Kleine Taten, große Veränderungen

Chief Giving Officer Amy Smith von Toms im Gespräch über den Unterschied, den jeder Einzelne machen kann

Das Argument „Einzelperson“ ist ein sehr beliebtes, wenn es um Fragen und Diskussionen geht, die unsere Umwelt und unsere Gesellschaft betreffen. Einerseits ruhen sich viele auf der Annahme aus, dass eine*r alleine nichts an den Gegebenheiten ändern kann. David gegen Goliath eben. Andererseits wird der Einzelfaktor Mensch gerne als Entschuldigung genommen, wenn man doch eingeknickt ist und den Coffee to go gekauft hat. Ein Becher mehr, was macht das schon aus?

Wir fühlen uns klein als Schräubchen im Getriebe. „Man müsste doch mal ...“ und „eigentlich würde ich gern ...“ – diese Sätze kennen wir alle zur Genüge.

Ja, du bist eine Ameise – aber das ist gut!

Auch ich hatte und habe schon oft genug daran gezweifelt, wohin das Engagement einer Einzelperson führen soll in einer Welt, in der über sieben Milliarden Menschen leben. Sieben Milliarden zu eins – eine Rechnung, die hoffnungslos klingt. Lass dir was gesagt sein: Ja, du bist eine Ameise! Und wenn du einmal gesehen hast, was so eine wilde Horde Ameisen alles anstellen kann, weißt du, wie effizient diese kleinsten Insekten das Feld von hinten aufrollen. Gerade bist du mit deinen Idealen und deinem Engagement noch die einzige Ameise in deiner Umgebung, aber du kannst dir sicher sein, dass es weitere gibt, ihr müsst euch nur finden und vernetzen und ihr müsst als Vorbild dienen und weitere Mitglieder für euren Staat anwerben.

In jeder*jedem von uns schlummert ein Changemaker

Die Changemaker-Kampagne von Toms setzt bei genau diesen Gedanken an und beweist mit seinem neuen Konzept, dass auch die kleinste Idee etwas Großes bewirken kann. Durch projektbezogene Investitionen für lokale Non-Profit-Organisationen und in Zusammenarbeit mit Aktivisten wird Toms sich ab sofort in Problembereichen wie Obdachlosigkeit, Empowerment für Frauen und soziales Unternehmertum oder Aufbauhilfe engagieren und möchte uns alle dazu ermutigen, ebenfalls aktiv zu werden. Den Anfang haben nun Ella Grace Denton, Sara Nuru und Joshua Coombes gemacht. Ella Grace Denton setzt sich als Aktivistin für Safe Spaces für Frauen ein. Der Friseur Joshua Coombes begann Obdachlosen umsonst die Haare zu schneiden, woraus die Bewegung Do Something for Nothing wurde. Und Sara Nuru unterstützt mit ihrem Unternehmen Nuru Coffee Frauen in Äthiopien. Toms hat diese drei Aktivisten mit Non-Profit-Organisationen wie Ashoka und Centrepoint zusammengebracht und wird bald im Rahmen von europaweiten Events die Gesellschaft auf deren Engagement aufmerksam machen.

Wir hatten die Möglichkeit mit Amy Smith, der Chief Giving Officer bei Toms, über die Macht des Individuums und die neue Stand for Tomorrow-Kampagne zu sprechen und haben sie gefragt, wie sie die Balance zwischen Konsum und Wohltätigkeit in ihrer Arbeit findet.

CGO Amy Smith in der Mitte

Deine berufliche Reise hat dich von Apple zur NGO (Nichtregierungsorganisation) Points of Light und schließlich zu Toms geführt. Hast du das Gefühl, angekommen zu sein?

Bei Toms kann ich meine berufliche Expertise und meine Erfahrungen, die ich während meiner Arbeit bei Apple und einer NGO gesammelt habe, zusammenfließen lassen. Damals hätte ich niemals gedacht, einmal für eine Non-Profit-Organisation zu arbeiten. Die Mission von Points of Light hat mich sehr inspiriert und als ich dort ging, wusste ich, dass ich für ein Unternehmen arbeiten möchte, dessen Geschäftsmodell mehr beinhaltet, als nur Gewinn zu generieren. Toms ist für mich der perfekte Platz, um mein Wissen einzusetzen und ich lerne jeden Tag dazu.

Was ist das Schönste an deiner Arbeit bei Toms?

Am meisten fasziniert mich das Businessmodell von Toms. In unseren Geschäftsrichtlinien ist festgelegt, dass wir mit unserer Arbeit das Leben anderer besser machen wollen. Dieses Ziel erreichen wir mit einem tollen und nützlichen Produkt. Wir bedienen ein Feld irgendwo zwischen Non-Profit und Unternehmenskultur. Je mehr Unternehmen und Menschen wir mit unserem Modell inspirieren können, umso besser. Das ist es, was ich an meinem Job liebe. Ich bin jemand, der gerne Dinge wachsen sieht und bei meiner Arbeit gehen Geschäft und Wohltätigkeit Hand in Hand. Ich liebe es, dass ein Tag niemals wie der Vorherige ist.

Toms ist seit kurzem eine zertifizierte B-Corp, setzt sich also offiziell für das Gemeinwohl ein. Gratulation! Hat sich eure Arbeit dadurch verändert?

Toms arbeitet schon immer zielgerichtet. Der Prozess zur Zertifizierung hat uns dennoch genau vor Augen geführt, was wir noch besser machen können – außerhalb unserer Umweltstandards und den sozialen Komponenten. Der Prozess war wie ein 360-Grad-Blick auf unsere soziale Verantwortung. Abgesehen von dieser internen Roadmap haben wir nun endlich auch eine offizielle Bestätigung unserer wohltätigen Arbeit, was toll ist.

Toms ist selbst sozial aktiv und möchte auch andere ermutigen, zu Changemakern zu werden. Wie wollt ihr das erreichen?

Changemaker sind Einzelpersonen, die sich mit Engagement und Leidenschaft dafür einsetzen, dass sich in ihrer Gemeinschaft etwas ändert. Sie nutzen ihre Fähigkeiten und Talente, um ihre Straße, ihre Nachbarschaft, ihre Stadt oder sogar die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Toms sucht diese Menschen, bringt sie in Kontakt mit lokalen Non-Profit-Organisationen und unterstützt sie. Wir teilen die Geschichten dieser Menschen, um auf diese Weise noch mehr Menschen zu inspirieren Gutes zu tun und sich zu engagieren. Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht wir, wer sonst?

Wie können wir alle in unserem Alltag die Welt zu einem besseren Ort machen und zu Changemakern werden?

Uns steht jede Art von Information rund um die Uhr zur Verfügung. Der erste Schritt besteht also darin, sich grundlegend über ein Thema zu informieren, das einen beschäftigt. Es reicht, wenn man sich auf die Bereiche konzentriert, die einem besonders am Herzen liegen und für die man eine Leidenschaft hegt. Der nächste Schritt wäre dann, den Worten Taten folgen zu lassen und sich ehrenamtlich zu engagieren. Diese Arbeit hilft dabei, den Status Quo zu ändern und man trifft auf Gleichgesinnte. Man muss nicht sein ganzes Leben aufopfern, es reicht schon, wenn man am Wochenende oder ein Mal die Woche aktiv ist. Und schließlich muss man über diese Arbeit sprechen, sie nahbar wirken lassen. Man muss kein Star sein und Spenden in Millionenhöhe leisten. Veränderungen passieren auch, wenn Menschen wie du und ich uns engagieren und so etwas verändern.

Wie findest du die Balance in deiner Arbeit für ein Unternehmen, das durch Konsum existiert und gleichzeitig einen wohltätigen Anspruch hat?

Diese Balance ist Teil unseres Modells. Je mehr Produkte wir verkaufen, umso mehr können wir spenden. Das ist seit dem ersten Tag die DNA von Toms. Je besser wir unseren Job machen, umso mehr Gutes können wir auch tun. Es wird es immer eine Spannung zwischen Profit und Zweckmäßigkeit geben. Diese Spannung ist es aber, was uns antreibt. Wir wollen das bestmögliche Produkt bieten, damit es möglichst viel gekauft wird und wir somit möglichst viel geben können. Wir lernen jeden Tag dazu und müssen auch oftmals einsehen, dass eine Idee nicht funktioniert hat. Das gehört dazu.

Was möchtest du mit deiner Arbeit erreichen? Hast du ein Ziel oder einen Traum, auch, wenn er unrealistisch ist?

Ich nenne das Beispiel gerne unsere End-Gun-Violence-Kampagne. Mein Traum ist es hier, andere Unternehmen dazu inspirieren, es uns gleichzutun. Wenn Amazon oder eine andere große Firma sagt: Toms, ihr habt fünf Millionen Dollar gespendet, wir spenden 500 Millionen, wäre das mein Traum. Vielleicht passiert es nicht, aber es geht mir darum, den ersten Schritt zu tun und zu sagen: „Kommt her, das Wasser ist warm, traut euch!“ Auf kleinerer Ebene ist es mir ein Anliegen, uns gegenseitig immer zu bestärken. Denn ich glaube fest daran, dass in jedem von uns ein Changemaker steckt.

Vielen Dank für das interessante Interview!

Weitere Informationen zu Toms Stand for Tomorrow-Kampagne findet ihr hier. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie ihr euch engagieren könnt, dann macht euch schlau, wo ihr in eurer Stadt oder Gemeinde ehrenamtlich helfen könnt. Oder werdet selbst aktiv, erzählt von eurer Arbeit auf Instagram, erstellt eine Webseite oder einfach einen Newsletter und lasst so viele Leute wie möglich davon wissen. Wichtig ist, dass ihr keine Scheu habt, den ersten Schritt zu gehen. Schreibt uns auch gerne eine E-Mail oder in den Kommentaren, wenn ihr Gleichgesinnte für euer Projekt sucht! Wir helfen sehr gerne!

WERBUNG: Für das Interview wurden wir von Toms auf eine Pressereise nach Amsterdam zum „Stand for Tomorrow“-Event eingeladen.

Dieser Artikel ist Werbung, da er Markennennungen enthält.

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