Der Wetterbericht für morgen? It's Leather Weather!

Holt die Lederkutten aus dem Schrank

Vorbei sind die Zeiten, als man Lederblazer in den 2000ern nur trug, wenn man über den roten Teppich der MTV Awards wandelte oder gerade eine spätpubertäre Gothic-Phase durchlebte. Das Material feiert sein Comeback und wir sehen Leder überall: ob als Rock, Hose, Blazer oder Mantel! Frieren werdet ihr im Frühling dank des dicken Materials garantiert nicht!

Kann man Leder mit gutem Gewissen tragen?

Eine Frage, die jeder selbst beantworten muss. Leder tragen ist genauso unethisch wie Fleisch essen, anders als Pelz ist Leder jedoch gleichzeitig ein „Abfallprodukt“ der Lebensmittelindustrie, insofern also nachhaltiger als so manch anderer Stoff, wie etwa Kunststoffe, die keine lange Tragedauer haben und die schließlich als Mikroplastik in unseren Meeren landen.

Das große Problem bei der Lederverarbeitung? Die Gerberei. Durch das Gerben wird aus Tierhaut Leder, sprich, das Rohmaterial wird haltbar gemacht. Dies geschieht zum Großteil jedoch unter Verwendung von Chrom II, das ungefiltert in das Grundwasser fließt und so ganze Regionen (Indien ist besonders schwer betroffen) vergiften kann.

Doch mittlerweile gibt es auch die vegetabile Gerbung, Leder wird hier mit pflanzlichen und ungiftigen Stoffen gegerbt. Hierfür eignen sich zum Beispiel Oliven, Rhabarber oder auch Eichenholz. Dank der Forschung kommen immer mehr Stoffe hinzu.

Ist Leder tragen also unethisch? Das muss jede*r für sich selbst entscheiden, genauso wie jede*r entscheiden muss, ob eine vegetarische, vegane oder Fleisch-basierte Ernährung bevorzugt wird. Fakt ist: Auf den Trend muss keiner verzichten, denn es gibt genug Fake-Leather-Modelle da draußen!

Der Lederblazer

Alles begann mit dem Lederblazer aka der Casual Gothic Look für den legeren Freitag im Büro. Auf den ersten Blick werden eure Kolleg*innen vielleicht komisch gucken und euch fragen, ob ihr direkt aus dem Berghain kommt, auf den zweiten Blick werden aber ein paar bewundernde Komplimente folgen, das verspreche ich euch. „Sieht ziemlich lässig aus“ oder „Viel cooler als eine Lederjacke“ waren die ungeahnten Reaktionen auf mein Exemplar.

Tatsächlich entpuppt sich der Lederblazer als echtes Multifunktionstalent: ob mit Rollkragenpullover und Stoffhose, Strickkleid oder einfach zu Jeans und Pullover, irgendwie versprüht das weit geschnittene Kleidungsstück im Moment sehr viel mehr Esprit als eine klassische Bikerjacke. Wer auf der Suche nach einem veganen Modell ist, der schaut bei Nanushka, den absoluten Könnern in Sachen Fake Leather, vorbei!

Der Ledermantel

Wer im Ledermantel richtig punkten möchte, der legt eine Zeitlupen-Performance im Stil von „Matrix“ ein. Alle, die lieber nicht durch zu auffälliges psychisches Verhalten angestarrt werden möchten, setzen hingegen auf den lässigen Alltagslook. Wie der aussieht? Einfach Jeans und Chucks, dazu noch ein wiederverwendbarer Coffee-to-go-Becher, Hoodie und chunky Boots tun es aber auch. Der Trick, wie ihr nicht in die Goth-Falle tappt? Niemals ganz in Schwarz, niemals bodenlang. Dann macht sich eure Familie auch keine Sorgen um euch.

Die Lederhose

Da ist sie wieder, die Lederhose! Endlich feiert sie auch außerhalb des Oktoberfests ein wahres Comeback und anders als vor zehn Jahren sind jetzt auch andere Schnitte als skinny erlaubt. Wie wäre es zum Beispiel mit einer braunen Culotte, einem gerade geschnittenen Modell oder vielleicht sogar im Snake-Look? Verrückt, nicht? Für welches Exemplar ihr euch entscheidet, ist dabei euch überlassen. Wichtig sei nur zu sagen: Passen sollte die Hose. Denn Leder ändern lassen ist eine seeeeehr teure Angelegenheit, das musste ich schon am eigenen Leib erfahren. Keine Kompromisse eingehen, ist hier also die Devise!

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