Unsere Mode-Helden der Krise

Diese 5 Brands haben in der Krise bewiesen, was sie sind: echte Vorbilder!

Es gibt sie! Die Gewinner der Krise! Und damit meine ich keine Unternehmen, die finanziell von der Pandemie profitiert haben – die gibt es natürlich auch, dazu aber an einer anderen Stelle mehr – sondern Unternehmen, die ihr Brand so loyal, stark und vorbildlich durch die schwere Zeit geführt haben, dass andere sich davon eine dicke Scheibe abschneiden können. Sie haben die Schwächsten nicht nur finanziell gestärkt (viele Luxusbrands gaben sich monetär großzügig), nein, sie haben vor allem mit ihrer Reaktion, besonderer Unterhaltung, Unterstützung und einem fantastischen Marketing überzeugen können.

Wir haben drei Brands, einen Onlineshop und eine Agentur, denen wir zum Umgang mit Covid-19 einfach nur gratulieren und bei denen wir uns bedanken wollen. Ihr seid toll, macht weiter so!

1. Closed

Closed ist eh eines der tollsten Labels in Deutschland. Sie produzieren nicht nur ikonische und nachhaltige Mode für Frauen und Männer, sondern geben jedem, der mit ihnen zusammenarbeitet, das Gefühl, Teil der Closed Familie zu sein. Und eine Zeitlang konnten jetzt auch Kund*innen Familienmitglieder werden. Denn das Label aus dem Norden reagierte wahnsinnig schnell auf die Krise und verlegte das geplante Closed x She She Influencer Event kurzerhand auf IGTV und ließ alle daran teilhaben. Was dann daraus entstand, war einfach nur großartig.

Fast jeden Tag laden sie seit sieben Wochen IGTV Videos hoch, die einfach nur gute Laune machen. Ob ein Full-Body-Workout, Kochkurse, eine Painting Class, Beauty- oder Homeschooling-Tipps, ich habe jedes einzelne Video so sehr genossen. Da steckt so viel Arbeit dahinter, ich kann nicht anders, als mich noch einmal bei Closed zu bedanken: Danke, dass ihr so toll seid! Danke, dass dank euch kein einziger Tag langweilig war und danke, dass ihr anderen Firmen zeigt, dass es mehr um Image geht, als darum, jeden Tag Produkte in die Kamera zu halten – eure Jeans lieben wir ja auch so schon unendlich doll!

2. Reformation

Mein zweitliebstes nachhaltiges Label? Eindeutig Reformation aus Los Angeles. Nicht nur das Store-Konzept mit digitalen Umkleiden hat mich total geflasht, auch mit ihren Kollektionen haben sie mich noch kein einziges Mal enttäuscht. Solltet ihr ein Kleid für eine Hochzeit suchen, dann seid ihr hier genau richtig. Zoll und Versand sind übrigens bei der Bestellung mit inbegriffen, ihr müsst also keine Angst haben zu bestellen.

Reformation wurde von der Pandemie leider besonders hart getroffen, denn wie alle anderen Firmen, die in Kalifornien produzieren, mussten sie ihre Fabriken schließen und durften keine Kleidung mehr herstellen. Was sie allerdings durften – und auch getan haben – war Gesichtsmasken für medizinisches Personal und systemrelevante Berufe herstellen.

Mittlerweile kann man die Gesichtsmasken sowohl selbst kaufen (in einem 5er- oder 250er-Pack) oder welche spenden. Bis jetzt haben sie 250.000 Masken verkauft, pro Woche stellen sie in ihrer eigenen Fabrik 25.000 Stück her. Außerdem findet sich auf ihrer Website eine Anleitung, wie man eine Maske mit einem Bandana und zwei Haargummis (genial!) selbst macht!

Kommen wir aber zum Feature, was sie auf diese Bestenliste gebracht hat: der Newsletter. Anstatt wie andere Brands trotz Schließung ihre Produkte weiter zu bewerben und damit gehörig die Nerven ihrer Kund*innen zu strapazieren, setzt Reformation auf Unterhaltung – und zwar hochkarätige. Einmal in der Woche schicken sie ihren Newsletter mit dem Titel „Good News“ raus und darin befinden sich Nachrichten, die im Gegensatz zur Tagesschau, vor Positivität und Lebensfreude nur so strotzen.

Mein Lichtblick jede Woche und an dieser Stella auch an Reformation ein großes THANK YOU!

3. Zalando

Innovation. Das ist es, was Zalando besonders gut kann. Und aufgrund des jungen, innovativen und findigen Social-Media-Teams erstrahlte Zalando gleich von Anfang an als einer der Gewinner der Krise (und das nicht nur aufgrund des massiven Online-Shoppings, was so mancher aus Frust und Langeweile betrieb). Als eines der ersten Unternehmen weltweit shooteten sie eine Kampagne mit dem Titel „Together I am Strong“ aus dem Homeoffice und brachte so digital elf Protagonisten aus der Fitnessszene zusammen.

Zudem riefen sie den #StyledayFriday ins Leben, bei dem jeder auf Social Media dazu eingeladen ist, jeden Freitag sein Outfit unter einem bestimmten Motto (z.B. Flowerpower oder Statement Ohrringe) zu posten.

Was Zalando besonders gut kann? Seine Community aktivieren und ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen – und das war besonders in Zeiten von Einsamkeit und Isolation super!

Und natürlich ist Zalando auch in Sachen Gesichtsmaske aktiv geworden. Zur Unterstützung der Initiative von humedica bietet Zalando auf allen 17 internationalen Märkten Textilmasken zu erschwinglichen Preisen an, 100 Prozent des Gewinns werden gespendet.

4. Melagence

Wer aufmerksam Beige liest, dem wird Melagence bekannt vorkommen. Kein Wunder, haben wir die Modeagentur doch in unserem #BeigeSupportPackage Mitte April vorgestellt. Neben einzigartigen Designer*innen im Portfolio hat Melanie Bauer vor allem ein ganz großes Herz! Und das hat sie während der Corona-Krise gleich doppelt gezeigt.

Mit dem #Supporteachother startete sie eine Kampagne auf Social Media. Auf Instagram stellt sie zum Beispiel alle Stores vor, die ihre Labels vertreiben und zeigt den Kund*innen, wie sie dort trotz der Schließungen einkaufen konnten.

Auf der Website stellt Melagence zudem Videos zur Personalschulung zur Verfügung und zeigt mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie man Ware online präsentiert. Tutorials wie „In 24 Stunden zum eigenen Online Fashion Store“ gingen regelrecht durch die Decke und retteten so manchem Einzelunternehmer das Geschäft.

Gleichzeitig launchte Melanie am 16. April ihren eigenen Onlineshop Melagence.local, der ausgewählte Läden online verfügbar macht. Die Kund*innen können die Läden sogar nach Postleitzahl filtern, um Geschäfte in ihrer Nähe zu unterstützen.

Wenn das nicht mal Standing Ovations verdient!

5. Jukserei

Von allen hier gezeigten Brands und Shops reagierte Jukserei wohl als schnellstes und erkannte sofort diejenigen, die besonders viel Unterstützung gebrauchen konnten: die kleinen, unabhängigen Labels. Chanettes so einfach wie auch geniale Idee? Sie machte aus ihrem Mono-Brand-Store einen Multibrand-Store und nahm in ihrem Onlineshop Local Heroes Marken auf, die sie selbst unterstützenswert findet. Aus Jukserei wurde der wohl kleinste und coolste Concept Store der Welt.

Mit dabei sind zum Beispiel Fine, der Amore Store, Merme, Lovely Day, Nui, Fjord Coffee und Companion Tea. Die kleine feine Selektion zeigt dabei nicht nur, was für einen ausgewählten Geschmack das Jukserei-Team hat, sondern auch, dass ihr Herz ganz besonders groß ist. Lokale Helden aus Berlin? Damit habt ihr unser Herz noch mehr erobert, danke!

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