Beige News: #allesschlichtmachen

Kollektiv aufregen? Das können wir! Diesmal haben wir sogar 50 Gründe!

Es war ehrlich gesagt ein sehr aufregender Tag. Denn gestern launchte die neue Staffel unseres #BEIGEsprochen Podcasts (wer eine nette Itunes-Bewertung da lässt, den lade ich zum Eis ein) und jetzt kann ich es ja auch sagen, die ganze letzte Woche hat sich alles um das Thema gemerkt. Ich dachte also, ich bin in einem totalen Arbeitstunnel aber dann passierte mal wieder so viel in Deutschland, zum Aufregen und Freuen, dass ich mich doch nicht von den Nachrichten fernhalten konnte.

Diese News sind also mal wieder etwas politischer geprägt, aber sie sollen ja auch einfach ein Spiegel unserer BEIGE-Seele sein. Mal lustig, mal in Shoppinglaune, mal kämpferisch, mal besonders nachhaltig, mal kulturell geprägt, mal beauty-affin. Unsere Laune ist eben eine kleine Achterbahnfahrt, aber meistens ist sie sehr gut. Bis auf einmal diese Woche, da hätten wir, entschuldigt meine Wortwahl, kotzen können ... Aber lest doch selbst!

#allesdichtmachen? Nein, #allesschlichtmachen! – Oder auch, warum 50 Schauspieler*innen einen Shitstorm der Sonderklasse verdient haben

Wie hat Felix es heute Morgen in unserer Redaktionskonferenz so schön ausgedrückt? „Ein Phänomen dieser Zeit ist, dass Menschen sich zu Gruppen zusammenschließen, etwas Dummes machen, sich danach kollektiv dafür schämen und entschuldigen und nach einer Woche ist es wieder vergessen.“ Ja, besser hätte ich das Drama um #allesdichtmachen nicht zusammenfassen können.

Was, ihr habt es verpasst? Gut, dann fasse ich es an dieser Stelle nochmal kurz für euch zusammen. Vergangene Woche veröffentlichten 50 deutsche Schauspieler*innen unter dem Hashtag #allesdichtmachen kurze Videoclips, die gegen die aktuelle Corona-Politik und Maßnahmen der Bundesregierung wettern. Das ganze sollte als Satire rüberkommen und sich für den Kulturbereich starkmachen. Dumm nur, dass anscheinend niemand über die Aktion nachgedacht hat und sie so perfekt in die Hände von AfD und Querdenkern spielte, die ja eh seit Anbeginn gegen die Pandemie-Maßnahmen wettern. Absolut zu recht brach ein kolossaler Shitstorm über alle Beteiligten.

In der Situation der Bundesregierung möchte gerade keiner stecken, Lockdown macht wohl niemandem Spaß und Menschen sterben jeden Tag, egal ob jung oder alt, medizinisches Personal auf der ganzen Welt ist an der Grenze der Belastung.

„Ihr habt eine Grenze überschritten! Und zwar eine Schmerzgrenze all jener, die seit über einem Jahr alles tun. Und aller, die #mütend sind und trotzdem mitmachen. [...] Zynismus, Sarkasmus und Ironie sind aktuell nicht nur nicht angebracht, sondern ein Schlag ins Gesicht für uns alle.“

Dr. Carola Holzner, Leitende Oberärztin Universitätsklinikum Essen

Ich hoffe, dass das alles Konsequenzen für die 50 Schauspieler*innen hat und sie nicht so mir nichts dir nichts sofort wieder engagiert werden. 0815-Entschuldigen hagelte es schon mal. Aber wie sagt meine Mutter schon seit meiner Kindheit: „Erst denken, dann reden.“ Schauspieler*innen wissen, wie viel Macht Sprache und Worte haben. Und dieses vermessene Verhalten tut damit gleich doppelt weh.

Klappe halten, an die Beschränkungen halten, impfen, durchhalten und damit Menschenleben retten. Wer anderer Meinung ist, darf BEIGE gerne entfolgen!

Hier fehlt gar nichts! Mango entwirft eine ganz besondere Bademoden-Kollektion

Wie man sich als Unternehmen dagegen richtig positionieren kann und seine Reichweite nutzt, das zeigt gerade Mango. Denn die spanischen Modemarke hat eine Bademoden-Kollektion für Frauen mit einer fehlenden Brust entworfen. Mit dieser Initiative wird auf die im vergangenen Jahr vom Verein teta & teta, eine Non-Profit-Organisation für Frauen, gestartete Herausforderung reagiert, eine Version von Lola, dem ersten Single-Cup-BH, zu entwerfen.

Herausgekommen ist der Lola BH, ein Ein-Cup-Format, das aber auch mit möglichen Prothesen erweitert werden kann. Die ganze Sonderkollektion besteht aus drei BHs, zwei Badeanzügen und einem Bikini. Alle Designs sind in den Größen S bis XXXL erhältlich.

Die Erlöse des Verkaufs gehen vollständig an teta & teta.

Wie ein Ganzkörper-Gymnastikanzug ein Zeichen setzt

Auch wenn man schnell das Gefühl bekommen kann, dass in der Welt (und in den deutschen Nachrichtenmedien) gerade nur Schlechtes passiert, so können wir unseren Blick doch auch aktiv auf die guten Nachrichten lenken. Zum Beispiel auf Sarah Voss, die bei der Turn-Europameisterschaft in Basel ein Zeichen gegen Sexualisierung setze: in einem Ganzkörper-Anzug.

Denn was für den einen Freiheit bedeutet, wie der Fall der Volleyballerinnen, die gerade in Katar dafür kämpfen, ihre knappen Trikots tragen zu dürfen, ist für den anderen ein Zeichen von Unterdrückung. Knappe Trikots haben in beiden Sportarten lange Tradition, vielen der deutschen Turnerinnen sind sie schon lange unangenehm.

Jetzt turnte Sarah Voss bei der EM in einem eleganten schwarzen Ganzkörper-Anzug. „Als Teil der deutschen Turn-Nationalmannschaft sind wir für viele jüngere Sportlerinnen auch ein Vorbild. Wir möchten ihnen damit eine Möglichkeit aufzeigen, wie sie sich auch in einer anderen Bekleidungsform ästhetisch präsentieren können, ohne sich bei bestimmten Elementen unwohl zu fühlen", sagte die 21-Jährige.

Hoffentlich schließen sich ihr noch viele Kolleginnen an.

Endlich wieder Leinenzeit – Arket leitet den Frühling ein

Ab 20 Grad wird es Zeit, das Bügeleisen oder den Steamer wieder herauszukramen und das knittrige Leinen zu glätten. Denn das natürliche Material, das atmungsaktiv und daher besonders für heiße Sommertage geeignet ist, feiert wie jedes Jahr sein Comeback. Die schönsten Pieces findet ihr gerade bei Arket, unserem Lieblingsdealer für hochwertige Basics aus Schweden. Für wirklich jeden ist etwas dabei, sogar für die Kleinsten gibt es Leinenlooks. Ob klassisch weiß, natürlich braun oder doch farbenfroh in Blau, Hauptsache es ist luftig und bequem!

Vorbestellen und der Langeweile in der Küche den Kampf ansagen: „All the stuff we cooked“ geht in die 3. Edition

Na, seid ihr auch in einer Kochroutine gefangen? Mir geht es jedenfalls so. Im ersten Lockdown holte ich aus reiner Verzweiflung und Langeweile meine sehr verstaubten Kochbücher heraus und zauberte mit Lukas zusammen die tollsten Gerichte von Jamie Oliver und Co. Einen Sommer und zwei weitere Lockdowns und wir sind in einer Routine aus ca. 12 Rezepten gefangen. Gut, Spargel ist jetzt gerade ergänzend hinzugekommen. Ansonsten reiht sich Salat an Nudeln, an Ofengemüse an Tiefkühlgemüse, an Maultaschen, an Suppen.

Ich bin gelangweilt, frustriert und sehne mich nach Aufregung in der Küche. Wie passend, dass Gastro-Pionier Frederik Bille Brahe (Apollo Bar, Sofi Bakery, Atelier September) sein Kochbuch „All The Stuff We Cooked“ in Zusammenarbeit mit dem apartemento Magazin jetzt in der 3. Edition herausbringt. Es sieht nicht nur außen neu aus, nein, auch innen finden sich ein paar neue Rezepte. Ich hab es noch nicht und spätestens jetzt brauche ich es!

Es ist bald erhältlich, versprochen!

Die goldenen Frauen von Hey Harper

Hinter Schmuck steckt eigentlich immer eine Geschichte. Die einer Liebe, die einer ganzen Familie, die einer Selbstbelohnung. Aber manchmal ist es auch das Schmuckstück selbst, das eine Geschichte erzählt, so ist es jedenfalls bei der „Golden Women“ Kollektion vom portugiesischem Schmucklabel Hey Harper.

Sie besteht aus vier Halsketten, inspiriert von vier Frauen, die in verschiedenen Bereichen die Ersten waren. Die Madame-Halskette ist nach Sarah Breedlove benannt – heute besser bekannt als Madam C. J. Walker, der ersten afroamerikanischen Selfmade-Millionärin. Die Helene-Halskette ist eine Hommage an die erste olympische Goldmedaillengewinnerin der modernen Olympischen Spiele, Hélène de Pourtalès. Die Catherine-Halskette, zu Ehren von Catherine Brewer Benson, der ersten Frau, die 1840 einen College-Abschluss machte. Die Lili-Halskette wurde von Lili Elbe inspiriert. Sie war die erste weithin bekannte Transgender-Frau in den frühen 1900er-Jahren und ebnete den Weg für viele andere.

Ziemlich toll, oder?

Heimlich, still und leise: Die Oscar-Verleihung 2021

Irgendwie fand sie statt – und irgendwie auch nicht. Die Oscar-Verleihung schlich sich quasi hinterrücks an uns an, heimlich, still und leise und ohne Vorwarnung. Kein Wunder, denn normalerweise findet DIE Hollywood-Award-Verleihung ja auch im Februar statt – und nicht im April. Wegen Corona wurde sie aber aber verschoben und fand nun gestern unter strengen Hygiene-Auflagen statt.

Neben den wunderschönen Looks auf dem roten (diesmal pinken) Teppich, ging es aber natürlich vor allem um die Nominierten und Gewinner*innen. Hier der schnelle Überblick:

Dank Closed freuen wir uns jetzt schon ein bisschen auf den Herbst

Wie ich jetzt schon von Herbst sprechen kann? Na, gedanklich hat der Sommer ja noch nicht richtig Fahrt aufgenommen, deswegen können wir meinetwegen, denn ich habe heute wieder Daunenjacke getragen, auch erstmal noch modisch in der kalten Jahreszeit verweilen bzw. springen. Die neue Herbstkampagne von Closed ist überraschend gut. Und damit meine ich nicht, dass ich überrascht bin, dass die Kollektion gut ist – das ist sie bei Closed nämlich immer – sondern, dass ich überrascht bin, wie clean Closed im Herbst wird.

Kein Wunder, denn die Musen der Kollektion sind Pina Bausch, weltberühmte Tänzerin und ikonische Choreografin und Richard Buckminster Fuller, als Architekt ein Pionier der Nachhaltigkeit. „Aktuell soll Kleidung zu dem kollektiven Bedürfnis passen, unser Leben zu entrümpeln. Der Schwerpunkt der Kollektion liegt daher auf Kleidungsstücken, die diesen neuen Lifestyle ergänzen. Bewegungsfreiheit war immer unser Ziel – zudem setzen wir auf Transsaisonalität und Anpassungsvermögen“, so ein Auzug aus der Pressemitteilung, der die Kollektion auf den Punkt bringt.

Worauf ich mich besonders freue? Auf Strickröcke- und -Anzüge, Tulpenhosen, Sweatshirts, Cardigans, Steppungen und Wide-Leg-Jeans. Na, Vorfreude auf den Herbst geweckt?

Wer nicht mehr warten kann, der shoppt meine aktuellen Favoriten aus dem Onlineshop:

Habt ihr eigentlich schon mal über eure Spielkarten nachgedacht?

Ich merke im Alltag immer mehr, wie sich meine Sprache und Wahrnehmung verändert. Neulich sagte ich in einem Call: „Wie privilegiert wir sind, dass wir Freunde (Boyfriends) haben und nicht Single alleine in einer Wohnung sitzen während einer Pandemie“ und während ich es aussprach, wusste ich schon: Das war falsch! Denn ich wusste nicht, ob die andere Person einen Freund oder vielleicht auch eine Freund*in hatte. Und auch die Mini-Pause beim Gendern der Worte an der Stelle, wo der Doppelpunkt steht, flutscht mir leider noch oft durch und ich sage dann einfach die weibliche Form. Aber hey, Übung macht den Meister. Oder eben die Meisterin!

Und klar, bei der Gleichberechtigung spielt nicht nur die Sprache eine große Rolle, sondern einfach alles. So zum Beispiel auch ein simples Kartenspiel. Neu erfunden haben das drei Studentinnen mit dem Namen „Spielköpfe“. Ihre Spielkarten setzen sich mit einer diversen Bildsprache für eine gerechtere und gleichberechtigte Welt ein. Die Bilder sind in der Zusammenarbeit mit sechs verschiedenen Künstler*innen entstanden. Neben den Königen gibt es auch Königinnen auf den K-Karten sowie Menschen mit verschiedenen Hautfarben und auch non-binäre Personen.

Das Portfolio der 2019 gegründeten Marke umfasst Skat-, Doppelkopfkarten, das komplette Deck, dass man z.B. für Rommé doppelt benötigt und eine Solitär App, die im Google Play Store und im Apple Play Store verfügbar sind.

Ein Grund zum Feiern: Armed Angels launcht die erste zirkuläre Jeans

Armedangels ist ein absoluter Pionier unter den nachhaltigen Denim Brands. Kein Wunder also, dass ihnen auch jetzt wieder ein krasser Schritt im Kampf gegen die Umwelt-verschmutzende, ziemlich sündige Jeans gelungen ist, auf die wir alle nicht verzichten können und wollen. In Deutschland besitzt jede Frau im Durchschnitt 8,1 Jeans, kauft 2,2 neue Jeans pro Jahr und jedes Jahr wird parallel aussortiert. Aber nur ein Prozent unserer weggeworfenen, aussortierten Kleidung werden wieder zur Kleidung produziert.

Ändern könnte das die neue Innovation von Armedangels: die Circular Denim, gefertigt aus Schnittresten aus der eigenen Produktion. Zuvor hatte das Brand bereits das Circular T-Shirt gelauncht. Applaus und we can't wait to see what you come up with next!

Sommerstrick? Perfekt für jetzt!

Schwitzt ihr schon oder friert ihr noch? Bei mir ist definitiv Letzteres angesagt. Und daher bin ich auch ganz froh, dass es Brands wie Maiami gibt, die das ganze Jahr über die schönsten Strickpullover verkaufen. Wer mehr über das Berliner Label erfahren möchte, der schaut sich unseren Atelierbesuch noch einmal an, in dem wir Gründerin Maike und ihr Team besucht haben. Jeder Pullover bei Maiami wird von Hand gestrickt und durchläuft eine strenge Kontrolle, vor jeder Saison strickt Maike jedes neue Modell als Muster vor. Da steckt in jeder Masche wirklich unglaublich viel Liebe und ich träume davon, irgendwann einen Maiami-Pullover selbst zu besitzen oder neben Maikes Anleitung vielleicht ja sogar mal selbst zu stricken ... Die Sommerkollektion ist jedenfalls traumhaft schön und rettet jeden kühlen Sommerabend im Park!

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