Kultur Goes Online – und wir gehen mit!

Mit unseren Online-Tipps für Kunst und Kultur habt ihr den virtuellen Kinosaal ganz für euch allein

Egal ob freiwillig in Quarantäne, krank im Bett oder mit Home-Office und Kinderbetreuung komplett ausgelastet: Auf Kunst und Kultur zu verzichten, fällt vielen Menschen im Moment schwer. Schließlich fallen mit der Schließung von Museen, Clubs und Theatern unsere beliebtesten Bewältigungsstrategien ins Wasser. Der eine sehnt sich nach dem Feiern am Wochenende, die andere vermisst den Kinotag. Für die jeweiligen Einrichtungen ist die Schließung aber die eigentliche Katastrophe – schließlich sind sie auf die stetigen Einnahmen angewiesen. 

Dass Kunst und Kultur schon lange im Internet stattfinden, ist kein Geheimnis. Aber wie kann Kultur ein Publikum erreichen, wenn alle öffentlichen Events abgesagt sind? Viele kleine und große Institutionen reagieren prompt auf die Ausfälle und verlagern ihre gesamte Tätigkeit ins Netz. Obwohl wir zu Hause davon profitieren können, heißt das jedoch nicht, dass die Einrichtungen keine Hilfe benötigen – informiert euch, wie ihr spenden oder helfen könnt.

Bei „berlin (a)live“ könnt ihr übrigens selbst Veranstaltungen eintragen und so ein breites Publikum auf bestimmte Events aufmerksam machen. 

Los geht’s mit unseren  Tipps für Kunst und Kultur in Quarantäne-Zeiten:

Theater

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  • Die Berliner Schaubühne musste unzählige Aufführungen und sogar das Theater-Festival FIND absagen. Nun gibt es online einen Ersatzspielplan. Jeden Abend zwischen 18:30 und 23 Uhr kann man sich ein Stück aus dem Archiv des Theaters angucken und das sogar für umsonst.
  • Auch die Münchner Kammerspiele veröffentlichen jeden Tag einen internen Mitschnitt ihrer Inszenierungen. Ob Lesungen, „Hamlet“ oder „Yung Faust“ – hier ist bestimmt auch für Theatermuffel etwas dabei. 
  • Die Plattform SpectYou hat extra ihren Launch vorgezogen um euch in Quarantäne-Zeiten eine große Auswahl an Theater, Performance und Tanz zu bieten. Auf der ersten Streamingplattform für Theater im deutschsprachigen Raum kann jede*r seine oder ihre Bühnenarbeit hochladen. Die verschiedensten Stücke sind schon online – und es werden täglich mehr!

Kino und Filme

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  • Die Plattform Mubi hat jeden Tag einen neuen Independent-Film für euch im Angebot. Im Moment zahlt ihr für drei Monate Laufzeit nur einen Euro! Darunter einige Filme, die im Februar noch auf der Berlinale gezeigt wurden oder Klassiker von Wes Anderson. Ran an die Geräte!
  • Die Plattform Grandfilm lässt euch eine stetig wachsende Sammlung an Independent-Filmen streamen und leitet die Einnahmen an kleine, unabhängige Kinos weiter. Damit unterstützt ihr den Erhalt einer unabhängigen Filmkultur in eurer Stadt.
  • Auch das Berliner Arsenal Kino macht gerade schwere Zeiten durch. Zum Glück bietet es einen kostenlosen Streamingdienst für Mitglieder an: Wer sich gegen eine kleine Spende anmeldet, kann 6 Monate lang Arthouse-Filme aus aller Welt online angucken und muss das Popcorn mit niemandem teilen. 
  • Ihr interessiert euch für Umweltschutz und Nachhaltigkeit? Dann ist das Environmental Film Festival sicherlich etwas für euch. Einmal im Jahr findet das Film-Festival in Washington D.C. statt, dieses Mal haben es die Macher*innen komplett ins Internet verlegt. Bis zum 31. März könnt ihr euch hier über 60 interessante Filme ansehen und die meisten sogar für umsonst. 

Konzerte und Gigs

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  • Die durch die Quarantänemaßnahmen notwendige Schließung aller Tanzlokalitäten kann für viele Clubs tatsächlich den Ruin bedeuten. „United We Stream“ bringt den digitalen Club zu euch in die Wohnung und ihr könnt euch jeden Abend von unterschiedlichen DJ-Sets unterhalten lassen. Im Soli-Shop gibt es gegen eine kleine Spende sogar ein virtuelles Bier – Prost!
  • Die Beach Boys auf der eigenen Couch? Könnt ihr haben! Das Musikmagazin Rolling Stone veranstaltet auf seinem Instagram-Account einmal in der Woche Wohnzimmer-Konzerte. Jeden Mittwochabend geben bei "In my room" Musiker*innen ihre Sangeskunst zum Besten, den Auftakt machte Brian Wilson von den Beach Boys am heimischen Klavier.

Literatur

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  • Auf Instagram oder Twitch lesen täglich tolle Menschen aus ihren eigenen Büchern oder ihren Lieblingswälzern vor. Da ist es teilweise ziemlich schwierig, den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund kann ich euch die tolle Liste vom Tip Berlin ans Herz legen, die einen guten Überblick über anstehende Online-Lectures bietet.
  • Auch der Diogenes Verlag präsentiert unter dem Hashtag #DiogenesAtHome einige seiner Autor*innen und ihre Bücher. Hier findet ihr alle Veranstaltungen, darunter Lesungen und Zeichenkurse, im Überblick. Falls euch ein Buch gepackt hat, bestellt das doch am besten in der Buchhandlung eures Vertrauens und unterstützt sie damit. 
  • Nicht wirklich live aber umso schöner ist die Tatsache, dass Audible spontan alle Podcasts kostenfrei zur Verfügung stellt. Auch einige Hörbücher sind nun nicht mehr hinter der Paywall versteckt. Ein Blick lohnt sich!  

Museen und Galerien

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  • Einige große Museen bieten virtuelle Touren durch ihre Sammlungen an, etwa der Pariser Louvre oder das Metropolitan Museum of Art in New York. Auch die Vatikanischen Museen oder das Natural History Museum in Washington D.C. könnt ihr digital durchschreiten. Eigentlich ganz angenehm, wenn man beim Betrachten von Kunst Kekse knuspern kann. 
  • Besonders gravierend sind die Schließungen für kleine, unabhängige Galerien. Viele von ihnen bieten deshalb auf Instagram Führungen durch die aktuelle Ausstellung oder Talks mit Künstlerinnen und Künstlern an. Einige übertragen sogar ihre Eröffnungen live im Internet. Guckt doch zum Beispiel am 27. März im Livestream der Vernissage von State Studio vorbei.
  • Unter den Instagram-Hashtags #globalartexhibition oder #kunstinquarantäne könnt ihr Kunst finden und teilen, die besonders jetzt mehr Aufmerksamkeit verdient hat. 

Klassische Konzerte, Oper und Ballett

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  • Die Berliner Philharmoniker haben ihre eigene „Digital Concert Hall“ eröffnet und zeigen sowohl  Aufzeichnungen als auch Aufführungen im Livestream. Registriert euch bis zum 31. März und löst den angebotenen Gutscheincode ein, dann steht klassischer Unterhaltung nichts mehr im Wege. 
  • Ein virtuelles Programm? Für die Wiener Staatsoper ist das längst ein alter Hut. Schon seit einiger Zeit bietet das Haus Aufzeichnungen früherer Opern- und Ballettvorstellungen als Stream an. Während der Schließzeiten folgen sie mit ihrem Online-Angebot sogar fast dem ursprünglich festgesetzten Spielplan. Die Videos sind kostenlos und 24 Stunden verfügbar.
  • Auch die Berliner Staatsoper reiht sich mit ihrem digitalen Spielplan in das kostenlose Streaming-Angebot an und bietet Opern-Fans jeden Abend eine neue Oper. Von „Falstaff“ bis „Der Rosenkavalier“ ist alles dabei. Vielleicht die richtige Gelegenheit, eure Vorurteile gegenüber der Oper über Bord zu werfen?
  • Und wer es etwas internationaler möchte, guckt mal bei der New Yorker Metropolitan Opera vorbei, auch hier gibt es wechselnde Mitschnitte des Programms online zu sehen. 

Wenn ihr weitere Kulturtipps aus dem Netz habt, teilt sie liebend gerne in den Kommentaren.

Dieser Artikel ist Werbung, da er Markennennungen enthält.

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