„Wie wäre ein Trommelkurs in Ägypten?“ – Airbnb-Chef Alexander Schwarz im Interview

Ein ehrliches Gespräch über die neuen Entdeckungen auf Airbnb und die Frage, wie politisch Homesharing Ende 2018 ist ... psst: mit Nikolaus-Gewinnspiel!

Gesponserter Artikel in Kooperation mit Airbnb

Die Plattform Airbnb hat das Reisen revolutioniert – und das Thema Homesharing auf die Agenda der Politik gesetzt. Persönliche Kontakte und neue Freundschaften vs. zweckentfremdeter Wohnraum. Der romantische Gründergedanke musste vor allem in den internationalen Großstädten Platz machen für die Profitgier seiner Nutzer – die nicht selten abstruse Züge angenommen hat.

Meine Erfahrungen mit Airbnb sind vielschichtig. Von einem Aufenthalt samt Rausschmiss in Prag (es ist eine lange Geschichte), über anonyme Unterkünfte in europäischen Großstädten, bis zu einer Woche lost in translation bei einer portugiesischen Omi in Carrapateira war alles dabei. Persönliche Kontakte mit Einheimischen waren leider eher eine Seltenheit. Die einzige Ausnahme war unser Urlaub in Tel Aviv diesen März. Nach fünf Tagen bei unserem Gastgeber wusste ich, welches der beste Falafel-Stand auf dem Karmel Markt ist, wie man die leckersten Ofen-Auberginen zubereitet und wo es guten und günstigen Wein gibt (im Mozner nämlich). Nach Jahren des Airbnb-Buchens habe ich also erstmals die Erfahrung gemacht, die für die Gründer die DNA von Airbnb ist: das Miteinander und das Kennenlernen einer anderen Kultur aus erster Hand.

Mit Entdeckungen möchte Airbnb Gäste wie Gastgeber wieder Richtung Gemeinschaftlichkeit und Miteinander lenken. Gemeinsame Unternehmungen abseits der abgelaufenen Touristen-Trampelpfade sollen fremde Kulturen zusammenbringen. Trüffel sammeln in einem Wald bei Florenz, einmal wie eine Meerjungfrau schwimmen, Kaffee anbauen in Meddlin? Es gibt eigentlich kaum eine Entdeckung, die es nicht gibt. Das Konzept lebt nicht zuletzt von absurden Ideen und Unternehmungen.

Wir haben Alexander Schwarz, dem Deutschlandchef von Airbnb, im Interview einige angenehme und weniger angenehme Fragen gestellt. Und weil heute Nikolaus ist, gibts für euch neben dem Lesevergnügen noch zwei Gutscheine im Wert von je 150 Dollar für eine oder mehrere Entdeckungen eurer Wahl! Was ihr dafür tun müsst? Erfahrt ihr am Ende des Interviews!

Was antworten Sie auf den Vorwurf, dass Airbnb nicht genug gegen die Zweckentfremdung von privatem Wohnraum tut?

Airbnb setzt sich überall auf der Welt für klare Regeln ein und arbeitet dafür mit den Städten zusammen. Die meisten Gastgeber auf Airbnb vermieten nur gelegentlich ein Zimmer in ihrer Wohnung oder ihr ganzes Zuhause und nehmen daher keinen Wohnraum weg. Homesharing ermöglicht den Menschen, sich beispielsweise, wenn sie selbst beruflich oder privat unterwegs sind, etwas zu den Wohnkosten dazuzuverdienen. Viele Gastgeber vermieten auch nur ein Zimmer, wenn sie selbst zu Hause sind, weil sie den Kontakt zu den Gästen suchen.

Wie dürfen wir uns Verhandlungen mit deutschen Metropolen wie Berlin oder Hamburg vorstellen?

Auf Berlin und Hamburg sind wir zum Beispiel schon vor einiger Zeit zugegangen, um es den Gastgebern zu erleichtern, sich an die Regeln zu halten und den administrativen Aufwand für die Verwaltung so gering wie möglich zu halten. Beiden Städten haben wir angeboten, die Tourismusabgaben automatisiert von den Gästen bei der Buchung einzuziehen und an die Stadt weiterzureichen. So eine Vereinbarung haben wir bereits mit 400 Städten weltweit, darunter auch mit Frankfurt, Dortmund und Zürich. Außerdem haben wir Berlin und Hamburg angeboten, sie mit einem digitalen Registrierungssystem zu unterstützen, damit die Regeln tatsächlich zum Schutz von Wohnraum beitragen. Aber für eine Zusammenarbeit zwischen der Politik und Wirtschaft braucht es den politischen Willen, der hier leider bisher nicht da war.

Neben Unterkünften bietet Airbnb nun auch Entdeckungen an. Was unterscheidet diese von Unternehmungen, die ich über ein Touristenbüro buchen kann?

Im Bereich Entdeckungen können Menschen individuelle maßgeschneiderte Aktivitäten anbieten und sich mit ihren Leidenschaften und Interessen etwas dazu verdienen. Es sind nicht die Touren im Doppeldeckerbus, sondern Orte, zu denen Reisende ohne die lokalen Gastgeber möglicherweise keinen Zugang hätten. Die Idee gab schon seit Bestehen der Firma. Als die drei Gründer 2008 zum ersten Mal ihr Zuhause an Gäste vermietet haben, haben sie ihnen auch San Francisco gezeigt, sind mit ihnen essen gegangen und haben mit ihnen zusammen gekocht.

Haben Sie Tipps, wie ich auf Airbnb die spannendsten Entdeckungen finden kann?

Einfach mal etwas aussuchen, was man zu Hause nie macht. Du hast noch nie ein Instrument gespielt? Wie wäre es mit einem Trommelkurs in Ägypten? In deinem Alltag hast du keine Zeit zu kochen? Lerne, wie man echte Nudeln mit einer italienischen Oma zubereitet! Und wenn man sich nicht sicher ist, was einen erwartet, kann man einfach die Gastgeber der Entdeckungen kontaktieren und ihnen Fragen stellen.

Und wie gehe ich vor, wenn ich selbst Entdeckungen auf Airbnb anbieten möchte?

Es ist ziemlich einfach: Wenn du eine bestimmte Leidenschaft für ein Thema hast und diese Begeisterung mit anderen teilen möchtest, kannst du deine Entdeckung erstellen und sie auf Airbnb.de/host/experiences einreichen. Wenn die Entdeckung die Qualitätsstandards erfüllt, erhältst du als Gastgeber Zugang zu einer Reihe von Tools, um deine Entdeckung zu inserieren und zu vermarkten.

„In deinem Alltag hast du keine Zeit zu kochen? Lerne, wie man echte Nudeln mit einer italienischen Oma zubereitet.“

Alexander Schwarz

Was entgegnen Sie Leuten, die sagen, dass Airbnb sein Charme und seine Intention abhandengekommen ist?

Die drei Gründer haben damals Airbnb gegründet, weil sie ihre Miete nicht mehr bezahlen konnten. Schon damals haben sie gemerkt, dass es beim Reisen nicht nur um die Frage geht, wo man wohnt, sondern auch was man vor Ort unternimmt und welchen Menschen man begegnet. Der Launch von Entdeckungen war daher eine logische Konsequenz. Airbnb will allen Reisenden ermöglichen, genau das zu finden, was sie suchen: Sei es eine Familienwohnung, ein Ferienhaus in den Alpen oder ein Boutique-Hotel am Meer.

Was macht Airbnb im Jahre 2018 noch besonders?

Airbnb macht seine einzigartige Community aus. Die Gastgeber sind dabei ganz unterschiedlich, aber sie alle verbindet, dass sie Reisenden ein besonderes, persönliches und individuelles Reiseerlebnis bieten möchten. Das kann ein klassischer Homesharer oder eine familiengeführte Pension in Österreich sein. Zudem profitieren Nutzer von einer Reihe von Services und Sicherheiten.

Was sind Ihre Top-Reiseziele für Airbnb im Jahr 2019? 

Noch unbewanderte Regionen in Asien werden zu den Top-Anlaufstellen 2019 gehören. Wir haben gerade die 19 Destinationen für 2019 auf Airbnb gekürt: Dazu zählen zum Beispiel Xiamen in China, aber auch die Wakayama Präfektur in Japan. Momentan noch ein Geheimtipp, aber ebenfalls stark im Kommen: Usbekistan und Taiwan. Gerade Usbekistan sollte in naher Zukunft besucht werden, da das Land wohl einen sehr schnellen Wandel, ähnlich wie Kuba, durchleben wird.

Und jetzt seid ihr dran!

GEWINNSPIELBEDINGUNGEN*

Um einen der beiden Airbnb Entdeckungen-Gutscheine im Wert von je 150 Dollar zu gewinnen, folgt uns (wenn möglich) auf Facebook und Instagram und verratet uns in der Kommentarfunktion unter diesem Artikel unter Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse, welche Themen ihr euch für 2019 auf Beige wünscht!

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Der*die Gewinner*in wird am Freitag, 7. Dezember um 12 Uhr ausgelost und per E-Mail benachrichtigt! Good Luck!

*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden.

Dieser Artikel ist Werbung, da er Markennennungen enthält.

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