Beige News 01 / 11

Kunterbunte Neuigkeiten für dunkle Herbsttage

Lisa ist weg. Und wird gerade auf Bali zum Super-Yogi ausgebildet. Währenddessen versuche ich hier in Berlin mitzuhalten und renne motiviert viermal die Woche zum Pilates. Mal schauen, wer am Ende beweglicher ist. (Leider weiß ich die Antwort schon...es sieht nicht gut für mich aus!)

Obwohl mich also vermutlich die erste Herbst-Winterdepression packen sollte – alleine, von der Geschäftspartnerin im kalten Berlin zurückgelassen, anhaltender Regen, frühe Dunkelheit und der erste Schnupfen des Jahres – bin ich unendlich gut drauf!

Ich arbeite gerade unglaublich gerne, habe tolle Freund*innen, die mich unterstützen und großartige Interviewpartner für die nächste Zeit! Ich beschwere mich also nicht (nur was die aktuellen Printmedien angeht) und entführe euch jetzt in die Welt der kunterbunten News der Woche!

Was ist nur mit den deutschen Medien los?

Diese Woche widmeten wir unseren Beige Newsletter – WAS?! Ihr habt ihn noch nicht abonniert, dann aber schnell hier entlang – den zwei großen Medienskandalen, die die Branche letzte Woche erschütterten. Erst lieferte die Elle mit ihrem Titel „Back to Black“ und einer Seite über den Trend (WTF?!) der Models of Color einen astreinen Rassismus-Skandal, dann berichtete der Berliner Stylist Dogukan Nesanir auch noch von einer äußerst unschönen Begegnung mit Chefredakteurin Sabine Nedelchev bei der es wieder um strukturellen Rassismus und zusätzlich noch Body-Shaming ging, und als ob Barbara Schöneberger auf dem Mond leben würde, schoss sie mit einem Instagrampost, in dem sie erklärt, dass Männer kein Make-up tragen dürfen, noch den Vogel ab. Was ist nur mit den Frauen in den Verlagen Burda und Gruner+Jahr los?

Traurig aber wahr, uns hat es nicht gewundert. Denn in den Verlagen ist die Zukunft noch lange nicht angekommen. Diversität sucht man in den meisten Redaktionen vergebens, viele Jobs sind aufgrund der Hierarchie unterbezahlt, Überstunden sind Normalität, Clickbaits an der Tagesordnung, Klicks zählen mehr als gehaltvolle (und gut recherchierte) Inhalte. Sorry, da wollen wir einfach nicht mitmachen.
Genau deswegen haben wir Beige gegründet. Hier muss niemand vier Artikel am Tag schreiben, Diversität wird bei uns auf der Seite und im Team großgeschrieben und Balance steht in allen Belangen an oberster Spitze – Goodbye Schubladen und Klischees!

Tja, Frau Nedelchev, Frau Schöneberger, danke, dass Sie beide uns mal wieder gezeigt haben, dass wir mit Beige genau auf dem richtigen Weg sind.

Für alle Sonnenanbeter*innen – Belize Cruise

Ich habe in meiner Karriere als Modejournalistin schon so oft über Cruise Collections geschrieben und irgendwie war da immer dieser Gedanke „Das kaufen eh nur die Superreichen, die den Winter auf ihrer Yacht verbringen“, in meinem Hinterkopf. Doch wenn ich mich so in meinem Umfeld umschaue, dann sind da eigentlich ziemlich wenig Superreiche (schade, wird's schon wieder nichts mit dem Yacht-Urlaub und dem Heliport), aber dafür ziemlich viele, die vor dem Berliner Winter fliehen und sich in den wärmeren Gefilden verstecken. So hab ich das letztes Jahr mit meinem USA-Roadtrip gemacht, Lisa ist gerade auf Bali, Cloudy auch und auch sonst reisen viele Freunde nach Thailand, Südafrika, Los Angeles und Co.

Cruise Collections sind also vielleicht so aktuell (und massentauglich?) wie noch nie, auch wenn ihr bitte aus Umweltgründen keine Kreuzfahrt macht! Aus dieser Beobachtung heraus muss ich euch einfach die neue Belize Cruise Collection präsentierten. Denn das Berliner Brand ist einfach für die Sonne und deren Anbeter*innen gemacht. Zarte Leinenstoffe, perfekt geschnittene Bademode und Entwürfe, die man sich morgens einfach lässig anzieht. Hach, Valeska, damit hast du mal wieder ins Schwarze getroffen. Und hey, ein paar von den Designs kann man danach auch noch für den Winter stylen. Wenn ihr euch denn überhaupt traut, aus der Wärme wieder zurückzukommen!

H&M launcht die erste Home Kooperation mit Jonathan Adler

„Die Leute sind bei ihrer Wohnungseinrichtung oft ängstlich, aber dafür gibt es keinen Grund. Meine einzige Regel? Wenn es dir gefällt, dann ist es richtig.“

Jonathan Adler

Für alle Interior-Fans dürfte der Name Jonathan Adler zu den bekanntesten Designern unserer Zeit zählen. Für alle die ihn noch nicht kennen: Das wird sich jetzt ändern. Jonathan Adler ist vor allem bekannt für seine Möbel, Keramik und Wohnaccessoires. Mit der Keramik begann 1993 alles, mittlerweile sind die Vasen und Skulpturen mit Gesichtern, Formen, Ornamenten und Zeichnungen zu seinem absoluten Markenzeichen geworden.

Unten haben wir euch DIE Klassiker von Jonathan Adler zusammengestellt. Das Gute? Ihr müsst nicht mehrere hundert Euro in die Hand nehmen, um sie zu kaufen! Denn am 14.11. launcht der Designer seine Kooperation mit H&M Home! Es wird Skulpturen, Vasen, Tabletts, Kästen, Becher, Kerzen, Kissen und Überwürfe geben – und vielleicht ja sogar noch mehr!

Stine Goya Pre-Spring: Giuseppe Verdi reist in die 80er-Jahre

Der Frühling wird modisch alles andere als langweilig! Stine Goya fand ihre Inspiration für die Pre-Spring Kollektion 2020 in der Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi – kein Wunder, dass die Designs so dramatisch, farbenfroh und voller Leben sind. Hinzukommen typische 80er-Jahre-Silhouetten, wie das Ballgown-Kleid mit Puffärmeln, Schößchen und bunte Strumpfhosen. Bei den Designs kriege ich Lust auf Farbe und Mustermix! Nix da mit grauem Winter!

Neu gelauncht: Der ARV Chair von Brdr. Krüger

Im Spätsommer war ich in Kopenhagen in der Fabrik der Brdr. Krüger, denn dort wird auch der Affe von Kay Bojesen gefertigt. Neben dem Spielzeug- und Dekoklassiker fielen mir dort besonders die tollen skandinavischen Möbeldesigns der Brdr. Krüger auf, die in Sachen Funktionalität und formvollendeter Designssprache nicht ausdrucksstärker sein könnten.

Also Jonas, der Kreativdirektor des Brands, mir dann schrieb und mir den neuen gepolsterten Arv Stuhl vorzustellen, war es um mich geschehen. Hätte ich schon den perfekten Esstisch, ich hätte bestimmt sofort zugeschlagen. Arv, das ist das dänische Wort für Erbe, hat in Dänemark schon einen Designaward gewonnen und wurde vom Studio David Thulstrup designt. Schlichter und stilvoller geht es kaum, oder?

Ein weiterer Schritt in ein nachhaltiges Leben: Estrid

Ich mache mir viele Gedanken bei Dingen, die ich jeden Tag benutze. Wiederverwendbare Reinigungstücher zum Abschminken. Seifen in Form von Soapbars ohne Verpackung und auch sonst vermeide ich unnötige Bestellungen im Internet, um Verpackungen zu vermeiden und Lieferwege zu sparen. Um jedes Teil in meiner Dusche habe ich mir also schon Gedanken gemacht: nur um den Rasierer nicht!

Das war falsch, wie ich erst beim Launch des neuen Rasieres Estrid gelernt habe. Zuerst einmal: Wie schön sind bitte die Kampagnenfotos? Ein ziemlich tolles Vorbild für alle Brands in Sachen Grafik und Diversität. Und dann kann auch noch das Produkt überzeugen.

Estrid ist ein Fünf-Klingen-Rasierer, der erstaunlich luxuriös daherkommt. Er liegt perfekt in der Hand und ist unerwartet schwer – und das im besten Sinne, denn dadurch fühlt er sich sehr hochwertig an – und das Gewicht soll für die ideale Rasur sorgen. Die Klingen enthalten Aloe Vera und Vitamin E und können im Abo bestellt werden, wie clever!

Und jetzt das Unglaubliche: Der durchdesignte Rasierer kostet gerade einmal 9 Euro! Alle 30 Tage 4 neue Klingen kosten 13 Euro und eine Reisehülle (WOW) 7 Euro. Da hat jemand mitgedacht und endlich mal keine Luxussteuer drauf kalkuliert. Me like!

Green News: Zalando ist ab sofort klimaneutral

Ein bisschen skeptisch ist man ja immer, wenn riesige Unternehmen ankündigen, etwas Gutes zu tun. Aber hey, immerhin fühlen sich auch die Großen dazu berufen, etwas zu ändern. Und das nicht morgen, sondern schon heute. So erklärte Zalando vor ein paar Tagen in einer Mail, dass das Unternehmen AB SOFORT klimaneutral ist. Dazu gehören alle Lieferungen, Retouren, alle Gebäude, Pakettransporte und Verpackungen.

Grund dafür ist die Kampagne „do.MORE“, mit der das Unternehmen zu einer nachhaltigen Mode-Plattform mit positiver Auswirkung auf Mensch und Erde werden möchte. Zalando will damit die Ziele des Pariser Klimaabkommens für den Eigenbetrieb vor dem Zeitplan des Abkommens erreichen.

Weitere gute Neuigkeiten: Zalando macht seine eigene Marke Zign komplett nachhaltig, neben Schuhen und Accessoires wird es ab Frühjahr/Sommer 2020 auch Bekleidung geben.

Ich bin gespannt, ob der riesige Onlineshop, der sich jetzt auch am Immobilienmarkt beteiligt, das auch wirklich schafft. Wenn ja, wäre das großartig!

Endlich da! Die Kollektion von Leandra Medine für Mango

Hach, was Leandra (Medine) Cohen anfässt, das kann nur gut werden. Die Frau macht Jogginghosen Voguecover-tauglich, trägt Badeschuhe zur MET-Gala und Hosenträger zum Minirock. Kurzum: Ich liebe sie. Leandra hat einfach keine Angst! Und das sieht man auch ihrer Kollektion für Mango an. Ob knallbunter Strickpullover, Car Coat mit Bling-Bling-Knöpfen oder folkloristische Blumenbestickungen auf Cardigans oder Kleidern – hier ist alles erlaubt! Und nachdem wir Monate auf die Kollektion gewartet haben, ist sie jetzt online! Das sind meine Lieblingsteile:

Da klopft das Herz höher: Vasen von Lrnce

Ich bin schon seit Jahren Fan des marokkanischen Labels Lrnce. Aber ich bin erst seit kurzem Fan von Keramik und Vasen. Denn erst, wenn man regelmäßig Blumen kauft und sich an ihnen erfreut, dann braucht man auf einmal auch Vasen. Und das passiert meist erst mit zunehmenden Alter (und mehr Interesse an Einrichtung und Design). Ein Töpferkurs steht schon lange auf meiner To-do-Liste, um die kindlichen Erinnerungen aus den Sommerferien wieder aufleben zulassen, und wenn es dann endlich passiert, dann habe ich ein Vorbild: Lrnce und die herrlich bunt bemalten Vasen mit ihren organischen Formen. Ganz besonders toll finde ich die Modelle, die die Form eines anatomischen Herzens haben. Da schlägt mein Mediziner-Herz gleich höher – meiner Mama (wegen ihr bin ich Arztkind) würde es sicherlich auch gefallen. Weihnachten kommt bald...(hoffentlich liest sie das nicht!).

Es wird festlich bei & Other Stories

Nein, ich möchte euch eigentlich noch nicht damit nerven, dass bald Weihnachten ist. Aber auch in meinem Terminkalender sammeln sich nun langsam die ersten Weihnachtsdinner, Feiern, Partys und Wochenenden, die in schickerer Kleidung verbracht werden wollen und müssen. Und weil ich dieses Jahr WIRKLICH keine Lust auf Last Minute Fehlkäufe habe, schaue ich jetzt schon immer wieder durch die Onlineshops, ob etwas Passendes dabei ist. Fündig geworden bin ich unter anderem bei & Other Stories. Deren Occassionwear ist jedes Jahr aufs Neue einfach unglaublich gut und auch jetzt kann ich mich vor lauter Volumen, Glitzer und Samt kaum entscheiden. Das sind meine absoluten Favoriten:

P.s. Dieses Jahr investiere ich auf jeden Fall in eine Glitzerstrumpfhose!

Inspiration gefällig? Koketit!

Auf Instagram freue ich mich immer, wenn ein Bild von @koketit in meinem Feed auftaucht. Der Account gehört der israelischen Künstlerin und Illustratorin Shira Barzilay. Erst war es nur ein Hobby, doch schnell wurden Brands wie Chanel, H&M, Facebook und Amazon auf die Grafikdesignerin aufmerksam. Kann ich verstehen, denn die Zeichnungen von Shira sind einfach nur wunderschön und machen mir immer gute Laune. Euch ja vielleicht auch!

Ganni – Schicker geht Strick nicht

Strick, Strick, Strick! Ich bin momentan verrückt nach Strickpullovern und Cardigans. Und das liegt nicht nur an der Jahreszeit, sondern auch daran, dass ich Ende des Sommers meinen Kleiderschrank rigoros ausgemistet habe und mich von Strickpullovern getrennt habe, die mich schon seit zehn Jahren begleiten und die ich einfach nicht mehr sehen konnte... auf einmal war da ganz viel Platz für Neues!

Und guten Strick (aus hochwertigen, natürlichen Materialien) zu finden, war gar nicht mal so einfach. Eine Anlaufstelle, auf die immer Verlass ist, ist da Ganni. Das dänische Label hat seinen ikonischen Streifenpullover diese Saison erneut neu aufgelegt und mit Nackenwärmern und Pullundern in einer Capsule Collection ergänzt. Mein Favorit: der off-white Pullover aus Mohair mit Fransen. Cowgirls like!

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