Every day is denim day – 14 coole Jeans Brands auf unserem Radar

365 Tage im Jahr in Jeans? Mit diesen Denim Labels gar kein Problem!

Keine Nachricht erreicht mich auf Instagram mehr, als die Frage nach DER perfekten Jeans. Egal ob jung, alt, groß oder klein, dick oder dünn, jeden scheint das Thema zu beschäftigen. Ich kann das verstehen, denn hat man sie erstmal gefunden, die perfekte Jeans, dann kann das wirklich das Leben verändern.

Denn egal ob man einen guten oder einen schlechten Tag hat, man weiß morgens, was man anzieht und worin man sich gut fühlt: in der Lieblingsjeans!

„Jeans sind eine Einstellung und keine Hose.“

Edgar Wibeau

Wir wachsen, anders als unsere Eltern in einer Zeit auf, in der es mehr Marken als Levi's, Wrangler oder die berühmte Ost-Jeans Wisent, gibt. Und anders als in den 70er-Jahren sind Jeans bei uns keine jugendliche Provokation mehr, sondern ein Alltagsgegenstand. Edgar Wibeau, Schauspieler des Stücks „Die neuen Leiden des jungen W.“ von Ulrich Plenzdorf am Theater in Halle sagt 1972: „Jeans sind eine Einstellung und keine Hose. Jeans sind die edelsten Hosen der Welt. Dafür verzichte ich doch auf die ganzen synthetischen Lappen aus der 'Jugendmode', die ewig tiffig aussehen.“ Aus der Doppelkappnahthose der DDR wird die Jeans. Und die revolutioniert die Mode.

Die Ur-Jeans wurde übrigens 1873 von Levi's, besser gesagt Levis Strauss und Jacob Davis, erfunden. Sie hatte einen mittelhohen Bund und gerade Beine und ließ den Goldgräbern und Cowboys jede Menge Bewegeungsfreiheit. In den 50er-Jahren feierten dann Filmstars wie Marlon Brando die Jeans-Revolution und machten den Denim-Stoff kinotauglich. Aus dem geraden Schnitt wurden in den späten 60er-Jahren dann die Flared Jeans der Hippiebewegung, dann kamen die Skinny Jeans der Punks in den 70er-Jahren und die Baggy Jeans feierten in den 90er-Jahren ihren ersten Auftritt.

Heutzutage könnt ihr tragen, wozu ihr Lust habt: Ob Regular, Slim, Skinny, Loose, Tapered, Bootcut, oder Flared, alles ist erlaubt.

Eine Jeans hat einen Preis

Wichtig ist nur, dass ihr euch bewusst seid, was in einer Jeans eigentlich steckt. Für die Herstellung einer Jeans werden rund 8.000 Liter Wasser verbraucht, das sind 53 Badewannen voll. Verantwortlich dafür ist der aufwändige und wasserintensive Anbau von Baumwolle, dazu kommen noch jede Menge Chemikalien für die Waschungen. Jeans enthalten oft fortpflanzungsschädigende Weichmacher, krebserregende NPE-Rückstände und karzinogene Azofarbstoffe. Das Problem ist dabei nicht das Tragen, sondern dass diese Stoffe beim Herstellungsprodukt in das Grundwasser der Dritte-Welt-Länder gelangt und Arbeiter*innen in den Fabriken tagtäglich vergiftet werden. Umso mehr die Jeans ausgewaschen ist oder Waschungsmuster hat, umso schlimmer. Denn hier wird oft das Sandstrahlverfahren eingesetzt, bei dem Quarzsand mit Hochdruck auf den Stoff geschossen wird. Die Arbeiter*innen, die das machen, atmen dabei große Mengen des Staubs ein und erkranken oft an der unheilbaren Staublunge, medizinisch Silikose.

Die sogenannte Silikose tritt im Bergbau erst nach circa 20-30 Jahren auf, in der Jeansproduktion erkranken die meisten Arbeiter*innen bereits nach sechs Monaten!

Daher ist es umso wichtiger, dass wir uns der Verantwortung bewusst sind, wenn wir Jeans kaufen. Es gibt viele Labels, die achten bei der Herstellung des Denimprodukts auf Arbeitsbedingungen und ökologische Rohstoffe und setzen statt Sandstrahlverfahren andere Technologien wie z.B. Laser ein.

Eine gute Jeans, die hat ihren Preis. Und sie kostet nicht das Leben eines anderen Menschen. Wir stellen euch kleine Labels vor, die nachhaltig produzieren, auf Ökobaumwolle setzen oder Vintagejeans wieder aufarbeiten.

Agolde

Agolde gehört zu meinen absoluten Lieblingslabels. 70 Prozent meiner Jeans stammen von dem Label aus Los Angeles. Ich weiß einfach, dass die Jeans mir dort perfekt passen und meiner Figur immer schmeicheln. Meine Lieblingsmodelle sind die Jamie High Rise, die die Pinch High Rise Kick und die Riley High Rise Straight.

Die Jeans werden mit den modernsten Technologien gefertigt, weil Agolde die Umwelt und ihre Arbeiter*innen schützen möchte, viele Modelle werden außerdem mit Organic Cotton gefertigt.

Arket

Arket, ja richtig gelesen, die schwedische Modekette ist ein super Anlaufpunkt, wenn es um gute Denimstyles geht. Die Jeans werden aus organischer Baumwolle hergestellt, kurz gesagt handelt es sich um nicht genveränderte Pflanzen und chemische Pestizide und Dünger sind strengstens verboten, und der Preis der Jeans ist dafür unschlagbar. Es gibt immer eine große Auswahl an Styles, ich finde die Regular Flared oder die Straight Cropped besonders gut!

Armed Angels

Der Vorreiter in Sachen nachhaltiger Jeans ist ganz sicher Armed Angels. Das Label, dass sich auf Sustainable Fashion fokussiert hat, hat mit seiner #detoxdenim-Bewegung etwas losgetreten: eine Jeans ohne Giftstoffe, mit weniger Wasserverbrauch, weniger Treibhausgasen. Dafür verwenden sie ausschließlich Bio-Baumwolle, arbeiten mit GOTS-zertifizierten Partnern und setzen auf moderne Bleich-Methoden wie Laser oder Ozon-Behandlung.

Den Schnitten sieht man ihre Nachhaltigkeit auf positive Art und Weise aber gar nicht an, ganz im Gegenteil, Armed Angels hat super Schnitte im Angebot. Ich selbst habe die Mairaa, eine Mom Fit Jeans und liebe sie sehr. Aber auch alle Skinny Fans, Boyfriend-Anhänger*innen und Wide-Leg-Träger*innen finden hier ihren Deckel zum Topf. Das gute Gewissen gibt's gratis dazu, die Jeans haben einen sehr fairen Preis und liegen um die 100 Euro.

Blanche

Der Fokus von Blanche liegt auf Denim, einem besonders umweltschädigenden Kleidungsstück, wenn man es – anders als Mette und Melissa – nicht mit nachhaltigen Materialien und einer ethischen Produktionsweise angeht. Doch mittlerweile haben sich auch alle anderen Teile von Blanche zu Designklassikern entwickelt – und das mit Absicht.

Denn das Duo hat verstanden, dass nicht nur ein Umweltbewusstsein auf Seite des Brands zu einer Veränderung führen kann, sondern dass man auch die Konsument*innen zu einem anderen Kaufverhalten erziehen muss. Kurz gesagt: Die beiden versuchen möglichst zeitlose Designs zu entwerfen, die nicht nach ein paar Saisons wieder out sind und geben auf ihrer Website Pflegehinweise, sodass man gekaufte Stücke richtig wäscht und sie damit länger halten.

Boyish

Boyish Jeans hat sich auf die Produktion nachhaltiger Jeans für Frauen spezialisiert und wurde in Kalifornien gegründet. Alle Denimstyles sind von Vintage-Modellen inspiriert, die ein modernes Update erhalten. Der Stil? Boyish. Im Zentrum steht dabei das Ziel, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Alle Jeans werden deshalb aus nachhaltigen, recycelten Stoffen, mit modernen und gesundheitsschonenden Technologien hergestellt – sie verwenden dabei nur ein Drittel des sonst benötigten Wassers. Bis zu den Hangtags und der Verpackung, in denen die Jeans verschickt werden, ist alles auf Nachhaltigkeit ausgelegt.

Closed

Closed steht für „A Better Blue“. Das Hamburger Unternehmen steht für Nachhaltigkeit und legt besonders bei seinen ikonischen Jeans Wert auf eine möglichst gute Herstellung. Bei den Better-Blue-Jeans könnt ihr anhand einer Tabelle entnehmen, wie eure Jeans gefertigt wurde. Ob dabei Laser-Technologien für die Waschung, Bio-Baumwolle, Kitotex als Färbetechnologie oder das Sandstrahlverfahren eingesetzt wurde, lässt sich so ganz leicht erkennen.

Die neue Jeans-Kollektion wartet zudem nicht nur mit der klassischen Pedal Pusher auf, sondern überzeugt besonders durch sehr helle Modelle, weite Schnitte, Patchwork-Designs und Batikmuster. Wir sind ganz große Closed-Fans!

Citizens of Humanity

Citizens of Humanity steht seit 2003 für Premium-Denim. Das Label kommt, wie so viele andere tolle Brands, aus Los Angeles und produziert seine Jeans in eigenen Fabriken in Los Angeles und der Türkei. Die Herstellung einer einfachen Jeans mit fünf Taschen braucht bis zu 50 verschiedene Schritte. An einer Jeans arbeiten dabei bis zu 250 Näher*innen und jede Woche werden mehr als 5000 Jeans produziert. Dabei legt CoH besonderen Wert auf einen geringen Wasserverbrauch und setzt auf Ozon- und Laser-Technologien.

Die Jeans haben wirklich eine unfassbar gute Qualität, ich selbst liebe besonders die Premium Vintage Linie und will meine Sammlung definitiv noch ausbauen!

E.L.V.

E.L.V. ist ein nachhaltiges Denim Brand aus London, das zum Ziel hat mittels lokaler Produktion den CO2-Fußbadruck so gering wie möglich zu halten. „Nachhaltigkeit ist der ultimative Teil meiner Arbeit. Wir leben in einer sehr ästhetischen Welt, daher muss eine erfolgreiche Marke beide Parts sorgfältig miteinander verbinden.“, so Gründerin Anna Foster. Dabei beziehen sie ihr Material aus Lagern in Großbritannien, in denen nicht gekaufte und teils getragene Jeans einfach so herumliegen, danach werden die Jeans hygienisch gewaschen – statt den 8000 Litern werden für die Herstellung also nur 7 Liter Wasser benötigt.

In einem elektrischen Auto werden die Jeans dann von der Wäscherei ins Atelier gebracht, wo sie sortiert, gemessen und de-branded werden. Dann entsteht aus mehreren alten Jeans ein neues Produkt, das mit neuen Tags und neuer Hardware dann in die Läden kommt. Jede Jeans ist also ein Unikat und die Jeansreste, die nicht verwendet werden, verarbeitet Künstler Ian Berry in seinen Werken.

Dieses Label ist wirklich zu 100 Prozent toll und unterstützenswert! Dieses Jahr launcht übrigens auch Menswear!

Everlane

Everlane ist eine ganz persönliche Empfehlung von Herzen. Selbst gekauft, selbst getragen und vor allem heiß geliebt, seit dem letzten Urlaub in den USA sind die Basics des amerikanischen Brands nicht mehr aus dem Kleiderschrank von mir und meinem Freund wegzudenken. Damals zog der Shop des nachhaltigen Labels in San Francisco unsere Aufmerksamkeit mit der Menschenmasse auf sich, die davor wartete, aber es zeigte sich: Der Hype ist absolut gerechtfertigt.

Everlane bietet nachhaltige Mode zu sehr erschwinglichen Preisen an, ein T-Shirt kostet hier 17 Euro, eine Jeans 63 Euro und eine faire Daunenjacke um die 170 Euro. Wie das geht? Mit radikaler Transparenz. Das sieht dann so aus, dass man auf der Seite genau nachverfolgen kann, wie viel ein Kleidungsstück in der Produktion kostet. Außerdem werden auf der Website alle Produktionsstätten genau vorgestellt und man erhält Einblicke, was wo und zu welchen Bedingungen gefertigt wird.

Im Fokus des Labels stehen zeitlose Basics und Klassiker – ein nachhaltiges Statement, so sollen die Kleidungsstücke für mehrere Jahre halten und nicht aus der Mode gehen.

Wie ihr am umweltfreundlichsten dort bestellt? Kauft auf einer Reise ein oder macht eine ganz große Sammelbestellung mit all euren Freunden, damit es sich lohnt!

Grlfrnd

Die Fan-Liste des Brands aus Los Angeles ist lang: Elsa Hosk, Bella und Gigi Hadid, Hailey Biber – die Hollywood-Girls sind dem Brand Grlfrnd alle verfallen. Der Mutterkonzern ist Revolve und alle Jeans sind von Vintage-Modellen inspiriert, die Range der Schnitte ist super groß. Hier findet jeder seinen Style, egal ob man auf der Suche nach Jeansrock, Seventies-Denim oder klassischer Skinny Jeans ist. Viele Modelle werden dabei aus ökologischer Baumwolle hergestellt!

Levi's Made and Crafted

Levi's ist DER Klassiker und Erfinder der Jeans, das wisst ihr ja schon! Aber ist das riesige Unternehmen, das weltweit immer noch für seinen Verkaufsschlager, die 501, gefeiert wird, auch ökologisch korrekt unterwegs? Die Antwortet lautet ja! Denn Levi's setzt als einer der Marktführer alles daran, immer nachhaltigere Produktionsweisen zu entwickeln. So gibt es die Better Cotton Initiative, die sich für einen nachhaltigen Baumwollanbau und zufriedene Bauern einsetzt, die Waterless Herstellungsprozesse, die deutlich weniger Wasser verbrauchen als früher und das Screened Chemistry Program, bei dem die verwendeten Chemikalien strengstens überprüft werden.

Aber Levi's setzt nicht nur auf die Neuproduktion von Jeans, sondern arbeitet auch mit anderen Labels wie z.B. Re/Done zusammen, damit alte, schon vorhandene Jeans wieder neu aufgearbeitet werden. So ist z.B. auch die Levi's Authorized Vintage Kollektion, die in den USA aufgearbeitet und veredelt werden, entstanden.

Bei Levi's Made & Crafted geht es darum, die ikonischen Klassiker des Brands modern wieder aufzulegen und mit schon bestehenden Materialien und den neuesten Technologien zu arbeiten.

Re/Done

Re/Done ist eine internationale Denim-Erfolgsgeschichte. Als eines der ersten Brands erkannte das Label aus Los Angeles das Potenzial von Vintage Levi's Jeans – und den beginnenden Hype. Gegründet von Sean Barron und Jamie Mazur liegt die DNA von Re/Done in abgetragenen Levi's Jeans: ausgefranste Taschen, zerissene Knie, verblasste Farben – gute Jeans halten Jahrzehnte und wechseln den Besitzer immer wieder. Der Vergleich zu gutem Wein, der mit den Jahren ja auch immer besser wird, scheint mehr als passend.

In seiner Produktionsstätte in Downtown Los Angeles zerlegt das Team alte Jeans an den Nähten und verwendet den Stoff für neue Modelle, die sie mit modernen Schnitten an den Zeitgeist anpassen. Jedes Paar ist also handverlesen, einzigartig und auch wieder von Hand zusammengenäht, das erklärt den hohen Preis. Zudem ist Re/Done offizieller Levi's Partner.

Ich musste bei Re/Done lange nach der perfekten Jeans suchen, weil die Schnitte oft sehr eng an den Beinen, aber weiter um die Taille herum sind – und jedes Paar wirklich anders ausfällt. Trial and Error! Aber nach sechs Wochen unbequemen Eintragens, sind meine Vintage Levi's, aufgearbeitet von Re/Done, und ich unzertrennlich.

Reformation

Als Newcomerlabel kann manReformation nicht mehr wirklich betrachten, denn das Label ist schon seit 1999 auf dem Markt und hat sich mittlerweile zu einem Millionenunternehmen gemausert. Doch das ist für Yael Aflafo, die Gründerin von Reformation, noch lange kein Grund, in Sachen Nachhaltigkeit der schnelllebigen Modeindustrie nachzugeben. Ganz im Gegenteil.

Jeder Teil des Unternehmens ist auf Nachhaltigkeit und Fairness ausgelegt. Ob Materialien, Verarbeitung, Fabriken, das Design der Stores, die Bügel, der Onlineshop, die Stifte, mit denen die Mitarbeiter schreiben, die Verpackung oder die Möbel, die in den Shops stehen. Wer mehr über diese Aspekte erfahren will, der kann stundenlang durch die Website scrollen. Die Größen fallen übrigens normal aus, es wird nur wenig Polyester verwendet, stattdessen viel Viskose, Tencel und Lyocell. Meine Favoriten sind die Wickelkleider, Jeans und Basic-Tops!

Slvrlake

Oh Wunder, auch das neue Jeansbrand Slvrlake kommt aus Los Angeles, denn dort heißt ein Viertel (ein sehr sehr schönes sogar) Silverlake. Die Kollektion spielt mit der Schönheit der Natur und übersetzt sie mit minimalistischen, modernen Designs. Alle Stoffe sind dabei aus „Premium Vintage“ Indigo-Denim gearbeitet, der eine einzigartige Webkonstruktion hat und deswegen vielfältig zu verarbeiten ist.

Die Website des Unternehmens ist gerade noch im Aufbau, aber alle großen Onlineshops haben den Braten gerochen und das Newcomer-Label schnell geordert. Gut für uns!

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