Team Beige hat Fernweh

Orte, an die wir jetzt sofort reisen würden

Fernweh. Ein besonderes Wort für ein romantisches Gefühl. Fernweh meint per Definition Reiselust, die Sehnsucht nach der Ferne, quasi das Gegenteil von Heimweh. Deutsche Sprachwissenschaftler sind bis heute sehr stolz auf die Entstehung des Wortes, da es hier bei uns seinen Ursprung hat: Die Wortschöpfung wird dem Fürsten Pückler-Muskau zugeschrieben. Er verwendete es in seinen Reiseerzählungen um 1835. Zu Zeiten unserer berühmten Literaturhelden, Schiller und Goethe, existierte die Bezeichnung also noch gar nicht und bis heute gibt es „Fernweh“ kaum in einer anderen Sprache. Vielleicht hängt dies auch damit zusammen, dass andere Nationen weniger Sehnsucht nach anderen Orten verspüren und dem somit auch keinen Ausdruck verleihen müssen, etwa, weil sie Sonne und Meer direkt um sich haben.

2020 hat sich durch die Pandemie aber wahrscheinlich fast jeder, sei der Aufenthaltsort noch so schön, danach gesehnt, mal wieder eine Reise anzutreten. Sei es des Abenteuers wegen, dem Wunsch nach einem Ortswechsel oder das langersehnte Wiedersehen mit den Liebsten. Auch bei Beige packt uns langsam großes Fernweh und daher möchten wir uns heute in der Melancholie an vergangene Urlaubserinnerungen mit euch suhlen und vielleicht die ein oder andere Inspiration für den nächsten Trip zu liefern, denn so viel steht fest: Irgendwann werden wir wieder Reisen aller Art antreten können. Und diese mehr denn je wertschätzen. 

Lea vermisst Tsatsiki und Ouzo in Athen

Haaach, Athen. Die Hauptstadt Griechenlands stand schon ewig weit oben auf meiner Wunschreiseliste, dieses Jahr zwischen Lockdown eins und zwei habe ich es endlich hingeschafft. Aber wer denkt, meine Reiselust auf Athen sei zunächst gestillt, liegt falsch. Ich habe sogar das Gefühl, jetzt wo ich weiß, was mich erwartet, ist die Sehnsucht nach Athen nur weiter gestiegen. Das liegt wohl nicht zuletzt an dem tollen Boutiquehotel, in dem ich übernachtet habe – dem Designhotel Periscope. Selten hatte ich eine so tolle Übernachtungserfahrung. Das Personal ist typisch griechisch unglaublich warm und freundlich, das Viertel für mich persönlich das coolste der Stadt. Überall sind kleine nette Restaurants, Boutiquen und Bars. Trotz der Nähe zum Zentrum ist es unglaublich griechisch und wenig touristisch. Athen ist definitiv eine meiner neuen Lieblingsstädte, die Kulturmetropole hat alles, ist aber nicht aufdringlich. Yammas! 

Julia träumt von … Neapel 

Neapel, das heißt für mich Sfogliatella zum Frühstück, Sonne im Gesicht und durch die Straßen des grünen Viertels Vomero schlendern. Die kurzen Pausen zwischendurch werden mit Espresso gefüllt, hier und da wird eine Straßenkatze gestreichelt – das wär’s jetzt! Aus verträumter Italien-Sehnsucht ist in den letzten Monaten akutes Fernweh geworden. 

Die besten Dolci Neapels – von Babà bis Struffoli – gibt es übrigens bei Sfogliatella Mary. Vor dem kleinen Stand stehen regelmäßig lange Menschenschlangen an und warten auf ihren ersehnten Zuckerschock. Direkt um die Ecke, im Gran Caffè Gambrinus, könnt ihr in traditioneller Kaffeehausmanier einen Kurzen an der Bar herunterstürzen und das geschäftige Treiben beobachten. 

Und jetzt einmal kollektives Daumendrücken, dass wir nächstes Jahr ganz viel Zeit in Süditalien verbringen können.

Marie will da anfangen, wo sie aufgehört hat: in Los Angeles und Palm Springs!

Verflucht nochmal, was ist das eigentlich mit meinen USA-Reisen? Der erste sechswöchige Roadtrip vor zwei Jahren quer durch das Land war wunderschön, aber gesundheitlich nicht gerade leicht: Mehrere Arztbesuche und ein Krankenhausaufenthalt waren nötig. Und auch anderthalb Jahre später, im März 2020, stand die Reise in das gelobte Land erneut unter keinem guten Stern: Covid-19 setzte ihr ein sehr abruptes Ende mit großem Schrecken.

Ich habe lange über Leas Frage nachgedacht: „Wo würde ich sofort hinfliegen, wenn alles wieder normal wäre?“ Und weil eben gerade nichts normal ist, habe ich mir in den letzten Monaten und Wochen verboten, darüber nachzudenken und so ist mir spontan keine Antwort auf die Frage eingefallen.

Aber dann kam da langsam in mir die Sehnsucht auf: der Wunsch, die verkürzte Reise so zu beenden, wie es immer geplant war: mit einem Roadtrip von Los Angeles nach San Francisco und wieder zurück. Von fast vier Wochen waren wir nur zehn Tage unterwegs und hey, ich will die anderen Tage zurück!!!

Das goldene Licht in Los Angeles, die Berge und Palmen in Palm Springs, die verrückten Kakteen im Yucca Valley, der raue Wind und die steilen Küsten auf dem Highway 1, das Freiheitsgefühl in den amerikanischen großen Autos, das schlechte Essen beim Burgerladen, die Familienpackungen an Almond Butter bei Whole Foods und der Eiskaffee im Starbucks-Driveway. Ich brauche nicht viel zum glücklich sein, nur ein paar Palmen, die Stadt der Engel und einen Sonnenuntergang!

Lisa würde mit nach Athen kommen! 

Wäre Corona nur ein böser Traum, ich würde sofort meine Koffer packen und nach Athen düsen. Ich liebe die griechische Metropole, seitdem ich das erste Mal zur Documenta dorthin reiste. Die Menschen sind mega freundlich, aufgeschlossen und entspannt. Das Essen und Nachtleben lassen keine Wünsche offen und ständig ist man umgeben von atemberaubender Kultur, die die ganze Welt geprägt hat. Athen ist für mich ein wenig wie das frühere Berlin mit Gut-Wetter-Garantie. Ich lieeebe und brauche Sommer, Sonne und Wärme einfach. Mein liebster Spot in Athen? Ama Lachei at Nefelis in Exarchia. Soo frisch, lecker, gemütlich und vielseitig.

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