Der Beige Travel Guide für Los Angeles: Brentwood, Santa Monica und Malibu

Unterwegs im Westen von L.A.

Die meist gestellte Frage seit dem Huhn und dem Ei: In welcher Unterkunft habt ihr in Los Angeles geschlafen? Noch nie haben mich so viele Nachrichten ereilt und euch alle habe ich vertröstet und geschrieben: Wartet den Artikel auf Beige ab, dort erzähle ich alles. Und hier ist er also, der Artikel, der das gar nicht so geheime Geheimnis lüftet!

Wäre alles nach Plan verlaufen, dann hätte unsere Reise so ausgesehen: Los Angeles, Palm Springs und Yucca Valley, San Diego, Los Angeles, Highway 1, San Francisco und dann wieder Los Angeles. Leider haben wir aber nicht einmal die Hälfte dank der Corona-Krise wahrnehmen können, daher haben wir es nur bis zum Zwischenstopp bis nach Los Angeles geschafft – und da hatten wir nicht wirklich viel von der Stadt. Die unbeschwerteste Zeit hatten wir demnach nach unserer Ankunft in L.A. und danach im Yucca Valley. Den Rest holen wir hoffentlich nächstes Jahr (dieses Jahr sehe ich uns alle irgendwie nicht mehr in ein Flugzeug steigen) nach.

Los Angeles ist eine unfassbar große Stadt. Ähnlich wie in Berlin sind die verschiedenen Viertel bzw. Bezirke fast wie eigenständige Mini-Städte, in denen man gut und gerne mal einen ganzen Tag verbringen kann. Plant L.A. also lieber länger als kürzer ein und stellt euch auf viel Zeit im Auto ein – nicht nur unbedingt wegen der Staus, sondern auch, weil es so viele tolle Sachen zu sehen gibt, die alle weit auseinander liegen. Aber seien wir doch mal ehrlich: Es gibt schlimmeres, als unter Palmen durch breite Straßen zu fahren und sich die vielen unterschiedlichen kleinen Häuser anzuschauen. Auf einen Mietwagen kann man übrigens nicht verzichten, ohne seid ihr in den USA quasi gefangen.

Echo Park bzw. Silverlake, West Hollywood und Venice sind meine absoluten Lieblingsbezirke in Los Angeles und ich bin sicher nicht die Einzige, die so empfindet. Denn hier sind viele kleine hippe Shops, gute Restaurants und tolle Flohmärkte. Die letzte Etappe unseres Roadtrips wollten wir in einem wunderschönen Airbnb in Echo Park verbringen, leider kam es ja nicht dazu. Also war klar, dass wir für den Start nach unserer Ankunft eine andere Ecke von L.A. entdecken wollten – gerne mit Meerblick, gerne im Westen der Stadt.

Nach ein paar Tagen Recherche fanden wir dann das perfekte Airbnb in Brentwood. Brentwood liegt direkt neben Westwood und in der Nähe von Santa Monica. In nur 15 Minuten (Autofahrt) ist man in der Stadt, genießt dort aber die Ruhe der Berge und hat einen fantastischen Blick auf den Strand von Los Angeles.

Wir haben in einem Haus eines Arztes geschlafen, mit dem wir uns gleich ein bisschen angefreundet haben. Ihm gehört auch noch ein kleines Café, welches ich euch weiter unten im Artikel vorstelle. Er erzählte uns, dass in unserer Straße auch noch Jim Carrey und LeBron James wohnten. Beim NBA-Spieler muss immer einiges los sein, so viele schwarze Vans habe ich selten vor einem Haus parken gesehen. Und das Tag und Nacht. Trotz hoher Promidichte – Reese Witherspoon wohnt zum Beispiel auch in Brentwood und wir haben sie tatsächlich auch getroffen – tourt dort kein doofer Promi-Sightseeing-Bus, Paparazzi habe ich auch keine gesehen, Privatsphäre wird hier großgeschrieben.

Meine Tipps in Brentwood:

In Brentwood dreht sich alles um den San Vincente Boulevard, die Hauptstraße des Viertels. Mit dem Auto durch die Villengegend zu fahren, lohnt sich aber ebenso, denn hier wechseln sich architektonische Highlights mit echten Schandflecken ab. Das Getty Center ist wohl die Hauptattraktion des Viertels, ein Besuch auf dem Country Mart lohnt sich immer und es gibt jede Menge kleine Cafés zu entdecken.

Getty Center

Das Getty Center in Brentwood ist ein Museum. Um genauer zu sein, beherbergt es einen Teil des J.Paul Getty Museums, das aber einfach zu groß für nur eine Location ist. Mit dabei ist auch ein wissenschaftliches Institut. Zu sehen gibt es hier viele klassische Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Fotografien. Aber auch der Ausblick auf die Stadt ist einen Besuch wert.

Dôen

Dôen ist ein nachhaltiges, kalifornisches Brand, das von den Schwestern Margaret und Katherine Kleveland gegründet wurde. Der Fokus liegt auf Frauen, der Unterstützung von Gleichberechtigung, fairen Bedingungen bei der Herstellung und dem Schutz des Klimas.

Heraus kommen wunderschöne feminine Kleider, zarte Blusen und Vintage-inspirierte Jeans, von denen nicht nur ich Fan bin, sondern auch jede Menge Promis. Solltet ihr also auf der Suche nach einem Celebrity sein, schaut doch mal in der neu eröffneten Boutique vorbei, dort habe ich gemeinsam mit Rumer Willis und Reese Witherspoon geshoppt – und war einem Herzinfarkt nahe!

Goop

Spätestens seit der Netflix-Serie kennt ja wohl jeder Gwyneth Paltrow und ihr Unternehmen Goop. „A Modern Lifestyle Brand“, so bezeichnet sich Goop selbst und anders kann man es auch nicht beschreiben: von Kosmetik, über Kleidung, bis hin zu ganz viel Ernährung und Dildos, Gwyneth verkauft mehr als QVC. Angeblich sucht sie alle Produkte selbst aus, mittlerweile stellt Goop auch eigene Produkte als Brand her. Der Laden von Goop liegt gleich um die Ecke von Dôen und bietet ein kleines, aber sehr sehr feines Sortiment an. Ob neueste Beauty-Trends, wunderschöne Basics für den Kleiderschrank oder ein Protein-Pülverchen für den Smoothie – hier kann man Mitbringsel finden, Neuheiten entdecken oder sich einfach so berieseln lassen.

Brentwood Country Mart

Ein bisschen was habe ich euch ja schon über den Brentwood Country Mart erzählt, denn auch dort findet ihr die beiden kleinen Boutiquen von Goop und Doén. Aber auch sonst hat das Areal, das man wohl am besten als Open-Air-Einkaufsdorf (aber in schön!) bezeichnen kann, viel zu bieten. Beim Country Mart kann man gesund und bunt Mittagessen, im offenen Hof kann man am Feuer außerdem auch bei vielen anderen Restaurants bestellen, z.B. super leckere Truffle Fries! Unbedingt vorbeischauen, selten habe ich eine so tolle und nette Atmosphäre beim Einkaufen erlebt!

Kiff Kafe

Das Kiff Kafe ist klein und unscheinbar, aber genau das ist das Gute! Denn das Café ist auch so schon immer voll, sodass man sich freut, wenn man einen Tisch kriegt. Dort bekommt ihr hundert verschiedene Arten von Frühstück gereicht, der Kaffee ist hervorragend und selten wurden wir so nett und herzlich bedient. Tipp: Unbedingt das Almond Butter Sandwich mit Banana bestellen, soooo lecker!

Meine Tipps in Santa Monica:

Santa Monica liegt neben Venice Beach, mit dem Fahrrad kann man die Strandpromenade problemlos entlang fahren oder sogar -laufen und erreicht den Stadtteil, der für mich das hippieske Venice Beach ohne die extremen Massen an Touristen ist. Vorausgesetzt man meidet die Santa Monica Beach Promenade, auf der tagtäglich Rummel ist. In Santa Monica kann man hervorragend essen gehen, über den Wochenmarkt bummeln und kleine Geschäfte entdecken.

Santa Monica Proper Hotel

Wenn ihr euch für Interior-Design interessiert, werdet ihr das Santa Monica Proper Hotel lieben. Verantwortlich für das grandiose Interieur ist natürlich Kelly Wearstler, eine der Designikonen in Amerika. Dort sind nicht nur Hotelgäste willkommen, ihr könnt auch einfach zum Frühstück, für einen Smoothie oder einen Kaffee zwischendurch vorbeischauen, auch abends kann man dort hervorragend speisen. Mehr muss ich auch gar nicht sagen, ihr kennt die Bilder ja bestimmt schon alle von Instagram.

Eames Foundation

Ein weiterer Tipp für Architektur-Fans: die Eames Foundation. Hier steht das Wohnhaus von Ray und Charles Eames, auch bekannt als das Case Study House No. 8, in dem die beiden lange Zeit arbeiteten und lebten. Es liegt auf einem wunderschönen Grundstück mit Meerblick, Eukalyptus-Bäume zieren das Haus und die Mitarbeiter sind alle mit Herzblut dabei und erzählen euch gerne alle Details, beantworten Fragen und lassen euch sicherlich auch mal den Kopf ins Haus hineinstecken.

Einfach hinfahren ist aber nicht, ihr müsst euch die Tickets vorher kaufen. Der Exterior Visit kostet zehn Dollar pro Besucher, die Interior-Tour startet bei 275 Dollar für ein bis zwei Personen. Kann man machen, muss man aber nicht – ein Besuch von außen lohnt sich aber allemal.

Santa Monica Farmers Market

In den USA ist es gar nicht mal so leicht, an qualitatives Essen zu kommen. Wir gehen bei unseren Reisen fast immer zu Wholefoods, das schlägt sich aber auch schnell auf den Geldbeutel nieder. Dafür hat man leckeres und biologisches Essen. Ansonsten kann ich euch Wochen- bzw. Farmers Markets nur empfehlen. Der in Santa Monica ist sehr bekannt, hier gibt es nicht nur Lebensmittel, sondern auch kleine Shops und Boutiquen, die handgefertigte Waren verkaufen. Der Markt findet immer samstags und sonntags statt.

Alo Yoga Sanctuary & Café

Foto: Alo Yoga

Kennt ihr schon Alo Yoga? Das Brand ist gerade DER Durchstarter in Sachen Yogawear aus den USA. Das Brand produziert nachhaltig, viele Celebrities sind Fans und das Konzept ist ganzheitlich. Auf der Seite findet ihr neben der Kleidung auch jede Menge Workouts, in Berlin könnt ihr die Sportswear z.B. bei Becycle kaufen. Der Store in Santa Monica ist wunderschön groß, lichtdurchflutet und beherbergt ein kleines Café! Da könnt ihr vielleicht sogar eure Begleitung überzeugen, mitzukommen und euch zu beraten.

Shutters on the Beach

Foto: Shutters on the Beach

Das Shutters on the Beach ist eigentlich ein Luxushotel direkt am Strand von Santa Monica. Wenn ihr zu viel Geld habt, dann schlaft hier (ich würde euch dafür aber eher das Santa Monica Proper empfehlen, auch wenn das nicht direkt am Strand liegt), aber um abends essen zu gehen, ist die Location wirklich perfekt. Ihr schaut auf die Strandpromenade und könnt das beste Seafood verspeisen! Es gibt drei verschiedene Restaurants, das Pico, das Coast und den Living Room – ich war bis jetzt nur im maritimen Pico, das eher casual ist.

Meine Tipps in Malibu:

Verlässt man Los Angeles Richtung Norden und fährt immer an der Küste entlang, kommt man zur berühmten Stadt Malibu. Ich muss dabei ja immer an „Two and a Half Men“ denken, ihr aber vielleicht an Thomas Gottschalk. Jeder hat da so seine eigene Definition, klar ist aber, hier ist ein Promi-Hotspot. Aber freut euch nicht zu früh, die sitzen alle in ihren Villen und lassen sich nur selten blicken.

Was man in Malibu alles erleben kann? Ganz viel Strand, Seafood und ein maritimes Lebensgefühl. Ja, wenn ich Promi wäre, hätte ich auch nichts gegen ein kleines Schloss am Strand.

Surfrider Malibu

Foto: Surfrider Malibu

Wenn ihr auf der Suche nach einer schönen Unterkunft in Malibu seid, dann führt kein Weg am Surfrider Malibu vorbei! Das relativ kleine Hotel liegt direkt am ikonischen Highway 1 aka dem Pacific Coas Highway und ist ein kleines Strandhaus für (luxuriöse) Surfer-Fans. Das Design ist von den 50er-Jahren inspiriert, es gibt eine Dachterrasse, eine kleine Boutique und Surf Safaris. Einziger Wermutstropfen: Hier darf man wirklich nur als Hotelgast rein, einen Kaffee kann man als Außenstehender auf der Terrasse leider nicht trinken ...

Malibu Farm Restaurant & Malibu Farm Pier Cafe

Wo ihr aber willkommen seid, ist die Malibu Farm. Sie liegt direkt auf dem Malibu Pier, das Restaurant befindet sich am Anfang des Stegs, das Café am Ende. Dort könnt ihr täglich von 10 bis 17 Uhr die leckersten gesunden Speisen essen, selbstgemachten Eistee oder Limonade schlürfen, knallbunte Bowls bestellen oder den hausgemachten Burger genießen. Das Ambiente ist lässig, grün dank vieler Pflanzen und entspannt. Genau der richtige Ort, um den Vibe von Malibu richtig aufzunehmen.

Malibu Village & Malibu Country Mart

Foto: Malibu Village

Das Malibu Village ist ähnlich wie der Brentwood Country Mart ein Open-Air-Einkaufsdorf. Von solch stilvollen und kuratierten Einkaufszentren träume ich in Berlin (bis auf das Bikini) noch. Das Malibu Village liegt fußläufig von der Malibu Farm entfernt und hat eine tolle Auswahl an Shops: Hier könnt ihr bei Lululemon, Sephora, Catch Surf, Surfing Cowboys einkaufen gehen, bei Grom Gelato ein Eis essen oder im Marmalade Café einen Kaffee trinken und bei Soulcycle ein bisschen sporteln.

Direkt neben dem Malibu Village liegt der Malibu Country Mart, wo es noch mehr tolle Läden zu entdecken gibt: Ba&sh, Gorjana, Oliver Peoples, Planet Blue, Paige und Vince zum Beispiel!

Getty Villa

Weiter oben habe ich euch ja schon das Getty Center vorgestellt, jetzt kommen wir zu der Getty Villa. Gelegen in Pacific Palisades (also eigentlich gar nicht Malibu, sondern ein westlicher Stadtteil von Los Angeles), kann man dort dem Großstadttrubel entfliehen. Das Museum, das vor allem Werke aus der Antike präsentiert, ist architektonisch ein Highlight. Die Villa ist nach römischen Vorbild gebaut und hat einen wunderschön angelegten Garten. Hier kann man mittags in der Sonne einen Kaffee trinken und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Da rücken die Kunstwerke schnell mal in den Hintergrund ... ups! Ach so: Auch hier könnt ihr das Ticket vorher schon online kaufen!

Die Beige Map für Los Angeles und Umgebung zum Abspeichern fürs Handy:

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    Beige (wenn nicht mit anderem Credit versehen)

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