#BEIGEsprochen: Die erste Folge von unserem Design-Podcast mit MADE.COM ist da!

Wir besuchen das Künstlerinnen-Duo Jeschkelanger aka Basis Rho in ihrem Atelier in Berlin-Lichtenberg

Gesponserter Artikel in Kooperation mit Made.com

Es ist ein sonniger Spätsommertag in Berlin-Lichtenberg. Wir stehen vor einem knallroten Seniorenheim in klassischer Plattenbau-Architektur mit ganz großen Fragezeichen im Gesicht. „Ähm, wir stehen vor einem Altersheim. Wo ist euer Atelier?“, fragt Lisa am Telefon. „Wir holen euch ab!“ Nur zwei Sekunden später stehen sie vor uns: Anja Langer und Marie Jeschke. Anja ist komplett in zartem Buttergelb gekleidet, Marie steht ganz in Beige vor uns. Color-coordinated nennt man das wohl, wir verstehen es aber natürlich als Hommage an Beige, unser Onlinemagazin. Und dann betreten wir sie, die Welt von Jeschkelanger und ihrem Projekt Basis Rho. So chaotisch, kreativ und voll wie es in ihren Atelier-Räumen aussieht, so sieht es bei beiden wohl auch im Kopf aus: Denn mit Basis Rho stehen sie kurz vor dem internationalen Durchbruch in Sachen Oberflächengestaltung – und das, obwohl sie doch eigentlich Künstler*innen und gar keine Designer*innen sind, Frechheit!

Natürlich wollen wir mit Anja und Marie auch darüber sprechen, über ihren Erfolg und das Brechen von Tabus in der Kunst- und Designszene, aber vorrangig sind wir wegen eines Themas da: Die beiden sollen uns mehr über Licht erzählen. Denn das schönste Kunstwerk bringt nichts, wenn es im Dunkeln steht – und eine Wohnung ohne Lampen? Undenkbar!

Warum die beiden gerade für dieses Thema Expertinnen sind? Weil sie mit Basis Rho, dem Neoterrazzo, über den Julia schon hier mit den beiden einmal ausführlich gesprochen hat, ein Material entwickelt haben, was Licht durchlässt – indem der Beton große Einschläge von farbigem Glas enthält. Im Podcast könnt ihr es natürlich nicht sehen, aber wir standen gefühlt 90 Prozent der Zeit mit einem Stück Basis Rho in der Hand da, das wir Richtung Sonnenlicht streckten.

„Wir sind nie um das Thema Licht herum gekommen und es ist ein Faktor, der bei unserer Arbeit immer mitgedacht werden muss.“

Licht hat für die beiden fast eine meditative Wirkung. Etwa, wenn Marie Jeschke in der Werkstatt arbeitet und die einfallenden Sonnenstrahlen sich in den bunten und unbearbeiteten Glasbrocken brechen. Dabei ist keines der Fragmente wie das andere und das macht die Arbeit an Basis Rho auch so besonders und alles andere als willkürlich. Das Glas, mit dem Marie und Anja arbeiten, ist streng genommen ein Abfallprodukt, dementsprechend rau und eigensinnig. Es wird von beiden für ihr Neoterrazzo mit viel Respekt für Durchlässigkeit, Form und Farbe eingearbeitet und ganz bewusst platziert. Vom Prinzip des Zufalls, dem ein konventioneller Terrazzo unterliegt, sind die beiden also meilenweit entfernt.

Das Tollste an Basis Rho ist, dass wir bei der Tour durch das große und Lichtdurchflutete Atelier der beiden (das übrigens früher die alte Großküche des Altersheims beherbergte) nicht aufpassen müssen, wohin wir treten. Denn Marie und Anja machen Kunst, die sich in das Interior einfügt, ein Teil davon wird und daher unbedingt genutzt werden soll. Sprich: Unbedingt betreten, anfassen, umdrehen – ein Kindheitstraum wird wahr.

Wir sehen große Basis-Rho-Platten am Boden, rosafarben, creme und grau. Ein wenig erinnert die Anordnung der quadratischen Platten an einen Disko-Dancefloor aus den Siebzigern – mit Lichteffekten der etwas anderen Art. Darum herum an die Wand gelehnt: Spiegel, Marmorbrocken und pastellige Kunststoffplatten. Auf einer kleinen griechische Säule mit geschnörkeltem Kapitel liegt eine Glaslupe im XXL-Format – wie viel Licht man damit wohl bündeln kann! Der kleine Tisch direkt an der von Pflanzen in Beschlag genommenen Fensterfront beherbergt zahlreiche Kaffeetassen, Werkzeug und dazwischen und überall: Glas, Glas, Glas. Wir sind fast überfordert von der Farben-, Formen- und Materialvielfalt, die sich uns hier bietet und wissen gar nicht, wohin als Nächstes mit unseren Blicken. Das Atelier ist wie ein Traumland aus Zuckerwatte und Beton.

Ohne Licht geht gar nichts bei Basis Rho

Basis Rho hängt nicht einfach an der Wand, sondern verschwindet im Interior, wird Teil davon. Genauso ist Licht auch immer ein Teil nicht nur von Basis Rho, sondern von der gesamten Arbeit von Jeschkelanger. Es ist ein Teil, der immer mitgedacht werden muss und der einzige Faktor, den die beiden in ihrer Arbeit nicht kontrollieren können. Wie die selbsternannten Kontrollfreaks damit umgehen? Sie erfreuen sich an den wenigen Zufällen, der ihre Arbeit beeinflusst und aus jedem Blickwinkel sprichwörtlich in neues Licht taucht.

Wir setzen uns für unser Gespräch in den kleinen Büroraum neben dem Atelier – was gut ist, weil wir so nicht permanent von den wunderschönen, bunten Kunstwerken ums uns herum abgelenkt werden. Natürlich auch hier: Basis Rho Fragmente, wohin das Auge reicht. Kleine Prototypen, Zeichnungen und Musterteile. Es herrscht ein kreatives Chaos, dass es uns direkt in den Fingern kitzelt! Hier möchte man aktiv werden, sich kreativ ausdrücken und am liebsten auch gleich damit anfangen!

„Lichtarchitekt*innen fahren auf Basis Rho ab, weil es diesen lichtdurchlässigen, diesen transluzenten Moment hat.“

Vielleicht liegt es an der Umgebung, vielleicht an der einladenden Art, mit der Marie und Anja uns Zutritt in ihr künstlerisches Schaffen und ihre Köpfe gewähren, aber wir treffen mit einer Frage plötzlich den Nagel auf den Kopf – oder schauen besser gesagt in die Glaskugel: „Licht ist wichtig? Licht ist essenziell? Wie wäre es denn mal mit einer Lampe?“. Marie und Anja schmunzeln. „Da habt ihr in die Zukunft geschaut!“, verrät Marie und bestätigt: Die Basis Rho Lampe kommt! Eine Lampe aus Beton? Aus Glas? Brauchen wir eine Metallplatte, wenn wir uns ein Stück Jeschkelanger an die Decke hängen wollen?

„Nein“, werden wir beruhigt, „normale Zimmerdecken werden die Lampe aushalten.“ Puh, Glück gehabt! Und wie wird sie aussehen? Eher Beton, eher Glas? Unbehandelt? Hauchdünn? Wie? Genauere Einblicke geben die beiden nicht und ganz ehrlich: Wir würden dieses Geheimnis auch noch für uns behalten ... wo wäre sonst der große Überraschungseffekt? Bis Basis Rho aus eigener Kraft erleuchtet, müssen die beiden aber noch gezielt mit Licht arbeiten, um ihr Gesamtwerk etwa bei Ausstellungen von seiner Beton- äh, Schokoladenseite zu präsentieren.

„Bei langfristigen Projekten, also Installationen wie etwa im Direktorenhaus hier in Berlin, arbeiten wir mit Lichtdesigner*innen und Lichtarchitekt*innen zusammen, um unsere Werke bestmöglich zeigen zu können.“ Denn Basis Rho hat immer zwei Gesichter: Das des natürlichen Lichts und das des künstlichen Lichts. Spannend, wie viele Ebenen sich noch eröffnen, wenn man ganz in die Welt eines Materials eintaucht. Wir hören gespannt zu, unsere Köpfe rattern und wir mehr und mehr in das Thema Licht eintauchen.

Doch zu viel vorwegnehmen wollen wir nicht, schließlich sollt ihr unsere erste Folge #BEIGEsprochen mit Basis Rho ja anhören! Also, auf zu Spotify, Apple und Konsorten, wenn nicht schon geschehen, und hört unseren Design-Podcast in Zusammenarbeit mit Made.com.

Inspiriert? Mit diesen Lampen von Made.com kommt Licht in eure Wohnung!

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