#BeigeSupportPackage: Hallo, wir sind Kind of Blau!

Heute startet unsere große Support-Reihe!

Bühne frei für das #BeigeSupportPackage! Wir wollen kleine Labels und Unternehmen supporten und reichen ihnen dafür das Mikrofon und schenken ihnen ihren eigenen Platz auf Beige! Ohne Vorgaben, ohne Rotstift. Mit viel Engagement stehen wir alle diese Krise gemeinsam durch. Indem wir uns den Steigbügel machen und über diese Mauer namens Corona-Krise helfen! Wäre doch gelacht! Also, #SupportSmallBusinesses – kauft regional, unterstützt lokale Modelabels und Firmen und helft dabei, aus der Krise einen Neuanfang zu machen! #TogetherWeAreBeige

Teil 1 des #BeigeSupportPackage – Ein Gastbeitrag von Kind of Blau aus Berlin

Hi!

Wir sind Amira, Ali, und Hans und stecken hinter dem Water-First Modelabel Kind of Blau. Bei uns beginnt der Entwicklungsprozess bei der Auswahl besonders wassersparender Materialien, denn ein möglichst niedriger Wasserfußabdruck ist unser Ziel. Dafür entwickeln wir in Portugal eigene Stoffe, die auch andere Labels nutzen können, um Wasser einzusparen. Wir verwenden ausschließlich biologisch abbaubares Elastan und bleiben zu 100 Prozent in der EU – selbst die Baumwolle für unsere neuen Teile kommt aus Griechenland. Um die immense Wasserverschmutzung in den üblichen Produktionsländern wie Bangladesch nicht zu ignorieren, zahlen wir über unsere eigene NGO Drip by Drip Reparationen an lokale Partner, die das Geld in Wasseraufbereitungsprojekte für die Bevölkerung investieren. Gestartet sind wir, damals noch als Blue Ben, im Frühjahr. Mittlerweile haben wir ein kleines Büro mit Showroom in unserer Heimatstadt Berlin und mit Hans das dritte Teammitglied in unserem kleinen Familienunternehmen.

Warum habt ihr euer Unternehmen gegründet? Was war deine eure Vision?

Wir waren geschockt davon, wie viel Wasser für die Produktion eines einzigen T-Shirts verbraucht wird und haben schließlich nach alternativen Fasern und Stoffen gesucht. Leider gab es die Materialien, die wir uns vorgestellt haben, so nicht auf dem Markt. So fingen wir an nach starken Partnern zu suchen und eigene Stoffe zu entwickeln. Unsere Vision ist es, einen kompletten Kleiderschrank aus maximal wassersparenden und gleichzeitig langlebigen und qualitativ hochwertigsten Materialien zu schaffen. Wir wollen Mode machen, aber auch Verantwortung übernehmen. Der nächste Meilenstein wird unsere erste T-Shirt-Kollektion sein, die wir hoffentlich in zwei Monaten launchen können!

Wie ist es euch seit Beginn der Coronakrise ergangen, welche Hürden kommen gerade auf euch zu?

Wir haben schnell erkannt, dass diese Krise nicht nur eine gesundheitliche Bedrohung für die Menschen ist, sondern auch eine existenzielle für die vielen kleinen Unternehmen, wie unseres. Da wir über die nächsten Wochen und Monate starke Umsatzeinbußen erwarten, haben wir kurzerhand unsere Preise stark gesenkt. Liquidität geht bei uns vor Gewinn, da wir ein Familienunternehmen sind und etwas Langfristiges aufbauen wollen. Dadurch konnten wir in diesem Monat den Umsatz einigermaßen auffangen, das Geld wird uns jedoch in den nächsten Monaten fehlen. Darüber hinaus produzieren wir nicht wie andere Marken in klassischen Saisons mit großen Kollektionen, sondern entwerfen und produzieren mitten in den Saisons und aktuell nur eine Produktgruppe, um bedarfsorientiert zu produzieren. Die Kehrseite ist, dass wir so abhängiger von der Produktion sind, die in der aktuellen Situation leider noch keinen Liefertermin für unsere T-Shirts garantieren kann – eine existenzielle Bedrohung für uns – und das obwohl wir komplett in Europa produzieren.

Wie schafft ihr es, gerade positiv zu bleiben und nicht die Hoffnung zu verlieren?

Wir betrachten die Situation realistisch. Was kann schlimmstenfalls passieren und wie können wir uns darauf vorbereiten? Wir finden aber auch, dass es ist nicht zwingend erforderlich ist jeden Tag positiv zu denken, wer schafft das schon? Uns geht es trotz dieser Krise gut, wir haben noch immer die Möglichkeit, die Weichen anders zu stellen und neue Lösungen zu finden. Jede*r aus unserem Team hat schon sehr viel erlebt, was uns auch in dieser Krise dabei hilft einen Umgang mit der Situationen zu finden. Vor allem unsere Community stärkt uns aktuell den Rücken, indem sie uns treu bleibt, uns weiterempfiehlt oder sehr aufbauende Nachrichten schickt.

Zudem ermutigen wir uns gegenseitig und stehen als Familie zusammen. Ali und ich, haben eine 2-jährige Tochter, die erst letzte Woche Geburtstag hatte und mit der wir gerade den Großteil unseres Tages verbringen. Da fällt es nicht schwer gute Laune zu haben, auch wenn es extrem anstrengend ist, das Kind Vollzeit zu betreuen und nebenbei so gut es geht Vollzeit zu arbeiten. Ansonsten versuchen wir jeden Tag einfach das Beste aus der Situation zu machen.

Wie läuft derzeit euer Arbeitsalltag ab? Welche Routinen haltet ihr aufrecht, welche Veränderungen sind seit Corona auf euch zugekommen?

Da wir gerade parallel arbeiten und unser Kind betreuen, wechseln wir uns so gut es geht mit beidem ab. Hans, unser drittes Teammitglied bei Kind of Blau, ist gerade unsere Rettung. Wir arbeiten seit Wochen an einem Update unserer Website, was extrem viel Arbeit bedeutet. Glücklicherweise gibt es Hans, der die Stellung hält und mehr macht als er sollte und müsste. 

Routinen zu entwickeln ist leider gerade überhaupt nicht drin für uns. Jeder Tag ist anders und wir müssen uns immer wieder neu einstellen, auch im Laufe des Tages. Wie bei uns Erwachsenen ist auch nicht jeder Tag für unsere Tochter gleich und wir gehen jetzt noch mehr als sonst auf ihre täglich wechselnden Bedürfnisse ein, da die Einschränkungen für sie noch schwieriger sind – keine Kita, weniger Abwechslung, keine Besuche bei Familie und Freunden, usw.

Not macht erfinderisch! Wie und auf welchem Wege bietet ihr eure Produkte an? Wie können unsere Leser*innen euch jetzt helfen?

Wir haben uns dazu entschlossen unsere Preise deutlich zu reduzieren. Uns ist bewusst, dass jetzt vielen Menschen das Einkommen wegbricht und benötigen trotzdem selbst die Unterstützung, die wir durch jeden Einkauf bei uns bekommen. Auf lange Sicht werden wir die Preise nicht so niedrig halten können, aber wenigstens jetzt in der Krise scheint dies ein guter Kompromiss für uns zu sein – zwischen den Bedürfnissen unserer Kund*innen und denen unseres Unternehmens, das vier Menschen versorgt und den Freischaffenden (Grafik, Design, IT, etc.), die mit uns gemeinsam an Kind of Blau arbeiten, auch wenigstens einen Teil ihres Einkommens sichert. Uns kann man, wie all die anderen Labels, Läden, Unternehmen, Selbstständigen auch, am besten damit helfen, dass man unsere Sweater kauft oder einen Gutschein. Gerade aktuell macht man einen sehr guten Deal und hilft uns dabei diese Krise zu überstehen! Aufgeben ist jedenfalls keine Option für uns! :) 

Tausend Dank an euch, liebstes Beige-Team, für diese Unterstützung, die nicht minder Wert ist! <3

Aber so gerne doch!

Unterstützt Kind of Blau mit dem Kauf eines Gutscheines!

Oder holt euch direkt die tollsten Sweatshirts der Welt!

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Dieser Artikel ist Werbung, da er Markennennungen enthält.

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    kind of blau

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