So geht nachhaltiger Luxus – Das Detox Retreat im Hotel Post Bezau von Susanne Kaufmann

4 Tage Yoga und Detoxen. Ist das Luxus? Ja, und zwar ohne Völlerei!

Das Handy klingelt. Der Terminkalender platzt aus allen Nähten. Der Job nimmt Überhand. Freizeit? Was ist das? Zeit für Freund*innen oder die Beziehung? Fehlanzeige! Zeit für sich selbst? Das ist jetzt wirklich das Allerletzte, woran man denkt.

Unser Alltag verlangt viel von uns. Multitasking, volle Konzentration, viel Zeitdruck, maximale Leistung. Eine Auszeit im Alltag finden? Möglich, aber schwer. Lisa hat Yoga für sich entdeckt. Dabei kommt sie herunter, kann Dinge verarbeiten und so richtig durchatmen. Und ich? Mir fällt es extrem schwer, in den eigenen vier Wänden zu entspannen. Zu sehr ist der Computer und das Handy allgegenwärtig, irgendetwas liegt immer herum und muss erledigt werden – und sei es der Haushalt. Ich glaube, dass letzte Mal, als ich so richtig abgeschaltet und die Außenwelt vergessen habe, da war ich ein Teenager.

Ein Teenager allein mit seinen beiden Eltern mitten im Nirgendwo in Schweden im vierwöchigen Urlaub. Mit ganz viel Glück und Betteln durfte ich einmal in der Woche Facebook checken. Das war's aber auch. Den Rest der Zeit habe ich gelesen, gemalt und die Umgebung entdeckt.

Seitdem haben sich meine Urlaube sehr verändert. Die Malediven sorgten noch am meisten für Entspannung, weil das Internet dort einfach so wahnsinnig schlecht war. Trotzdem ließ mich das Team im Büro nicht zur Ruhe kommen, ständig bekam ich Mails und Whatsapp-Nachrichten. Jetzt, ich bin mittlerweile ja wie ihr wisst selbstständig, ist das Abschalten im Urlaub noch schwerer geworden. Auch wenn ich Lisa zu hundert Prozent vertraue, so ganz alleine lassen will ich sie dann auch nicht mit der ganzen Arbeit – und Beige lese ich so oder so jeden Tag. Warum ich euch das erzähle? Weil ich den Urlaub gefunden habe, der so viel Entspannung bringt und den Alltag auf Reset setzt, dass ich euch davon unbedingt erzählen muss. Denn im Gegenzug zu dem typischen Luxushotel konzentriert sich dieses Hotel auf das Wesentliche – und macht damit alles richtig.

Das Hotel Post Bezau by Susanne Kaufmann

Vor ein paar Tagen ging es mit Niche Beauty nach Österreich ins Hotel von Susanne Kaufmann. Das Hotel Post Bezau liegt im Bregenzerwald, nicht unweit vom Bodensee und Bregenz. Am besten erreicht man es mit dem Zug (umweltfreundlich!) oder ihr fliegt bis nach Zürich (oder Friedrichshafen) und mietet euch dann ein Auto. Von dort sind es dann noch circa zwei Stunden und schon seit ihr im Bregenzer Paradies, im schönsten Skigebiet zwischen schneeweißen Bergen und umgeben vom Gegenspiel der traditionellen und sehr modernen Holzhäuser. Das Hotel von Susanne Kaufmann fügt sich so gut in die Umgebung ein, dass es auf den ersten Blick nicht auffällt – und das meine ich positiv. Holz dominiert als Material im Hotel und zieht sich von der Hotellobby, über den Spa-Bereich bis hin in die einzelnen Hotelzimmer. Dass das Hotel so wunderschön ist, das wundert mich nicht mehr, nachdem Susanne erzählt, dass ihr Vater und ihr Bruder Architekten sind.

„Unsere Idee war es, einen Ort zu schaffen an dem Wohlfühlen im Vordergrund steht. Mit ganzheitlichem natürlichen Ansatz und dem Anspruch sich präventiv um die Gesundheit zu kümmern.“

Susanne Kaufmann und Stephanie Rist

Susanne selbst übernahm das Hotel 1994 – mit nur 23 Jahren – nach dem Tod ihrer Mutter und gehört damit zur 5. Generation ihrer Familie, denn schon vor 150 Jahren wurde das Hotel „Die Post“ eröffnet. Früher klassisches Kurhotel, hat Susanne Kaufmann es seit den 90er-Jahren in ein wahres Spa-Paradies verwandelt. „Die Neuausrichtung war eine Entscheidung der Familie, die ihrer Zeit bedurfte. Eines war uns von Anfang an klar – wir bleiben unseren Wurzeln treu, denn sie geben uns Halt und Kraft für Neues.“, so Susanne Kaufmann. Der letzte Umbau des Hotels erfolgte 2019, seit Juni hat nun der neue Teil des Hotels geöffnet und verbindet Fortschritt mit Tradition.

Dabei hilft ihr Stephanie Rist, die seit sie 16 Jahre alt ist im Hotel arbeitet, dort ihre Ausbildung machte und jetzt die Hotelleitung übernommen hat. Davor reiste sie acht Jahre als Markenbotschafterin in der Weltgeschichte herum (Susanne, ist der Job noch frei?!), nun ist sie für Susanne in die Heimat zurückgekehrt.

Susanne Kaufmann – die Pflegelinie

So entstand übrigens auch die Pflegelinie, die Susanne im Nachbarort von einem lokalen Käsebauern produzieren lässt. Sie wollte in ihrem Spa natürliche Produkte, am besten mit regionalen Zutaten und einem schlichten Packaging. Heute ist sie durch die nachhaltigen Beautyprodukte weltweit bekannt – in der Produktion (und ich war selbst vor Ort) hat sich aber nicht viel verändert. Produziert werden kann nur so viel, wie es Ressourcen und Personal gibt, alle Rezepturen werden per Hand ausgetüftelt, gemixt und dann verpackt. Was von Asiaten schnell mal als Showproduktion abgetan wird, ist wirklich die kleine Fabrik in der ALLE Susanne-Kaufmann-Produkte gefertigt werden – und zwar für den weltweiten Versand. Susanne nimmt jede Charge persönlich ab, weil die natürlichen Inhaltsstoffe je nach Wetter und Ernte immer leicht unterschiedlich ausfallen können.

Das Retreat Konzept

Das Hotel hat einen ganzheitlichen Ansatz. Sprich, einfach ein Zimmer buchen, ist nicht drin, man kann dafür verschiedene Pakete aka Retreats buchen, die Seele und Körper pflegen sollen. Wie? Mit der richtigen Ernährung, ausreichend Schlaf, Sport, ganzheitlichen Treatments im eigenen Spa und der Natur des Bregenzerwalds. Im Angebot ist das Discovery Retreat, Holistic Beauty, Detox, Body Shaping, Yoga, Pilates und Tennis. Drei Tage beginnen preislich bei ca. 900 Euro, hier sind Spa Treatments, Sporteinheiten, Essen und der Wellness-Bereich allerdings auch schon inklusive.

Detox & Shine Retreat by Gabriela Bozic– Ich hab's getestet

Detox and Shine. Das bedeutet vier Tage Yoga und Detox. Wie mein Tag aussah? Um 8 Uhr morgens startet man mit einer eineinhalbstündigen Yoga-Einheit in den Tag und kann vom Trainingsraum aus den Sonnenaufgang sehen. Direkt vom Pyjama in die Sportkleidung und dann nur eine Treppe herunterlaufen ohne sich großartig anziehen oder fertig machen zu müssen – diesen Luxus vermisse ich seitdem schmerzlich in meinen Alltag, wo ich dick eingepackt 20 Minuten durch die Berliner Kälte zum Pilates laufen muss. Nach dem Yoga kommt dann das wohlverdiente Frühstück. Wir hatten die Detox Cuisine, die auf TCM, also Traditioneller Chinesischer Medizin, basiert und ohne Salz, Zucker und Koffein die Organe zum Entgiften anregen soll. Vier-Gänge-Frühstück? Am Abend der Ankunft hört sich das nach Völlerei an. Am Morgen dann die Realität: der erste Gang ist eine ungewürzte Brühe, der zweite meist eine Art von Getreidebrei, danach folgt ein Samenpudding und der vierte Gang ist ein heißer Gemüsesaft. Wer gerne süß frühstückt so wie ich, der muss sich erstmal umstellen.

Nach dem Frühstück heißt es Freizeit bzw. Spa Treatments. Am ersten Tag gehe ich am Vormittag zum Detox Facial, wo die Durchblutung im Gesicht mit einer Massage und Gesichtsrollern angeregt wird, am Nachmittag nach dem Mittagessen (zwei Gänge: Suppe und Gemüse) Faszienziehen, bei dem die verklebten Faszien per Hand gelockert werden – hier zeigt sich, wer im Alltag fleißig die Blackroll benutzt. Wer das nicht tut, der kann schon mal wehleidig werden.

Zwischendurch bleibt Zeit um den hauseigenen Wellnessbereich mit Pool, Whirlpool, Outdoor-Solebad, Saunen und Dampfbad zu erkunden – ich (und meine Haut) träumen jetzt noch vom Nebel des Dampfbads.

Pünktlich um 16:30 Uhr folgt die nächste Einheit mit Yogalehrerin Gabriela Bozic. Wieder 1,5 Stunden, diesmal singen wir, während wir den Sonnenuntergang ansehen, andächtig Mantren. Danach folgt das Abendessen. Überraschung: Es gibt Suppe und Gemüse! Dessert? Fehlanzeige! Dafür lassen der Schlaftee und die frische Bergluft einen problemlos einschlafen.

Yoga und Essen sind in den vier Tagen die Konstanten, die zur geliebten Routine werden. Am dritten Tag habe ich mein Detox Body Treatment im Spa und auch wenn Pauls starke Arme mir beim ersten Anblick etwas Angst machen, am Ende war ich so glücklich wie ein vollgefressenes Baby – die passende Haut hatte ich dank des Detox Peelings mit Aprikosenkernen jedenfalls, meine Beine waren nach der anderthalbstündigen Lymphmassage gefühlt leicht wie Federn. Das Gesicht folgte erneut am vierten Tag mit einer Einheit Face Yoga. Gar nicht mal so albern, sondern ziemlich effektiv, wenn man mit Gesichtsrollern und einem guten Öl oder Serum unterstützt.

Das Hotel verlassen? Das hätte ich mit mehr Zeit bestimmt! Auch hier bietet das Susanne-Kaufmann-Team Bespaßung, man kann z.B. eine Sonnenaufgangswanderung machen oder die Produktion von Susanne im Nachbarort bestaunen. Ich war in den schönen hölzernen vier Wänden aber mehr als glücklich.

Mein Fazit

Da dies eine Pressereise war, musste ich natürlich nicht den Retreat-Preis zahlen. Hätte ich ihn allerdings gezahlt, ich wäre am Ende unendlich glücklich gewesen, denn jeder Cent ist hier wirklich gut investiert. Nachhaltigkeit wird bei Susanne Kaufmann gelebt: ob in der Küche, die nur mit regionalen und saisonalen Produkten aus dem eigenen Gemüsebeet kocht, den Pflegeprodukten, die vom Bauern im Nachbarort produziert werden oder den Angestellten, die jahrzehntelang ohne einen (!) Krankheitstag im Hotel arbeiten – und für die das Hotel übrigens zwei Wochen über Weihnachten geschlossen wurde, damit sie mit ihren Familien feiern können.

Auch wenn man nicht zehn verschiedene Treatments im Spa macht (sollte man aber), fühlt sich der Aufenthalt nach purem Luxus an. Im Haus sind überall Tee-Stationen, es gibt immer frisches Obst und am Nachmittag kann jeder Hotelgast am Kamin einen frischgepressten Saft trinken.

Geschlafen habe ich hier wie ein Baby, was an der Clean-Sleeping-Methode liegt. Sprich, nachts gibt es im Hotel kein WLAN, auf den Matratzen liegt man schräg, was die Muskulatur besser versorgen soll, die Matratzen sind außerdem aus speziellem Naturkautschuk, ebenso wie Bettwäsche aus Schurwolle, die gut für die Haut ist.

Der Sport ist nur die Krönung, denn so wird aus einem faulen Urlaub ein Erlebnis, bei dem man auch noch etwas aktiv für seinen Körper tut. Statt mit einem schlechten Gewissen kommt man federleicht in den Alltag zurück – und damit meine ich nicht nur körperlich etwas leichter, sondern vor allem mental.

Wenn so die Zukunft der Luxushotels aussieht – ohne Verschwendung, Völlerei, sondern konzentriert auf das Wesentliche – auf Gesundheit, Wohlfühlen und Erholung – und das ohne zu darben oder sich selbst zu kasteien, dann ist das mein neuer Traumurlaub. Das Pilates- und Tennis-Retreat stehen auf meiner To-do-Liste jedenfalls ganz weit oben!

Vielen lieben Dank an Susanne, Stephanie, das ganze restliche Hotelteam und natürlich Niche Beauty! Es war ein Aufenthalt, der viel bewegt hat – und damit meine ich nicht nur meine Fettzellen...

Meine Produktempfehlungen von Susanne Kaufmann:

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    Beige & eddicted

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