Moderne Liebe ist frei von Normen

Über queere Identität und Inklusion beim Online-Dating

Gesponserter Artikel in Kooperation mit OkCupid

Tränen, Tüll, Testamentserwähnungen – Noch vor einhundert Jahren waren Debütantinnenbälle die heißeste Veranstaltung im Leben vieler junger Frauen, um ihren offiziellen Einstieg in die elitäre Gesellschaft zu markieren. Eingeschnürt in enge Korsagen, Röcke und familiäre Erwartungen dienten die Vorbereitungen zum Debütantinnenball außerdem der kollektiven Partnersuche. Die soziale Undenkbarkeit eines glücklichen Singledaseins, geschweige denn sexuell freizügigen Lebensstils, erzeugte für Frauen wie für Männer den enormen Druck, eine gemeinsame Zukunft im Familienanwesen schnellstmöglich anzutreten.

Abseits vom heterosexuellen Mainstream mussten sich queere Menschen derweil andere Möglichkeiten einfallen lassen, um für Liebe, Sex oder Freundschaft in Kontakt zu kommen. Im New York der 1970er-Jahre entstand so ein populärer Code mittels Hankies, bunter Tücher, die man in die Potaschen der Cord-Schlaghosen steckte und durch Farbe und Position sexuelle Vorlieben kommunizierte. Im Getummel der Großstädte etablierte sich so eine queere Dating- und Cruising-Szene, versteckt und offensichtlich zugleich. Während die Hankie Culture zum größten Teil unter schwulen Männern genutzt wurde, gab es auch viele lesbische Frauen und non-binäre Personen, die ihre eigenen Codierungen anlegten und sich auf diese Weise erkennen und treffen konnten. 

Verpixelte erste Online-Dates

Mit den 2000ern an der Türschwelle wurden analoge Treffen samt Baggy Jeans, Metallic Lipgloss und hoch gezogenen Tangas durch das digitale Kennenlernen ergänzt. Orange-durchsichtige Macs verschickten romantische Mails, Pro7 bot erotische Chats im Teletext an, über Facebook zeigte man sich online und organisierte erste Rendezvous. Wer erinnert sich nicht an das Herzrasen, die Wut auf das schnarchige Internet-Modem, das diffuse Interesse an mehr oder weniger koscheren Foren bei Nacht?

„Mit 15 war mein erster Computer das Tor zu meiner Sexualität”, erzählt mir auch mein Freund Kilian. „Ich konnte plötzlich Jungs schreiben und über meine eigenen Vorlieben nachdenken. Bei meinem ersten Date traten dann meine sexuellen Fantasien sozusagen aus der virtuellen in die echte Welt über.”

Queeres Dating musste in der heterosexuellen Datingwelt mittlerweile nicht mehr Versteck spielen. Endlich gab es einen digitalen, sichtbaren und jederzeit erreichbaren Beweis für die eigene Existenz innerhalb einer Gemeinschaft. Profiltexte und verpixelte Selfies übernahmen nun die ehemalige Kommunikation der Hankies, fragwürdige Fashion Choices inklusive. Ich denke zurück an euphorische erste Dates mit überstürztem Sex. Oder ein Gegenüber, das 10 Jahre alte Fotos von der Samsung-Digicam hochgeladen hatte. Alles erlebte ich in Skinny Jeans, Chucks und Karohemd – das Maximum an Butch, das ich damals aufbringen konnte. (And look at me now!)

We’re here, we’re queer, we’re visible

Obwohl es sich heute leicht sagt und vielleicht etwas zynisch klingt: Die Marginalisierung der Queer Community hat neben viel Gewalt und Diskriminierung auch etwas Positives hervorgebracht: unser Selbstbewusstsein, bestehende Normen zu hinterfragen und individuellere, authentischere Lebensentwürfe nach außen zu tragen. Immer mehr Menschen identifizieren sich als non-binär, queer und experimentieren mit offenen Beziehungsmodellen. Faktoren, die in den frühen Tagen des Online Datings nicht unbedingt eine Rolle spielten. Nach Körpergröße, Gewicht und sexueller Vorliebe wurde damals gefiltert, creepy Anfragen von Fremden an der Tagesordnung. Vielfältigere Möglichkeiten, nämlich 22 Gender-Optionen, 20 Optionen zur sexuellen Orientierung und 60 Identitätsmöglichkeiten bei der Dating-App OkCupid, treffen nicht nur den Zahn der Zeit, sie ersparen uns auch jede Menge Arbeit beim Abarbeiten der vielen Nachrichten potenzieller Love Interests – und ganz ehrlich, damit ist OkCupid der Vorreiter der ganzen Dating-Branche. Und das ab jetzt auch in deutscher Sprache!

Meine Freundin Gazelle berichtet: „Seitdem ich direkt in meinem Profil einstelle, dass ich non-binary bin, kommen auch mehr non-binary Leute auf mich zu oder wir fühlen uns gegenseitig angezogen. Denn es erleichtert so vieles, ich muss mich nicht erklären, wir sind bei dem Thema automatisch auf einer Wellenlänge.“

„Auch, wenn ich in anderen Bereichen meines Lebens noch mit falschen Pronomen angesprochen werde, kann ich mich beim Online Dating genau so präsentieren, wie ich bin. Ich kann mich und meine Identität zu 100 Prozent ausleben.“

Dazu kommen intensive Fragenkataloge bei OkCupid, in denen man sich stunden- und tagelang verlieren kann. „Sollte dein♥e Partner♥in eher Party- oder Zuhause-Typ sein?“, „Was hältst du von Sex im Freien?“, oder „Sollten Atomwaffen verboten werden?“. Anhand der Beantwortung dieser Fragen findet der Algorithmus bei OkCupid gleich Partner♥innen, die die gleichen Interessen und Ideale verfolgen.

Jede Menge praktische bis philosophische Fragen gab es schon vor fast zehn Jahren zu bearbeiten, als ich OkCupid das erste Mal in den USA benutzte. Die App lotste mich durch den American way of life von San Francisco, New York und seinen Männern. Was mir schon damals einen Geschmack von Intellekt und Spaß vermittelt hat, ist heute noch besser geworden.

OkCupid bietet mittlerweile gender-sensible Sprache durch das Gender-Herz, also ♥, das Doppelpunkt oder Sternchen ersetzt und alle Menschen ansprechen soll, sowie bereits genannte diverse Auswahlmöglichkeiten für Gender, sexuelle Orientierung und Identität einen optimalen und realitätsgetreuen Rahmen für Dating innerhalb der Queer Community. Denn Sichtbarkeit und Repräsentation bleibt auch in sozialen Netzwerken ein wichtiges Thema, wenn es um Identität, Liebe und Sex außerhalb des Heteronormativen geht.

„Auch, wenn ich in anderen Bereichen meines Lebens noch mit falschen Pronomen angesprochen werde, kann ich mich beim Online Dating genau so präsentieren, wie ich bin. Ich kann mich und meine Identität zu 100 Prozent ausleben“, schreibt Gazelle.

Ob Hankies, E-Mails oder Apps, queeres Verlangen ist so alt wie das Dating selbst. Unsere Geschichte hat uns beigebracht, ehrlich zu uns selbst zu sein und auf diese Weise gesellschaftlichen Fortschritt anzuschieben. Durch Algorithmen, Offenheit und Wandel versteckt sich die Komplexität menschlicher Beziehungen deshalb nicht länger in einer dunklen Ecke.

Meine Persönlichkeit und die der anderen ist endlich sichtbar und wird gefeiert. Ein neues Zeitalter an Möglichkeiten und perfekter Matches ist angebrochen - mit Inklusion und Diversität im Herzen!

Die App von OkCupid steht ab sofort als deutschsprachige Version zum Download oder als Update im Google Play Store und Apple App Store bereit.

Dieser Artikel ist Werbung, da er Markennennungen enthält.

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    See-ming Lee, Kiss: Ryan Gilbert + Michael Correntte

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