Maries Interior Moodboard: Neuentdeckungen, inspirierende Homestories und eine lange Wunschliste!

Ein kleiner Rundumschlag in Sachen Interior: ob Newcomer-Labels, inspirierende Tischdeko oder die passende Lampe für den Esstisch

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich die Antworten auf die Frage „Wie geht es dir?“ in den letzten drei Monaten im Gegenteil zu sonst äußerst erfrischend fand. Seitdem klar ist, dass die Pandemie uns noch für sehr lange Zeit begleiten wird und wir alle im Marathon des Zurück- und Durchhaltens an derselben Stelle stehen – nämlich kurz vor der Trinkstation am Verdursten aber noch nicht da – gibt man voreinander jetzt auch zu, dass man nicht mehr kann. Egal ob enge Freundin oder wichtiger Business-Kontakt. Endlich kein verlogenes „Mir gehts gut und dir?“ mehr, sondern ein „Es gibt solche und solche Tage“ oder „Ich bin am Ende meiner Geduld“.

Ja, auch ich bin am Ende meiner Geduld, kann phasenweise nicht mehr, fühle mich überlastet und gleichzeitig unterfordert und in einer nie enden wollenden Warteschlange mit furchtbarer Musik gefangen. Was mir dagegen hilft? Jeden Tag für sich nehmen, Pausen machen, Schwäche eingestehen, kleine Highlights setzen, Alltäglichkeiten feiern und die To-do-Liste drastisch kürzen. Und mir wieder neue Hobbies und Projekte suchen.

Nachdem wir im Dezember und Januar hoch motiviert in der Wohnung gewerkelt und viele Dinge verändert haben, ist im Februar, März und April ungewollter Stillstand eingekehrt. Klar, dank einiger großer Investitionen wie unserem Esstisch, unserem neuen Fernseher und den Stühlen musste eisern gespart werden – also blieb das geplante Makeover des Homeoffices auf der Strecke.

Jetzt bin ich aber mit voller Motivation zurück und lasse euch ein wenig an meinem persönlichen Interior-Moodboard teilhaben. Wir schauen als nicht nur aufs Brand-Radar, sondern erkunden auch inspirierende Wohnungen anderer gemeinsam und ich erzähle euch, was ich für unsere eigene Einrichtung gerade plane.

Brands to watch:

Gropius Lamps

Lampen sind die Königsdisziplin einer jeden Wohnung. Wer keine Glühbirne mehr an der Decke hat und in jedem Raum neben einer Hängeleuchte auch mehrere kleine indirekte Lichtquellen hat, der hat es wirklich geschafft. An diesem Punkt bin ich nach über zwei Jahren in unserer Wohnung leider noch nicht. Im Wohnzimmer sowie in der Küche hängen noch nackte Birnen und ja, es ist mir langsam etwas unangenehm. Aber Lampen sind nun mal teuer und somit oft auch eine Investition ins Leben, die von einer Wohnung mit in die nächste zieht.

Ein Brand, was dieses Sujet nicht ganz so ernst nimmt, zumindest nicht auf die optische Art und Weise, ist Gropius Lamps. Das Label ist alles andere als neu, gegründet wurde es nämlich schon 1996 von den Designern Sofia Iribarren und Jaime Colomer, aber jetzt gerade trenden sie mit ihren Lampen auf Instagram und vor allem mit ihrer Zusammenarbeit mit La Veste sehr.

Auch ich habe mich in die Kooperation und die farbenfrohen Designs verliebt und kann mich gar nicht für ein Modell entscheiden. Ich denke, bald wird ein kleines Modell wohl einziehen und mit Karos, Streifen und Knallfarbe jede Menge gute Laune versprühen. Kann ich gerade gut gebrauchen ...

Lea Sionneau

Ihr werdet gleich merken, dass ich mich gerade viel mit Tischdekoration beschäftige. Warum, das weiß ich selbst nicht so genau, denn gerade kann man ja wirklich alles andere als große Dinnerpartys feiern oder Freund*innen einladen. Wenn man aber mal eine klitzekleine Runde macht (mit Tests und jeder Menge Vorsicht), dann habe ich jetzt den Anspruch, dass es wirklich zelebriert werden muss. Bunte Kerzen sind sowie meine Bordallo Pinheiro Blumen-Teller sind meine Staples, gerade bin ich auf der Suche nach schönen Tischuntersetzern.

Fündig geworden bin ich in Frankreich bei Lea Sionneau, die von Hand kunterbunte Tischsets mit knalligen Mustern näht. Könnte fast auch eine Kooperation mit La Veste sein, die Optik stimmt nämlich. Einen eigenen Webshop hat sie noch nicht, kaufen könnt ihr aber bequem und einfach über Etsy.

Apaya

Apaya ist eigentlich nicht für seine Interior-Accessoires bekannt, sondern für seine kunstvollen Basttaschen, die in liebevoller Kleinarbeit von Hand in Kolumbien gefertigt werden. Ihr neuer Dauerbrenner sind aber nicht die Taschen, sondern die Untersetzer, die ebenso mit wunderschönen Details und Farbspielen gefertigt werden. Passend zu den Platzmatten gibt es auch noch Servietten-Ringe in Blumenform und Verkleidungen für Vasen. Bei manchen Modellen wäre meine Oma auch begeistert gewesen und so ist mal wieder klar: Alles kommt irgendwann wieder!

Pia Hoff

Reisen wir von Kolumbien wieder nach Deutschland, genauer gesagt nach Dortmund. Dort lebt und arbeitet Pia Hoff, eine Glasmacherin, Künstlerin und Bläserin, die Unikate anfertigt. „Meine Arbeiten in Glas bewegen sich zwischen Kunst und Design, auf der Grundlage einer professionellen, handwerklichen Ausbildung. Sie sind stark von meiner künstlerischen Vorbildung geprägt, bei der ich schon immer eine Vorliebe für Grafik und Präzision, für feine und klare Linien hatte. Diese Formensprache spiegelt sich in meiner Arbeit mit Glas wider, wobei meine Werke teils mädchenhaft verspielt, teils minimalistisch und elegant in ihrer Form und Farbgebung auftreten.“

Mädchenhaft verspielt, teils minimalistisch und elegant. Ja, das kann ich bestätigen. Jedes einzelne Produkt in Pias Shop spricht mich an und besonders ihr Confetti-Design passt so gut in unsere Küche, dass ich kaum widerstehen kann. Ich sammle ja bunte Tassen und Gläser und Pias Kunstwerke fehlen da eindeutig!

Ihr könnt nicht nur bei ihrem eigenen Onlineshop kaufen, sondern z.B. auch bei Formprojekt!

Katira

Zugegeben, vielleicht fahre ich mit diesem Artikel eine kleine Kampagne gegen das spießige Image von Tischsets. Dabei kriege ich fantastische Unterstützung aus Spanien von Katira. Das Brand macht soooo unfassbar coole Tischsets, Untersetzer und Serviettenringe, dass ich gegen meine Vernunft wohl bald das sechsteilige Set für 175 Euro kaufen muss – erzählt das bloß nicht meinem Freund Lukas, der flippt aus!

Mein Liebling ist das sonnig-fröhliche Daisy Set, aber auch die Naturtöne vom Earth Set sprechen mich sehr an. Dazu noch ein bisschen Tuttifrutti-Feeling mit Serviettenringen in Obstform. Da macht auch das 345045. Frühstück zu zweit Spaß!

On my mind: Mini Instagram Homestories

@jenwonders

Die Kreativdirektorin Jen Azoulay hat einen Stil, den ich liebe. Jedes Foto sitzt, jeder Look ist der Knaller und dabei sieht sie so lässig aus, als ob sie morgens nur zwei Minuten braucht. Ihr Apartment in Los Angeles ist einfach ein Traum. Gespeichert habe ich mir aber nicht ihre eigene Wohnung, sondern ein Haus in Palm Springs, das sie auf einem Girls Trip besucht hat.

Ihr wisst ja, dass ich sehr viel bunter und farbenfroher lebe, aber für einen Raum (gleich erfahrt ihr mehr), würde ich gerne mehr auf Naturtöne zurückgreifen. Der Tisch, die verchromten Stühle, die silberne Lampe. Dieses Bild ist einfach der Beweis, dass Chrom und Silber alles andere als kühl sein müssen. Und deswegen liebe ich es!

@troyesivan

Lang ist es her, da habe ich Troye Sivan auf Youtube entdeckt, weil er mit Zoe Sugg rumhing. Mittlerweile ist er vom jugendlichen Vlogger zu einem absoluten Superstar geworden und hat seinen Traum von einer Karriere als Sänger erfolgreich verwirklicht. Jetzt hat die AD ihn in seinem neuen Haus in Melbourne, Australien, besucht und ich bin hin und weg.

Mit gerade einmal 25 Jahren wohnt er so stylisch, elegant und erwachsen, wie ich es mit 50 wahrscheinlich noch nicht tun werde. Klar, da waren bestimmt auch Architekt*in, Innenarchitekt*in, Stylist*innen und jede Menge Geld im Spiel, aber ich sage trotzdem: Hut ab! Ganz große Inspiration (und ein Grund mehr, weiter vom Auswandern nach Australien zu träumen ...)

@faringsohuset

Wer es nicht mitbekommen hat, ich bin gerade auf der Suche nach einem Ferienhaus. Dabei hat auch unser Urlaub in Dänemark vergangenes Jahr eine große Rolle gespielt, in der ich mich in die Idee eines kleinen Häuschens in der Natur verliebt habe.

Obwohl wir noch weit von einem Kauf entfernt sind, sammle ich schon jede Menge Inspirationen auf Instagram und eine meiner Lieblingsquellen dabei ist das Haus in Färingsö, Schweden, das einen eigenen Insta-Account hat.

Die Inhaber*innen leben meinen Traum und haben die Einrichtung auf den Punkt gebracht. Jedes Detail stimmt, alles ist so liebevoll gestaltet und auch fotografiert. P.s. ich brauche auch einen Baum im Wohnzimmer!

@margauxdefouchier

Viel städtischer, erwachsener und eleganter lebt hingegen Margaux de Fouchier, die sich selbst als zwanghafte Multitaskerin beschreibt. Da ha haben wir schon mal viel gemein. Ansonsten leider eher weniger, denn Margaux Apartment in Paris ist einfach ein Traum. Sie hat die Joie de Vivre, das Je ne sais quoi und auch das nötige Laissez-faire!

Von einer Bücherwand wie der ihren träume ich nachts, auch ihr Couchtisch macht mich dezent neidisch und ihre zwei rosa Sessel? Einfach unfassbar! Viel Spaß also, wenn ihr euch jetzt in ihrem Account verliert.

@emmahoareau

Auch wenn man denken könnte, das es jetzt französisch weitergeht, tut es das nur halb. Denn Emma Hoareau hat französische Gene, spricht auch fließend französisch aber lebt in London. Dort ist sie gerade in ihr neues Apartment gezogen und hat es sofort traumhaft schön eingerichtet.

Es sprüht vor Weiblichkeit, Wärme und guter Laune und kombiniert Designermöbel mit etwas günstigeren Accessoires, sehr sympathisch. Ihre Lösung für ihren Fernseher, versteckt hinter zwei Vorhängen finde ich hammermäßig und schaue ich mir für die nächste Wohnung auf jeden Fall ab. Dankt mir später!

@blanca_a_table

Wenn ihr gerade genauso besessen von Tischdekoration seid wie ich, dann solltet ihr unbedingt Blanca Miro und ihrem eigens dafür angelegten Instagram-Account folgen. Sie muss eine unfassbar große Sammlung an Tellern, Tassen, Besteck, Vasen und sonstigen Tisch-Accessoires besitzen, anders kann ich mir die Vielfalt auf ihrem Tisch nicht erklären. Lasst euch doch dort vor eurem nächsten großen Dinner (hoffentlich bald) inspirieren!

Auf meiner Wunschliste:

Und jetzt wollte ich euch ja noch ein bisschen von unseren geplanten Wohnungsveränderungen erzählen. Wir gehen endlich das Thema Lampen an. Und bis wir uns konkret überlegt hatten, dass wir sie kaufen, wussten wir auch ganz genau, welche wir wollen! Als sie dann aber im Warenkorb lagen, kam auf einmal die ganz große Unsicherheit auf.

Die Flowerpot Lampe von & Tradition finden wir so schön, dass wir sie uns eigentlich in jedem Raum gut vorstellen können. Als kleine Versionen in der Küche, als große Tischlampe über dem Esstisch oder auch über unserem Schreibtisch im Arbeitszimmer. Aber überall die gleiche Lampe aufhängen? Nee, das macht man doch irgendwie nicht, oder?

Also ging die große Recherche los und schnell trat die Gubi Multi-Lite in Messing auf unseren Schirm. Am liebsten zweimal über den Esstisch. Oder ist uns Messing doch zu trendy? Fragen über Fragen und wir haben sie immer noch nicht geklärt. Auch mit den Lampen von Schneid Studio für die Küche kann ich innerlich noch nicht ganz abschließen, sie sind einfach zu schön.

Und noch ein Thema beschäftigt mich neben Tischdeko und Lampen sehr. Das Makeover unseres Arbeitszimmers ist ja, wie ich oben geschrieben habe, leider ins Stocken geraten. Mein größtes Vorhaben ist dabei ein neues Sideboard, das geschlossen ist und ganz viele Schubladen hat. Aber sechs Meter Länge und jede Menge Schubladen?! Ihr ahnt es, es wird verdammt teuer.

Dabei hatten wir uns doch eigentlich geschworen, keine teuren Einbauten oder Anfertigungen mehr für eine Mietwohnung zu tätigen, was ich auch sehr vernünftig finde. Also schaue ich mich gerade um und denke viel darüber nach. Überwinde ich mich und schreibe unserem Tischler (um bei seinem Angebot vermutlich in Ohmacht zu fallen?), pimpe ich wieder in mühevoller Selbstarbeit oder zum Leidwesen unseres Tischlers, der dabei vielleicht helfen muss, Ikea? Oder setze ich auf Brands wie Mycs oder Tylko?

Naja, vielleicht habt ihr ja Tipps oder Erfahrungen, die ihr mit mir teilen wollt. Oder eine Idee und Inspiration für mich. Ich freue mich jedenfalls auf den Austausch mit euch, der hat mir schließlich bei meiner letzten Fragerunde schon die schönsten Esszimmerstühle beschert!

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    Marie Jaster

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