Bücher, die uns durch die Quarantäne retten! Folge 5: Lisa

An Lesestoff mangelt es auf keinen Fall ... wie der Bücherberg von Lisa eindrücklich beweist

Ich habe einen beschämenden Bücherberg, wirklich. Er erstreckt sich inhaltlich grob über die letzten drei Jahre und man kann, wenn man ihn von unten nach oben durchscannt, perfekt die innerliche Entwicklung nachvollziehen, die ich in den letzten 36 Monaten hingelegt habe. Nachdem ich damals „Lean In“ von Sheryl Sandberg gelesen hatte, war ich eine Weile wie besessen davon, mir einen Haufen gebrauchte Bücher von Powerfrauen (als die ich sie damals wahrnahm) zu bestellen.

Arianna Huffington, Sheryl Sandberg, Lois P. Frankel, Carol Gilligan ... ich habe sie alle – aber ich habe sie nicht alle gelesen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die meisten dieser Bücher, so leider auch „Lean In“, einen elitären Feminismus wiedergeben, dem ich heute auf keinen Fall mehr zustimmen würde. Es folgte eine Reihe Bücher, die ich mal ganz schamlos in die Abteilung „Selbsthilfe“ schieben würde. Oder meinetwegen Selbstoptimierung.

Gute und gerne etwas abgedrehte Popliteratur hatte immer einen festen Platz in meinem Bücherregal, muss sich zwischenzeitlich den Platz aber mit Sach- und spirituelle Bücher teilen. Mein Yoga spielt hier natürlich eine große Rolle, aber ich habe mich auch vor meiner Yogalehrerausbildung schon viel mit Meditation, Pranayama, Ruhe finden und dem ganzen Kram beschäftigt. Ich glaube, das ist normal, wenn man auf Mitte dreißig zugeht. Oder?

Und nun gebe ich es zu: Von diesem ganzen Stapel habe ich genau ein Buch halb gelesen. Shame on me. Mein Problem? Bücher, die ich unbedingt lesen möchte oder schon lese und unfassbar gut finde, möchte ich so lange es geht „aufbewahren“. Also lese ich sehr langsam oder gar nicht, um mir die Vorfreude nicht zu nehmen. Ergibt keinen Sinn und ist einer meiner schlimmsten Ticks.

Aber: Ich habe mir fest, fest vorgenommen, fünf dieser Bücher bis zum Sommer fertig zu haben. Welche das sind? Das verrate ich euch heute! Vielleicht ist ja die ein oder andere Anregung für euch dabei.

„Inner Engineering: A Yogi's Guide to Joy“ von Sadhguru

Wer ist Sadghuru? Man könnte Jaggi Vasudev, so sein bürgerlicher Name, als modernen Guru bezeichnen. Seine Meditationsprogramme füllen Hallen auf der ganzen Welt und er lehrt die yogischen Weisheiten mit einem pragmatischen Blick auf die aktuelle Zeit und in ständiger Bezugnahme zu unserer Gesellschaft. In „Inner Engineering“ berichtet Sadghuru über seinen Werdegang vom kleinen Jungen aus Indien zu einem gefeierten spirituellen Vorbild. Das Buch lehrt die Leser*innen, was es bedeutet, den Pfad von Yoga zu gehen und zeigt auf, wie wir mehr Freude in unsere Leben lassen.

Der Ton ist dabei oft sehr ironisch, die kleinen Geschichten äußerst lustig und manchmal fast von schwarzem Humor und der Ton sehr trocken und pragmatisch. Klar, dass das eine Sprache ist, der ich gerne lausche. Denn bei aller Spiritualität: Es darf bitte niemals cheesy werden.

„Draußen Gehen: Inspiration und Gelassenheit im Dialog mit der Natur“ von Christian Sauer

Dieses ist eines von zwei Büchern, die ich über den Verlag Hermann Schmidt erhalten habe. Der Verlag begleitet mich indirekt schon eine ganze Weile. Zum einen, weil er aus meiner Heimatstadt Mainz kommt und zum anderen, weil die Tochter des Verlagshauses mit mir zur Schule gegangen ist. Ich bin also etwas voreingenommen, aber zurecht, wie ich finde. Denn das Portfolio ist vor allem für alle jene unter euch spannend, die kreative und außergewöhnliche Sachliteratur suchen.

Wie „Draußen gehen: Inspiration und Gelassenheit im Dialog mit der Natur“ von Christian Sauer. Ich wähle Bücher oft auch nach ihrem Einband aus und hier vergebe ich 10 von 10 Punkten. Worum es geht? Passend zur wiederentdeckten Freude am Spazierengehen in unserer Gesellschaft lädt uns der Autor dazu ein, durch das Spazierengehen die eigene Kreativität wiederzuentdecken, anzutreiben und zu erwecken. Dabei ist es egal, ob ihr einmal um den Block geht oder direkt eine Tagesreise in den nächsten Wald macht: Der Weg ist das Ziel!

Ich freue mich schon auf meine Version von Goethes Italienischer Reise.

„Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

Lustige Story: Das Buch „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky habe ich bereits dreimal verschenkt, ohne es jemals selbst gelesen zu haben. Mich hat der Klappentext dermaßen überzeugt, dass ich der Meinung war, dass dies ein gutes Buch sein muss. Was darin steht?

„Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird.“

Westerwald ist schon mal super, da war ich früher immer im Zeltlager. Tod auch immer spannend, weil Krimi. Und wer kann zu einem Okapi schon nein sagen? Eben. Ich werde gerne berichten, wie ich den Roman fand, wenn ich ihn endlich mal gelesen habe.

„Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde

Die Menschen und die Bienen. Eine spannende, traurige, abenteuerliche und unfaire Beziehung. Wie gehen wir mit der Natur um? Was hinterlassen wir unseren Kindern? Und warum spielen diese kleinen, gestreiften, haarigen Insekten so eine wichtige Rolle für das Gleichgewicht unserer Welt? Der Roman „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde nimmt uns mit durch die Zeit. Vom Jahr 1852 in die Jetztzeit bis in das Jahr 2098. Ich freue mich darauf, mit diesem Buch zu beginnen. Das Thema Bienen lässt mich seit der Dokumentation „More Than Honey“ von Markus Imhoof aus dem Jahr 2012 nicht mehr los.

Ich hoffe, ich werde nach dem Lesen nicht so deprimiert sein ...

„Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ von Frank Berzbach

Auch das Buch „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ von Frank Berzbach habe ich vom Verlag Hermann Schmidt erhalten und wer meine Freelancer-Kolumne gelesen hat, weiß direkt, was mich an diesem Sachbuch gereizt hat. Oft wird ein kreatives Leben, vor allem, wenn man selbstständig arbeitet, von außen romantisiert. Da sprudeln nur so die Ideen! Da lebt jemand seinen oder ihren Traum, steht spät auf, geht erst mal Laufen und lässt um halb Sechs den Stift fallen.

Pustekuchen! Man muss sich um alles kümmern, rennt Rechnungen hinterher, hat keine festen Bürozeiten, außer, man kämpft wie ein Löwe dafür. Und am Ende langt das Finanzamt zu und macht sich die Taschen voll. „Die Kunst...“ soll dabei helfen, das eigene Leben unter die Lupe zu nehmen, lädt zum Zwiegespräch mit sich selbst ein und zeigt Wege aus der Einbahnstraße Richtung Burnout.

Die habe ich zwar zum Glück verlassen, aber wer weiß, wann ich mal wieder aus Versehen falsch abbiege ... ich verspreche mir von diesem Buch äußerst viel.

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