Beige News 03 / 02

Eine laute Stimme, ein perfekter Fit, mehrere optimale Farbkombinationen und tiefe Einblicke in die Modebranche

Ich habe die zwei bisher schönsten Tage dieses Jahres hinter mir. Sonnenschein und 16 Grad auf dem Thermometer wurden uns an diesem Wochenende geschenkt und obgleich ich ein leises Unbehagen wegen dieser Temperaturen im Februar verspüre, muss ich gestehen, dass mich dieser Vorgeschmack auf den Frühling unheimlich high gemacht hat.

Verständlich, dass ich so viel Zeit wie möglich draußen verbracht habe. Aber ihr sollt nicht unter meinem Enthusiasmus leiden, denn ich habe dennoch mit viel Hingabe in die Tasten gehauen und die schönsten News der vergangenen Tage gesammelt. Neben allerlei spannenden Einblicken in die Modebranche habe ich diese Woche tolle Accessoires Made in Germany, Denims für wirklich jeden Körper und einen Kampagnenfilm, der schon fast an Kunst grenzt. Apropos Film: Die großen Gewinner*innen der diesjährigen Berlinale habe ich natürlich auch für euch (obwohl ich es mal wieder zu keiner einzigen Premiere geschafft habe).

Sonnige Grüße aus dem Prenzlauer Berg und viel Spaß beim Lesen! Bussi, eure Lisa.

Wie ticken eigentlich die Kund*innen von Vestiaire Collective?

Das hier geht jetzt raus an alle Frauen und alle Männer. Denn beim Luxus-Reselling-Portal Vestiaire Collective warten schließlich auch echte Modeschätze für Ihn. Das französische Unternehmen gibt in seinem aktuellen „Global Seller Behavior Report“ aufschlussreiche und spannende Einblicke in das Kaufverhalten der Kund*innen. So ist laut Bericht der Sonntag der bevorzugte Tag, um neue Artikel hochzuladen. Die am meisten vertretene Art von Produkten ist Ready-to-Wear, angeführt von Kleidern mit einem durchschnittlichen Resale-Wert von 245 Euro. 29 Prozent der deutschen Kund*innen kauft und verkauft aus Gründen der Nachhaltigkeit ihre getragene Kleidung im Netz – nachdem die Teile über zehnmal getragen wurden. Übrigens: 37 Prozent der britischen Kunden verkaufen regelmäßig Ware, die nie getragen wurde ... tztztz. Für alle, die jetzt noch nicht sicher sind, ob sie ihr Glück auf Vestiaire versuchen sollten, habe ich einen letzten Fakt: In Europa verdienen Verkäufer*innen der Plattform im Schnitt 1500 Euro pro Jahr.

Also, ran an den Kleiderschrank, raus mit den einst geliebten Teilen und Geld sparen oder ... reinvestieren! Zum Beispiel in diese Schätze:

Rejjie Snow zeigt uns mit C.P. Company sein Dublin

Das italienische Streetwear-Label C.P. Company ist mir erstmals während der Press Days über den Weg gelaufen. Leider ist unsere Begegnung in meinen Synapsen verschütt gegangen – bis jetzt. Per Mail erreichte mich das tolle künstlerische Kampagnenvideo zur SS19-Kollektion. Wir tauchen ein in das Dublin des irischen Rappers Rejjie Snow und in die harte Herzlichkeit der irischen Metropole, während wir die Style-Ikonen der aktuellen Kollektion von C.P. Company kennenlernen.

Die Männermarke wurde 1971 in Ravarino gegründet und ist vor allem für seine hochwertige Outerwear und die sogenannte Goggle-Jacket bekannt. Diese Jacke mit eingenähten Brillengläsern ist noch immer eines der Herzstücke jeder Kollektion. Die Sommerkollektion ist ab sofort im Onlineshop erhältlich, den Film dazu solltet ihr euch unbedingt ansehen – und Rejjie Snow unbedingt anhören.

Die Bären der Berlinale 2019

© Zoo Palast / Jan Bitter

Schon wieder ist der Zauber vorbei. Am Samstagabend wurden die Bären der 69. Berliner Filmfestspiele verliehen und anschließend der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick mit viel Applaus verabschiedet.

Der Goldene Bär ging an das Drama „Synonymes“ über einen jungen Israeli, der nach Paris zieht, um seine Wurzeln nicht nur hinter sich zu lassen, sondern zu vergessen. Die beiden Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung gingen an die Schauspielerin Yong Mei und ihren männlichen Kollegen Wang Jingchun. Beide spielen die Hauptrollen im chinesischen Beitrag „So Long, My Son“, der die Folgen der Ein-Kind-Politik der Volksrepublik zum Thema hat. Der Franzose François Ozon wurde für seinen Film „Grâce à Dieu“ mit dem Großen Preis der Jury bedacht. Der Silberne Bär für die beste Regie ging an die Deutsche Angela Schanelec für ihren Film „Ich war zuhause, aber“. Den Silbernen Bären für das beste Drehbuch konnten die Italiener Maurizio Braucci, Roberto Saviano und Claudio Giovannesi für „La Paranza Dei Bambini“ mit nach Hause nehmen.

Meine Filmliste ist schon geschrieben und ich werde, sobald die Beiträge regulär im Kino laufen, einiges nachzuholen haben. Alle weiteren Gewinner und Informationen zu den Beiträgen des Wettbewerbs findet ihr auf der offiziellen Seite der Berlinale.

Handmade in der Pfalz: Ohrschmuck von VRNQ Jewelry

Entstanden ist das großartige kleine Schmucklabel VRNQ Handmade Jewelry von Véronique Schweizer vor rund zwei Jahren aus einem Semesterprojekt heraus. Mit viel Hingabe und ebenso viel Talent führt die Triererin das Schmucklabel seither weiter und verkauft ihre wunderschönen Ohrringe unter anderem auf Etsy. Wir folgen VRNQ schon länger auf Instagram, doch als Véronique und ihr Label per E-Mail noch einmal ausführlich vorstellte, war es um mich geschehen.

So viel Herzblut möchten wir unterstützen. Der Schmuck von VRNQ Handmade Jewelry wird in Handarbeit aus Restposten von größeren Firmen produziert. Besonderen Gefallen hat Véronique an Perlmutt, Süßwasserperlen und Edelsteinen gefunden. Und: hier verschickt die Chefin noch selbst! Also – und das sage ich jetzt nicht nur, da ich ebenfalls Rheinland-Pfälzerin bin – support your local heroes und kauft euren nächsten Ohrschmuck doch bei Véronique! Ich hätte da schon ein paar Lieblingsteile:

Helfen statt Hass – unterschreibt diese Petition!

Nach langem Gezerre hat unsere Regierung kürzlich einen faulen Kompromiss zum umstrittenen Paragrafen 219a gefunden. Der Paragraf 219a Strafgesetzbuch besagt, dass sich strafbar macht, wer „öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften {...} eigene oder fremde Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs {...} anbietet.“ Einfacher gesagt: Ärzt*innen, die öffentlich darüber informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, haben sich strafbar gemacht.

Ab sofort dürfen Ärzt*innen und Kliniken über die Tatsache informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Für weitergehende Informationen wird allerdings auf Behörden, Beratungsstellen und Ärztekammern verweisen. Jens Spahn war das wohl schon zu viel des Entgegenkommens. Vergangene Woche bekam er fünf Millionen Euro vom Bundeskabinett für eine Studie zu den „seelischen Folgen“ eines Schwangerschaftsabbruchs freigegeben. Ihm liegt dieses Thema anscheinend sehr am Herzen. Doch: Er ist keine Frau. Es ist nicht sein Körper und er wird es nie sein. Er hat kein Recht über unsere Köpfe hinweg zu entscheiden, Stigmata zu fördern und dermaßen zu urteilen. Wenn ihr das auch so seht, unterschreibt bitte Nikes Petition und zwingt unseren „Gesundheits“minister zum Antworten.

Mapped in Bangladesh: Ein Schritt Richtung mehr Transparenz

„We really want to explore how Bangladesh can embrace transparency and position themselves global leader in apparel.”

24. April 2013, Sabhar, Bangladesch. Die Textilfabrik Rana Plaza stürzt ein, 1135 Menschen sterben. Dieses Unglück war ein Weckruf für eine ganze Industrie und die 1135 Toten wurden zu (unfreiwilligen) Märtyrern für ein Umdenken. Transparenz ist der Schlüssel zu faireren Arbeitsbedingungen und mehr Lohn. Nur wenn wir wissen, wo und in welchen Fabriken die Marken produzieren, deren Kleidung regelmäßig in unseren Warenkörben landet, können wir reagieren.

Mit Mapped in Bangladesh (MiB) ist nun einer der bisher größten Schritte in Sachen Transparenz realisiert worden. Die Initiative stellt digitale Karten aller Bekleidungsfabriken in Dhaka und Umgebung zusammen und gibt sogar Information darüber, welche Marken in den Fabriken Bekleidung fertigen lassen. Ins Leben gerufen wurde die Transparenzinitiative von der „Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association“ (BGMEA).

Bravo für diesen wichtigen Schritt, der auf so viel Interesse stößt, dass die Webseite derzeit nicht erreichbar ist. Sollte das wieder der Falls sein, könnt auch ihr dem Geburtsort Kleidung digital auf den Grund gehen.

Verliebt in die AB 88 von PB0110 – was das heißt? Bitte weiterlesen!

Mein iPhone und ich sind eine untrennbare Einheit – zumindest unter der Woche. Denn mein iPhone ist, wie für sicherlich viele von euch, mehr, als nur ein schnödes Telefon. Es ist Wecker, Inspirationsquelle, Terminkalender, Mini-Computer, Arbeitsgerät und mobile Musikanlage in einem. Mein ganzes Leben steckt in dem kleinen Scheißer und ich wäre wahrlich aufgeschmissen, würde er mir entwendet werden oder verlöre ich ihn.

Eine ebenso extravagante wie ästhetische Lösung kommt nun aus dem Hause PB0110. Das Modell mit dem Namen AB 88 wurde von Ayzit Bostan gestaltet und stellt eine Neuinterpretation der klassischen Brusttasche (Sommerfreizeit-Nostalgie!) dar. Neben dem gelungenen Farbkonzept überzeugt die AB 88 auch mit ihrem leichten Bauhaus-Einschlag und der Tatsache, dass sie in Europa gefertigt wurde. Wie übrigens alle Produkte aus dem Hause PB0110.

Die tolle Tasche ist ab sofort im hauseigenen Onlineshop und bei ausgesuchten Partnern für 199 Kröten erhältlich. Ich muss mich jetzt nur noch entscheiden.

Levi's Sculpt: Alles da, wo es sein soll und genau richtig, wie es ist

Alle Körper sind schön. Darüber brauchen wir gar zu diskutieren. Gerade die Passformen von Denims geben uns aber oftmals das Gefühl, dass unser Körper nicht ganz richtig ist. Am Po zu eng und an der Taille viel zu weit. Die Waden werden stranguliert und an den Oberschenkeln schlackert der Stoff. Da fällt das Wohlfühlen in der eigenen Haut mitunter schwer. Doch die Branche reagiert und allen voran hat Levi's schon lange begriffen, dass menschliche Körper in keine Schablone passen – und in diesem Sommer legen die Amerikaner nach.

Die bereits letzte Saison eingeführte Stretch-Denim Technologie „Sculpt“ wurde nämlich um einen innovativen 4-Way Stretch erweitert. Das super dehnbare Material basiert auf der Lycra® DualFX® Stretch-Technologie und passt sich mühelos jeder Körperform an – ohne Zwicken, Quetschen und unbequeme Überraschungen. Meine schmale Taille und mein Popo sagen DANKE, Levi's!

Der neue Tragekomfort ist ab sofort im Levi's Onlineshop erhältlich.

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