Wir feiern ein Jahr Beige

12 Monate Beige – ohne euch unvorstellbar

Oh mein Gott, schon ein Jahr Beige?

Leute, die Zeit vergeht wie im Fluge.
 Es kommt uns vor, als sei es gestern gewesen, als wir mit Augenringen bis zum Boden und gleichzeitig so aufgeregt, dass an Schlafen gar nicht zu denken war, vor genau einem Jahr Beige gelauncht haben.

Das war am 24. September 2018 und seitdem ist so viel passiert!

Ein Jahr, in dem wir mehrfach am Rande unserer Kräfte waren. Aber auch ein Jahr, in dem ein Highlight und Glücksmoment den nächsten jagte und während dem wir uns neu immer wieder neu kennengelernt und unheimlich weiterentwickelt haben. Das alles wäre ohne euch, die Leser*innen von Beige, nicht möglich gewesen.

Weil wir wussten: Da sind Ohren, in die wir sprechen und smarte Köpfe, die uns lesen und die wir mit unseren Inhalten erreichen. Wir machen Beige nämlich für euch.
 Und wir machen weiter. Weil das, was wir tun, bei euch ankommt und wir noch lange nicht fertig sind.

Auf euch und auf die nächsten 12, 24, 36 Monate, ach, mindestens zehn Jahre mit Beige.


Danke!

Alles begann mit einem gegenseitigen Interview und so wird die Tradition auch weiter fortgeführt. Lisa stellt Marie Fragen und anders herum, wir beide ziehen nach einem Jahr als Gründerinnen schon mal ein vorzeitiges Fazit. Hat sich all die Mühe und Arbeit gelohnt? Gab es Momente, in den wir am liebsten hingeschmissen hätten? Was haben wir gelernt und wollen es an euch als Tipps für eure Selbstständigkeit weitergeben? Das erfahrt ihr jetzt!

Marie fragt Lisa:

Mit welchen drei Worten würdest du das letzte Jahr Beige beschreiben?

Lichtgeschwindigkeit, Erfahrung und Stolz. Huiii.

Welche 3 Sachen hast du im letzten Jahr gelernt?

Ich habe gelernt, dass ich mehr in meine eigenen Fähigkeiten vertrauen darf und muss. Aber auch, dass es wichtig ist, den Ausgleich nicht zu verlieren und hier vor allem: Dass von einem Tag ohne Arbeit die Welt nicht untergeht (aka Beige). Ich habe aber auch gelernt, meine Ansprüche und Wünsche zu formulieren und dazu zu stehen. Nennt man das schon Erwachsenwerden?

Was hättest du von Anfang an lieber anders gemacht?

Das ist schwer zu sagen, weil ich glaube, dass die Dinge, die wir vielleicht rückblickend nun anders machen würden, ja im Endeffekt dazu geführt haben, dass wir heute da sind, wo wir sind. Wir könnten vielleicht weiter sein … aber vielleicht auch vor den Scherben unseres Unternehmens stehen. Wie in dem Film „Butterfly Effekt“. Lieber alles so lassen, am Ende gibts nur Ärger und ich bin sehr stolz und glücklich darüber, was wir gemeinsam in den letzten zwölf Monaten geschafft haben.

„Da hat auch mal das Ohr gefiepst, aber statt des Hörsturzes kamen nun der Höhenflug und der Stolz über ein Jahr Beige.“

Lisa

Wie hat sich dein Privatleben seit dem Launch von Beige verändert?

Ich habe unheimlich viel über mich gelernt und bin mir bewusst darüber geworden, was ich brauche, um zufrieden und glücklich zu sein. Außerdem habe ich mir mit dem Vorschlaghammer eingetrichtert, mir nicht immer so viele Sorgen zu machen. In Sachen Beziehung sind wir beide mit Beige gewachsen, obwohl mein Freund nur Zaungast ist. Wir haben uns neu kennengelernt in gewissen Lebensbereichen und ich habe das Gefühl, dass unsere Beziehung dadurch erwachsener und kompromissbereiter geworden ist. Ich fühle mich wieder mehr als Individuum in einer Lebensgemeinschaft denn als voneinander abhängiges Wir und das tut uns sehr gut, finde ich.

War aber auch nicht immer so, bevor ich hier groß Freudensprünge mache. Der Weg hierhin war gepflastert mit Diskussionen, Kompromissen, beleidigten Abenden alleine und dem ein oder anderen Wein zu viel aus Frust.

Gab es einen Moment, in dem du am liebsten alles hingeschmissen hättest?

Eigentlich nicht, nein. Es gab Momente, in denen ich nicht sicher war, ob mein Leben genug Zeit und mein Körper genug Kraft hat für das Arbeitspensum von Freelancer-Dasein und Beige, einer Beziehung und dem Wunsch nach Einsamkeit. Da hat auch mal das Ohr gefiepst, aber statt des Hörsturzes kamen nun der Höhenflug und der Stolz über ein Jahr Beige.

Wie hat sich deine Persönlichkeit seit dem 24. September 2018 verändert?

Nimmt man alles, was ich hier bisher geschrieben habe, zusammen, würde ich sagen: Ich bin selbstbewusster, MIR SELBST bewusster, mutiger, erwachsener, lebensfroher, positiver und mit mehr Liebe aufgefüllt geworden. Aber es war ein bisweilen steiniger Weg.

Was denkst du über uns zwei? Wie hat sich unsere Beziehung verändert?

Eigentlich war Beige ja wie ein Blitzbaby, nachdem man sich gerade auf Tinder gecheckt hat. Wir kannten uns, aber eben nicht so gut und wir haben uns in den vergangenen 12 Monaten SEHR gut kennengelernt. Wir haben vor allen Dingen aber auch gelernt zu kommunizieren, zu streiten, uns zu vertragen und sind ein ziemlich eingespieltes Team geworden. Was ich besonders gut finde: Wir haben uns nicht aneinander angeglichen und sind noch immer sehr unterschiedlich auch in Bezug auf die Dinge, die uns beschäftigen oder die Vorlieben, die wir haben. Und das ist wichtig, weil es so immer spannend bleibt. Bei den wichtigen Sachen sind wir dafür eigentlich in 97 Prozent der Fälle einer Meinung. Und mit dem Wissen, was wir beide voneinander haben, könnten wir uns entweder hinter Gitter bringen oder würden mit gemeinschaftlichem Mord durchkommen und das gefällt mir am besten.

Was ist dein Ziel für das nächste Jahr Beige?

Auf dem aufbauen, was wir bereits erreicht haben. Unsere DNA noch schärfer schleifen und uns noch mehr hervorheben und einmaliger machen. Ich träume von einem Podcast, weil ich sehr gerne sehr viel rede und mir mal jemand gesagt hat, dass meine Stimme angenehm ist. Seitdem bilde ich mir viel darauf ein. Außerdem ist mein großer Traum ein erstes eigenes Office. Gerne auch mehr interdisziplinäre Projekte (offffline!) und ich möchte unsere Stimme nutzen, um auf Missstände Aufmerksam zu machen und Leute zu motivieren, an einem positiven Wandel teilzunehmen. Und nach wie vor die Weltherrschaft.

Deine Traumkooperation für Beige:

Eine Zusammenarbeit mit einer nachhaltigen Brand / Organisation wäre toll!

„Macht euch nicht verrückt, es kommt nämlich eh alles anders, als man denkt.“

Lisa

Dein Tipp für alle, die auch Gründen wollen:

Macht euch nicht verrückt, es kommt nämlich eh alles anders, als man denkt. Seid flexibel, nehmt euch nicht alles zu Herzen und verliert nie euren Humor. Und holt euch eine*n vertrauenswürdige*n Steuerberater*in!

Gibt es etwas, was die nach einem Jahr Beige unwichtiger ist als vorher?

Wie ich auf Fotos aussehe. Na gut, fast.

Deine privaten Ziele für die kommenden 12 Monate?

Noch mehr Ausgeglichenheit und das Bündeln meiner Kräfte für Dinge, die ich liebe.

Lisa fragt Marie:

Mit welchen drei Worten würdest du das letzte Jahr Beige beschreiben?

Aufregung, Müdigkeit, Leidenschaft.

Welche 3 Sachen hast du im letzten Jahr gelernt?

Ich habe gelernt, dass man Erfolg und Leidenschaft nicht in Geld messen kann. Dass Schreiben wirklich der allerkleinste Anteil bei einem Onlinemagazin ist und dass ich keine Angst vor Steuern, Rechnungen und Verhandlungen haben muss. Ganz im Gegenteil, da habe ich sogar gelernt, dass ich das alles ziemlich gut kann – viel besser, als ich es mir jemals hätte erträumen können.

Was hättest du von Anfang an lieber anders gemacht?

Wir haben ein Jahr lang im Hintergrund an Beige gearbeitet und sind ewig lange nicht online gegangen, weil wir immer dachten, dass wir noch professioneller, noch besser, noch einzigartiger und noch schneller sein müssen. Dieses Streben nach Perfektion würde ich gerne aus unseren damaligen Köpfen streichen. Es gibt keine Perfektion. Niemand ist perfekt. Und man kann alles immer schöner, schneller, besser und toller machen. Muss man aber vielleicht auch gar nicht. Vielleicht ist es auch gut so, wie es ist.

„Nachher weiß man, wer wirklich deine Freunde sind. Und das musste ich leider auch beim Gründen lernen.“

Marie

Wie hat sich dein Privatleben seit dem Launch von Beige verändert?

Es gibt jetzt einen Menschen mehr in meinem Leben: dich! Auf meiner Favoritenliste im Handy stehen nur sehr sehr wenige Personen: Meine Mama, mein Freund, meine beste Freundin Hannah und du. Vier Menschen, ohne die ich mir mein Leben gar nicht vorstellen könnte, weil ihr mein Dreh- und Angelpunkt seid. Und Beige natürlich. Ich habe viel weniger Freizeit, eigentlich gar keine mehr, Wochenenden haben für mich komplett an Bedeutung verloren und ich hatte, ähnlich wie du, schon öfters das Gefühl, dass der Hörsturz kurz vor der Tür steht.

Viele sagen das ja über eine Krankheit oder das Kinderkriegen: Nachher weiß man, wer wirklich deine Freunde sind. Und das musste ich leider auch beim Gründen lernen. Nur wenige haben dafür Verständnis, wenn man ihnen nicht sofort auf Whatsapp antwortet, wenn Treffen nur noch am Wochenende stattfinden können und man manchmal ein wenig den Anschluss verliert. Das hat mir extrem wehgetan.

Doch auf der anderen Seite bin ich so glücklich wie noch nie in meiner Beziehung. Habe in einem Menschen mein Zuhause, meine Heimat und die grenzenlose Unterstützung gefunden, wie ich sie mir nie hätte erträumt. Dank meines Freundes habe ich jeden Tag das Gefühl, dass ich das alles schaffen kann. Dass es sich für Beige jeden Tag lohnt. Also nach einem Jahr Beige muss ich nicht nur euch, den Leser*innen danken, sondern vor allem ihm. Obwohl er auf Beige nie auftaucht und mit dem Lesen nicht hinterherkommt (er liest aber auch verdammt langsam), ist er ein verdammt großer Teil davon.

Gab es einen Moment, in dem du am liebsten alles hingeschmissen hättest?

Ehrlich gesagt ja. Das lag aber nicht an Beige, sondern an meinen 39434074 anderen Jobs. Da war mir alles zu viel, ich mit meinen Kräften und meiner Gesundheit am Ende und überfordert von dem Zeitdruck, Deadlines und meinen eigenen Ansprüchen. Von den 525.600 Minuten, die ein Jahr sind, waren das aber vielleicht 10 Minuten. Im Durchschnitt also ganz gut, oder?

Wie hat sich deine Persönlichkeit seit dem 24. September 2018 verändert?

Ich bin stärker geworden. Das habe ich vor allem durch dich und deinen Dickkopf gelernt. Ich musste mich nämlich manchmal ganz schön behaupten und für meine Ideen und Vorstellungen kämpfen. Gleichzeitig vertraue ich mehr in mich und meine Fähigkeiten. Auch eine Art von Stärke würde ich sagen.

Was denkst du über uns zwei? Wie hat sich unsere Beziehung verändert?

Ich würde sagen am Anfang waren es noch schüchterne Blicke, dann ein vorsichtiges Herumtänzeln und jetzt ist es Tango Argentino. Oh Gott, das klingt ein klein bisschen sexuell, so war das nicht gemeint. Ich meine damit, dass wir immer besser wissen, wie wir den anderen nehmen und verstehen müssen. Kommunikation ist das A und O bei einem gemeinsamen Unternehmen, man muss auch die unangenehmen Dinge aussprechen. Und das können wir mittlerweile, ohne den anderen zu verletzen. Wir teilen die Erfolge, Sorgen und Probleme des anderen.

„Warum überlegt ihr so lange?! Kündigt euren Job, überwindet eure Angst und traut euch.“

Marie

Was ist dein Ziel für das nächste Jahr Beige?

Vollzeit! Ende Oktober ist es so weit und ich werde den Schritt wagen und meine ganze Zeit Beige widmen. Freelance-Jobs, die von zu Hause erledigt werden können, dürfen bleiben, aber acht Stunden am Tag, von Montag bis Freitag, widme ich die meiste Aufmerksamkeit Beige. Und 2020 habe ich uns ein schnuckeliges Nest gebaut und du kommst dazu. Hoffentlich ist das Nest in einem Büro, das wäre ein Traum...

Ach ja, Weltherrschaft, noch mehr tolle, schlaue, weltoffene und interessierte Leser*innen und vielleicht zusammen mit dem Büro auch mal eine*n Praktikant*in...

Deine Traumkooperation für Beige...

...ist langfristig. Denn über mehrere Monate mit einem Brand viele verschiedene tolle Ideen umzusetzen, ist meiner Meinung nach der natürlichste Weg tolle und authentische Partnerschaften wachsen zu lassen.

Dein Tipp für alle, die auch Gründen wollen:

Einfach mal machen. Die Fallhöhe ist für die meisten so gering. Warum überlegt ihr so lange?! Kündigt euren Job, überwindet eure Angst und traut euch. Wenn schiefgeht, lasst ihr euch eben wieder irgendwo anstellen und versucht es dann erneut. Na, und? Überlegt euch doch lieber mal, was wäre, wenn es klappt!

Ach so ja, ihr solltet gerne Arbeiten. Wer am Wochenende und pünktlichem Feierabend hängt, der ist nicht für die Selbstständigkeit gemacht. Nicht, dass ihr sagt, ich hätte euch nicht gewarnt.

Gibt es etwas, was die nach einem Jahr Beige unwichtiger ist als vorher?

Ja. Ich als Person. Ich brauche nicht die krassesten Urlaube, die neueste Tasche und die schönste Mähne mehr, um morgens gerne aufzustehen. Schon eine tolle Mail mit einem Kompliment zu Beige kann mir den Tag sowas von versüßen – da ist der Pickel auf der Nase auf einmal so was von egal.

Deine privaten Ziele für die kommenden 12 Monate?

Ich kann dieses Wort nicht mehr hören, aber ich muss es leider sagen: Work-Life-Balance. Wenn ich um 20 Uhr meinen Rechner zuklappe und von Samstag bis Sonntag keine Tasten drücken muss, dann habe ich alles richtig gemacht. Das ist mein Ziel. Ich würde auch gerne mal wieder ein Buch lesen oder eine Serie schauen. Einfach mal rumlümmeln. Sich langweilen. Und eine leere To-do-Liste. Man darf ja wohl noch träumen...

Ihr seid heute in Hamburg? Dann kommt vorbei und feiert mit uns unseren Geburtstag!

Kommt vorbei und sagt Hallo! Wir freuen uns riesig!

Dieser Artikel wurde durch PR-Samples unterstützt.

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