Basic Heaven: 10 nachhaltige Menswear Labels

Hier kommen zehn gute Gründe für alle Männer, ihrer Garderobe ein nachhaltiges Makeover zu verpassen!

Weiterleiten. An den Freund, den besten Freund, den Bruder, den Onkel, den Papa und den Opa! Vor allem an all jene, die immer jammern, dass die nachhaltige Modeindustrie die Herren noch etwas stiefmütterlich behandelt. Genau das ist es, was ihr tun sollt mit diesem Artikel! Denn ja, nachhaltige Männerlabels gibt es und ja, sie haben ziemlich faire Preise und sehen inzwischen auch sehr gut aus!

Wir haben zehn Brands aufgetan, die nicht nur beweisen, dass jedes Basic in eurem Kleiderschrank nachhaltig produziert sein kann, sondern die es auch locker mit den Big Playern der Branche aufnehmen können. Also, macht uns stolz, handelt verantwortungsbewusst und kauft hier ein. Die großen Unternehmen haben genug Geld verdient...

Everlane

Everlane ist eine ganz persönliche Empfehlung von Herzen. Selbst gekauft, selbst getragen und vor allem heiß geliebt, seit dem letzten Urlaub in den USA sind die Basics des amerikanischen Brands nicht mehr aus dem Kleiderschrank von mir und meinem Freund wegzudenken. Damals zog der Shop des nachhaltigen Labels in San Francisco unsere Aufmerksamkeit mit der Menschenmasse auf sich, die davor wartete, aber es zeigte sich: Der Hype ist absolut gerechtfertigt.

Everlane bietet nachhaltige Mode zu sehr erschwinglichen Preisen an, ein T-Shirt kostet hier 17 Euro, eine Jeans 63 Euro und eine faire Daunenjacke um die 170 Euro. Wie das geht? Mit radikaler Transparenz. Das sieht dann so aus, dass man auf der Seite genau nachverfolgen kann, wie viel ein Kleidungsstück in der Produktion kostet. Außerdem werden auf der Website alle Produktionsstätten genau vorgestellt und man erhält Einblicke, was wo und zu welchen Bedingungen gefertigt wird.

Im Fokus des Labels stehen zeitlose Basics und Klassiker – ein nachhaltiges Statement, so sollen die Kleidungsstücke für mehrere Jahre halten und nicht aus der Mode gehen. Ob ein schlichter Cashmerepullover, die perfekte Jeans oder ein schlichtes weißes T-Shirt, bei Everlane ist man auf der Suche danach genau richtig. Und tatsächlich, auch bei uns nach dem Einkauf in San Francisco setzen sich die Basics aufgrund ihrer Qualität durch. Wo andere T-Shirts von Modeketten nach der 20. Wäsche einlaufen, ihre Form komplett verlieren, vergilben oder kleine Löcher bekommen, sehen die Everlane-Produkte noch wie neu aus. Ganz große Empfehlung!

Wie ihr am umweltfreundlichsten dort bestellt? Kauft auf einer Reise ein oder macht eine ganz große Sammelbestellung mit all euren Freunden, damit es sich lohnt!

Nanushka

Kehren wir zurück nach Europa, genauer gesagt nach Budapest. Denn dort hat das nachhaltige Label Nanushka seinen Hauptsitz und ist von diesem Standort aus weltbekannt geworden. Ihr habt noch nie von diesem Brand gehört? Das kann gut sein, denn Nanushka stellt erst seit dem Herbst letzten Jahres Männermode her – und das fabelhaft gut. Vorher gab es die Entwürfe nur für Frauen. Veganes Leder, hochwertige Wolle und eine Auswahl an Farben, bei der die Golden Hour in Los Angeles erblasst – die in Europa produzierte Kleidung ist ein modernes Statement für Nachhaltigkeit und weit von jedem überholten Klischee der Ökomode entfernt. Wir empfehlen euch einen Blick auf die Outerwear, Strick und hochwertige Basics wie Anzüge, Stoffhosen und Hemden zu werfen. Hier könnt ihr nämlich gar nichts falsch machen...

Basic Rights

Gute Basics? Kann man immer gebrauchen und vor allem jahrelang tragen! Genau das hat sich auch das britische Label Basic Rights gedacht und Nachhaltigkeit mal eben so sexy gemacht. Das ganze Unternehmen agiert CO2-neutral und pflanzt für jedes verkaufte Produkt in Zusammenarbeit mit Trees for the Future einen Baum. Auch bei der Auswahl der Fabriken und der Zwischenhändler achtet Basic Rights auf Ethik. Mein liebstes Zitat von der Seite? „We believe there are more important things to life than what we wear“. Würde ich mir glatt als Kühlschrankmagneten kaufen. Oder noch besser: Morgens zehnmal sagen, wenn man mal wieder von der Auswahl im Kleiderschrank überfordert ist.

Ganz neu ist übrigens die Rubbish Collection, die, wie der selbstironische Name schon verrät, vor allem aus der Überproduktion von Stofffabriken stammt – jedes Teil ist somit einzigartig, wenn es weg ist, ist es weg und kommt nie wieder. Die Preise sind dabei genauso fair wie die Ressourcen: Ein Hemd kostet um die 120 Euro, ein Rollkragenpullover liegt bei 145 Euro und ein T-Shirt bei knapp 70 Euro. Was umsonst bei der Bestellung dabei ist? Der coole Brit-Chic!

Unrecorded

Warum Daniel und Jolle aus Amsterdam das Label Unrecorded gegründet haben? Na, weil es 2017 höchste Eisenbahn war, ein richtig cooles und nachhaltiges Label zu etablieren – unisex ist es natürlich auch, eh klar! Weniger kaufen, dafür besser, das ist die Devise von beiden. Wie das aussieht? All die Baumwolle, die verwendet wird, ist GOTS zertifiziert, zu 100 Prozent ökologisch angebaut und zu fairen Bedingungen hergestellt.

Klickt man auf ein Produkt, so wird einem genauestens erklärt, woraus sich der Preis zusammensetzt. Bei einem Pullover aus Merinowolle, der für 100 Euro von Unrecorded verkauft wird und im normalen Handel mit der üblichen Marge um die 185 Euro kosten würde, kostet das Material z.B. 15 Euro, der Arbeitslohn beträgt 17 Euro, die Transportkosten liegen bei 40 Cent. Der Rest fließt als Gewinn in die Marke.

Bei Unrecorded gibt’s die schönsten Basics der Basics zu kaufen: Schlichte Strickpullover, Hemden, T-Shirts, Sweatshirts, Hoodies, Mützen, Schals und Socken. Wer Zeit hat, sollte noch einmal im brandeigenen Onlinemagazin stöbern. Viel Spaß beim Einkaufen ohne schlechtes Gewissen!

A Day's March

Was wäre eine nachhaltige Menswear-Aufzählung ohne ein einziges Label aus Skandinavien? Unvollständig! Deswegen führt kein Weg an A Day's March vorbei. 2014 von Marcus Gardö, Pelle Lundquist und Stefan Pagreus gegründet, hat sich das schwedische Brand als Ziel gesetzt, die perfekten Basics zu designen. Und damit meinen sie auch wirklich perfekt. Eine faire Preispolitik, eine nachhaltige Herstellung und das minimalistische skandinavische Design spielen ihnen dabei perfekt in die Karten. Produziert wird vor allem in Europa mit zertifizierten Subunternehmen, ein großer Teil der Ressourcen ist Bio-Baumwolle.

Was ihr sonst noch auf der Website findet? Tolle Homestories mit A Day's March Fans und großartige Artikel über die Geschichte von Kleidungsstücken, z.B. dem Overshirt!

Uniforms for the Dedicated

2008 in Schweden aus einem Kollektiv kreativer Köpfe entstanden, hat die das Label Uniforms for the Dedicated im Laufe der Jahre zu einem Männerlabel gemausert, das seinen Fokus auf Nachhaltigkeit und moderne Co-Ords setzt. Inspiration zieht die Brand von Designer Rasmus Wingårdh und Brand Manager Lars Johan Hedberg aus der Sports- und Functionwear, garniert mit Einflüssen aus zeitgenössischer Street- und Armywear.

Verwendet werden ausschließlich nachhaltig hergestellte, recycelte und biologisch abbaubare Materialien. Euch erwarten hochwertige und langlebige Basics mit durchdachten Details und in stimmigen Farbkonzepten. Das Angebot ist also entsprechend übersichtlich – ich habe gehört, dass Männer das schätzen.

Hund Hund

Radikal transparent und cooler als alle Berlin Clubkids zusammen? Das ist Hund Hund! Gegründet wurde das nachhaltige Streetwear-Label in Indien von Isabel Hücke und Rohan Hoole mit dem Anspruch, sämtliche Kleidungsstücke in Europa zu produzieren und den Konsumenten bei jedem Teil eine exakte Aufschlüsselung des UVP zu geben. Wer eine Hose, einen Hoodie oder ein Hemd bei Hund Hund kauft, kann bereits im Webshop genau sehen, wofür wie viel Geld für Rohstoffe, Transport, Desgin oder Marketing für das jeweilige Stück angefallen ist. Die Designs selbst sind absolut zeitlos und, obgleich sich der Shop und Damen- und Herrenmode untergliedert, größtenteils unisex tragbar.

Doch das Thema Nachhaltigkeit hört für Hund Hund nicht bei der Kleidung auf. So zog das Label in einen 186 Quadratmeter großen Showroom im Lobe Block in Berlin Wedding. Das Haus von Architekt Arno Brandlhuber gilt nicht nur als neues Innovations-Hub für Kreative im Wedding, es arbeitet auch komplett nachhaltig und ist ein Paradebeispiel für klimafreundliches Wohnen. Der Showroom fungiert an zwei Tagen in der Woche übrigens als Store, die Öffnungszeiten findet ihr hier.

Jan'n'June

Das Hamburger Label Jan'n'June haben wir euch hier bereits vorgestellt und man kann es ruhigen Gewissens als einen der Pioniere in Sachen nachhaltige Mode in Deutschland bezeichnen. Bereits vor über einem Jahr launchten Anna Bronowski und Juliana Holtzheimer Jan'n'June Men und bereichern seitdem nachhaltige Menswear mit ihren minimalistisch-klassischen und tragbaren Entwürfen.

Alle Kollektionen von Jan'n'June werden in einer familiengeführten Textilfabrik in Polen produziert – jep, richtig gelesen. Die komplette Range wird von nur einem Zulieferer hergestellt und bei dem wiederum wird regelmäßig (denn kurzen Wegen sei Dank!) nach dem Rechten gesehen. Außerdem findet ihr an jedem Kleidungsstück einen kleinen QR-Code, der jeden Produktionsschritt und alle Materialien genaustens aufschlüsselt. Alle Informationen zu Produktion und Nachhaltigkeit bei Jan'n'June könnt ihr hier nachlesen.

Und wenn ihr jetzt nicht schon mindestens eines der tollen Basics im Warenkorb habt, dann wissen wir auch nicht.

Oil / Lumber

Straight from Nashville, Tenneesse kommt das nachhaltige Independent-Label Oil and Lumber. Das Team um Gründer Ethan Summers produziert alle Kleidungsstücke, aber auch Möbel und kleinere Objekte, wie Tassen oder Totebags, in der hauseigenen Werkstatt in Nashville. Lokaler geht es nicht. Inspiration für die Entwürfe sind immer wieder Summers japanische Wurzeln. Das äußert sich besonders im klaren und am Nutzen orientierten Design und den Stoffen, die verwendet werden.

In den Fabrikhallen von Oil and Lumber stehen industrielle Nähmaschinen und auch eine Metall- und Holzwerkstatt sind vorhanden – die Zuarbeit von Dritten wird in 99 Prozent der Fälle also gar nicht mehr benötigt. Gut, das Verschicken nach Europa hebt die nicht vorhandenen Produktionswege wieder auf, dafür sind die Kleidungsstücke von Oil and Lumber so zeitlos und hochwertig, dass sie euch mit Sicherheit viele Jahre begleiten – und das ist, worauf es ankommt. Mehr zur Philosophie der Brand könnt ihr in diesem Interview lesen.

Satta

Satta ist Sanskrit und bedeutet Sein bzw. Existenz. Das Label von Joe Lauder, das 2014 mit einer Reihe von Hand geprinteter T-Shirts startete, ihr ahnt es bereits, folgt einem holistischen Prinzip. Die Produktionsmengen sind klein, die verwendeten Materialien ausschließlich natürlich und nachhaltig. In Design, Farbe und Rohstoffwahl wird mit jedem Kleidungsstück von Satta eine Verbindung mit der Natur hergestellt. Klingt New Age? Ist es auch, aber genau das rundet den 90s-Charme der Kollektionen so stimmig ab.

Wenn ich durch den Shop von Satta klicke, bekomme ich direkt Lust, Dazed & Confused in den VHS-Rekorder zu schmeißen und mir einen Joint anzuzünden. Das einzige Problem ist allerdings, dass ich weder einen Videorekorder habe, noch kiffe. Na gut, dann eben nur Satta, passt auch.

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