Sonnenschutz, den ihr mit gutem Gewissen verwenden könnt

Was schützt uns vor Sonne und die Umwelt vor Verschmutzung?

Was Sonnenpflege angeht, war ich immer ein klein wenig naiv. Hier einmal zu wenig eingecremt, da mal die Sonnenpflege vergessen und dann einfach das Produkt genommen, was mir gerade in die Finger fiel – an manchen Ferienorten ist es auch einfach schwierig, eine hochwertige Sonnencreme zu finden. Doch dieses Jahr kam dann die Kehrtwende. Nachdem ich das Label, was ich seit Jahren am allerliebsten im Urlaub verwendet hatte, durch puren Zufall einmal durch Codecheck jagte, fielen mir die Augen aus dem Kopf: Mikroplastik, Erdöl, jede Menge Aluminium und andere Stoffe, die man weder an seinem Körper tragen möchte, noch sich in sein Gesicht schmieren! Aber Nanopartikeln von Plastik hatte ich abseits von Geschirrspültabs und Weichspüler gerade in meiner Kosmetik nicht erwartet!

Und so fing ich an mich mehr und mehr mit den Inhaltsstoffen der ach so schützenden Sonnencremes zu beschäftigten und siehe da, die meisten Brands fallen durch den Inhaltsstoff-Check durch! Nur wenige bestanden den Test und diese Stelle ich euch jetzt vor.

Mineralischer oder chemischer Filter?

Den Unterschied zwischen mineralischen und chemischen Filtern kann man einfach erklären. Mineralische Filter schützen mit physikalisch z.B. mit kleinen Partikeln aus Zink oder Titaniumoxid, also mit einer Schutzschicht, die sich über unsere Haut legt und die UV-Strahlen reflektiert, chemische Filter wandeln die UV-Strahlen auf der Haut in Wärme um. Der Nachteil von chemischen Filtern? Sie halten nicht so lange auf der Haut und können bei einigen Menschen Allergien auslösen.

Was sucht nun aber Mikroplastik in der Sonnencreme? Ganz einfach! Die kleinen Plastikpartikel wirken wie kleine Spiegel auf der Haut und reflektieren das Sonnenlicht, sie ergeben auch oft die weiße Farbe der Sonnencreme. Beim Baden im Meer löst sich das Mikroplastik dann von der Haut und gelangt ins Meer, wo es Korallen ausbleicht, von Meerestieren gefressen wird und so auch in unsere Nahrungskette gelangt.

Ich habe mich auf die Suche nach den Labels gemacht, die weder bedenkliche Inhaltsstoffe wie Alumium oder Palmöl verwenden, noch Mikroplastik enthalten. Und zu meiner Überraschung ist die Liste relativ übersichtlich geblieben:

Weleda

Die Weleda Sonnenschutz-Linie Edelweiss ist ein echter Klassiker unter den Sonnencremes. Es gibt sie als Sensitiv Edition für Babys und Kids, aber auch für Erwachsene als Sonnencreme fürs Gesicht oder als Sonnenmilch für den Körper mit Lichtschutzfaktor 30 oder 50. Weleda arbeitet mit mineralischen Filtern, die Creme ist extra wasserfest und besonders feuchtigkeitsspendend dank Inhaltsstoffen wie Sonnenblumenöl und Edelweiß.

Muti

Muti hat mein Herz schon vor langer Zeit mit seinen hochwertigen, natürlichen und wunderschönen Produkten gewonnen, da war ich also nicht sonderlich überrascht, dass das Brand auch in Sachen Sonnenpflege ganz vorne mit dabei ist. Auch Muti unterscheidet zwischen Körper und Gesicht und bietet ebenfalls ein LSF von 30 und 50 an. Alle Sonnencremes sind wasserfest und haben einen speziellen Wirkstoffkomplex aus Vitamin C, E und B3. Natürlich kommt dabei alles ohne Parabene, Silikone, Mineralöle, Paraffine und Duftstoffe aus.

Speick

Wer Speick noch aus dem Repertoire der Oma kennt – das Unternehmen ist nämlich schon über 90 Jahre alt –, der muss sich jetzt, so wie ich, eingestehen, dass die Marke mittlerweile ganz schön modern daherkommt. Der natürlich-mineralische Sonnenschutz soll ohne weiße Rückstände auskommen und arbeitet mit Zinkoxid als Schutz. Das Beste an daran? Speick ist preislich nicht zu schlagen und das ist bei der empfohlenen Menge, die man an Sonnencreme auftragen soll, ja auch ein nicht ganz unwichtiger Aspekt.

i+m

Das älteste Start-up der Welt. So bezeichnet sich i+m selbst. 1978 wurde das Unternehmen von Inge Stamm und Monika Berg in Berlin gegründet, seitdem haben sie sich der Nachhaltigkeit, der Umwelt sowie der veganen Naturkosmetik verschrieben. Auch beim Sonnenschutz setzt die Marke auf Bio-Rohstoffe und mineralische Filter. Dabei ist natürlich wieder alles vegan, nanopartikelfrei und damit auch korallenfreundlich. Die Sonnencreme fürs Gesicht hat zusätzlich auch noch einen Anti Blue Light Effekt eingebaut, also ein natürlicher Schutzschild gegen UV Licht, blaues Licht und Infrarot Licht für die Zellen.

Coola

Aus einer ganz anderen Ecke kommt da Coola, nämlich aus dem sonnigen Kalifornien. Richtig, viele amerikanische Beautybrands sind noch ganz am Anfang von Clean Beauty, aber Coola macht auf jeden Fall schon mal zehn Schritte in die richtige Richtung. In ihren Sonnencremes setzen sie vor allem auf pflanzliche Bestandteile wie Algen und Raspberry Seed Oil. Empfehlen kann ich euch aber nicht die ganze Produktreihe von Coola, sondern nur die Produkte mit mineralischem Filter und ohne Geruch. Denn nur die sind einwandfrei von den Inhaltsstoffen. Dafür könnt ihr, wenn ihr auf das „Mineral Sunscreen“ Emblem achtet, dann coole Features wie mattierende Gesichtssonnencremes, die auch noch Feuchtigkeitspflege beinhalten, nutzen. Hat alles also seine Vor- und Nachteile.

Susanne Kaufmann

Susanne Kaufmann sind wirklich die luxuriösesten, gutriechendsten Produkte, die man sich für sein Badezimmer zulegen kann. Vor 15 Jahren begann alles im Bregenzerwald in Österreich, auch heute wird dort in der Nähe noch produziert. Bei der Umverpackung wird auf Glas gesetzt, in die Produkte kommt nur das, was die Natur zu bieten hat. In der Sonnencreme sieht das dann so aus, dass Wirkstoffkomplexe aus Ectoin und Pentavitin wirken, die freie Radikale bekämpfen. Da ist also weitaus mehr drinnen, als nur Sonnenschutz. Das macht sich dann leider auch im Preis bemerkbar, aber der Geruch ist einfach so himmlisch...

Madára

Ihr habt noch nie von Mádara gehört? Keine Sorge, ich kenne das Label auch noch nicht lange. Zum ersten Mal fiel es mir bei meiner Freundin Elina von BareMinds in die Hände und mit ihrer CC-Creme hat sie mich schon ein bisschen angefixt. Seitdem läuft mir das lettische Unternehmen, das von vier Frauen gegründet wurde, immer wieder über den Weg, auch in Sachen Sonnencreme scheinen sie die Nase vorne zu haben. Gearbeitet wird hauptsächlich mit regionalen Inhaltsstoffen aus dem Baltikum. Die Sonnenschutzlinie arbeitet mit rein mineralischen UV-Filtern, ist frei von Parabenen, Mineralölen, Mikroplastik und synthetischen Duftstoffen. Sogar die Verpackung ist zu 100 Prozent recycelbar.

Es gibt Sonnencremes mit Schimmer, ultra-leichte Sonnenmilchs, Gesichtssonnencreme und getönte CC-Cremes. Es sollte also für jeden Fleck Haut und jeden Geschmack etwas dabei sein, was euch schützt und die Umwelt nicht belastet!

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