Beige News 02 / 08

Da sind wir wieder – und haben einige Neuigkeiten im Gepäck!

Letzte Woche sind die News ausnahmsweise mal ausgefallen, da wir unserem großen Copenhagen Fashion Week Special die Beige-Bühne überlassen haben. Nun sind wir aber wieder zur Stelle und präsentieren euch an gewohnter Stelle die spannendsten Neuigkeiten der vergangenen Tage.

Ich tippe diesen Artikel mit einigen Schmerzen für euch nieder. Bei einem Picknick auf dem Tempelhofer Feld ist es nämlich passiert und eine Wespe hat mich erwischt. Meine rechte Hand sieht aus wie ein Luftballon, aber ich tippe tapfer für euch, ihr lieben und treuen Beige-Leser*innen! Das mache ich doch im wahrsten Sinne des Wortes mit Links!

Andy Wolf + Pinqponq = Nachhaltig im Doppelpack

Wenn es so schön passt, warum dann nicht die Kräfte bündeln? Dachten sich auch das Überflieger-Brillenbrand Andy Wolf und das Kölner Taschenlabel Pinqponq. Beide übernehmen in der Produktion ihrer Kollektionen Verantwortung für Mensch und Umwelt. Und beide entwickeln Accessoires, die vor stilistischen Referenzen Richtung der Neunziger nicht Halt machen und sich dabei optimal in unsere bestehende Garderobe integrieren. Und seit sogar Queen Bey ihre Andy Wolf Brille gerockt hat, gibt es doch eigentlich keinen Grund mehr, nicht zuzuschlagen, oder?

Die gemeinsame Kollektion umfasst zwei unisex Modelle im Shield-Style. Die kommen im Set mit der Crossover-Bag Broks von Pinqponq- Kostenpunkt: 299 Euro und die Capsule ist ab sofort bei LN-CC und Pinqponq erhältlich.

Flattered x Lena Lademann

Waren Kooperationen mit Influencer*innen vor ein, zwei Jahren noch eine Besonderheit, gehören sie inzwischen fast schon zum guten Ton. Ich verurteile das nicht, muss aber sagen, dass mir der Outcome meistens dann doch zu jugendlich oder bunt ist. Oder ich zu alt? Was es auch ist, bei der Kooperation von Lena Lademann und unseren neuen liebsten Schuhbrand Flattered wurde für meinen Geschmack alles richtig gemacht.

Schlichte feminine Modelle mit einem besonderen Twist, die sehr tragbar und hochwertig daherkommen und jedem Jeans-Shirt-Look gehörig einheizen. Ich durfte die schönen Stiefeletten schon in echt bestaunen und kann bestätigen, was man auf den Bildern erahnt: absolute Lieblingsschuhe!

Erhältlich sind sie ab Mitte August (also baaaald!!) im Webshop von Flattered.

Auf dem Radar: Taschen von Cafuné

Eine kleine Boxbag hier. Ein gerafftes Träumchen da. Plötzlich hielten in meinem Instafeed immer mehr Damen diese schönen Taschen ins Bild – und ich, ganz opfermäßig, war natürlich direkt angefixt. Cafuné ist Portugiesisch und bedeutet so viel wie „der Akt, mit den Haaren des Schwarms zu spielen“, was ich schon mal sehr romantisch finde. Gegründet wurde Cafuné jedoch in Hongkong von den Freundinnen Queenie Fan und Day Lau. Das war 2015 und inzwischen verkaufen die beiden ihre detailverliebten, ungewöhnlichen und verspielt-ernsthaften Designs bei Bloomingdale's und den Galeries Lafayette. Preislich starten die Taschen bei rund 200 Euro.

Eventuell bin ich auch late to the party, aber falls auch ihr Cafuné nicht kanntet, kommen hier sechs gute Gründe, das Label auf dem Schirm zu behalten:

Auf den Spuren von Laika: Die Dokumentation Space Dogs

Am 21. Juli feierte die Welt den 50. Jahrestag des ersten Menschen auf dem Mond. Doch schon 1957 schickte die damalige UdSSR den ersten Hund ins Weltall. Laika, ein Straßenhund auf Moskau, die wohl kurz nach dem Start schon im Orbit an Stress und Überhitzung starb.

Der Dokumentarfilm Space Dogs, der auf dem Filmfestival Locarno seine Weltpremiere feierte, macht sich auf die Suche nach dem Geist von Laika. 35.000 Straßenhunde leben in der russischen Hauptstadt Moskau – und eine Handvoll von ihnen begleiteten die Filmemacher*innen Elsa Kremser und Levin Peter. In diesem Film ist es eine Welt der Hunde, in der wir Menschen leben, die Dialoge passten auf drei DIN-A4-Seiten. Berührend, lustig und brutal ist die Dokumentation, in der wir mit den Macher*innen auf der Suche nach Laikas Geist durch die Straßen Moskaus wandern.

Einen Kinostart gibt es leider noch nicht.

Byredo tanzt den Slow Dance

Slow Dance, Schieber, Paartanz – es gibt viele Namen für den wohl legendärsten Tanz unserer Gesellschaft, der eigentlich gar kein Tanz ist. Schließlich steht man nur da, eng umschlungen, und lässt sich von der Musik nach links und rechts neigen. Aber genau das macht den Engtanz auch so herrlich. Er ist eigentlich nur ein Vorwand zum Schmusen und für viele die erste Chance, endlich auf Tuchfühlung zu gehen (Schultanz!).

Diesem besonderen Gefühl von Aufregung, Verliebtsein, Kribbeln im Bauch und absoluter Glückseligkeit hat Byredo mit Slow Dance nun ein eigenes unisex Eau de Parfum gewidmet. Mit Geranie und Veilchen in der Herznote und schwerem Patschuli im Abgang. So bittersüß, wie die erste Liebe.

Slow Dance von Byredo ist ab dem 5. September, einen exklusiven Pre-Launch gibt es ab 26. August auf Byredo.com. Der Duft kostet 180 Euro pro 100 ml. Es wird außerdem ein limitiertes Haarparfüm und eine Handcreme geben.

Auf dem Radar: nachhaltig und unisex – die Taschen von Kotai

Slow Fashion, Made in Berlin und absolut nachhaltig. Das sind Labels, mit denen sich in heutigen Zeiten eine Marke mit viel Stolz schmücken kann. Kotai Studios kann hinter all diese Punkte einen dicken Haken setzen. Die Berliner Marke orientiert sich an der japanischen Philosophie des Wabi Sabi – also unserer Wahrnehmung von Schönheit. Für Kotai ist der Alterungsprozess von Produkten eng mit deren Schönheit verbunden. Heißt: Gebrauchsspuren und Patina der Taschen machen sie erst einmalig und noch schöner.

Die Taschen von Kotai Studios sind denn auch zeitlos, langlebig und von höchster Qualität. Sprich: Echte Begleiter fürs Leben. Und das für 55 bis 220 Euro. Ein guter Deal!

Quirlig trifft quirlig: Essentiel Antwerp x Virginie Morobé

Den Schuhfans unter euch ist die belgische Designerin Virginie Morobé bestimmt schon bekannt. Alle anderen verlieben sich bitte jetzt in ihre Entwürfe. Ihr Bekanntheitsgrad wird sich aber sicherlich bald erheblich erweitern, denn ab sofort zeichnet sie für die Schuhkollektion des Gute-Laune-Labels Essentiel Antwerp verantwortlich. Schaut man sich die quirligen Entwürfe der beiden Brands an, kommt hier doch eindeutig zusammen, was zusammen gehört.

Der Startschuss ist schon gefallen, denn die ersten Entwürfe aus der Feder Morobés für die Winterkollektion 2019 sind bereits erhältlich. Sie sind, wie auch die Schuhe ihrer Eigenmarke, eine Investition, das gebe ich zu. Schaue ich mir aber die coolen Snake-Boots und glitzernden Prom-Schuhe an, habe ich keine Zweifel, dass sie zu echten Herzensstücken werden. Und P.S.: Alle Schuhe sind Made in Europe!

Meine Füße melden sich gerne zum Tragen dieser Modelle:

Lesetipp: Wenn 50/50 keine faire Lösung ist

Leute, ihr merkt: Dieses Retourenthema lässt mich nicht los. Vermutlich, weil ich es selbst noch immer mehr schlecht als recht schaffe, Retouren zu vermeiden. Ich kaufe fast nur online ein, da ich schlicht nicht anders dazu komme und vermutlich auch, weil ich noch immer den verwöhnten Millennial in mir befriedigen möchte. Auch, wenn inzwischen mehr und mehr nachhaltige Marken im Warenkorb landen.

Tatsächlich sind wir Deutschen aber die Retourenmeister. Über die Hälfte jeder Bestellung geht zurück. In Zahlen bedeutet das: Ware im Wert von 5,5 Milliarden Euro wurde zurückgeschickt. Das ist eine Menge Holz und kostet auch die Versandhändler ordentlich Geld. Daher wird mehr und mehr an Konzepten gearbeitet, um Retouren zu vermeiden. Digitales Anprobieren ist das vielversprechendste und forschungsintensivste Feld. Was sonst noch getan wird und warum gerade Deutschland hier eine besondere Stellung hat weiß Business of Fashion.

Vintage-Fans aufgepasst: Outofuse ist endlich online!

Was habe ich gewartet und wie ein Luchs jeden digitalen Schritt von Outofuse verfolgt! Wovon ich spreche? Na, von dem neuen Vintage-Shop von Sissi Pohle und ihrem Freund Pat, der endlich, am vergangenen Sonntag, seine digitalen Pforten öffnete. Was euch erwartet? Liebevollst kuratierte Vintage-Funde aus aller Welt, absolut (post-)punkiger Look and Feel und faire Preise. Kein Wunder, dass der Bestand zusehends schrumpft. Schnell sein lohnt sich also, aber Sissi und Pat legen natürlich regelmäßig nach und das für Frauen und Männer.

Los, vorbeigeschaut, verliebt, gehoppt bei Outofuse!

Alle Berliner*innen: Ab zum Muxmäuschenwildfestival!

Zum Schluss noch ein kleiner Event-Hinweis. Das machen wir ja nicht oft und wenn, dann ausgewählt. Wenn aber die Tausendsassa-Agentur Muxmäuschenwild zum Festival lädt und sämtliche Erlöse auch noch gespendet werden, wollen wir euch das natürlich nicht vorenthalten!

Am 22. August findet das 6. Muxmäuschenwild Festival statt und das Programm kann sich sehen lassen. Über 20 Bands von melodischen Elektro- und Syntiepop, über jazzigen Soul und zum Weinen schöne Singer-Songwriter stehen auf der Bühne. Es gibt Lesungen, Meditationen und eine Yoga-Klasse mit Sheila von Fuck Lucky Go Happy. Und sonst? Eine Skateshow von Ethopian Skate, eine Feuershow ... müssen wir noch mehr sagen?

Der Eintritt beträgt sieben Euro Charity-Spende. Alle Erlöse des Tages gehen an die Non-Profit-Organisation Give Something Back to Berlin.

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