Lisa fährt in den Urlaub und nimmt mit ...

... viel zu viel oder viel zu wenig? Lisa steht vor der Herausforderung, eine Wanderreise und Städtetrips in einem Koffer unterzubringen!

Bis vor kurzem war es ja nicht so klar, aber ich bin sehr dankbar und glücklich verkünden zu dürfen, dass ich mich nun offiziell im Urlaub befinde. Wer mich kennt weiß: Urlaub ist mir unfassbar wichtig. Ich brauche diese Zeit im Jahr, wo ich ganz ohne To-dos, Druck und Alltag mal die Seele baumeln lassen, Kraft tanken und den Kreativ-Speicher aufladen kann. In die Ferne zieht es mich und meinen Freund dieses Jahr aus Gründen, die wir alle kennen, nicht.

Wäre Corona nicht gewesen, wir wären vermutlich noch mal nach Griechenland gereist. Zu schön war die Natur, zu lecker das Essen, zu entspannt die Leute und zu klar und blau das Meer. Zumindest grob bewegen wir uns aber Richtung Süden, denn diesen Sommer heißt das Ziel: Tirol. Genauer gesagt Ebbs in Österreich. Gemeinsam mit Freund*innen aus Wien werden wir hier knapp eine Woche wandern und die Natur aufsaugen.

Berlin – Salzburg – Wien – Prag – Berlin

Erstmals absolvieren wir unsere komplette Reise mit dem Zug. Zum einen, weil es sich angeboten hat, zum anderen, weil die nachhaltige Alternative zum Auto irgendwie dazu passt, den Urlaub in den Bergen zu verbringen. Tatsächlich machen wir auf der Rückfahrt nach Berlin noch Station in Wien und Prag. Ein echter kleiner Euro-Trip also, auf den ich mich wirklich schon lange freue. Die Tatsache, dass wir mit dem Zug reisen und das mit Tirol, Wien und Prag ein wilder Mix aus Natur- und Stadturlaub auf dem Programm steht, hat das mir ohnehin sehr verhasste Packen nicht leichter gemacht.

Ich wiederhole mich gern: Ich verabscheue Packen und ich bin auch unfassbar schlecht dari. Meistens habe ich zu wenig vom Richtigen und generell zu viel von allem dabei. Ich sehe diesen Artikel denn auch als Servicebeitrag für mich selbst, zum Kopfsortieren, gescheite Kleidung aussuchen und vielleicht endlich mal vernünftigen Packen. Also, was nehme ich mit?

Tirol im August – Alles kann, Sonne muss nichts

Gewitter, Sturm, Hitzewelle oder konstant angenehme 20 Grad? Mein Blick auf das Wetter bei Kufstein hat mir vor allem eines klargemacht: Es kann im Prinzip alles passieren. Schlechte Grundvoraussetzungen für mein ohnehin schlechtes Packtalent. Seit Marie uns die Regenzeit in Kalifornien so gut verkauft hat (ganz nach dem Motto: Regen zwingt einen zum Relaxen auf der Couch), lasse ich mir vom Wetter zwar nicht mehr so schnell die Laune verderben (alles hat Vor- und Nachteile, man muss eben nur das Beste draus machen), es wäre aber schon wünschenswert, wenn sie die Sonne blicken lässt.

Das Beste an einem Wanderurlaub? Ich hatte endlich einen Grund, mal richtig bei Patagonia auszuflippen und konnte mich nur schwer zurückhalten, nicht den halben Laden leer zukaufen. Ich bin nun stolze Besitzerin einer spießigen Convertible Pants (Wanderhose zum Abtrennen) und einer kurzen Wanderhose mit Gummibund und könnte nicht glücklicher sein. Wanderschuhe und einen Tagesrucksack habe ich mir geliehen – schont Geldbeutel und Umwelt. Ob ich schlau gepackt habe für meinen ersten richtigen Wanderurlaub, das berichte ich dann, wenn ich wieder da bin.

Im Koffer? Wanderhose und -schuhe, „richtige“ Kleidung für alle Fälle, Bequemes zum Lümmeln und die Yogamatte für Sonnengrüße über den Wolken.

Wien im Sommer ist eine heiße Angelegenheit

Wien im Hochsommer ist brutal. Es ist trocken und heiß und wenn man schlau ist, kehrt man der österreichischen Metropole spätestens im August den Rücken und macht sich auf in die umliegenden Berge. Nicht mit uns! Wir machen es genau falsch und steuern zum heißesten Monat des Jahres die Stadt an. Glücklicherweise besitzen unsere Freund*innen ein kleines Ruderboot an der Alten Donau. Wenn wir es gar nicht mehr ertragen, springen wir einfach ins kühle Nass. Ansonsten haben wir uns extra wenig vorgenommen, außer möglichst viele Freund*innen sehen, vielleicht die Sammlung in der Albertina anschauen und den ganzen Tag Kaffee trinken. Läuft eh.

Im Koffer? Bikini, bequeme Sandalen und unaufgeregte Alltagslooks. Man kennt sich, man ist gemütlich.

Prag – ein neuer Versuch

Sowohl mein Freund als auch ich waren bereits in Prag. Ich tatsächlich für einen (immerhin stilvollen) Junggesellinnenabschied, mein Freund im Rahmen seiner Arbeit als Tour-Manager. Unsere Erfahrungen sind also eher beschränkt und ich habe einzig noch im Kopf, wie unfassbar voll es in Prag war. Tourist*innen, die im Entenmarsch die Karlsbrücke abmarschieren, Selfie-Sticks, die meinem Gesicht gefährlich nahe kamen und natürlich ab Sonnenuntergang betrunkene Partypeople, wohin das Auge auch blickt. Meine vielleicht leicht zynische Hoffnung ist, dass durch Corona und die Reisebeschränkungen die Stadt etwas leerer ist und man eine bessere Möglichkeit hat, sich ohne Gedränge und blaue Augen alles anzuschauen. Ins Bier-Spa werde ich aber, trotz zahlreicher Argumente meines Freundes, keinen Fuß setzen. Na gut, vielleicht meinte er es auch nicht allzu ernst.

Im Koffer? Was Schickes für abends, was Schlichtes für tagsüber und was Besonderes für Fotos vor der Touri-Tapete.

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