Der große Beige Travel Guide für Bali

Namaste, hier ist er endlich! Lisas Bali Guide, vollgepackt mit Food, Yoga, Beaches und Bowls!

Hier sitze ich nun, meiner Urlaubsbräune schon längst beraubt, ausgestattet mit einem Infekt, fiesem Husten und frierend im finstersten Berlin und versuche, die Fahne hochzuhalten. Ist es wirklich gerade mal knapp einen Monat her, dass ich Bali hinter mir gelassen habe? Ich habe es an anderer Stelle, die mir gerade nicht einfallen mag, schon mal gesagt, aber: Time is a weird concept! In diesen fünf Wochen seitdem ich mein freigewähltes Exil auf Zeit hinter mir gelassen habe, ist mein Tan vielleicht dem deutschen Winter anheimgefallen, eines habe ich aber tief in mein Herz eingeschlossen: Gelassenheit und die Erinnerung an diese unvergleichliche Zeit.

Meine innere Reise und die Inhalte meines Yoga-Teacher-Trainings habe ich bereits mit euch geteilt. Es wird also höchste Eisenbahn, dass auch all jene von euch auf ihre Kosten kommen, die mit dem ganzen Yoga-Schmu nichts anfangen können. No shame, ich verstehe das sehr gut. Ursprünglich wollte ich übrigens den Norden der Insel erkunden und hatte so gar kein Bestreben, die pulsierenden Surfer-Paradiese an der Südseite anzusteuern. Da ich mir während der Ausbildung aber exakt gar keine Zeit genommen hatte, um mich über etwaige Ziele und Aktivitäten zu informieren, hieß es für meine letzte Woche auf Bali: ab in den Süden. Und ich habe es trotz der wirklich vielen Touristen nicht bereut.

Heute kommt also endlich mein versprochener Guide für Bali, mit allem, was ich außerhalb unseres Ashrams auf meiner kleinen Reise über die Insel erlebt habe! Für alle drei Orte gilt: Es gibt noch unendlich viel mehr zu entdecken und alleine, was das Essensangebot angeht, habe ich weiß Gott noch lange nicht alles gesehen. Daher führt die Liste gerne in den Kommentaren fort, ich zeige euch hier nämlich wirklich nur die Orte, die ich besucht habe und beurteilen kann.

Uluwatu

Uluwatu war mein erster Stopp nach unseren drei Wochen in den Reisfeldern von Gianyar und ich musste ein, zwei Tage warm werden mit dem Surferörtchen am südwestlichsten Zipfel von Bali, doch dann wollte ich am liebsten gar nicht mehr weg. Der Ort möchte erkundet werden – und das am besten auf einem Roller, denn Uluwatu ist dermaßen zerklüftet, dass man hier zu Fuß nicht glücklich wird. Uluwatu bedeutet übersetzt so viel wie „das steinige Landesende“ und wenn ihr auf den tief ins brausende Meer fallenden Felsen beim Pura Luhur Tempel steht, wisst ihr, warum. Die Ortschaft erlangte dank des Surferfilms Morning of the Earth Anfang der 1970er-Jahre weltweite Bekanntheit in der Szene und der Hang-Loose-Vibe ist auch heute noch Triebmotor und der Alltag geht hier sehr gechillt über die Bühne.

Der Ort verläuft im Prinzip entlang einer Straße, die sich fast in einem perfekten Ring von der verkehrsreichen Hauptstraße von Norden kommend einmal entlang der Küste schlängelt. Ich habe mir einfach einen Roller gemietet und bin, wo ich gerade Lust hatte, in die kleinen Seitenstraßen eingebogen und habe auf diese Weise viele schöne Läden, Restaurants, Yogastudios und Orte entdeckt ... zu Fuß ist das nicht zu machen. Natürlich ist auch hier die Bowlmania schon angekommen, aber dank der vielen Surfer*innen und auch der zerrissenen Infrastruktur ist Uluwatu herrlich verpennt, gemütlich und (Achtung) relativ verkehrsarm. Hach.

Die besten Foodspots

Während meiner vier Tage in Uluwatu habe sehr schnell meine Favoriten gefunden und muss gestehen, dass ich ihnen denn auch treu geblieben bin. Dennoch habe ich nun im Nachhinein festgestellt, dass ich für meinen kurzen Besuch doch ganz gut herumgekommen bin. Falls ihr euch fragt, warum ihr so wenige traditionelle Warungs, also Garküchen findet: Für Veganer*innen gibt es dort meist eine sehr kleine oder gar keine Auswahl. Ich gebe also zu: I played it save!

The Cashew Tree Collective

Das The Cashew Tree Collective ist ein großzügiges größtenteils unter freiem Himmel liegendes Café und Restaurant abseits der Hauptstraße. Die Gerichte sind alle super frisch, es gibt unzählige Optionen für alle Diättypen, es gibt super leckere Bowls, frisch gepresste Säfte und wirklich guten Kaffee (wichtig!). Dem Collective gehören außerdem ein Training Center und die Boutique Toko mit wunderschönen Yogasachen, Kleidung und Accessoires an. Einer meiner liebsten Spots!

Preisklasse: $$

Bali Buda

Beim Bali Buda handelt es um eine Einzelhandelskette, die sich auf gesundes Essen, Supplements und Zero Waste Produkte spezialisiert hat und deren Filialen immer ein Café angeschlossen sind. So etwas wie eine Mischung aus Denn's Biomarkt und einem Reformhaus. Schwarze Brötchen aus mit Kohle? Spirulina? Veganer Käsekuchen? Eure Suche hat ein Ende. Für die Filiale in Uluwatu muss man sich etwas mutig in den stärkeren Verkehr Richtung Seminyak schmeißen. Wem das zu heiß ist, der*die sollte beim Ubud-Besuch bei Bali Buda Halt machen. Dort ist das Geschäft fußläufig erreichbar. Ein Besuch ist aber ein Muss!

Preisklasse: $$$

Bukit Café

Das Bukit Café habe ich nur einmal besucht, fand es aber sehr lecker, wenn auch für Bali-Verhältnisse teuer. Aber ganz ehrlich? Mich nervt dieses Rumgeknausere in Asien. Sobald ein Gericht acht Euro kostet anstatt zwei, bricht die große Panik aus. Daheim wird dann aber wieder die belegte Stulle beim Bio-Bäcker für vier Euro gekauft, ohne zu Mucken. Ja, die Rohstoffe auf Bali sind vielleicht günstiger, aber wenn Essen mich qualitativ überzeugt hat, dann zahle ich auch gern etwas mehr. Im Bukit gibts von der Bowl bis zum Burger viel Auswahl und auch Vegetarier*innen und Veganer*innen werden glücklich.

Preisklasse: $$$

Suka Espresso

Im Suka Espresso war ich sicherlich am zweithäufigsten. Morgens, mittags, abends – die Menü-Karte ist zu jeder Tageszeit einladend und der Kaffee ist auch hier fantastisch. Das Suka liegt etwas abseits, schon außerhalb vom Ortskern auf der Hauptstraße in Richtung des großen Tempels und gegenüber dem Thomas Beach. Es gibt von Bowls über Avo-Brot bis hin zu Meeresfrüchten, Pommes oder Pfannkuchen wirklich alles und ich wurde nicht einmal enttäuscht.

Preisklasse: $

Ayu's Food From The Heart

An Ayu's Food From The Heart fahrt ihr vorbei, wenn ihr Richtung Bali Buda aufbrecht. Das kleine Café wird mit viel Liebe geführt und das merkt man. Von herzhaften Nudel- und Reisgerichten bis zu süßen Bowls und leckeren Shakes ist alles dabei. Günstig ist es auch. Was möchte man mehr?

Preisklasse: $

Coco & Poke

Das Coco & Poke gehört zur angesagten Bar Single Fin (in der ich leider nicht war, weshalb sie hier fehlt, ups). Bestellt euch eine super frische Poke Bowl oder ein leckeres Eis, schaut der Sonne beim Untergehen zu und zieht dann weiter in die Bar vom Single Fin für richtig gute Cocktails. Wie auch das Mana liegt das Coco & Poke am westlichen Rand von Uluwatu und erlaubt somit einen ungehinderten Blick auf die im Indischen Ozean untergehende Sonne. Mei ...

Preisklasse: $$$

Ihr wollt die wunderschönsten Sonnenuntergänge sehen und die Fischerbote beobachten, wie sie der Sonne Richtung Horizont hinterherfahren? Dann ab ins Mana. Das Restaurant gehört zu den super schicken Uluwatu Surf Villas, ist aber nicht so hochpreisig und auch das Publikum ist super durchmischt und entspannt. Die Speisekarte ist modern und die Gerichte sind sehr lecker, aber keine Offenbarung. Aber: Der Ausblick ist hinreißend!

Preisklasse: $$

To the beach!

Uluwatu ist ein Surferspot. Das wurde mir noch einmal klar, als ich am Nyang Nyang Beach stand (nach schweißtreibendem Abstieg!) und mich, am Ziel angekommen, nur wenige Zentimeter ins Wasser wagte. Der Zug vom Meer ist kräftig und die Wellen sind stark. Das hat zur Folge, dass eher ruhige Strände oftmals nicht wirklich zum Baden geeignet sind und diejenigen, wo dies klappt, gerne von Busladungen von Touristen überrannt werden. Tja, that's life und so kam es, dass ich zwar fast alle Strände um Uluwatu aufgesucht, aber keinen wirklich in mein Herz geschlossen habe. Dafür habe ich viel Vitamin D getankt und gelesen. Auch etwas, oder?

Nyang Nyang Beach

Fangen wir mit dem anstrengendsten Strand an. Anstrengend, weil alleine der Weg dorthin ein mittelgroßes Abenteuer darstellt. Der Strand liegt am südlichen Ende von Uluwatu und ihr müsst einen beschwerlichen Abstieg über eine sehr steinige Straße meistern. Bei zirka 40 Grad ohne Schatten kein Spaß, Leute. Unten angekommen erwartet euch: nichts. Der Strand ist super einsam, nur einige Surfer treiben sich hier rum – und leider auch einiges an Müll. Zum Ruhe haben, Lesen und Sonnen perfekt. Wenn ihr zwischendurch gerne mal ein Bierchen trinkt oder etwas unternehmen möchtet, seid ihr hier eher falsch.

Thomas Beach

Der Zugang zum Thomas Beach liegt, das habe ich bereits verraten, gegenüber vom Suka Espresso. Hier ist schon etwas mehr los, man kann Schirme mieten, es sind Warungs und Unterkünfte in der Nähe und man wird immer mal von Verkäufer*innen angesprochen. Um zum Strand zu kommen, müsst ihr einige Stufen hinabsteigen. Ein unaufgeregter, nicht menschenleerer aber auch nicht komplett überlaufender Strand.

Dreamland Beach

Dreimal habe ich mich verfahren, um zum Dreamland Beach zu kommen, der über Straßen durch mehrere im Bau befindliche Anlagen erreicht wird. Verkauft wurde er mir als ganz toller Strand zum Entspannen. Mir hat er nicht getaugt, muss ich gestehen. Ich bin nur geblieben, weil der Weg so ätzend war. Viele, viele Touristen, auf dem Weg zum eigentlichen Strand geht es entlang unzähliger Souvenirläden und als ich angekommen war, war ich ehrlicherweise underwhelmed. Immerhin habe ich mein Buch fertig gelesen und das Baden klappte hier mit am besten.

Padang Padang Beach

Auch den Padang Padang Beach erreicht man, dank der felsigen Lage von Uluwatu (Plattentektonik ahoi!) nur über einige Stufen. Unten angekommen findet ihr dann ein trubeliges Stückchen Strand. Bei Ebbe könnt ihr bräsig im warmen, niedrigen Wasser dümpeln, bei Flut ist Schwimmen angesagt. Ansonsten kann man hier Surfern zuschauen und sich ein wenig über die Touristen beömmeln, die sich entweder wie die Vampire im Schatten den Felsen drängeln oder seltsame Selfies am Strand schießen.

Blue Point

Streng genommen ist hier nicht der Strand das Highlight. Der ist winzig, liegt in einer Art Grotte und ist nur erreichbar, wenn man zahlreiches Treppensteigen auf sich nimmt. Blue Point gehört den Surfern und so ist am Felsen nach unten zum Strand eine Art Ministadt entstanden. Entlang der Stufen findet ihr Cafés, Souvenirläden, Surfershops, Aussichtsplattformen und Bars. Besonders abends wird es schön, wenn man den Sonnenuntergang genießen kann. Ansonsten fand ich es eher verwirrend und, unten angekommen, nur sehr kurzweilig. Doch alleine für die Aussicht solltet ihr hierhin fahren.

Yoga et labora

Morning Light Yoga

Ich war süchtig nach den Morning Light Yoga Stunden in den Uluwatu Surf Villas und träume noch immer von der offenen Shala mit Meerblick. Jeden Morgen und jeden Nachmittag könnt ihr hier wunderbare Vinyasa Klassen besuchen. Manduka Matten und alle anderen Props werden gestellt und on top zur tollen Stunde und dem unschlagbaren Ausblick gibt es immer einen Gutschein für eine Trinkkokosnuss im Mana. Ich war teilweise zweimal am Tag da, so toll fand ich es.

Preis für eine Klasse: 120.000 IDR, also rund sieben Euro.

Pura Luhur Tempel

Kein Aufenthalt in Uluwatu, ohne den Pura Luhur Uluwatu besucht zu haben. Er ist einer der sechs heiligsten Orte Balis und wurde zu Ehren San Hyang Widhi Wasa erbaut, einem der Obergötter des indonesischen Hinduismus. Er soll Bali vor bösen Geistern schützen, daher auch die Lage am äußersten Rand der Insel auf einer 70 Meter hohen Klippe Richtung offenem Ozean. Jeden Abend findet hier um 18 Uhr der berühmte Kecak Tanz statt, den ich leider verpasst habe. Die besten Zeiten? Ratet mal! Klar, Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Seid zeitig vor Beginn des Tanzes da, um noch einen guten Platz zu ergattern.

Canggu

Canggu ist ein Abenteuerspielplatz für alle, die niemals Erwachsenwerden möchten. Hier könnt ihr wirklich alles finden. Sei es spirituelle Erleuchtung, Longdrinks in angesagten Beachbars, Boiler Room Partys mit den besten DJs der Welt oder Spa-Aufenthalte der Extraklasse. In Canggu hatte ich nicht nur das schönste Airbnb, die besten Frühstücke (Frühstücks? Frühstücki?), die trinkseligsten und besten Abende und die außergewöhnlichsten Yogaklassen. Nein, ich hatte tatsächlich auch so etwas wie eine Bali-Overdose. Weil es hier so unendlich viele Möglichkeiten gibt, alle Läden so genau wissen, was mein westliches Herz begehrt, dass ich mich nach fünf Tagen wie betrogen fühlte und das ganz dringende Bedürfnis hatte, das echte, ungeschminkte und traditionelle Bali kennenzulernen.

Ja, es ist ein zweischneidiges Schwert. Canggu ist wie alle Berlin-Mitte-Klischees vereint, auf Crack und zu einem Drittel des UVP. Da lässt die Überdosis nicht lange auf sich warten. Toll war es trotzdem und reichlich Lieblingsorte habe ich auch für euch. Aber sagt am Ende nur nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Foodbaby, hier komme ich!

Ordentlich zulangen und sich trotzdem total gesund fühlen. Das geht in Bali sehr gut und in Canggu ausgezeichnet. Eine Bowl jagt die nächste und der gigantische Spirulina-Shake kostet gerade mal drei Euro. Ich war insgesamt fünf Tage in Canggu und konnte irgendwann keine Bowl mehr sehen. Aber irgendwie konnte ich auch nicht aufhören ... eines steht fest: Es war überall verdammt lecker und meine Liste kommt nicht mal annähernd an das Angebot heran. Ihr könnt aber überall hineinstolpern und werdet glücklich.

The Common

Im The Common war ich häufig, weil hier einfach alles stimmt. Preis, Lage, Angebot. Die Bowls sind lecker, der Kaffee ist es auch und man ist umgeben von hippen, jungen Leuten ... eigentlich wie Berlin bei 34 Grad und mit Palmen und mehr Rollern auf der Straße. Der perfekte Ort, um in den Tag zu starten!

Preisklasse: $

Motion Bali

Das Motion Bali wurde von sehr geschäftstüchtigen Menschen eröffnet. Denn hier lautet das Credo: Clean Eating! Einwohner (wohl eher Expats) und Touristen können sich Meal Plans erstellen lassen oder für satte 20 Dollar ihr lange vermisstes Sauerteigbrot kaufen. Abseits von Meal-Prepping und Brot-Madness gibt es hier aber die wirklich besten Shakes und richtig frisches Essen – zu günstigen Preisen. Unbedingt hin!

Preisklasse: $

The Shady Shack

An das The Shady Shack habe ich die schönste Erinnerung. Und das, obwohl der Tisch-Stuhl-Abstand genau so klein war, dass das Sitzen etwas von Folter hatte. Das Menü umfasst Burger, Wraps, Bowls (muss ich das eigentlich immer dazu sagen?), Avo-Brot und und und. Die Lage hat mir gefallen, denn man kann gemütlich durch die ruhigen Reisfelder am Rande Canggus spazieren und am Abend dem Himmel zusehen, wie er Lila wird. Das habe ich getan, bin gemütlich nach Hause spaziert und hatte einen fantastischen Abend allein.

Preisklasse: $$

Clear Cafe

Das Clear Cafe gibt es ebenfalls in Ubud und trotz, dass hier offensichtlich viel Geld drin steckt, ist es einfach wirklich gut. Die Canggu-Dependance ist ebenfalls hauptsächlich vegetarisch-vegan. Das Menü ist gigantisch, alle Lebensmittel für die Zubereitung kommen aus Bali. Clean Eating mit gutem Gewissen, weil hier regional das ist, was bei uns schon exotisch ist.

Preisklasse: $$

Crate Café

Das Crate Café nehme ich in meine Liste mit auf, weil es übelst abgehyped wird, ich aber gerne meinen Senf dazu geben möchte. Und der ist eher sauer. Die Gerichte sind Standard, der Service ist mega schnell, hat aber auch etwas von Fließband und wenn du zu spät am Morgen da bist, heißt es: Anstehen. Mein Eiskaffee hat nach nichts geschmeckt und was ich gegessen habe, habe ich schon wieder vergessen. Verg-essen quasi. Kann man machen, muss man nicht. Wenigstens ist es günstig.

Preisklasse: $

Deus Ex Machina Temple of Enthusiasm

Ja, das heißt wirklich so und ja, es gehört zum gerade gefeierten Motorrad- und Surferlabel Deus. Hier werden auch Nicht-Biker und -Surfer glücklich. Denn neben cooler Klamotte warten ein Restaurant, eine Bar und jede Menge Events auch euch. Dienstags gibt es Tacos und kostenlose Tattoos, abends Livemusik und Cocktails zum halben Preis.

Preisklasse: $$ - $$$

Erst Sundownern dann Party

Man kann wirklich alles in Canggu erleben. Vor allem kann man schön an einer Strandbar versacken und dann in den Club weiterziehen. Ich habe hier meine Liebe zum Nichtstun entdeckt (na gut, für vielleicht fünf Stunden) und vielleicht das erste Mal seit meiner Jugend wieder Spaß daran gehabt, der Happy Hour hinterherzujagen. Einfach weil. Meine Highlights verrate ich euch!

Beach Bums

Diese Strandbar ist eine Mischung aus super lässig und super nachlässig. Ich habe hier meinen ersten Advent verbracht, was an sich schon eine kuriose Sache war, da wir bei 32 Grad am Strand angestoßen haben, während Michael Bublé lief. Der Wein war furchtbar, Finger weg davon. Snacks und andere Getränke können sie hier aber und es ist ein guter Treffpunkt, um weiterzuziehen.

Preisklasse: $

Sand Bar

Die Sandbar ist direkt neben Beach Bums und hat eine ganz nette Happy Hour, mit der man gut starten kann. Mittags kann man sich hier auf eine Kokosnuss treffen (das klingt immer so schlimm, aber das trinkt man auf Bali wirklich!), den Surfern zuschauen und entweder unten am Strand in der Sonne liegen oder sich oben auf der kleinen, überdachten Terrasse abkühlen. An einem Abend wurden wir mit richtig guter Liveband am Strand überrascht.

Preisklasse: $

Old Man's

Es kann gut sein, dass ihr das Old Man's von Instagram kennt, ohne zu wissen, dass es sich um das Old Man's handelt. Vor dem Club befindet sich nämlich diese auffällige, blaue Wand, die Handyfoto-Pioniere anscheinend nur so anzieht! Das Old Man's an sich ist eine solide Beach Bar, die ich in Berlin sicherlich nie betreten würde, in Canggu hat es aber einfach gepasst. Die Musik ist elektronisch, das Publikum jung und careless und die Drinks nicht teuer.

Preisklasse: $ - $$

The Lawn

Das The Lawn ist super exklusiv, aber es kommt trotzdem jede*r rein. Vorher heißt es aber: Füße waschen (kein Scherz) und drinnen erwarten euch eine große Tanzfläche, mehrere Bars, zahlreiche Tische und Lounge-Areas und eine gesunde Mischung aus Instagram-Models und Normalos. Das Essen ist sehr gut, die Drinks ebenfalls und das Personal mega nett. Ich bin echt Club-Faul, aber das war ein super Abend – weshalb auch alle Bilder verwackelt sind.

Preisklasse: $$ - $$$

Black Cat Market

Dieses Speakeasy verbirgt sich hinter einem unscheinbar aussehenden Minimarkt. Geht man hinein und öffnet den alten silbernen Kühlschrank mit der Aufschrift „defekt“, steht man plötzlich mitten in der Bar. Die Musik ist zur Abwechslung eher Dad-Rockig, die Drinks super und bezahlbar und einen Fotoautomaten für die schönsten Erinnerungen gibt es auch. Ich habs geliebt! Macht auch unbedingt einen Abstecher ins Pretty Poison nebenan und schaut den Skatern im Pool zu. Als wir dort waren, war leider gar nichts los.

Preisklasse: $ - $$

La Brisa

Sonnenuntergangsplätze in der Front Row, Sushi, gute Drinks und ein unnachahmliches Ambiente – das alles ist La Brisa. Hier ist irgendwie alles perfekt und obwohl es, sobald die Sonne untergeht, sogar etwas cheesy wird mit all den Lichterketten und den Spiegelungen in den Pools und den schönen Menschen und den Schirmen, waren die Abende im La Brisa immer einfach nur perfekt. Und das, obwohl ich Beach Bars eigentlich nicht wirklich leiden kann. Bitte geht ins La Brisa, wenn ihr in Canggu seid.

Preisklasse: $$ - $$$

Let's Yoga!

Klar, Yoga musste auch sein in Canggu und hier habe ich wirklich nur einen Bruchteil von den Studios besuchen können, die ich sehen wollte. Aber sie alle waren einfach nur ein Traum!

Serenity Eco Guesthouse & Yoga

Das Serenity Eco Guesthouse gleicht einem Labyrinth und ist etwas in der Zeit stehen geblieben. Die Vibes sind in jedem Fall sehr New Age-ig. In Sachen Yoga bekommt ihr hier alles geboten, sei es Aerial, klassiches Vinyasa, Hatha oder Ashtanga. Ich habe die Klasse tatsächlich verpasst und kann daher nur für die Location sprechen, die mich nicht vom Sockel gehauen, aber neugierig gemacht hat. Bei einem nächsten Besuch würde ich hier sicherlich einige Klassen testen.

Tagesticket: 200.000 IDR, also etwa 13 Euro. Es gibt aber weitere faire Buchungsoptionen.

The Practice

Dieser Ort war ein wahrer Yoga-Traum. Die Shala direkt neben einer Quelle und mit offenen Wänden. Eine Statue des Patanjali in Schlangenform, was direkt klarmacht: The Practice setzt seinen Fokus auf das Hatha Yoga. Die Klassen, die ich besucht habe, waren professionell und inspirierend und ich fühlte mich danach wie neu geboren. Wenn ihr könnt, geht ins The Practice.

Preis für einen Drop-in: 150.000 IDR, also etwas weniger als zehn Euro.

Udara Bali Yoga Detox & Spa

Die beeindruckendste und lustigste Yoga-Session meines Lebens. Man braucht mit einem Rollertaxi, einem Gojek, etwa 20 Minuten bis zum Udara Bali Yoga, aber die Fahrt lohnt sich. Das Spa-Retreat ist ein beeindruckendes Gebäude direkt am Meer mit einer Shala, die euch die Sprache verschlägt. Regulär hier herzukommen, ist sehr kostspielig. Aber jeden Sonntag finden kostenlose Yoga-Klassen mit anschließendem Ecstatic Dance (den ich ausgelassen habe), statt. Wir haben gelacht, uns selbst umarmt, uns gedehnt und unheimlich viel Spaß gehabt. Und uns danach über eine Stunde in die tosenden Wellen geworfen. Es war der schönste Tag in Canggu für mich.

Regulärer Preis für eine Klasse: 130.000 IDR, rund 8,50 Euro.

Ubud

Ubud und ich sind nie wirklich warm geworden – und ich habe es weiß Gott versucht. Dabei hat Ubud auf dem Papier alles, was mich normalerweise sofort überzeugt. Das Städtchen gilt als kreatives und kulturelles Zentrum der Insel. Zahlreiche malerische Tempel aller Größen (die meisten der rund 35.000 Einwohner*innen sind Hindus) durchbrechen die Fassaden an den Straßen und die Reisfelder des Nordens erstrecken sich bis zu den geschäftigen Straßen des Orts. Da haben wir aber auch schon mein erstes Problem: geschäftig ist eine Verharmlosung von dem, was verkehrstechnisch in Ubud abgeht. Nonstop schiebt sich eine Armada aus Autos und Rollern durch die sehr schmalen Straßen – den dazugehörigen Lärm könnt ihr euch sicherlich ausmalen.

Ubud gilt bereits seit den 1960ern als Sehnsuchtsort der westlichen Künstlerbohème und gilt heute als Mekka für Spirituelle und Yogis aus aller Welt. So ist es keine Überraschung, dass es vor healthy Food Spots, Yoga-Studios und Spas nur so wimmelt. Da ich tatsächlich nicht mal drei ganze Tage dort war, halten sich meine Empfehlungen in Grenzen. Meine Lieblingsorte findet ihr auf der Karte.

Aber es gibt noch sooo viel mehr!

Meine 10 Tipps für Bali

1. Checkt euren Impfschutz

Lasst euch noch mal durch impfen, bevor es losgeht. Ich war im Tropenzentrum und habe mich beraten lassen. Empfohlen werden die Standardimpfungen, ich habe mich gegen Tollwut und japanische Enzephalitis impfen lassen. Aber das müsst ihr selbst entscheiden.

2. Vorsicht beim Visum

Wer 30 Tage bleibt, erhält ein Einreisevisum. Wenn ihr länger bleiben wollt, verpennt nicht die Anmeldung beim Visa-Büro, so wie ich. Jeder Tag, den ihr quasi illegal auf Bali seid, kostet eine Million IDR, also rund 60 Euro. Muss ja nicht sein.

3. Roller mieten? Bitte richtig!

Ihr wollt die Ortschaften oder gar die Insel auf zwei Rädern erkunden? Roller und sogar Motorräder sind schnell gemietet, dabei wird aber selten auf vorhandene Führerscheine geschaut, nach Helmen musste ich immer fragen und wirklich gepasst haben sie nie. Dann noch der Linksverkehr und ... überhaupt der Verkehr. Bitte, fahrt nur, wenn ihr es euch wirklich zutraut und ihr sicher seid! Ich habe mich nur in Uluwatu auf den Roller gesetzt, alles andere war mir zu viel Mayhem.

4. Informiert euch, bevor ihr Aktivitäten bucht

Ist Essen inbegriffen? Was wird versprochen? Wie viele Leute nehmen teil? Auch bei den ansonsten unheimlich freundlichen Balinesen gibt es Touristenfallen und nichts ist deprimierender, als für ein mieses Erlebnis Geld und Zeit in den Wind zu schießen. Geht am besten auf Nummer sicher und tauscht euch mit anderen Reisenden aus.

5. Erwartet keine Einsamkeit

Bali ist komplett überlaufen. Ich habe nichts anderes erwartet und wurde daher diesbezüglich nicht enttäuscht. Nur der unglaublich starke Verkehr hat mir echt die Schuhe ausgezogen. Da dauert eine Strecke von 20 Kilometern auch gerne mal über eine Stunde. Kalkuliert das immer mit ein und seid nicht allzu traurig, wenn am Traumstrand plötzlich eine Busladung Menschen ausgekippt wird.

6. Seid spontan!

Bucht nicht zu weit im Voraus. Wie für eigentlich alle asiatischen Länder gilt auch für Bali: Lasst euch treiben, habt die Booking.com oder Airbnb-App griffbereit und bucht immer spontan und wenige Tage im Voraus. Ich wette, ihr werdet auf andere Backpacker stoßen, die tolle Tipps haben und eure Pläne über den Haufen werfen und genau das ist es, was Reisen so toll macht: Das Ungeplante! In Zeiten des Internets so easy wie nie!

7. Nützliche Apps

Folgende Apps solltet ihr auf Bali griffbereit haben:

  • Airbnb
  • Booking.com
  • Gojekt (Rollertaxi!)
  • My Blue Bird (Taxi!)
  • Grab (als Alternaitve zu Uber, das auf Bali SEHR verpönt ist!)
  • Dropbox (für eure wichtigen Unterlagen, die ihr natürlich vorher eingescannt und hochgeladen habt)
  • Maps.me (damit ihr Karten offline nutzen könnt).

8. Achtung, Instagram!

Die Leute drehen durch auf Bali und alles dreht sich um die Bilder-App. Es ging so weit, dass mir regelrecht die Lust vergangen ist. Jede Tour, jede Wanderung, jedes Restaurant wird mit „instagrammable“ beworben und an manchen Orten bilden sich inzwischen wirklich Schlangen, damit die Leute ihre Fotos machen können und jedes Ausflugsziel hat eine oder mehrere Instagram-Spots. Es ist furchtbar. Versucht es zu umgehen, auch, wenn es manchmal schwer ist.

9. Die beste Bank & Auslandskrankenversicherung

Mit der DKB und der Standard-Auslandskrankenversicherung der Hanse Merkur macht ihr nichts falsch.

10. Bitte nehmt Rücksicht auf Menschen und Natur

Bitte, bitte, bitte: Informiert euch genau, bevor ihr Touren bucht und Orte besucht. In der Luwak Coffee Plantatoin werden die nachtaktiven Luwaks in viel zu kleinen, nackten Käfigen am Tage ausgestellt. Viele Touristen reiten noch immer auf Elefanten, finden angekettete Affen süß oder füttern frei laufende Makaken mit Süßigkeiten. Meidet bitte einfach alles, was mit Tieren zu tun hat. Die Balinesen sind unheimlich höflich und das wird schnell als devot missverstanden oder als eine Art Naivität. Begegnet den Einwohner*innen stets mit Respekt und fühlt euch als Gast. Denn das seid ihr, auch, wenn ihr mehr verdient.

Was fehlt in meinem Guide? Was sind eure Tipps für Bali? Oder reizt auch die indonesische Insel gar nicht? Habt ihr Fragen? Verratet es mir in den Kommentaren! Und nun zum wichtigsten Teil:

Die große Beige Bali Map zum Herunterladen und Abspeichern!

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