Beige Interior Radar: Woud aus Dänemark

Es ist uns langsam auch unheimlich, aber die Dänen können es einfach

Wann immer ich mich hinter einen Artikel zum Thema Design oder Interieur klemme, muss ich mindestens ein bis zwei Stunden mehr Zeit einplanen. Ich verfalle nämlich in einen regelrechten Recherche-Wahn, klicke mich von einer Seite zur nächsten, entdecke direkt wieder zehn Marken und 20 Produkte, die ich mir notiere und bin am Ende bis oben aufgetankt mit Inspiration für meine Wohnung. Doof nur, dass mein Geschmack und mein Einkommen getrennte Wege gehen. So bleiben meine Inneneinrichtungspläne oftmals entweder Träumerei oder ich muss geduldig das Sparschwein füttern, bis sie Realität werden können. Qualität hat eben ihren Preis.

Vor Kurzem stolperte ich über das Interior-Brand, das ich euch heute vorstellen möchte. Woud aus Dänemark haben nicht nur großartig und zeitlos designte Möbel im Repertoire, sondern vermögen auch unseren Durst nach bezahlbaren und durchdachten Wohnaccessoires zu löschen. Aber beginnen wir doch von vorne ...

Die Mission von Woud? Neue Originale designen!

Auf Woud aufmerksam wurde ich bei einem meiner Recherche-Marathons durch die Möbelshops meines Vertrauens. Mein Ziel war es, eine Alternative zum allseits präsenten String Regal zu finden, denn das String Regal ist der VW Golf der Inneneinrichtung geworden. Zeit also für Alternativen! Auf RoyalDesign begegnete mir dann: Stedge. Ein Wandregal, bei dem ich nicht nur zweimal, sondern dreimal hinschauen musste. Wie ein Kind, hinter dessen Ohr man gerade eine Münze hervorgezaubert hat.

Das von Leonard Aldenhoff designte Regal scheint mühelos zu schweben und dabei wie an einem seidenen Faden zu hängen. Vasen, Figürchen und sogar Bücher trägt Stedge ohne große Anstrengung – und spiegelt somit das Designverständnis von Woud perfekt wider.

Das dänische Interior-Brand möchte nicht weniger, als neue Originale für unser Zuhause zu schaffen. Die Möbel und Accessoires von Woud sind zeitlos und funktionell. Auf unnötige Verzierungen und Schnickschnack wird ebenso verzichtet wie auf Elemente ohne Funktion. Das erinnert stark an die Bauhaus-Prämisse form follows function – ein Design-Ansatz, der dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert und nicht an Aktualität eingebüßt hat. Es muss also etwas dran sein. Ausschmückungen machen Möbel (und Design generell) in einer bestimmten Epoche verortbar. Je zurückgenommener, umso zeitloser, könnte man es also zusammenfassen.

Das Design? Dennoch unverkennbar nordisch

Viel Holz und Metall, klare Linien, starke Farben und liebevolle Details geben den Möbeln und Accessoires bei aller Zurückgenommenheit dennoch diesen typisch nordischen Look. Die beiden Gründer von Woud, Mia und Torben Koed, arbeiten mit internationalen Jung- und etablierten Möbeldesigner*innen zusammen. Klickt man sich durch das Produktportfolio muss man den beiden ein gutes Händchen zugestehen, denn es wirkt alles sehr stimmig, schlüssig und stark.

Preislich liegt Woud irgendwo zwischen Hay und Ferm Living und ist machbar, sag ich mal. Mein Objekt der Begierde, das Stedge Regal, gibt es ab 250 Euro und das ist ein Preis, den man gut vor sich und Gott rechtfertigen kann.

Was mich an Woud so begeistert, dass ich der Interior-Brand sogar einen eigenen Artikel widme, ist neben dem Pricepoint vor allem die Tatsache, dass ich mich an Look der Möbel und Accessoires noch nicht so sattgesehen habe. Es ist ein wenig ironisch, da sich das Design so nahtlos in das schlichte Nordic Design anderer Big Player einfügt. Dennoch ist es immer ein kleiner Twist, der jedes Stück von Woud besonders macht und nicht so gefällig.

Vielleicht seit ihr jetzt ja auch angefixt und wir gehen mal gemeinsam den Weg abseits der Instagram-Wohnungen und Pinterest-Wohnzimmer. Ich freue mich darauf und halte weiter die Augen offen und teile meine Entdeckungen mit euch.

Noch mehr Highlights von Woud habe ich hier für euch:

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    Woud

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