Die Suche nach einem nicht spießigen Rucksack

Weil wir alle früher oder später in das Alter kommen

Ich lege etwa 90 Prozent aller Wege in Berlin auf meinem Fahrrad zurück. Meine Räder und ich, das ist Symbiose in Perfektion – denn ich nenne tatsächlich drei Drahtesel mein Eigen. Ich würde im Hochsommer tatsächlich auch lieber Glas essen, als in eine mit Menschen vollgestopfte U-Bahn zur Rush-Hour zu steigen. Nein, stattdessen weht mir der Fahrtwind seicht um die Nase, ich habe einen Podcast oder meinen Sommermix auf den Ohren und mein Rücken bringt mich um.

Ja, richtig gelesen. Das schwere Los der Selbstständigen ist es nämlich, überall und jeden Tag die eigenen Arbeitsmaterialien mit sich herumtragen zu müssen. Bei mir ist es ein MacBook Pro, das wie durch Zauberei minütlich an Gewicht zu gewinnen scheint, je länger ich damit unterwegs bin. Hinzu kommen meistens ein Notizbuch, Ladekabel, im Sommer noch eine Wasserflasche, manchmal meine Kamera und schon wird es unbequem.

Ach ja, das Karma. Ich habe meine Eltern ein bisschen ausgelacht, als sie sich ein neues Auto gekauft haben, in dem „man nicht so tief sitzt“. Ich, die ich alle Sommer meiner Jugend in Pfadfinderlagern verbrachte, gebettet auf nichts, als einer lausigen Isomatte auf unebenem Grund. Ich, die in Körperhaltungen schlafen konnte, deren Anblick jedem*jeder Orthopäd*in den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hätte. Alles vorbei. Kaum hatte ich die magische 30 überschritten entschied sich mein Rücken dafür, meine Sperenzien nicht mehr mitzumachen. Ungefähr zeitgleich habe ich übrigens mit Oberlippen-Schwitzen und steifem Nacken durch Ventilatoren-Zug Bekanntschaft gemacht. Muss das sein? Gehört das dazu? Es ist grausam!

My lower back is killing me!

Frei nach Britney Spears

Aber zurück zum Thema. Als hippe Berlinerin war eine meiner ersten Investitionen nach Umzug in die Hauptstadt natürlich ein Fjällräven Kånken Rucksack. Rechteckig, praktisch und absolut gar nicht gepolstert ist er inzwischen vom kleinen Helfer zum Folterinstrument mutiert. Die Lösung war zunächst ein Wald-Korb, den ich auch immer noch nutze. Doch es ist jedes Mal ein Kampf. Berliner Radwege sind eine Zumutung, manchmal gar eine Frechheit.

Oftmals sind sie so unterminiert von Baumwurzeln oder zerlegt von Kälte- und Hitzesprengung, dass eine einfache Fahrt von A nach B zum Parcours wird und bei mehreren Gelegenheiten sämtlicher Inhalt aus dem Korb auf die Straße fliegt. Aber in hohem Bogen. Rucksack also. Eine Anschaffung, um die ich nun schon über ein halbes Jahr herumschleiche. Rücksäcke sind irgendwie … spießig, sobald sie gut für den Rücken sind.

Es gibt keine Ausreden mehr. Wichtige Kriterien für mich: Rückenpartie und Schulterriemen müssen gepolstert sein, die Last muss gleichmäßig verteilt werden und ich möchte bitte ohne viel Herumgesuche alles schnell finden. Da ich nicht allzu groß bin, darf es der Rucksack auch nicht sein. Und obwohl ich es farbenfroh mag, halte ich mich hier lieber bedeckt. Wir zwei sollen im besten Fall ja sehr lange miteinander auskommen. Falls ihr den ganzen Artikel über nun mit dem Kopf genickt habt, könnt ihr euch freuen. Denn nach einem halben Jahr bin ich endlich fündig geworden und mache mit dem Isar Ballistic von Côte & Ciel all das wieder gut, was ich meinem Rücken jahrelang angetan habe.

Diese Rucksäcke erfüllen alle meine Kriterien:

Rucksäcke für alle ohne Rückenprobleme (Neid!):

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