Eh gut! Unser Wien Shopping-Guide

Servas! Wir nehmen euch mit auf eine Shopping-Tour durch die österreichische Metropole

Ich bin mir nicht 100 Prozent sicher, ab wann man von einer Tradition sprechen kann. Doch die jährlichen Besuche in Wien gemeinsam mit meinem Freund über Silvester fühlen sich inzwischen so an. Bereits zum vierten Mal haben wir die österreichischen Metropole besucht und sind hier zum dritten Mal in das neue Jahr gerutscht. Und mit jedem Besuch gefällt mir Wien noch besser.

Wien wird ja gerne auf seine (zugegebenermaßen sehr einmaligen und unterhaltsamen) ortstypischen Besonderheiten reduziert und sowohl der berühmte Wiener Schmäh, als auch das Menü beim Abendessen hinterlässt nicht selten große Fragezeichen und Amüsement unter Nicht-Österreicher*innen. Andererseits suhlt sich Stadt aber auch wirklich mit Genuss in seinem Erbe – neuerem wie altem – und man kann den Attributen Wiens nur schwer entkommen. Das ist nicht weiter verwunderlich, schaut man sich die sprichwörtliche Touristenarmada an, die sich, mit Selfie-Sticks, Stadtkarte und Rucksack vorm Bauch bewaffnet, kommt Regen, kommt Sonne, durch die gesamte Innenstadt schiebt. Touristen bringen eben auch eine Menge Geld in die Stadt.

Da Wien trotz seiner fast zwei Millionen Einwohner*innen super übersichtlich ist, kommt man wirklich problemlos von A nach B und kann, wenn das Wetter mitspielt, die Stadt größtenteils sogar zu Fuß erkunden. Vielleicht ist es dieser Übersichtlichkeit geschuldet, dass Wien dennoch so gemütlich daherkommt.

Und jetzt: Shopping Vienna!

Was spannende Concept Stores, ausgesuchte Second Hand Geschäfte und Interior Shops angeht, kann Wien wirklich locker mit den deutschen Metropolen mithalten. Da sich die meisten angesagten Läden im 7. Bezirk befinden (man könnte es auch das Kreuzberg von Wien nennen), sind wir bei unserer gemütlichen Erkundungstour sogar den gefürchteten Touristen entkommen und konnten ganz entspannt in den Tag spazieren, in kleine Gassen einbiegen und uns mit Absicht verlaufen. Welche Stores dabei meinen Weg gekreuzt haben, verrate ich euch jetzt und lade euch, wie immer, ein, die Liste in den Kommentaren zu ergänzen.

Burggasse 24

Der Vintage und Designer Concept Store Burggasse 24 mit angeschlossenem Café im 7. Bezirk ist der Second Hand Laden, den Berlin nie hatte. Ausgesuchte Vintage-Teile von Laura Ashley, Céline, Acne Studios oder Ralph Lauren hängen hier zwischen den gut sortierten Modeschätzen aus den Achtzigern und Neunzigern. Alles mehr oder weniger nach Farbe sortiert und zu Preisen, die wirklich Spaß machen. Fairerweise kommen hier auch endlich mal die Männer mit einer relativ großen Abteilung auf ihre Kosten.

Ich habe noch nie nichts gefunden und nie mehr als 60 Euro ausgegeben. Das Café mit den leckeren Kuchen in der Auslage und dem gemütlichen Ofen muss ich allerdings noch austesten. Nächstes Mal!

Burggasse 24, Burggasse 24, 1070 Wien - @burggasse24

Meshit Comerc

Meshit Comerc sind eigentlich zwei verschiedene Paar Schuhe. Der Store Comerc beherbergt eine feine Auswahl an skandinavischen Modelabels wie Soulland, Samsoe Samsoe oder Pflege von Malin + Goetz. Meshit ist das dazugehörige österreichische Modelabel, das dem restlichen Portfolio in Sachen hip in nichts nachsteht. Männlein und Weiblein finden hier Mode, nachhaltige Kosmetik und Accessoires im überschaubaren Ladengeschäft. Hat mir sehr gefallen, ärgere mich noch immer, dass ich dieses T-Shirt nicht gekauft habe.

Meshit Comerc, Westbahnstr. 20, 1070 Wien – @meshitvienna

We Bandits

Bei We Bandits, wiederum im 7. Bezirk, hat man die Zeichen der Zeit schon lange erkannt! Der großzügige Laden vereint nämlich das modisch Beste aus Skandinavien und Südkorea. Sage und schreibe über 95 südkoreanische Brands gibt es hier zu entdecken. Der großzügige, helle Store lädt zum gemütlichen Stöbern ein. We Bandits führt zwar nur Damenmode, befindet sich aber über einem großen Viu Eyewear-Store, wo man sich die Wartezeit mit Brillenanprobieren vertreiben kann.

We Bandits, Neubaugasse 36, 1070 Wien – @webandits

Park

Ader Error, Jacquemus, Haider Ackermann, Lemaire oder Sacai gefällig? Wiens erster Konzeptstore Park versorgt alle hyper Modehungrigen seit 2004 mit einer ausgezeichneten und geschmackvollen Auswahl an internationalen Designern. Entsprechend dem Portfolio bewegen sich auch die Preise, weshalb ich den luftigen, gut sortierten Store mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder verlassen habe. Doch es ist toll zu wissen, dass es sie noch gibt, diese Läden, deren Besitzer wirklich mit Haut und Haaren dabei sind und ihr ganzes Herzblut hineingesteckt haben. Ich komme wieder! Mit Geld!

Park, Mondscheingasse 20, 1070 Wien

Kaufhaus Wall

In das Kaufhaus Wall sind wir eher zufällig hinein gestolpert, hatte ich es bei meiner Vorrecherche anscheinend übersehen. Ähnlich wie auch das Park zeichnet sich dieser Konzeptstore durch ein sehr ausgesuchtes Markenportfolio für sie und ihn aus, das von Henrik Vibskov über Saskia Diez und Yohji Yamamoto bis hin zu Hannes Roether reicht. Nach dem Shoppen kann man sich in der kleinen Barbier-Ecke noch Haarspitzen und Bart stutzen oder seine Nase tief in den tollen Duftkerzen von AER versenken. Das Kaufhaus Wall ist wirklich eine echte Perle.

Kaufhaus Wall, Westbahnstr. 5a, 1070 Wien – @kaufhauswall

Sight Store

Jetzt wird's bunt! Beim Sight Store in der Neubaugasse dreht sich nämlich alles um lokale Jungdesigner an der Schnittstelle von Mode und Kunst. Der Fokus liegt auf Ready to Wear und Modeschmuck, alles zu super erschwinglichen Preisen und oftmals nachhaltig, was den Sight Store vermutlich zur Anlaufstelle Nummer Eins macht, wenn es um das perfekte Last-Minute-Geschenk geht. Mir war es fast eine Spur zu hektisch, aber bei den bunten Strick-Beanies und den pastelligen Ledertaschen habe ich zugegebenermaßen doch zweimal hingeschaut.

Sight Store, Neubaugasse 46, 1070 Wien – @sight_vienna

Copenhagen Hus

Bin ich doch wieder in die Falle getappt. Warum? Nun ja, eigentlich handelt es sich beim Copenhagen Hus in Wien um die berühmte Nummer sicher, wenn es um Interior-Geschäfte geht. Mit Ferm Living, Normann Copenhagen oder House Doctor im Sortiment kann man schließlich nichts falsch machen. Dennoch habe ich mich hier mit am längsten aufgehalten und mich in Ruhe durch das schön sortierte Angebot gearbeitet. Was soll ich machen, ich kann eben einfach nicht widerstehen, wenn es um skandinavischen Design geht.

Copenhagen Hus, Neubaugssse 57, 1070 Wien – @cphhus

Substance Records

Zum Abschluss gibt es noch mal was auf die Ohren. Der seit 2001 bestehende Plattenladen Substance Records hat uns über eine Stunde in seinen Bann gezogen. Man findet einfach kein Ende, wenn man sich durch die gigantische Auswahl an Platten stöbert und ich hätte die Vinyls gerne tonnenweise herausgeschleppt. Ob Hip-Hop, Noise Rock, Alternative, New Wave, Electro, Deep House, Disco, Punk, Lo-Fi ... fragt die beiden über-netten Besitzer nach einer Platte und sie werden sie für euch hervorzaubern. Solche Läden sind eine echte Rarität und ich hoffe, dass Substance Records mindestens auch noch die kommenden 17 Jahre übersteht!

Substance Records, Westbahnstr. 16, 1070 Wien – @substance_recordstore

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Dieser Artikel ist Werbung, da er Markennennungen enthält.

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