Ragnhilds Mama-Abschied

Ein Dankeschön an Beige, an euch, an alle

Wie verabschiedet man sich von jemandem, den man gar nicht kennt, den man aber sehr schätzt? In gut vier Wochen werde ich mein zweites Kind auf die Welt bringen, das verlangt nach einer ausgiebigen Pause und einem Neuordnen der Strukturen in unserer kleinen Familie.

Ein Grund, mich hier bei euch und Beige ganz formlos abzumelden. Ich bin so froh über jede*n von euch, der*die meine Texte gelesen hat und liest, sie geteilt, vielleicht sogar kommentiert hat. Ich stehe noch so sehr am Anfang meiner Selbständigkeit, dass ich jedes Mal wieder überwältigt bin von dem positiven Feedback. Dafür möchte ich einfach mal Danke sagen!

Ich will euch jetzt auch gar nicht mit Schwangerengeschwafel nerven, in dem alles so rosa und durchlässig, beinahe ätherisch ist. Denn so ganz vorstellen, dass das jemanden außerhalb meines Freundeskreises interessieren könnte, kann ich mir nicht. Ich bin unglaublich aufgeregt, wie es mit zwei Kindern sein wird. Und auf das Geschlecht unseres Kindes bin ich auch viel zu gespannt. Ich lasse mich dieses Mal überraschen, während mein Freund nicht abwarten konnte und mich seither immer wieder auf die falsche Fährte lenkt. Ich habe wirklich keine Ahnung, wer da zu uns kommen wird, nur eine starke Vermutung. Okay, jetzt bin ich doch ins Schwangerengeschwafel abgerutscht. Aber das ist vielleicht doch nicht so ungewöhnlich, weil mir das Thema Geburt so sehr am Herzen liegt. Wahrscheinliche befassen sich bisher noch nicht so viele von euch mit dem Thema, ist ja auch irgendwie weit weg, wenn man selbst keine Kinder plant. Und dabei ist es doch so allumfassend und für alle wichtig, die sich irgendwann Kinder in ihrem Leben wünschen. Man könnte auch sagen, es ist ein ziemlich feministisches Thema. Ich glaube, da habe ich eine neue Textidee, vielleicht wird meine Pause doch nicht so lang, wie gedacht Lisa und Marie?!

Ich freue mich auf meine arbeitsfreie Zeit. Darauf, das klitzekleine Wesen neben mir im Bett zu haben, es zu stillen, zu tragen, zu kuscheln. Auf alles freue ich mich. Vor der Reaktion der großen Schwester habe ich Respekt, aber sie findet Babys zuckersüß (ich weiß nicht, wo sie das herhat, aber ihre Stimme wird immer zwei Oktaven höher, wenn sie ein Baby entdeckt und freudig „Baby!“ ruft), sie wird bestimmt wunderbar in ihre neue Rolle hineinwachsen. Vor den durchwachten Nächten ist der Respekt übrigens auch riesig, halte ich doch momentan Mittagsschlaf und ruhe nachts für mindestens acht Stunden. Aber auch da weiß ich halbwegs, was auf mich zukommt und der Körper wird zum Löwen, wenn er ein Neugeborenes zu versorgen hat – ja wirklich!

Nachweinen werde ich vor allem dem vielen Wasser in meinem Körper nicht. Obwohl, vielleicht wird es durch meine Tränen noch schneller ausgeschwemmt. Es ist wohl nicht ungewöhnlich, wenn Schwangere irgendwann von sich als Wal sprechen, schließlich tragen wir mindestens die Wassermenge vom Wannsee in unserem Körper spazieren. Ich fühle mich zumindest so, samt 25 Kilo Zusatzgewicht, Jackpot! Zum Glück sehe ich das alles entspannt, nach meiner kleinen M habe ich das alles auch gut wieder verloren.

Also, jetzt aber wirklich. Genug der vielen Worte, mit einer kleinen Verbeugung trete ich von der Bühne ab und bin gespannt, wo Beige und ihr steht, wenn ich wieder an Bord komme. Wahrscheinlich wird das gar nicht so lange dauern, wie ich mir gerade vornehme, irgendwie brennt ja doch immer ein Thema unter den Nägeln und will zu virtuellem Papier gebracht werden.

Seid geherzt meine Lieben, bis ganz bald!

Liebe Ragni! Wir danken dir tausendmal für deine tollen Texte hier und wünschen dir von Herzen alles Liebe für die kommende Zeit und viel Gesundheit! Und natürlich hoffen wir, dass wir dich ganz bald wieder an Bord haben, hehe. Bis dahin: Genieße die spannende neue Zeit zu Viert <3 Lisa und Marie

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