Maries großer Jahresrückblick 2018

Lisa hat da ein paar Fragen. Marie antwortet.

Drei Tage sind wir nun schon im Jahr 2019 angekommen. Bevor wir die Zukunft in Angriff nehmen, wage ich deswegen einen letzten Blick in die Vergangenheit. In alter Beige Tradition, denn so starteten wir vor mehr als drei Monaten ja auch unser Onlinemagazin, interviewen wir uns hierfür wieder einmal gegenseitig. Heißt: Lisa stellt mir zehn knallharte Fragen – ich stehe Rede und Antwort. Direkt, persönlich und ehrlich. Versprochen.

1. 2018 ist vorbei und stand bei uns ja ganz im Zeichen von Beige. Ist es denn so gekommen, wie du es dir gedacht / erträumt / gewünscht hast?

Ja, es ist genauso gekommen, wenn nicht sogar besser. Unser Launch mit Beige hat mich zwar extrem viele Nerven und Schlaf gekostet, für kein Geld der Welt hätte ich es aber gegen etwas anderes getauscht. Denn das eigene Projekt, in das so viel Geld und Herzblut geflossen ist, online gehen zu sehen, das kann man mit keinem anderen Gefühl der Welt vergleichen. Im ersten Moment war ich fast taub vor Freude, am Abend des Launches überkam es mich dann aber: Freudentaumel und fette Erkältung. Ich war im siebten Himmel.

2. Schönster und anstrengendster Moment in 2018?

Der Launch am 24. September. Davor haben wir beide ja circa eine Woche gar nicht mehr geschlafen, bis vier Uhr nachts telefoniert, um sechs Uhr morgens vor dem Computer wiedergetroffen und sind uns trotzdem nicht einmal an die Gurgel gegangen. Als die Website dann online war und die ersten Glückwünsche eintrafen, war ich so high wie noch nie. All die Anstrengung war auf einmal vergessen. Jetzt weiß ich, wovon Mütter nach einer Geburt sprechen.

3. Hast du einen oder mehrere Lieblingsartikel auf Beige?

Okay, ich beschränke mich auf zwei. Als ersten unseren Celine-Artikel über den neuen Chefdesigner Hedi Slimane. Weil ich dort wieder gespürt habe, wieso ich Onlinejournalismus so liebe – wir waren fast die erste deutsche Seite mit einem Meinungstext, dank frühen Aufstehens und sehr schnellem Tippen. Der Text ging als erster Artikel von uns innerhalb weniger Stunden viral, ich war ganz schön stolz, ich gebe es zu.

Als zweiten Artikel ist mir besonders dein Interview mit Ian Bonhôte im Gedächtnis geblieben, mit dem du über Alexander McQueen und die neue Dokumentation über den ikonischen Designer gesprochen hast. Seitdem fühle ich mich mit McQueen irgendwie verbunden, obwohl ich nie ein riesiger Fan war. Aber irgendwie muss man diesen Mann und seine kreative Leistung einfach verehren.

4. Wie viel von dem, was du umsetzen wolltest, haben wir / hast du umgesetzt?

Schon sehr viel. Aber die Ziele wachsen mit den ersten Erfolgen natürlich und für das neue Jahr bin ich mehr als optimistisch. Ich möchte noch schneller auf Geschehnisse reagieren, mehr Meinung zeigen und hier auch persönlicher auftreten. Wir sind auf einem guten Weg dahin, aber ich bleibe zielstrebig und größenwahnsinnig.

5. Dein ultimatives Beige-Ziel 2019? (Größenwahn erlaubt und erwünscht)

Von sehr vielen Menschen die tägliche Anlaufquelle am Morgen sein, um informiert und unterhalten in den Tag zu starten – vielleicht sogar zum Lieblingsmagazin von einigen werden.

6. Hand aufs Herz: Erträgst du die Farbe Beige denn noch?

Ziemlich gut. Einen Beige Overload gibt es in den nächsten zehn Jahren auf keinen Fall, zumal wir ja so viel mehr Farben im Repertoir haben.

7. Hast du Vorsätze oder hältst du davon nicht viel?

Ich habe keine Vorsätze, aber Wünsche. Ich wünsche mir für 2019 ganz viel Gesundheit, denn davon hatte ich die letzten zwei Jahre viel zu wenig. Ich wünsche mir jeden Tag glücklich aufzuwachen. Ich wünsche mir mehr Selbstakzeptanz. Ich wünsche mir und dir Erfolg. Das war's eigentlich schon. Und das gleiche wünsche ich auch all meinen Freunden und Herzensmenschen.

8. Haben das Jahr 2018 und Beige dich verändert oder ist alles beim Alten?

Ja. Ich bin realistischer geworden. Der Idealist steckt immer noch in mir, aber ich bin definitiv erwachsen geworden. Kein Wunder, wir mussten dieses Jahr viele Entscheidungen für unsere Zukunft treffen, leiten ein großes Team, verdienen unsere eigenen Brötchen, zahlen Rechnungen und stellen sie, planen die nächsten großen Schritte und sind Geschäftspartnerinnen. Klingt immer noch verrückt und auch wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache und ich antworte: Ich habe mein eigenes Onlinemagazin, dann muss ich mich manchmal selbst kneifen.

9. Worauf stürzt du dich mit aufgeladenen Akkus in 2019 als Erstes?

Als Erstes werden wir beide Pläne für Beige schmieden und viele tolle Sachen in Angriff nehmen, „nebenbei“ ziehe ich dann in eine neue Wohnung um. Mehr darüber werdet ihr hier bestimmt lesen, denn wir wollen Beige mit mehr persönlichen Kolumnen füllen, so viel steht fest.

10. Was möchtest du unseren Leser*innen gerne sagen?

DANKE! Danke, dass ihr an uns glaubt und uns fleißig lest. Ich hoffe, wir werden dieses Jahr zu eurem festen digitalen Zuhause – ihr fühlt euch bei uns wohl, kommt gerne zur Tür hinein und erzählt auch Freunden von uns.

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