Ein Tag im Homeoffice mit ... Marie!

Zwischen temporärem Blumenladen und Callcenter

Willkommen bei mir Zuhause! Während andere den Satz mit „Seit sechs Wochen befinde ich mich im Homeoffice...“ beginnen können, kann ich nur lachen. Denn ich mache das schon seit mittlerweile 2,5 Jahren! Oh ja! Von zu Hause arbeiten, Wäsche waschen, während man im Call steckt, die Lunchpause auf der Couch verbringen? Das ist alles so gar nicht neu für mich! Neu ist allerdings, dass so viele nachempfinden können, wie es denn nun wirklich ist, das berühmt-berüchtigte Homeoffice.

Während ehemalige Chefs behaupteten, dass ich den ganzen Tag im Bett verschlafen würde (Kontrollzwang, liebe Leute), Freund*innen mich um die Freiheit beneideten und andere mich wegen vermeintlicher Einsamkeit bemitleideten, wissen jetzt alle, wie es so ist, wenn man den ganzen lieben langen Tag in seiner Wohnung verbringt: nämlich gar nicht so einfach – und irgendwie wieder doch.

Denn nach zwei Jahren habe ich alle Tricks drauf, die es braucht, um produktiv zu sein, aber den Stift nach getaner Arbeit auch wieder fallen lassen zu können. Ich nehm' euch einfach mit, passt gut auf, dann könnt ihr im Homeoffice die beste Zeit überhaupt haben!

Morgens

Was machst du jeden Morgen als Erstes?

Würde ich in meinem eigenen Traum leben, würde mir mein Freund einen Cappuccino und eine Açai Bowl ans Bett bringen und ich würde erstmal eine Stunde in Ruhe Business of Fashion lesen. Aber Pustekuchen. Ich quäle mich meistens viel zu spät aus den Federn (ich wünschte, ich hätte Lisas Disziplin, wenn es um Sport und das Frühaufstehen geht), scrolle kurz durch Instagram und verschwinde nach zehn Minuten Aufwachphase dann unter der Dusche.

Nach drei Jahren (!) hat mein Freund mich vor ein paar Tagen gefragt, was ich immer so lange nach dem Duschen im Bad mache. Meine Antwort: Ich creme mich ein, meinen ganzen Körper, jeden einzelnen Tag. Das ist mein Ritual, erst danach fühle ich mich bereit für den Tag, gehe in die Küche, mache Frühstück und setze mich dann gemütlich auf die Couch, um die Tagesschau vom Vorabend beim Frühstück und einem Tee zu sehen.

Deine Corona-Beauty-Routine?

Ich glaube die ersten drei Wochen, als wir uns nach unserer Rückkehr aus Kalifornien in der freiwilligen Quarantäne befanden, also nicht mal einen Supermarkt betreten haben, war ich gänzlich ungeschminkt. Meiner Haut hat diese neu gewonnene Freiheit anscheinend gar nicht gefallen, sie hat beschlossen unter dem ganzen Pandemie-Stress wieder in die Pubertät zurückzukehren. Seit der Corona-Krise leide ich an den schlimmsten Unreinheiten seit dem Absetzen meiner Pille. Mit jedem Akne-Produkt wurde sie zudem trockener und trockener, wirklich kein schöner Anblick ... doch so langsam habe ich, glaube ich, den Dreh raus, die Pickel verschwinden langsam und ich fühle mich wieder wie ich.

Produkte, die mir dabei geholfen haben, waren das BHA-Peeling von Paula's Choice, die Cold Cream von Susanne Kaufmann, ebenso wie ihre Glow- und Feuchtigkeitsmaske. Von Foundation oder ähnlichen Verwandten habe ich mich die letzten Wochen fern gehalten, ein bisschen Rouge (Hourglass) und Bronzer (Westman Atelier) waren das höchste der Gefühle, für den Teint setze ich im Moment nur auf getönte Tagescreme mit Lichtschutzfaktor wie die Nutrient Day Crean Tinted SPF30 von Josh Rosebrook oder den Umbra Tinte Physical Daily Defence SPF30 von Drunk Elephant. In beide Produkte mische ich meistens einen Tropfen der D-Bronzi Anti-Pollution Sunshine Drops für ein bisschen Glow!

Wie entscheidest du nun täglich, was du anziehst?

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Ganz nach dem Motto: Verlasse ich heute das Haus Richtung Büro oder nicht. An Tagen, die ich ganz und gar zu Hause verbringe, sehe ich wirklich aus wie der letzte Mensch. Ich besitze keine einzige schöne Jogginghose, alle sind furchtbar an den Knien ausgeleiert und haben ihre Gummibänder oben verloren, trage meistens Sweatshirts, mein Lieblingsmodell ist der Klassiker von Glossier und wenn es ein bisschen schicker aussehen soll, greife ich entweder zur Seidenhose von Ganni oder zu einem Yoga-Modell von Lulu Lemon oder Filippa K Soft Sports. Dicke Wollsocken, fertig.

Verlasse ich das Haus, um mich ins Beige Office zu wagen (fünf Gehminuten, gefährlich), dann setze ich in letzter Zeit besonders auf Latzhosen. Da drückt nichts am Quarantäne-Speckbauch, ich kann stundenlang ohne Bauchschmerzen sitzen und irgendwie sieht man immer angezogen aus, auch, wenn man nur ein weißes T-Shirt und Chucks dazu kombiniert.

Mittags

Und, was gab es zum Mittagessen?

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Hättet ihr mich gefragt, bevor mein Freund auch zu mir ins Homeoffice gezogen ist, wäre meine Antwort „Stulle mit Brot“ gewesen. Bevor wir unser Büro hatten, gab es für mich nur zwei Optionen: Entweder war ich zum Lunch im Klub Kitchen verabredet, oder ich habe alleine auf der Couch gegessen und mir ein Youtube-Video oder eine Folge Netflix angeschaut. Klingt traurig, fühlt sich an manchen Tagen vielleicht auch ein bisschen so an, ist aber unfassbar entspannend, wenn man sonst in seinem Berufsalltag so viel unterwegs ist.

Seitdem wir jetzt aber gemeinsam einsam im Homeoffice sind, wird gekocht was das Zeug hält. Mittags gibt es meistens schnellere oder einfachere Gerichte wie Pasta, Salat oder die Reste vom Vorabend, abends wird dann der Kochlöffel geschwungen.

Deine (neue) Lieblingsbeschäftigung in der Mittagspause? 

Alles, was mich aus dem Haus treibt. In der Mittagspause zu DM, oh ja bitte! Im Moment fallen mir täglich Kleinigkeiten ein, die ich dort noch kaufen möchte/muss, mein Freund ist mittlerweile schon total genervt. Seit letzter Woche darf man ja auch wieder in die Läden, mit Atemschutzmaske habe ich auch das schon ab und zu getan.

Aber meine allerliebste neue Beschäftigung in der Mittagspause bei gutem Wetter ist Picknicken im Park. Wir haben unsere Picknickdecke aus den Untiefen des Schranks heraus gegraben, kochen oder kaufen uns etwas ein und legen uns dann für eine Stunde in die Sonne – mit viel Abstand zu den anderen, keine Sorge! Fühlt sich jedes Mal wie Urlaub an!

Wofür liebst und wofür verdammst du deine Wohnung gerade?

Ich liebe die Wohnung eigentlich in erster Linie, denn ich fühle mich in ihr so wohl und zuhause – und verbringe auch so gerne Zeit mit meinem Freund, dass ich nicht ins Büro gehe, um meiner Wohnung zu flüchten, sondern weil ich dann mit Lisa produktiver arbeiten kann. Sonst würde ich mein trautes Heim vermutlich nur zum Einkaufen und Spazierengehen verlassen. Aber klar, abends und am Wochenende verbringe ich auf einmal so viel Zeit wie noch nie in den eigenen vier Wänden und da fallen einem dann schon ein paar Ecken auf, die man vorher im Alltagsstress gut übersehen konnte.

Wir haben, seitdem wir in der Corona-Krise sind, super viel zu Hause gemacht, bestellt, recherchiert, Bilder gemalt, Bilder bestellt, das Bett geupgradet, die Fenster geputzt, aufgeräumt, den Kleiderschrank, CDs und DVDs aussortiert und viele DIY-Projekte in der Planung. Uff, ich kriege ja schon fast ein Burn-out, wenn ich das hier lese. Ich verspreche, es hat sich nicht so schlimm und viel angefühlt, wie es jetzt klingt.

Wofür ich meine Wohnung verdamme? Auch ohne Corona-Krise fehlen zwei Dinge: Balkon und Badewanne! Nie wieder eine Wohnung ohne, sage ich euch!

Abends

Hast du neue Abendrituale?

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Auch hier würde ich euch lieber von romantischen Duo-Dinnerpartys, Disko im Badezimmer oder ausgiebigen Home-Workouts berichten. Pustekuchen! Ich bin nach einem Tag vor dem Computerbildschirm meistens völlig erledigt und will nur zwei Dinge: lecker Kochen und Netflix. Gerade bin ich zusammen mit meinem Freund (ich weiß, Traummann) erneut „Gossip Girl“, der Serie meiner Jugend verfallen, danach würde ich ihn gerne in die Welt der „Gilmore Girls“ entführen. Oder meint ihr, ich übertreibe es damit?

Wie kommst du zur Ruhe?

Meditation? Leider nichts für mich. Ein Buch lesen? Ich wünschte, ich hätte die Motivation. Was mich abends zur Ruhe bringt? Ein Glas Aperol auf der Couch, eine Zeitschrift im Bett und ein bisschen wahlloses Instagram-Gescrolle. Ich bin einfach glücklich zu machen, anspruchslos und ziemlich pflegeleicht.

Maries 3 Tipps in Quarantäne-Zeiten

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1. Verabschiedet euch von eurem schlechten Gewissen und dem kleinen Engel, der auf der Schulter sitzt

Schluss damit: Ihr müsst nicht das Beste aus der Situation aka dem Homeoffice machen. Wenn Chefs Hochleistungen im Homeoffice erwarten, wenn auf einmal Familien oder Paare 24/7 aufeinander hocken, dann sind sie wohl Langzeit-Singles und haben keine Freunde oder Hobbys. Ihr dürft mal eine Stunde länger schlafen, während eurer Mittagspause nicht erreichbar sein, in Jogginghose vor dem Computer rumgammeln und zwischendurch Wäsche waschen. Big brother is NOT watching you! Entspannt euch, so lange ihre eure Arbeit gut macht, ist allen egal, wann und wie!

2. Versucht nicht zu vermissen, sondern neu zu entdecken

Klar, wenn man die ganze Zeit an die Dinge denkt, die man vermisst, dann wird das Gefühl der Angst und Einsamkeit immer größer. Ähnlich, wie bei Langeweile der Zeiger der Uhr langsamer und langsamer und langsamer zu gehen scheint und fast stehen bleibt. Konzentriert euch doch stattdessen mal auf die positiven und seien sie noch so kleinen Dinge. Ihr habt seit Jahren mal wieder Zeit zum Backen? Ihr könnt morgens entspannt die Zeitung lesen, statt zur U-Bahn zu hetzen? Großartig! Ich weiß zum Beispiel, dass ich nie wieder eine so intensive Zeit mit meinem Freund haben werde und selbst wenn er mich in wenigen Momenten nervt, versuche ich das im Hinterkopf zu behalten und alles aufzusaugen.

3. Macht alles, was ihr schon so lange vor euch herschiebt!

Ich hasse Fensterputzen und Aussortieren! Und ich habe alles geputzt und aussortiert, was nur ging. Ob Kleider, Vasen, Bücher, CDs oder Möbel, nach drei nervenaufreibenden Wochenenden ist in der Wohnung jetzt ALLES erledigt und ich kann mich nur noch den schönen Dingen, wie zum Beispiel Umdekorieren, widmen. Das ist das beste Gefühl auf der ganzen Welt! Wenn ihr aber keine Lust habt, dann lasst es einfach. Nichts muss, alles kann ...

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