Ciao, Designerbags! Diese Taschen machen jetzt unser Konto glücklich!

Vierstellige Beträge für eine Handtasche?! Nicht mit diesen Brands!

Über Handtaschen von Frauen lassen sich ganze Doktorarbeiten schreiben. Was sagt das Design über seine Trägerin aus? Warum kaufen wir uns so teure Statussymbole und warum können wir, im Gegensatz zu den meisten Männern, nur mit so viel Krempel das Haus verlassen? Es ist mir ein Rätsel. Jedenfalls auf den ersten Blick. Denn beim genaueren Hinsehen wird klar: Die Handtasche ist das, was für Männer das Auto ist. Wegbegleiter, Angeberei, Accessoires, Zeichen, dass es einem gut geht. Beides lässt unser Konto bluten, das Gewissen schwitzen (CO2-Ausstoß oder eine moralisch fragliche Produktion mit tierischen Materialien...) und macht uns trotzdem so glücklich wie kaum ein anderer Besitzgegenstand.

Dabei steigen die Preise von Jahr zu Jahr, ehemalige Midprice-Labels wie Acne Studios werden immer mehr zu High End Fashion und bei den großen Modehäusern nimmt der Wert einer Handtasche gerne mal Dimensionen an, mit denen man sich einen Gebrauchtwagen kaufen könnte. Die teuerste Handtasche der Welt, eine Hermès Birkin Bag aus Krokodilleder mit Diamanten ging für über 370.000 Dollar über den Tresen.

Dabei sollte es doch gerade heute als Frau darum gehen, nicht mehr viel zu brauchen, wenn man unterwegs ist. Apple Pay ersetzt das gesamte Portemonnaie und das prall gefüllte Kosmetiktäschchen kann gleich ganz zuhause bleiben, schließlich hält der rote Liquid Lipstick um die 72 Stunden und Abpudern muss hier keiner mehr, denn Glow ist jetzt das Zauberwort.

„Women are prepared to fork out substantial sums for an item that does nothing that a supermarket plastic bag can’t do.“

Alexandra Shulman in Business of Fashion

Das Who is Who der Designer Bags 2019

Was man aber oft aus den Augen verliert? Die Luxushandtasche ist einer wiiiinzig kleinen Gruppe an Menschen vorbehalten. Und wer sich schon mal durch Zalando auf der Suche nach einer günstigen Alternative geklickt hat, der weiß, der Rest der Menschheit muss leiden, wenn es ums Design geht – ah, ich verbessere mich: MUSSTE! Denn Generation Z (Jahrgang 1997 bis 2012) ist jetzt an der Macht und genau nach dieser Zielgruppe müssen Unternehmen jetzt anfangen ihre Strukturen zu richten. Und diese Gen Z hat a) weder das Geld, sich Handtaschen ab 1000 Euro zu kaufen, weil sie zur Schule gehen oder gerade angefangen haben zu studieren und b) entscheidet nicht mehr nach dem Preisschild, ob etwas begehrenswert ist oder nicht. Vielmehr zählen für sie die Werte eines Unternehmens (Greta Thunberg), die Emotionalität und die Identifizierung damit.

Die neuen Brands, die uns und unseren Steuerberater glücklich machen

Genau das nutzen immer mehr junge Brands, vorrangig aus den USA, Australien und Skandinavien und etablieren ihre Produkte in einem High Street Preissegment, allerdings ohne High Street Produktion, Artikeldurchlauf und psychischen Konsumzwang. Stattdessen steht bei ihnen vor allem das Design und der dazugehörige Lifestyle im Vordergrund, transportiert durch künstlerische Kampagnen, ausgewählte Influencer und einen aufwendig gestalteten Instagram-Account.

Ihr wollt wissen, wovon wir hier die ganze Zeit reden? Na von diesen 10 Brands, bei denen weder der Steuerberater, der Geldautomat, (der Boy*Girlfriend), noch ihr weinen müsst. Stattdessen ist ein breites Grinsen angesagt:

Nunoo

Wenn die Girls von Nunoo eines tun, dann sich nicht zu ernst nehmen. 2015 wurde das Newcomberlabel von den Schwestern Pia Silfen-Jensen und Naja Silfen gegründet und legt seitdem eine Aufwärtskurve hin, von dem jedes Börsenunternehmen nur träumen kann. Na, aus welchem Land die beiden kommen? Natürlich Dänemark. Wo sonst würden die bunten kleinen Taschen, die ihre Inspiration in den späten 90er- und frühen 2000er-Jahren finden, wohl besser hinpassen? Wer schon alles Fan ist? Lucy Williams, Nina Sandbech und Alyssa Coscarelli – und es werden täglich mehr!

Preisrange: ab 30 Euro geht's los!

Hvisk

Weiter geht es mit dem nächsten super Brand aus Kopenhagen: Hvisk. Bitte fragt mich nicht, wie man das Label richtig ausspricht, ich breche mir selbst jedes Mal fast die Zunge und bin noch nicht auf des Rätsels Lösung gestoßen. Seit 2014 macht das dänische Brand bezahlbare (und sehr moderne!) Taschen bezahlbar und unsere Modeherzen damit glücklich. Meine liebsten Modelle findet ihr hier:

Preisrange: Mit einem Fuffi in der Hand könnt ihr loslegen

Daniel Silfen

Man könnte Daniel und Celine Silfen auch die Vorreiter der Affordable Bags nennen, denn ihr Label gründeten sie schon 2013. Trotz der günstigen Preise ist es das Ziel der beiden, hochwertige Taschen mit einer guten Qualität anzubieten. Mit den Retro Designs gelingt ihnen zudem die visuelle Kirsche auf dem Sahnehäubchen, auch die anderen Accessoires wie z.B. einen quietschgrünen Regenmantel der beiden solltet ihr euch mal anschauen. Dänisch lernt ihr dabei gratis, denn die Website von Daniel Silfen ist nicht auf Englisch übersetzt: God shopping!

Preisrange: Bei etwa 20 Euro starten die kleinsten Taschen

Arket

Was hat hier eine High Street Marke verloren? Sie hat sich den Platz in dieser Liste mit unfassbar schönen Taschen mehr als verdient. Arket ist der neueste Launch aus der H&M Group und neben COS und & Other Stories eine unserer liebsten Anlaufstellen. In Sachen Nachhaltigkeit haben sie übrigens die Nase vorn, die Swimwear und Jeans werden alle ökologisch produziert. Die neuen Taschen der Herbstkollektion sind... unfassbar gut! Die strukturierte Schultertasche in dem zartesten Graugrün steht gaaanz oben auf meiner Wunschliste!

Preisrange: Auch hier geht es ab 49 Euro los

Fabienne Chapot

Fabienne Chapot ist ein Label, was ich bisher gar nicht wegen seiner Handtaschen auf dem Schirm hatte. Stattdessen ist das Amsterdamer Label mit seinen ausgefallenen, ausdrucksstarken und vor allem bunten Prints bekannt geworden. Ein bisschen sieht man das auch den Taschen an, die sich in Zebra und blauem Leomuster alles andere als tarnen und das finde ich großartig! Damit machen sie der Prada Sidonie und der Dior Saddle Bag ganz schön Konkurrenz!

Preisrange: Wer nicht im Sale zuschnappt, muss ab 169 Euro investieren

Chylak

„Chylak Makes Chic, Influencer-Friendly Bags That Don’t Cost a Month’s Rent“, so urteilte die Vogue und ich kann mich nur anschließen. Wir bewegen uns aus dem bunten Skandinavien nach Polen, wo Chylak seinen Ursprung hat und von Zofia Chylak gegründet wurde. Sie hatte genau das Problem, was ich oben beschreibe. Sie himmelte all die luxuriösen Bags dieser Welt an, konnte sie sich aber nicht leisten. Also beschloss sie, Taschen im mittleren Preissegment – die aber auf jeden Fall viel teurer aussehen – zu kreieren. Herausgekommen ist ein Label mit einer starken DNA, minimalistischen Taschen und einer sehr hochwertigen Produktion in Polen. Eine starke Frau und ein toller Gedanke – mittlerweile sind die Bags nicht nur in Warschau der absolute Renner...

Preisrange: Ab 220€ startet das Brand

Suryo

Es muss glitzern, funkeln und leuchten. Das ist das Motto von Suryo. Das Großartige am Brand? Jede einzelne Handtasche wird von Künstlerinnen auf Java gefertigt, hier wird weder in Saisons noch Kollektionen gedacht, alles sind zeitlose Klassiker. Ziemlich modern und ziemlich nachhaltig, das Konzept, wenn ihr mich fragt. Oma würde jetzt vielleicht auch sagen: „Kind, das kann ich dir auch häkeln“, aber nicht jeder von uns hat eine Oma oder ist handwerklich begabt. Für die gibt es Suryo. Was ich besonders liebe? Zu jeder Handtasche gibt es noch das passende Paar Ohrringe!

Preisrange: So ab ungefähr 100€ seid ihr dabei!

Emily Levine

Ein weiteres großartiges Brand mit einer Fraueninitiative im Hintergrund ist Emily Levine. Hier fertigen indische Künstlerinnen alle Handtaschen per Hand, jedes Stück ist dabei ein Unikat. Ihre Expertise sammelte Emily bei ihrem Job bei Etro in New York, bevor sie begann, ihr eigenes Label aufzubauen. Die Inspiration und Motivation dafür fand sie auf ihren Reisen in Japan und Indien und aus diesen beiden Stilrichtungen entstanden dann die folkloristisch, natürlichen Designs. Dabei upcycelt Emily Seide, lässt die Künstlerinnen komplizierte Häkelmuster anfertigen und mit Perlen verzieren oder Stoffe extra bedrucken.

Preisrange: Mit 120 Euro seid ihr dabei!

Pura Utz

Auch hinter dem nächsten Label steckt eine erfolgreiche Frau: Anna Waller Andrès. Und ihre Liebe zu Guatemala. Als Elfjährige besuchte sie das Land zum ersten Mal und kam seitdem immer und immer wieder – ob als Lehrerin, Krankenschwester oder um ihre Bachelor-Thesis dort zu schreiben. Ihre Begeisterung für die guatemaltekischen Frauen und ihre handwerklichen Fähigkeiten hat sie jetzt in ein Label eingebracht: Pura Utz. Sie designt in Kopenhagen, die Ware wird in Guatemala fair von Frauen gefertigt. Dabei entstehen die schönsten farbenfrohsten Accessoires wie Handtaschen, Ohrringe, Ketten und Armbänder. Mittlerweile kann das Label auf Kooperationen mit Babba und Lotta-Liina Mikaela zurückblicken und sogar ein paar Kleidungsstücke sein Eigen nennen. Gute Laune in Skandinavien? Pura Utz trägt auf jeden Fall etwas dazu bei!

Preisrange:

Da sind ja gar keine „alltagstauglichen“ Taschen dabei? Da haben wir natürlich auch was parat:

Maison Hēroïne

Unserem liebsten Business Bag Label aus Berlin hatten wir vor einer Woche schon einmal einen ganzen Artikel gewidmet. Und auch hier darf Maison Hēroïne auf gar keinen Fall fehlen, denn ihre großartigen Taschen, die Alltag, Office und Afterwork in einem verbinden, sind für ihre exklusive Herstellung immer noch sehr bezahlbar. Wenn ihr also noch auf der Suche nach einem Shopper, einer Laptoptasche oder einer Umhängetasche für den Alltag seid, dann schaut unbedingt hier vorbei! P.s. Jetzt gibt es alle Modelle auch in Wildleder, wie schön und herbstlich!

Preisrange: Laptoptaschen starten bei 99€

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    Suyvo & Pura Utz

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