto „less is more“. Der Berlin-Look kann aber auch ganz knallig sein. Also: „more is more“. Mir gefällt, dass hier gilt: „Feel free to express your style“.

Felix Andreas Kühnert – Influencer und Make-up-Lover

Er beherrscht Instastory-Entertainment wie kein Zweiter: erste und letzte Dates, Beauty-Highlights, Geschichten aus dem Berliner Alltag. Da kommt in fünfeinhalb Jahren Hauptstadt einiges zusammen. Felix weiß, wovon er spricht. Der gebürtige Lübecker findet in Berlin die kreative Weite, die er in seiner Heimatstadt vergebens suchte. Obwohl er sich schon vor zehn Jahren für Mode, Fotografie und Videos interessierte und mithilfe seiner Schwester (liebevoll „mein lebendiges Stativ“ genannt) eigene Fotos produzierte. Mit dem Schritt, Lübeck zu verlassen und in Berlin zu leben, kommen alle möglichen Jobs ins Spiel, in denen sich der 24-Jährige ausprobiert. Er arbeitet beim Friseur, in einer PR-Agentur und ist nun selbstständiger Berater und Influencer. Ein gutes Stichwort, das zu seiner Liebe für Beauty überleitet, die für ihn Freiheit und Selbstbewusstsein bedeutet. Doch das ist nicht immer so: „Make-up ist etwas, das ich mir früher nicht erlaubt habe, zu mögen.“ Felix, wie schön, dass du heute ganz anders darüber denkst.

Bei Felix' Look ist alles erlaubt

Wie kam es zu deinem Interesse für Make-up?

Das hatte schon immer mit dem Internet zu tun, mit Blogs und Youtube – ich habe mir online viel angeschaut. Dann habe ich angefangen, meine Augenbrauen nachzumalen. Anfangs sahen die schrecklich aus und wurden immer breiter, eckiger, kastiger. Ich habe von Natur aus relativ buschige Augenbrauen. Neulich sah ich ein Foto, auf dem ich drei Zentimeter dicke Balken im Gesicht hatte. Sehr lustig! Ein anderes Problem war Contouring. Ich habe genug Kontur im Gesicht und muss gar nicht viel nachlegen. Vor ein paar Jahren habe ich mir aber mit der Farbe, mit der ich auch meine Augenbrauen nachgemalt habe, zusätzlich unterhalb der Wangenknochen ordentlich Kontur gemalt.

Warst du schon immer Beauty-experimentierfreudig?

In meiner Jugend in Lübeck war es tatsächlich eher die Mode, auf die ich mich konzentriert habe. Früher habe ich Klamotten DIY-mäßig umgestaltet und war provokant. Ich habe es geliebt, alle zu provozieren. Als ich nach Berlin kam, ist genau das Gegenteil passiert – ich habe mich optisch versucht anzupassen und bin langweilig geworden. Vor zwei Jahren hat es dann wieder Klick gemacht und Freunde meinten zu mir: „Jetzt bist du endlich wieder du selbst und der Rebell, der Mensch, der macht, wie er will.“ Mein Selbstvertrauen, was mein Make-up angeht, hat sich in den letzten Jahren gefestigt.

Ein Produkt, ohne das du nicht leben kannst, ist…?

…braune Mascara! Ich schminke meine Augenbrauen fast immer mit Mascara und betone meine Wimpern. Wenn man noch einen Pinsel zur Verfügung hätte, könnte man mit brauner Mascara außerdem Lidschatten schminken.

Worauf achtest du beim Kauf von Beauty-Produkten?

Natürlich ist Nachhaltigkeit und die Produktion von Beauty-Produkten wichtig. Trotzdem bin ich in anderen Bereichen mehr dabei, darauf zu achten. Bei Beauty verhält es sich bei mir so, dass ich das kaufe, was für mich am Ende den besten Effekt bringt. Ich bin allerdings kein Mensch, der wahnsinnig viel shoppt und versuche lieber, nur das zu kaufen, was ich brauche.

Gibt es für dich aktuell eine Farbe oder einen Look, mit dem man dich häufiger sieht?

In diesem Sommer waren es Neon-Farben. Ich habe viel mit Neon-Grün gemacht oder mit Knallrot und Blau geschminkt. Jetzt im Herbst habe ich Bock auf Brauntöne und Goldnuancen. Genau so, wie ich es heute trage. Ich mag es gerne, wenn ich den Eyeshadow weit nach außen ziehe – das sieht super aus bei meiner Augenform.

Lois Opoku – Bloggerin von lisforlois.com

Es klingt wie ein krasses Klischee, ist aber ein Hart Fact: Wenn Lois den Raum betritt, beginnt er zu strahlen. Ihre Augen sind neugierig, ihr Look ist durch und durch positiv. Wie das geht, will man sofort wissen und die 26-Jährige herzen. Lois, ein echtes Berliner Mädel, startet kurz vor dem Abi im Alter von 18 Jahren ihren Modeblog ­– damals mit massig viel Zeit im Gepäck. Sie fängt an, Outfits von sich zu posten, schreibt Beiträge über Lifestyle-Themen, Fitness und Beauty. Aus einer anfänglichen Idee, „ich dachte, ich bleibe eh nicht lange am Ball“, sind mittlerweile ganze acht Jahre geworden, in denen es L is for Lois gibt. Wenn das nicht ein Grund ist, um sich zusammenzufinden und über Beauty, die schönste Nebensache der Welt, zu quatschen, dann wissen wir auch nicht weiter. Denn vor allem in der Beauty macht die Bloggerin aktuell große Sprünge. Früher minimalistisch geschminkt, liebt Lois es seit einiger Zeit, Knall-Farben im Make-up zu verwenden. Tja, seht am besten selbst …

Mit Lois Beautyfavoriten wird es bunt

Du bist Mode- und Beautybloggerin. Worauf achtest du bei anderen als Erstes?

Früher habe ich lieber Outfits angeschaut und hatte meine Lieblingsblogger. Aber seit Neuestem interessiert mich Beauty viel mehr. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich früher selber nicht so viel gemacht habe. In meiner Jugend hatte ich einfach nicht die finanziellen Mittel – dafür hat mein Taschengeld nicht gereicht. Nun sehe ich, dass ich so viel mit Beauty machen kann und viel mehr Möglichkeiten auch für meine Hautfarbe habe. Da gibt es immer etwas Neues zu entdecken.

Ein gutes Stichwort – wie hast du die Entwicklung in den letzten Jahren empfunden, dass Brands immer diverser in ihrer Produktrange geworden sind?

Darüber freue mich so sehr. Als ich jünger war, gab es das einfach nicht – und mittlerweile kann ich sogar in der Drogerie eine gute Foundation in meiner Farbe shoppen. Ich finde es cool, dass da etwas gemacht und nicht nur damit geworben wird. Was ich auch cool finde, ist, dass die Produkte mittlerweile viel stärker pigmentiert sind. Vor ein paar Jahren hat man fast nichts auf meiner Haut gesehen. Das ist jetzt ganz anders. Eine tolle Entwicklung.

Hat sich dein Look dadurch verändert?

Auf jeden Fall! Früher habe ich meistens nur ein Produkt verwendet, wie zum Beispiel einen schwarzen Eyeliner. Das war es. Jetzt versuche ich, mehr mit Farben zu machen, weil das so schön auf meiner Haut aussieht. Obwohl ich anfangs nicht so recht wusste, wie ich anfangen sollte. Ich wollte schließlich nicht wie ein Tuschkasten aussehen …

Planst du deine Make-ups im Voraus?

Nein, im Gegenteil! Ich mache alles super spontan. Auf Pinterest habe ich zwar ein Board mit Looks, die ich gerne nachschminken möchte, aber im Endeffekt mache ich es dann doch so, wie ich mich gerade fühle. Zum Beispiel fahre ich momentan total auf Looks mit rotem Lidschatten ab. Die trage ich aktuell rauf und runter.

Was bedeutet Beauty für dich?

Es bedeutet für mich, Spaß zu haben und sich kennenlernen zu dürfen. Und, das Tolle ist: Jeder kann das machen, worauf er Lust hat.

Nina Schims – Head of Sales bei Refinery29

Eine Vermutung, bei der man sich sicherlich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnt, ist: Nina kennt alle wichtigen Beauty-Trends und hat mindestens die Hälfte davon schon selber ausprobiert. Das ist aber auch kein Wunder – wer sich bereits in der Kindheit ein Repertoire an Schminktipps aneignet, der muss zwangsläufig im Berufsleben in der Lifestyle-Branche landen. Ist so! Die gebürtige Kölnerin lebt seit sechs Jahren in Berlin, arbeitet aktuell als Head of Sales und ist gefühlt immer auf Achse. Veranstaltungen, Meetings – faszinierend, dass sie mit ihrer Disziplin trotzdem jeden Morgen um (Achtung!) 6:15 Uhr aufsteht und ihr Programm knallhart durchzieht. Auch als wir uns zum vereinbarten Foto-Termin treffen, steht uns eine perfekt gelaunte 28-Jährige gegenüber, die, während sie sich schminkt, so souverän, locker und cool wirkt, als könnte sie rein gar nichts erschüttern. Einfach: Wow! Von Nina und ihrem unverwechselbaren Style sollten sich viele einfach mal ‘ne Scheibe abschneiden.

Bei Ninas Look können sich Profis was abschauen

Du hast in Taiwan und Dublin gelebt – hat sich dein Look mit deinen Umzügen verändert?

Ja, total! Ich komme voll aus der Emo-Richtung. Bis ich 21 war, habe ich mir die Haare schwarz gefärbt. Als ich dann nach Taiwan zog, hatte ich den absoluten girly Kontrast-Look. Ich trug viel Pastell und Tüll. Diesen Style und mein altes Ich finde ich nach wie vor super schön. Aber auch durch meinen Umzug nach Berlin habe ich einen Bruch in meinem Look festgestellt. Ich bin ein bisschen laid back geworden, was meinen Stil betrifft. Ich mache mich zwar immer noch gerne schick, ändere ständig meine Haarfarbe, ich liebe Make-up, das Experimentelle und kombiniere Sachen, die sonst nicht meinem Stil entsprechen. Aber im Wesentlichen sind meine Looks viel mehr casual und ich trage häufig Sneaker.

Welcher Beauty-Look geht für dich immer und welcher gar nicht?

Immer geht für mich, seine Features zu betonen, die man an sich mag, glowy Skin und schöne Brauen. Dann ist man in meinen Augen ready. Mit einer schönen Frisur und einem schönen Outfit kann man einen sehr simplen Look super komplettieren. Der einzige Look, der nicht geht, ist der, wenn sich Leute verstellen oder verkleidet fühlen. Klar, gibt es Dinge, die mir persönlich mehr oder weniger gefallen oder die mir nicht stehen – bei mir ist das zum Beispiel grauer Lidschatten. Dafür trage ich halt Neon-Pink ohne Probleme.

Hast du Beauty-Rituale?

Tausende! Ich gehe fast jeden Morgen zum Sport. Das ist mir super wichtig. Ich mache das primär, um den Kopf freizukriegen und mich wohl in meinem Körper zu fühlen. Meistens frühstücke ich danach einen Smoothie in der Badewanne und lese Mails, damit ich weiß, was mich an diesem Tag erwartet. Ich nehme natürlich kein Vollbad, sondern einen Soak, wie die Japaner. Dann mache ich mich fertig, kümmere mich um Haare und Make-up. Ich habe eine intensive Skincare-Routine, die ich immer mache und gönne mir ab und zu Gesichtsbehandlungen.

Wirst du oft auf deinen Look angequatscht?

Ja, gestern hatte ich zum Beispiel ein Meeting und habe in der ersten halben Stunde nur über meine Haare gesprochen. Die Leute sind super neugierig, weil sie es sich selber oft nicht trauen. Auf mein Make-up werde ich aber tatsächlich häufiger angesprochen – die Haare trage ich noch nicht so lange Pink. 

War Beauty immer dein Ding?

Schon in der Grundschule! Wir hatten früher alle möglichen Coffee-Table-Books über Make-up zu Hause und ich habe meine Mama beim Schminken beobachtet. Meine erste Beauty-Erinnerung ist, dass sie mir in den 90ern einen lilafarbenen Lippenstift geschenkt hat. Ich kann mich noch genau an diesen Lippenstift erinnern. Wie er aussah, wie er roch, das war mein Schatz. Ich hatte später vielleicht zehn Kosmetikartikel und habe all meine Looks damit geschminkt. Ich habe rumprobiert, experimentiert, was mir steht und was zu meiner Gesichtsform passt. Dabei habe ich auch schon mal von meinen Eltern gesagt bekommen: „Nina, das ist jetzt too much…“

Cindy Cu – CEO & Gründerin der Agentur C.U. Agency

Es sind vor allem die kleinen Konzerte und die Cafés, die Cindy an Berlin faszinieren, als sie vor vier Jahren aus dem Süden in die Hauptstadt zieht. „Bayern und Berlin? Das ist ein schon krasser Unterschied“, gibt der kreative Kopf zu. Nach wie vor ist sie einfach wahnsinnig froh über den Umzug, denn „Bayern war gar nicht meine Welt“. An Berlin liebt Cindy vor allem die Offenheit und den Spirit der Stadt, den sie für ihre Arbeit braucht. Anfangs als Festangestellte bei einer Influencer-Agentur kommt sie irgendwann zu dem Punkt, dass es Zeit für etwas Neues ist und macht sich selbstständig. Mit einer eigenen Kreativagentur im Background managed Cindy mittlerweile vier Content Creator, macht Social-Media-Consulting, plant Events, Fotoshootings – und, sie ist sehr happy mit ihrem flexiblen Job. Das merkt man auch sofort, wenn sie leidenschaftlich über Musik, ihren Beruf und natürlich Make-up spricht. Keine Frage, dass wir den letzten Punkt natürlich mal genauer mit ihr unter die Lupe nehmen.

Cindy – die routinierte Schönheit

Hast du ein Lieblings-Make-up?

Ja, ich trage immer denselben Look. Egal, ob ich ausgehe oder auf einer Hochzeit eingeladen bin – mein Look besteht aus Foundation, Puder, mit dem ich mein Make-up fixiere, ein bisschen Rouge und etwas Highlighter. Meine Augen betone ich ganz leicht und gebe einen Balsam oder einen leichten Schimmer auf die Lippen. Wie man unschwer erkennen kann, bin ich kein Fan von Knallfarben. Diesen Look schminke ich übrigens heute auch für euch.

Woher beziehst du deine Beauty-Inspirationen?

Früher ganz klar über Zeitschriften. Ich habe mir fast jeden Tag eine neue Zeitschrift gekauft. Dann kam immer mehr Onlinewerbung dazu und natürlich Online-Magazine oder Input über Content Creator. Aber ich liebe es auch nach wie vor, ein Magazin in der Hand zu halten – genau so wie Musik von einer CD zu hören. Zusätzlich lasse ich mich durch Kooperationspartner und anstehende Jobs inspirieren. Ich setze mich gerne mit neuen Produkten auseinander und lerne diese persönlich kennen. Das steigert meine Neugierde!

Hast du eigene Beauty-Rituale?

Ein- bis zweimal die Woche starte ich meine ausgiebigen Beauty-Sessions – da findet das komplette Programm statt: Gesichtspeeling, Gesichtsmaske, Körperpeeling, ich kümmere mich um meine Augenbrauen, verwende Augenpads, damit die Augenpartie Feuchtigkeit bekommt und sich frischer anfühlt.

Bist du jemand, der seinen Komplettlook am Abend vorher plant?

Mittlerweile eigentlich nicht mehr. Selbst, wenn ich mir meinen Look mal abends zusammensuche, gefällt er mir meistens nach dem Aufstehen gar nicht mehr unbedingt. Deswegen mache ich es lieber direkt in der Früh und stehe ein paar Minuten eher auf. Aber für Urlaube muss ich natürlich schon vorher meine Outfits planen – und das ist dann auch mal total ok.

Gibt es für dich ein absolutes Schmink-No-Go?

Ja, wenn man die Augen und die Lippen intensiv betont. Dann weiß ich nicht, wo ich zuerst hinschauen soll.

Lisa und Marie – Gründerinnen von Beige.de

Ok, vielleicht ist Lisa und Marie noch nicht bei ihrem allerersten Aufeinandertreffen im Jahr 2015 klar, dass sie irgendwann freundschaftlich und im Job gemeinsame Wege gehen wollen. Aber spätestens nach dem zweiten, dritten, vierten Treffen steht fest: Eine berufliche Veränderung muss her! Marie und Lisa teilen lange den Gedanken, etwas Gleichberechtigtes machen zu wollen. Und so entsteht 2018 Beige, das Medium, bei dem sich keiner hinter einer Verlagsmarke verstecken muss, sondern so sein kann, wie er will. Mit eigenen Themen, mit eigener Schreibe. Obwohl sich die beiden in vielem so oft einig und ähnlich sind, gibt es natürlich gewaltige Unterschiede, wie zum Beispiel dem Benutzen oder Nicht-Benutzen von Mascara (da spalten sich die Gemüter!). Dafür verbinden beide berufliche Parallelen wie Freelance-Jobs im Beauty-Journalismus oder der No-Make-up-Make-up-Trend. Wer jetzt keinen Augendreher oder Zungenkasper hat, kann weiterscrollen und findet heraus, um was es genau geht. Das verraten die Beige-Babes jetzt!

So gleich und doch so unterschiedlich – die Beauty Favorites von Lisa und Marie

Was springt euch auf Instagram eher ins Auge: Make-ups oder Outfits?

Marie: Definitiv Make-up. Nach meinem Geschmack gibt es auf Instagram immer weniger Leute, die mit ihren Outfits herausstechen. Wenn jemand ein außergewöhnliches Make-up hat, dann catcht mich das mehr. Und, natürlich ist Beauty auch etwas, was man eher nachmachen kann. Ich kann mir zum Beispiel nicht mal eben eine Designer-Tasche nachkaufen um einen Style, den ich online gesehen habe, nachzustellen. Das ist bei Beauty toll – die Looks lassen sich easy ausprobieren und nachschminken.

In welchen Beauty-Punkten seid ihr euch ähnlich und in welchen total unterschiedlich?

Marie: Wir geben uns gegenseitig öfter Tipps – und ich besorge Lisa regelmäßig die Produkte, die ich besonders liebe und von denen ich glaube, dass sie sie auch lieben wird. Aber es gibt einen Punkt, indem wir uns ganz klar unterscheiden – und das ist Mascara! Lisa trägt seit 2013 keine Mascara mehr. Ich bin absolut im Team Mascara. Ich glaube, ich habe Lisa ein einziges Mal mit Mascara gesehen und sie fast gar nicht wiedererkannt. (lacht)

Hat sich bei euch in Bezug auf Beauty noch irgendetwas verändert in den letzten Jahren?

Lisa: Ich habe vor einiger Zeit alte Fotos gefunden und musste laut lachen. Anstelle von Foundation habe ich immer Puder benutzt und unglaublich viel Rouge verwendet. Mittlerweile achte ich viel mehr darauf, Pflege mit Schminke zu kombinieren. Wie zum Beispiel Öl und Foundation zu mixen. Mir ist auch die Reihenfolge wichtiger geworden, in der man sein Make-up aufträgt. Außerdem sind mir die Inhaltsstoffe und die Produktion der Produkte extrem wichtig.

Marie: Ich habe gelernt, Makel zu akzeptieren und nicht mehr alles abzudecken. Wenn ich mal Augenringe oder einen Pickel habe, dann ist das ok. Das einzige, was ich immer verdecke, ist meine Narbe in der Augenbraue. Sonst habe ich eine absolute Boyband-Brow. Aber Natürlichkeit ist für mich persönlich das A und O.

Was sind die Merkmale vom No-Make-up-Make-up, so wie ihr es heute tragt?

Marie: In erster Linie geht es darum, frisch auszusehen und nicht darum, ungeschminkt zu sein. Der Look muss natürlich aussehen – das ist das Geheimnis! Manch einer will nur die Augenringe kaschieren, andere brauchen nur etwas Rouge. Ich zum Beispiel liebe No-Make-up-Make-ups mit Twist. Wie einen farbigen Eyeliner als Highlight.

Lisa: Ich finde es wichtig, dass man im Gesicht betont, was man an sich mag. Ich finde es schön, wenn man rosig und glowy aussieht oder sich einen schönen sonnengeküssten Teint schminkt.

Hand aufs Herz, wie lange braucht ihr morgens zum Schminken für eure Looks?

Beide: Fünf bis zehn Minuten.

Dieser Artikel wurde durch PR-Samples unterstützt. Dieser Artikel ist Werbung, da er Markennennungen enthält.

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