Alles Acetat oder was? Diesen Sommer schon, jep!

Die Sonne macht zwar gerade Urlaub, aber sie kommt wieder. Und dann sind wir bereit!

Gut, gerade macht die Sonne eine kleine Pause, ABER: sie versteckt sich nur hinter den Wolken. Sie ist da und sie meint es diesen Sommer ganz sicher noch einige Male ernst mit ihrem Job. Nachdem ich einen Sommer lang ausschließlich Sonnenbrillen aus Metall auf meine Nase gelassen habe, habe ich nun allergrößte Lust auf bunte, große Acetat-Modelle. Ihr auch? Dann seid ihr heute und hier genau richtig!

Acetat: Eine kleine Chemie-Stunde

Mein Chemielehrer Herr Schmitz wäre jetzt so stolz auf mich, ich war nämlich immer eine echte Niete in seinem Fach. Ich habe mich für diesen Artikel in die Recherche gestürzt, die Hirnwindungen fasst zum Durchbrennen gebracht und werde euch nun die Vorteile und Zusammensetzung von der Naturfaser Acetat erklären.

Die ersten sind vielleicht schon stutzig geworden. Aber ja, es stimmt, bei Acetat, einem der häufigsten Materialien für Brillen, handelt es sich tatsächlich um eine Faser aus natürlich vorkommenden Komponenten. Acetat ist ein sogenannter Biokunststoff (bitte notieren für schlaue Stammtischgespräche). Pflanzliche Zellulosefasern, zum Beispiel aus Baumwolle oder Buchenholz, sind die Basis für das Acetat, aus dem dann all die wunderschönen Brillenkreationen gefertigt werden. Und das passiert in wenigen Schritten: Die Zellulose wird in Pulverform mit Essigsäure verestert und fertig ist das Acetat. Fragt mich jetzt nicht, was genau beim Verestern passiert ... lasst euch aber sagen: Das Ergebnis sind stabile Acetat-Verbindungen, die industriell meist in Plattenform produziert werden. Diese Platten können nach Lust und Laune eingefärbt werden und die Nasenparty kann losgehen.

So, nun wisst ihr Bescheid und wir können von der Pflicht in die Kür übergehen. Ich beantworte euch die Frage, welche Brillen und Brands mich diesen Sommer auf jeden Fall begleiten dürften, wenn ich nicht schon mehr als genug Modelle mein Eigen nennen würde. Falls ihr also auf der Suche nach etwas frischem Wind für euer Sonnenbrillen-Game seid, bekommt ihr mit diesem Artikel ausreichend Inspiration – und ich sehe diese niedergeschriebene Liste als digitalen Merkzettel für später. Übrigens: Fast alle hier vorstellten Marken arbeiten nachhaltig oder größtenteils nachhaltig und sind selbstredend alle unisex!

Diese Brillen und Brands habe ich diesen Sommer auf dem Schirm (und der Nase):

Dick Moby

Die Legende besagt, dass Tim und Robbert eines schönen Sommertages im Jahre 2012 surfen gehen wollten. Doch der Strand war so vermüllt, dass den beiden die Lust verging – und sie beschlossen, etwas zu unternehmen. Dick Moby war geboren und seitdem produziert das holländische Label wunderschöne, faire und ölfreie Acetat-Sonnenbrillen (und natürlich auch Metall-Modelle) aus recycelten Materialien.

Vielleicht kann man sie auch als die Ben & Jerry's der Sonnenbrillen-Branche bezeichnen. Meine Favoriten findet ihr hier unten, zum Webshop einfach hier klicken.

Andy Wolf

Ich gebe zu, ich bin, geht es um Andy Wolf, schwer parteiisch. Ein Jahr lang teilte ich mir mit dem Team ein Büro und es war eine fantastische Zeit. Aber auch ohne unsere Shared Office Vergangenheit würde ich euch die österreichische Überflieger-Brand wärmstens empfehlen.

Alle Brillenmodelle werden nachhaltig und per Hand in den eigenen Werken in Hartberg in Österreich gefertigt. Das Acetat für die Brillen von Andy Wolf stammt aus Italien und ist aus nachhaltigen, gehärteten Baumwollflocken. Zu den Fans zählen die Band Bilderbuch, Rihanna, Gigi Hadid, Yung Hurn, Stella von Senger (die auch schon Kampagnengesicht war!), Aya Nakamura, Clemens Schick, Caro Daur ...

Meine Favoriten findet ihr down below. Einen Onlineshop hat Andy Wolf nicht, da man die Brillen nur in Verbindung mit einer ordentlichen Beratung verkaufen möchte. Eine Webseite gibt es aber.

Oliver Peoples

Die Modelle Oliver Peoples sind gleichzeitig unheimlich amerikanisch und bedingungslos international. Das mag zum einen am kalifornischen Firmensitz im Herzen Hollywoods liegen. Zum anderen an den eindeutigen und immer wieder starken Einflüssen und Elementen aus Mode, Film, Kunst und Musik. Alle Brillen werden auch bei Oliver Peoples noch von Hand gefertigt, was sich auf jeden Fall im Preis bemerkbar macht – die Brand ist für all jene unter euch, die bereit sind, für eine gute (Sonnen-)Brille etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Lasst euch gesagt sein: Die Investition lohnt sich. Ich könnte doch tatsächlich beim Modell Saurine schwach werden ... könnte! Hier geht ees zum Webshop und natürlich zu meinen Highlights.

Etnia Barcelona

Das Brillenlabel Etnia Barclona beweist mit jeder Kollektion sehr eindrucksvoll, dass „geht nicht“ bei den Spaniern nicht existiert. Keine Saison gleicht der anderen. Eine Besonderheit der Marke, die Anfang der Nullerjahre gegründet wurde? Die kunterbunten Farben, wilden Formen und intensiven Kooperationen mit Künstler*innen aus aller Welt. Hier trifft Vergangenes auf die Moderne und alles ist ein bisschen over the top.

Muss auch mal sein, oder? Bitter hier entlang für den Webshop und unten schauen für meine persönlichen Perlen.

Carla Colour

Über die Marke Carla Colour bin ich tatsächlich erst während des Schreibens dieses Artikels gestolpert. Die Devise lautet „Futuristic Throwback“ und so haben alle Modelle der amerikanischen Brand diesen Hauch Retro und sind dabei so unglaublich frisch. Carla Robertson, das Mastermind hinter Carla Colour, produzert zwei limitierte Kollektionen pro Jahr, um Müll zu vermeiden. Verwendet wird ein umweltfreundliches, nachhaltiges Bioacetat (na, wer hat aufgepasst?).

Ich bin auf jeden Fall großer Fan und bin mir sicher: ihr auch, sobald ihr die Webseite besucht und meine Favoriten gesehen habt.

Ace & Tate

Bei Ace & Tate kostet jede Brille ohne Extras 98 Euro. Wie das geht? Herstellung, Vertrieb und Marketing liegen komplett in der Hand der Brand, die vom Niederländer Mark de Lange gegründet wurde. Ace & Tate reagieren schnell auf Trends, sind aber nicht so trendy, dass man noch drei Saisons nicht mehr mitkommt oder genervt ist. Mit mehreren Flagshipstores in ganz Europa gehört Ace & Tate auf jeden Fall zu den Big Playern im bezahlbaren Brillensegment – und ist auch nicht mehr wegzudenken.

Hier entlang bitte zum Webshop, die meiner Meinung nach schönsten Modelle kommen hier:

YUN

Wenn ihr einmal in Berlin seid, müsst ihr unbedingt dem YUN Store in der Rosenthaler Straße einen Besuch abstatten. Das Koreanische Brillenlabel hat sich hier seinen einzigen Store gegönnt, in dem ihr live zuschauen könnt, wie eure Lieblingsbrille mit den passenden Gläsern in nur 20 Minuten von einer Maschine, auf die Inspector Gadget sehr neidisch wäre, gefertigt wird.

Abgesehen von dieser Experience sind die Brillen von YUN wunderbar zeitgemäß bei gleichzeitiger Zurückhaltung und kommen in zahllosen Farb- und Kombinationsvarianten. Schaut doch mal im Webshop vorbei und lasst euch vorher von meiner Auswahl inspirieren!

Viu Eyewear

Eine meiner liebsten Sonnenbrillen ist von Viu Eyewear. Ich liebe das kompromisslose Design und die Qualität der in der Schweiz designten und in Italien und Japan gefertigten, nachhaltigen Brillen. Sonnenbrillen von Viu sind eine wirklich machbare Investition und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ihr lange Freude an eurer Brille haben werdet. Ich kann gar nicht zählen, wie oft mir meine nun schon heruntergefallen ist: Sie sieht immer noch tiptop aus!

Hier entlang bitte zum Onlineshop und ein wenig scrollen, um zu meinen Lieblingsmodellen zu gelangen.

Raen

Die amerikanische Marke Raen hat nun eine Anhängerin mehr: moi! Ich hatte das Label gar nicht so auf dem Schirm, bis eine Pressemitteilung in mein Postfach flatterte. Designt in Kalifornien und gefertigt aus pflanzlichem Acetat liegt bei Raen der Fokus auf modischen Sonnenbrillen, die jedoch per Hand und alles andere als „fast“ gefertigt werden.

Tja, wer weiß, vielleicht werde ich doch noch ein Cali-Girl? Überzeugt euch hier im Webshop oder führt euch meine Favoriten zu Gemüte.

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