#BeigeSupportPackage: Hey Na, wir sind Hey Na!

Wie geht es derzeit eigentlich kreativen Unternehmen, die normalerweise in großen Teams produzieren?

Willkommen beim #BeigeSupportPackage! Bei unserer großen Hilfsaktion verschenken wir ganze Artikel auf Beige an Unternehmen, die in der Corona-Krise unsere Unterstützung brauchen! Ohne Vorgaben, ohne Rotstift. Mit viel Engagement stehen wir alle diese Krise gemeinsam durch. Also, #SupportSmallBusinesses – kauft regional, unterstützt lokale Modelabels und Firmen und helft dabei, aus der Krise einen Neuanfang zu machen! Wie ihr selbst mitmachen könnt, erfahrt ihr ganz unten im Artikel! #TogetherWeAreBeige

Teil 15 des #BeigeSupportPackage – Ein Gastbeitrag von Hey Na aus Berlin

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Warum habt ihr euer Unternehmen gegründet? Was war eure Vision?

Hey Na! ist Foto- und Filmproduktionsfirma mit Sitz in Berlin Mitte. Als wir Anfang 2018 die Strukturen von Hey Na! entwickelten, gab es für uns drei große Themen, die wir verändern möchten, um Kunden und Gewerke effektiver zusammenführen. 

Effizienz

Gerade in Berlin gibt es unglaublich viele großartige Talente, die sich gern mehr in größere oder professionellere Produktionen einbringen möchten. Es ist allerdings sehr hart sich am Markt zu behaupten und wer definiert letztlich überhaupt was gut ist und was nicht. Viele verbergen ihr eigentliches Talent und machen dann einfach nach was andere machen, weil sie meist denken, es sei der richtige Weg. Wir sind davon überzeugt, dass jedes Projekt die richtigen Talente und diese wiederum ein passendes Team benötigen. Wir wollen diesen Konstellationen eine Plattform sein und übersetzen die Sprachen der jeweiligen Gewerke so, dass Kunden sie verstehen und letztlich ein Ergebnis von Wert entstehet. Kurz gesagt: Wir wollen das effizienteste Ergebnis aus jeder Produktion herausholen. 

Nachhaltigkeit

Viele Prozesse der größeren Werbefilmproduktion stammen noch aus einer Zeit, als private TV Sender und ihre hauseigenen Produktionsfirmen am Markt alleinig das Sagen hatten. Heute kann jeder mit einem Smartphone Videos produzieren und muss dafür nichtmal seinen Küchentisch verlassen. Für Kunden bedeutet dies jedoch oft Orientierungslosigkeit am Markt und Zielsetzungen verlieren durch ein viel zu großes Angebot und endlosen Möglichkeiten schnell ihre Bedeutung. All dies führt am Ende zu Misserfolgen und Ressourcen werden sinnlos verbrannt. Wir wollen nachhaltig produzieren und werfen Gelerntes gern schonmal über Bord um dann einzelne Prozesse neu zu denken. 

Genderneutralität

Frauen werden gerade in der Filmproduktionswelt sehr oft benachteiligt und nicht ernst genommen. Bei uns gibt es diesen hierarchischen Blödsinn nicht und wir stellen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung. Wir gehen sogar weiter und verweigern Kunden die Zusammenarbeit wenn Sexismus das Verkaufsargument der Medien ist, die wir letztlich produzieren. Wir wünschen uns mehr Frauen in der Produktionswelt und sind offen für jeden Dialog, der diesem altbackenden Denken endlich ein Ende setzt. 

Wie ist es euch seit Beginn der Coronakrise ergangen welche Hürden kommen gerade auf euch zu?

Da an einem Foto- oder Filmset immer sehr viele Leute eng zusammenarbeiten ist es natürlich unmöglich, dies derzeit zu verantworten. Offiziell werden auch gerade keine Drehgenehmigungen erteilt, was zur Folge hat, dass die gesamte Branche momentan auf Eis liegt. Dazu kommt, dass viele Produktionen weit ins Jahr hineinlangen und nach so einem Winter warten alle nur noch auf den Frühling. Es ist einfach durchweg aller Gewerke ein unglaubliches Dilemma. 

Wie schaffst du es gerade positiv zu bleiben und nicht die Hoffnung zu verlieren?

Jede Marke muss ihr Produkt bewerben, um es im Umlauf zu halten, dazu gehören heute nun mal Bilder und Filme die produziert werden müssen. Wir merken jeden Tag in Gesprächen mit Kunden und Dienstleistern, dass alle in den Startlöchern stehen und darauf warten, dass die Bundesregierung die Ampeln wieder auf Grün schaltet. Jede Krise bringt auch etwas Gutes mit sich und ich freue mich z.B. darüber, dass digitales Lernen, Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten in unserer Gesellschaft endlich mal thematisiert werden.  

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Wie läuft derzeit dein Arbeitsalltag ab? Welche Routinen haltet ihr aufrecht, welche Veränderungen sind seit Corona auf euch zugekommen?

Ganz ehrlich: Nach den letzten zwei Jahren des Aufbaus von Hey Na!, finde es gerade richtig geil, mal in Ruhe Liegengebliebenes abzuarbeiten, keine Überstunden machen zu müssen oder mir mal Zeit für längere Recherchen zu nehmen. Wir werden gestärkt aus der Krise gehen, da wir mal Zeit hatten uns zu sortieren. 

Not macht erfinderisch! Wie und auf welchem Wege bietet ihr eure Produkte /Dienstleistungen an? Wie können unsere Leser*innen dir jetzt helfen?

Wichtig, so wie für alle Produktionshäuser, ist der Dialog. Redet einfach mit den Leuten, die eure Medien erzeugen und überlegt zusammen wie ihr sicher und planbar zu eurem Content kommt. Oft haben Produzent*innen, Kameraleute, Fotograf*innen, Set Designer*innen oder selbst Make-up-Visagist*innen nochmal ganz andere Lösungen als ihr selbst.

Danke für diese spannenden Einblicke und ehrlichen Worte!

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