Die Formel Loafer plus Socke

Weil es bei mehr Kombinationsmöglichkeiten als Nachkommastellen von Pi niemals langweilig wird!

Wirklich weg waren Loafer nie. Der äußerst praktische wie spießige Schlupfschuh hat in den vergangenen Saisons allerdings gleich mehrere Make-over verpasst bekommen, sodass sein Status von Evergreen zu Kultobjekt befördert wurde. Meine erste Loafer-Erfahrung sammelte ich während der Unizeit mit Modellen von Asos und wenn ihr euch noch erinnern könnt: Damals waren Bestellungen bei Asos eine mittelschwere Katastrophe. Gemäß meines Studentinnen-Kontostands waren die Loafer nicht aus echtem, sondern aus Lackleder und ich habe mir einen Monat lang die Hacken blutig gelaufen, bis ich schließlich enttäuscht die Flinte ins Korn warf. Wer schön sein will muss nicht leiden? Nein, danke.

Wer hat's erfunden? Die Norweger!

Der Ruf von Loafern war lange eher spießig. Ein Schuh für Krawattenträger und Menschen, die in ihrer Freizeit Golf spielen oder Immobilien kaufen. Umso amüsanter, dass der erste Loafer ein hundsgemeiner Hausschuh war – und das vor gar nicht sooo langer Zeit. 1926 fertigte Raymond Lewis Wildsmith in London mit dem Wildsmith Loafer das erste Modell. Damals noch als Hausschuh für den Landadel und König Georg VI.

Über 60 Jahre später in Norwegen: Der Schuhmacher Nils Gregoriusson Tveranger präsentiert 1910 den Aurland Schuh (benannt nach seinem Geburtsort Aurland in Norwegen). Nach einem Aufenthalt in Amerika, um sein Handwerk zu perfektionieren, kehrt Tveranger zurück in seine Heimat und präsentiert ein Slipper-Modell, angelegt an die Mokassins der Native Americans – es ist der Anfang eines weltweiten Siegeszugs des Loafer. Der neue Aurland Schuh wird nach ganz Europa verkauft, von wo ihn Amerikanische Besucher*innen mit in die USA bringen. Das Esquire Magazin greift den Trend auf und 1934 schließlich beginnt in Maine die Marke G.H. Bass die Produktion der Weejuns (was übrigens wie Norwegians klingen soll). Na, klingelts?

Loafer + Socke = nie mehr Langeweile!

1953 verpasste Aldo Gucci dem inzwischen bei Ivy League Studierenden beliebten Loafern den Ritterschlag: Er fügte das ikonische Horsebit Piece hinzu und machte die Slipper endgültig salonfähig.

Heute wird der Schuh mit viel Ironie und ohne Regelkorsett interpretiert. Super chunky, knallbunt, mit Animalprint, aus Raffia ... aber immer: unbedingt mit Socken! Es gibt eigentlich kein Kleidungsstück, dass diese Kombination nicht verträgt und die Formel Loafer + Socke ist auf die gesamte Genderpalette dieser Erde anwendbar.

Ich habe mich für euch umgesehen, nach Gute-Laune-Loafern mit den dazu passenden Socken.

Die schönsten Loafer-Socken-Kombis für Sie

... und natürlich Ihn!

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