Beige feels: Ein Kontinent steht in Flammen

In der ersten Ausgabe der neuen Beige News fragen wir uns: Was ist nur mit der Welt los?

Da sind wir wieder! Nachdem Julia mit einem neuen Teil unserer Reihe Kunstsympathisch die Woche bunt einleitete, reihe ich mich ein! Unsere Beige News haben einen neuen Namen und damit auch ein kleines Redesign erhalten. Grund dafür? Ab jetzt sprudelt es hier nur so vor Emotionen: Was hat uns diese Woche bewegt? Was lieben wir? Wovon sind wir enttäuscht? Unsere News werden ab heute noch persönlicher, informativer und kultureller!

Denn so wird hoffentlich auch das neue Jahrzehnt: eine Wiederauflage der Roaring Twenties, aber mit Umsicht, Fürsorge, Nachhaltigkeit, aber mindestens genauso viel Spaß und Glanz!

Willkommen also bei der ersten Ausgabe der neuen News und viel Spaß beim Lesen, Nachdenken und Teilen!

Beige feels: Australien brennt und wir fragen uns: Was ist zu tun?

Beige feels: Mehr als verdient – Die Gewinner*innen der Golden Globes

Wer Beige auf Instagram folgt, der hatte gestern Abend das große Vergnügen, an unserem Golden Globe Quiz teilzunehmen und für seine Favoriten abzustimmen. Heute verkünden wir euch dann, ob ihr richtig lagt!

Denn gestern wurden zum 77. Mal die Golden Globes verliehen und läuteten damit die berühmte Award Season in Hollywood ein. Meiner Meinung nach kann Ricky Gervais als Moderator – es war bereits das fünfte Mal – so langsam in Rente gehen, denn seine bissigen Sprüche sind umstritten, doch leider haben viele seiner überzogenen Witze einen wahren Kern. Aber kommen wir zu den schöneren Themen des Abends, nämlich den Gewinnern. Hier setzten sich die klassischen Hollywood-Produktionen gegen Streamingdienste wie Netflix und Amazon durch, Überraschung! Und auch sonst war der Abend politischer (und nachhaltiger, das Menü war vegan), als gewohnt!

Film
Bester Film Drama: „1917“ von Sam Mendes
Beste Hauptdarstellerin Drama: Renee Zellweger in „Judy
Bester Hauptdarsteller Drama: Jacquin Phoenix in „Joker

Bester Film Komödie: „Once Upon a Time in Hollywood
Beste Hauptdarstellerin Komödie: Awkwafina in „The Farewell
Bester Hauptdarsteller Komödie: Taron Egerton in „Rocketman

Beste Nebendarstellerin: Laura Dern in „Marriage Story
Bester Nebendarsteller: Brad Pitt in „Once Upon a Time in Hollywood

Beste Regie: „1917“ von Sam Mendes
Bestes Drehbuch: „Once Upon a Time in Hollywood“ von Quentin Tarantino

Lebenswerk: Tom Hanks

Beste Filmmusik: Hildur Guðnadóttir in „Joker
Bester Filmsong: „(I'm Gonna) Love Me Again“ aus „Rocketman“ von Elton John

Fernsehen
Beste Serie Drama: „Succession
Beste Serien-Hauptdarstellerin Drama: Olivia Colman in „The Crown
Bester Serien-Hauptdarsteller Drama: Brian Cox in „Succession

Beste Serie Komödie: „Fleabag
Bester Serien-Hauptdarsteller Komödie: Ramy Youssef in „Ramy
Beste Serien-Hauptdarstellerin Komödie: Phoebe Waller-Bridge in „Fleabag

Beige feels: Die Vogue Italia macht alles richtig – oder etwa nicht?

Warum wir Beige nicht als Printmagazin gelauncht haben? Nun ja, so richtig glauben wir nicht an die Zukunft von Print... Klar, einige Magazine wird es immer als geben, aber sie mutieren momentan immer mehr zu Coffee Table Books, die man durchblättert und dann schnell als Deko nutzt, oder? Die richtig schnellen, wichtigen und prägenden News kriegt man dafür einfach viel effizienter online geliefert. Und: Hochglanzmagazine haben einen erschreckenden Fußabdruck: Auf Papier gedruckt und voll mit Editorials, die aufwendig und unter enormen Kosten und Aufwänden produziert werden: bei einem Shooting sind da schon mal 150 Menschen involviert, 20 Flüge, 40 Autos, internationale Paketsendungen... So jedenfalls beschreibt der italienische Chefredakteur Emanuele Farneti es in seinem Vorwort der aktuellen Ausgabe.

In dieser hat die Vogue nämlich (Viva la Revolution!) auf Editorials verzichtet und alles mit Illustrationen gestaltet. Hätte man jetzt noch auf den Druck verzichtet, wir wären happy gewesen. Aber na ja, am Anfang sind es kleine Schritte, die dann hoffentlich zu großen werden.

Ab jetzt wird die italienische Vogue nämlich als erste Publikation von Condé Nast auf kompostierbarem Papier gedruckt (dass Condé Nast dies erst 2020 (!) in Erwägung zieht, schockiert), das Geld, was so eingespart wurde, wird für den Aufbau eines historischen Hauses in Venedig genutzt (fällt euch nichts Besseres ein?) und ab der nächsten Ausgabe geht es dann so weiter wie vorher: mit 40 Autos, mindestens 20 Flügen und unzähligen Paketen.

Was diese Aktion also sollte? Sie war ein hervorragend geplanter PR-Coup und nichts anderes als ein kalter Tropfen auf dem heißen Stein. Schade!

Beige feels: Brauchen wir Airpod Cases von Bottega Veneta, Gucci und Co.?

Wo wir schon bei PR-Coups sind: Was hat es nur mit den Cases für die Airpods von Apple auf sich?! Ich glaube, ich werde für manche Trends jetzt einfach zu alt – oder zu weise?! Ich glaube, ich kam an dem Punkt nicht mehr mit, als die kabellosen Kopfhörer auf einmal das iPhone als Statussymbol ersetzten … dabei sind die kleinen Dinger ja nur Zubehör und kosten einen Bruchteil eines nigelnagelneuen Smartphones.

Wenn ihr das auch schon absurd findet, dann passt jetzt mal auf. Denn gerade macht ein Trend die Runde, der mich einfach nur vor Verzweiflung aufstöhnen lässt. Ihr dachtet, dass Airpod Cases generell schon albern sind? Oh ja! Aber jetzt wird es noch besser: High Fashion Designer sind auf den Zug aufgesprungen und präsentieren jetzt Hüllen ab 200 Euro! Egal ob Saint Laurent oder Gucci, jetzt macht sogar Bottega Veneta mit und verkauft ihre Hülle für 360 Euro.

Ich kann zwar nicht so gut Kopfrechnen, aber für euch habe ich mich trotzdem herangewagt: Bei Apple kosten die Airpods ab 179 Euro. Kaufe ich mir jetzt eine Hülle für 360 Euro, so ist das knapp das Doppelte des Preises. Für mein neues iPhone Pro habe ich 1.600 Euro bezahlt (auch schon absurd...), laut Bottega Veneta würde mich eine Hülle also 3.200 Euro kosten. Entschuldigung?! Einfach nur absurd. Oder was sagt ihr dazu???

Beige feels: Ab ins Kino mit euch!

Die festliche Stimmung ist vorbei und man hat über die Feiertage eine Überdosis an Familie, Alkohol und Essen verabreicht bekommen. Dry January? Ein mittlerweile anerkanntes Mittel, um über den Anfang des Jahres hinweg langsam und qualvoll zu entgiften. Was also tun, wenn abends keine Freunde mit einem Glas Wein in der Hand winken? Ab ins Kino! Der Januar ist meiner Meinung nach der perfekte Monat, um dem gesellschaftlich anerkannten Alleinsein und/oder Anschweigen mal so richtig zu frönen. „Judy“ möchte ich euch dabei ans Herz legen. Ihr wisst ja schon, dass Renée Zellweger für die Darstellung der Judy Garland einen Golden Globe gewinnen konnte, gut ist der Film also allemal.

Er handelt vom tragischen Leben der Schauspielerin und Sängerin Judy Garland, die durch „The Wizard of Oz“ und ihre Rolle als Dorothy im zarten Alter von 15 Jahren weltbekannt wurde. Doch hinter dem Regenbogen versteckt sich kein Topf voller Gold, sondern ein Knebelvertrag, Einsamkeit und eine Tablettensucht. So stark und so zerbrechlich, diesen Spagat macht Renée Zellweger extrem gut im Film, der in den 60er-Jahren spielt und das Ende einer dramatischen Hollywood-Karriere zeigt. Leichte Kost ist dieser Film auf gar keinen Fall, aber dafür macht er nachdenklich und zeigt eine Seite der Filmindustrie, die man leicht droht zu vergessen.

Der Film läuft seit dem 2. Januar in den deutschen Kinos.

Beige feels: Highsnobiety setzt dem Offlineshopping ein Denkmal

Highsnobiety sitzt auf dem Thron des Online-Business'. Das Magazin bzw. der ehemalige Blog von David Fischer hat von Sekunde Eins verstanden, worum es geht: Schnelligkeit, Exklusivität, Demokratie, Elite und Konsum. Erst als Magazin und jetzt auch als Verkäufer von exklusiven Drops in Supreme-Manier, hält Highsnobiety für alle Onlinemagazine die Fahne hoch, ganz nach dem Motto: „Ja, wir können Geld verdienen und das ziemlich gut.“ Für die aktuelle Merch-Kollektion hat sich Highsnobiety dabei niemand Geringeren gesucht als Colette, den berühmten, mittlerweile geschlossenen Conceptstore aus Paris, dessen gleichnamige Dokumentation Highsnobiety schon co-produziert hat. Mit der „Colette, Mon Amour“-Kollektion setzen sie der französischen Ikone noch einmal ein Denkmal – und das sogar offline!

Denn zum ersten Mal wird ein Drop auch in Läden erhältlich sein, genauer gesagt bei Selfridges in Form eines Pop-ups vom 6. Januar bis zum 9. Februar 2020. Das ist nur der Anfang, so sagt David Fischer zu BoF: „Highsnobiety is looking to bring its retail concept into the real world on a consistent basis.“ Wir hoffen auch auf einen deutschen Standort und sind gespannt, wohin es David Fischer und sein beeindruckendes Imperium hier verschlägt.

Beige feels: H&M Homes neutrale Töne

Man könnte es so etwas wie Schockstarre nennen, als mich das Bild oben in meinem Postfach erreichte, denn so richtig konnte ich nicht glauben, dass das alles von H&M Home ist! Mit Wiener Geflecht, jeder Menge künstlerischer Keramik, One-Line-Drawings und Verstaumöglichkeiten (der Geheimtipp gegen Unordnung) hat der schwedische Konzern mein Herz – und vielleicht ja auch meine Wohnung – erobert. Ein Klappstuhl für Partys, aber in schick? Oh ja bitte! Weiße Keramikobjekte zum Dekorieren der Wohnung? Diese Stehrumchen sind mehr als willkommen!

Ein Blick in den Onlineshop lohnt sich sehr, genauso wie in die bislang einzigen Stores in Deutschland, die sich in Hamburg und München befinden. Da das Home der neue Kleiderschrank ist, bitten wir um Expansion! Mehr H&M Home für alle!

Beige feels: Amazon macht sich als Arbeitgeber unbeliebt

Mittlerweile ist mein Bestreben, so wenig wie möglich bei Amazon einzukaufen, in die Tat umgesetzt. Kein einziges Weihnachtsgeschenk wurde beim Onlineriesen bestellt – und ja, ich muss sagen, ich bin stolz darauf, denn ich habe es geschafft, mit meinen Geschenken vor allem kleine Shops und faire Labels zu unterstützen. Die Nachricht, die mich gestern erreichte, bestärkt mich, das auch in der Zukunft weiter durchzuziehen.

Denn wie Fashion United berichtet, droht Amazon den Mitarbeitern, die sich aktiv fürs Klima und die Umwelt einsetzen, mit Kündigung. Im September 2019 hatte Amazon den Climate Pledge gegründet, in dem das Unternehmen verspricht bis 2024 auf 80 Prozent erneuerbare Energie und bis 2030 zu 100 Prozent darauf umzusteigen. Um weiter Druck auf den Konzern, der unfassbar hohe Emissionen hat, auszuüben, hatten sogar intern Mitarbeiter eine Gruppe namens „Amazon Employees for Climate Justice“ gegründet.

Jetzt droht die Führungsspitze genau dieser Gruppe mit Kündigungen.

Na, wo kauft ihr demnächst ein?

Beige feels: Die Berlin Fashion Week steht in den Startlöchern

Nächste Woche ist es so weit und die Berliner Fashion Week geht in die nächste Runde! Der Schauenplan wird von Saison zu Saison kleiner, dafür werden es immer mehr Side Events, die Location wechselt vom E-Werk zum Kraftwerk Berlin! Schon seit Jahren wird heftig um die MBFW diskutiert. Auch wir haben uns nach der letzten Edition Gedanken gemacht und verweisen an dieser Stelle noch mal auf unseren viel gelesenen Artikel aus dem letzten Sommer!

Dieser Artikel enthält Affiliate Links, mehr darüber erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

  • Fotos
    PR

Kommentiere

Weitere Artikel werden geladen...