Bücher, die uns durch die Quarantäne retten! Folge 1: Julia

Bis zum Hausarrest ... und noch vieeel weiter! Gute Bücher kann man schließlich nie genug haben

Was haben wir nicht gewitzelt über Covid-19. Nun kommt die Retourkutsche. Keine Sorge, wir brechen hier sicherlich nicht in Panik aus, damit ist eh niemandem geholfen. Wir spielen nur mit dem Gedanken, wie unsere Freizeit aussieht, falls es tatsächlich so weit kommt, dass wir alle mal eine Weile mit dem Arsch daheim bleiben müssen. Ein gar nicht mehr so abwegiger Gedanke ist das nämlich und da liegt es doch nahe, diese Zeit sinnvoll zu nutzen. Wir prophezeien, dass ihr ab Tag drei sicherlich viereckige Augen vom netflixen habt, daher haben wir das Team Beige gebeten, uns mit einer ausgesuchten Buchempfehlungs-Liste für den Notfall zu versorgen.

Das Tolle an dieser Liste ist, dass sie auch ohne Vorsichtsmaßnahmen und Hausarrest ihre Pflicht erfüllt und wunderbar vielseitige Leseinspiration liefert. Win-win also. Den Anfang macht heute unsere Kultur -Koriphäe Julia und präsentiert euch fünfmal Input von Sachbuch über Krimi bis Roman.

Vorhang auf für Julias Buchempfehlungen

Wir kennen ihn alle: DEN Bücherstapel. Als literarisches Äquivalent zum Wäschestuhl türmt er sich passiv-aggressiv an irgendeinem Ort der Wohnung auf. Vorzugsweise neben dem Bett gelegen, erinnert er uns tagtäglich daran, welche dicken Wälzer wir eigentlich noch lesen wollten oder sollten. Mich plagt bei seinem Anblick ein besonders schlechtes Gewissen: Neben der Pflichtlektüre für die Uni fällt es mir oft schwer, abends aus Spaß an der Freude zum Buch zu greifen.

Als selbständige (Noch-)Studentin wünsche ich mir natürlich, während der kommenden Wochen möglichst lange arbeiten (sprich: Meinen Lebensunterhalt verdienen) zu können. Falls ich aber zum Schutz der Gesellschaft letztendlich doch zu Hause bleiben muss, hoffe ich zumindest auf eine Menge literarischen Input.

„Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf

Diese Biografie wurde mir von den unterschiedlichsten Menschen ans Herz gelegt und steht nun schon lange auf meiner Liste. Auch wenn man Humboldt sicherlich auch mit einem kritischen Auge betrachten muss, bin ich sehr gespannt auf dieses Buch.

„Gegen den Hass“ von Carolin Emcke

Nicht erst seit ihrer Auszeichnung mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist Carolin Emckes Werk zum Must-read geworden – aktuelle gesellschaftliche Ereignisse deuten nur zu oft darauf hin. Spätestens nach ihrem tollen Auftritt im Podcast „Alles Gesagt?“ liegt das Buch ungeduldig auf meinem Stapel.

„Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens

Ich bin ja in den Tiefen meines Herzens großer Krimi-Fan und habe dieses Buch absolut verschlungen. Geschrieben von der Zoologin Delia Owens, beschreibt dieses Buch die Natur so eindrücklich, dass man sich selbst nach wenigen Seiten als Teil des mysteriösen Marschlandes fühlt.

„4321“ von Paul Auster

Was wäre wenn? Habt ihr euch auch schon mal gefragt, ob eine anders getroffene Entscheidung euer Leben maßgeblich verändert hätte? Paul Auster erzählt in diesem Buch viermal die gleiche Geschichte eines jungen Mannes, in der kleine Geschehnisse große Unterschiede machen. Heraus kommen vier komplett unterschiedliche Versionen eines Lebens, die zum Nachdenken und ein bisschen auch die Tränendrüse anregen.

„Die gleißende Welt“ von Siri Hustvedt

Dieses Buch lese ich aktuell und kriege nicht genug von Hustvedts Roman über den Kunstbetrieb in New York City und eine frustrierte Künstlerin, die die männerdominierte Kulturlandschaft austricksen will. Kurzerhand versteckt sie ihr Werk hinter männlichen Alter-Egos und herauskommt eine spannende Analyse gesellschaftlicher Vorurteile.

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