Naturkosmetik für alle – Lisas nachhaltige Pflege-Heroes aus der Drogerie

Ihr gebt immer 50 Euro in der Drogerie aus, obwohl ihr nur schnell Katzenfutter holen wolltet? Dann lest diesen Artikel lieber nicht

Es gibt nicht viele Dinge, die ich vermissen würde, sollte ich einmal auswandern. Früher dachte ich immer, dass ich nicht in einer Welt leben kann, in der ich nicht die Möglichkeit habe mir ein ordentliches Käsebrot zu besorgen. Mit kräftigem Hartkäse auf einem perfekten Sauerteigbrot. Oder eine Welt, in der ein gutes Glas Wein oder ein ordentliches Bier mehr als sieben Euro kosten. Die üblichen Dinge eben, die man zu vermissen beginnt, wenn man längere Zeit im Ausland unterwegs ist. Meistens sind es Lebensmittel, weil unser Essen ein Teil unserer Identität ist. Es gibt aber noch etwas, das zu so etwas wie dem kulturellen Erbe der Deutschen geworden ist: die Drogerie.

Ich kenne eigentlich niemanden, der*die nicht mindestens einmal im Monat in ein mehrstündiges K-Hole bei DM, Budni oder Müller gesaugt wird und sich danach mit einer Tüte voller Hygieneartikel, seltsamer Supplements (von A bis Zink!), mehreren Sesamriegeln und um mindestens 40 Euro leichter auf der Straße wiederfindet. Was ist passiert? Wer bin ich? Auch ich betrete mindestens einmal in der Woche eine Drogerie. Einfach weil. Weil sie an jeder Ecke zu finden sind, weil man hier vom Eierkocher bis zum Lidschatten alles bekommt und weil es einfach Spaß macht. Ich muss dafür noch nicht mal unbedingt etwas kaufen, es ist wie Therapie – und es würde mir fehlen. Mehr noch als Käsebrot, Wein und Bier zusammen, jawohl!

Die geheime Königsdisziplin deutscher Drogeriemärkte? Naturkosmetik!

58 Prozent der Deutschen sind laut Statista der Meinung, dass Handelsmarken von Drogerieketten genauso gut sind wie Markenartikel. Und auf dem chinesischen Markt sind Produkte von der DM-Eigenmarke Balea derartig beliebt, dass DM 2017 einen eigenen Shop beim Onlinegiganten Alibaba lanciert hat. Der Hype ist ungebrochen und entsprechend umkämpft ist der Markt. Gerüchten zufolge gibt es übrigens überall so viele DM-Filialen, weil man schlicht der Konkurrenz nicht das Feld bzw. die Fläche überlassen möchte. Ganz schön verrückt, hm?

Die geheime Königsdisziplin deutscher Drogeriemärkte? Naturkosmetik. Ich habe niemals eine so flächendeckende und gute Auswahl an preiswerter und gleichzeitig hochwertiger, nachhaltiger Pflegeprodukte gesehen wie im Land des Biosupermarkts. Das war nicht immer so, aber seit einigen Jahren wird hier aufgestockt, dass es eine wahre Freude ist. Tatsächlich kaufe ich 90 Prozent meiner Pflegeprodukte in der Drogerie und fahre damit seit vielen Jahren ausgesprochen gut. In Berlin kommt natürlich noch das Glück hinzu, dass man eigentlich alles immer irgendwo bekommt, ohne allzu weit fahren zu müssen. Als bei mir auf der Schönhauser Allee eine der ersten Budni-Filialen Berlins eröffnet hat, sind die Leute ausgerastet und der Laden war zwei Wochen lang geschmückt wie bei einem Staatsempfang. Vermutlich steht er schon in jedem Stadtführer.

Klar, auch ich liebe manchmal den Luxus der kleinen Frau und habe meine Evergreens, für die ich bei z.B. Niche-Beauty oder Amazingy vorbeischaue und etwas mehr ausgebe. Aber das Fundament meiner Pflegeroutine wird in den Drogerien meines Vertrauens gelegt. Meine absoluten Favoriten und Hero-Produkte habe ich bei meiner letzten Einkaufstour ganz frech aus der Lameng für euch geschossen, um sie euch heute vorzustellen.

Haut- und Haarpflege ... und noch mehr

Ich bin mir nicht sicher, ob meine sehr trockene Haut noch ein Segen ist. Denn anstatt übermäßige Talgproduktion auszubalancieren muss ich fast nur eines: cremen, cremen, cremen. Komme ich dieser Pflicht mal nicht nach, ist peelen die Devise. Die beiden bis heute effektivsten Peeling-Mittel hole ich mir regelmäßig in der Drogerie: Das Logona Peeling mit Salicylsäure ist das beste mechanische Peeling, das mir jemals untergekommen ist und hat sogar mein Dr. Barbara-Sturm-Produkt vom Thron gestoßen (mein Geldbeutel so: yeah! Obwohl das Enzympeeling einmal im Monat ein Muss ist). Wenn mal richtig Not am Mann ist, verpasse ich meinem Gesicht eine ordentliche Luffa-Massage und fühle mich danach wie neu geboren.

Ein weiteres Los, das mit meiner trockenen Haut kommt: Gerade im Winter wird die Haut um die Augen und an den Wangen manchmal so trocken, dass sie wehtut und schuppig wird. Die Intensivcreme der Berliner Naturkosmetikmarke i+m hat mir nicht nur einmal mit einer Nachtschicht die Visage gerettet. Prima übrigens auch bei Sonnen-Druckbetankung im Sommer. Meine neueste Entdeckung sieht aus wie ein Katzenspielzeug, ist aber tatsächlich die umweltfreundliche Variante eines Q-Tips – und dabei noch gesünder. Mit dem Oriculi wirds schön sauber, ohne, dass ihr euch den Gehörgang zubetoniert. Braucht etwas Übung, aber dann ist es unschlagbar. Quasi die Menstruationstasse fürs Ohr.

Trockene Haut heißt vermutlich auch trockene Haare. Aber vielleicht geht es auch nur mir so. Ohne Öl und (mikroplastikfreie) Spülung geht bei mir gar nichts. Beim Shampoo darf es ruhig mal etwas Abwechslung geben. Das Bare-Shampoo von John Masters Organics ist zugegeben auch für Drogerieverhältnisse kein Schnäppchen, es ist aber super ergiebig und taugt mir sehr gut für einwöchige Shampoo-Pausen. Anscheinend wurde es aber aus dem Sortiment genommen, weshalb ich eine Alternative verlinkt habe.

Wenn ich vereise, packe ich außerdem gerne ein festes Shampoo ein, einfach aus Umwelt- und Handgepäck-Gründen (100 Milliliter und so). Denn tatsächlich vereise ich fast immer mit Handgepäck. Das feste Shampoo von Foamie war leider nichts, mit der Variante von Alverde komme ich aber gut klar und es riecht auch noch wunderbar nach Orange!

Der Tag, an dem ich das Minz-Zahnpulver entdeckt habe, hat mein Leben verändert. Na gut, ganz so drastisch ist es nicht, aber ich hatte nie zuvor das Gefühl, so saubere Zähne zu haben. Außerdem lässt es sich super nachkaufen, umfüllen, mitnehmen ... alles. Die Bambuszahnbürste ist streng genommen mein Reise-Go-to. Da ich eine elektronische Zahnbürste habe, die sich im Flieger immer munter entlädt, bin ich auf die umweltfreundliche Bambusvariante für unterwegs umgestiegen und wunschlos glücklich.

Für etwas mehr Ayurveda in meinem Leben habe ich außerdem vor etwa einem Jahr damit begonnen, jeden Morgen Öl zu ziehen. Respekt an alle, die dafür zu Kokosnuss- oder Olivenöl greifen. Mir dreht sich da vor dem ersten Kaffee der Magen um, weshalb meine Suche mich beim Minz-Öl von Alverde hat ankommen lassen. Sind auch Ölzieher*innen unter euch?

Alles Hals abwärts

Seife, ich liebe dich! Stückseife habe ich immer auf Vorrat, in allen Varianten. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, anders zu duschen. Flüssigseife, wie das 1000-in-Eins-Wunder von Dr. Bronner's nutze ich zugegeben etwas seltener. Wenn, muss es aber die Lavendel-Variante sein, die euch hier nochmal in anderer Form begegnen wird.

Tipp: Seifensäckchen lassen euch eure Seife bis zum allerletzten Krümel auskosten und man kann spannende Eigenkreationen erschaffen.

Ich liebe es aus unerfindlichen Gründen, neue Deo-Varianten auszuprobieren. Meine neueste „Sucht“: Creme-Deos. Ich mag es irgendwie, wie sich die Haut danach anfühlt und gucke mir gern im Spiegel dabei zu, wie ich wie ein Äffchen unter meinen Armen herumcreme. We Love The Planet punktet mit wiederverwendbarer Metallbox und guter Konsistenz. Die Deo Creme von i+m Naturkosmetik habe ich wegen des schönen Rosatons gekauft (ja, sorry), es kommt in zahlreichen Ausführungen, da ist sicher was für euch dabei. P.S. Solltet ihr eher stark schwitzen, empfehle ich euch das Pump-Deo von Speick, denn ich kann mir vorstellen, dass die Deocremes hier keinen guten Dienst erweisen.

Bei Bodylotions bin ich tatsächlich erschreckend leidenschaftslos. Hauptsache sie riechen gut und da ich Zitronenduft liebe, bin ich irgendwie auf dem Produkt von Sante hängen geblieben. Mein Top-Tipp in Sachen Sonnenschutz: die Sonnenlotion von i+m Naturkosmetik. Ja, es ist Winter, aber es gibt auch eine Ausführung für das Gesicht (Ski-Urlaub!) und der Sommer steht ja bald vor der Türe.

Reden wir auch über Untenrum. Macht es, macht alles, aber macht es save! Hier führt als umweltbewusster Mensch mit Libido kein Weg an Einhorn vorbei. Als menstruierende Frau kann ich mir außerdem kein Leben mehr ohne die Menstruationstasse vorstellen. Tage ohne Chemie ist eine von vielen Alternativen da draußen. Suchet und werdet glücklich.

Für's Wohlbefinden

Wer mich kennt, weiß: Ich bin verrückt nach ätherischen Ölen und Düften. Abends wird das Bett mit dem Kissenspray von Primavera bestäubt, morgens ein Räucherstäbchen angemacht und zum Arbeiten brennt der Oil-Burner. Für letzteren teste ich mich munter durch alles, was es an Düften gibt. Die Öle von Baldini sind besonders klärend und Demeter-zertifiziert. Das Hygienespray von Dr. Bronner's habe ich immer dabei (Hundbesitzerin, Hypochonder), ich liebe den Fakt, dass es meinen Spleens zuarbeitet und dabei so gut nach Lavendel riecht.

Welches sind eure absoluten Lieblingsprodukte aus der Drogerie?

Hier kommen alle Drogerie-Helden in der Übersicht:

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