Beige feels: Die Welt spielt verrückt, aber ihr müsst nicht mitspielen

Gerade jetzt ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren, nicht den Hamsterherden zu folgen und auch unliebsame Themen anzusprechen

Gesponserter Artikel in Kooperation mit Esprit

Es scheint, als wäre die Welt in 2020 endgültig zum Irrenhaus mutiert. Ich spreche hier übrigens nicht vom Coronavirus ... die Vergangenheit hat gezeigt, dass alle Jubeljahre eben ein Virus mutiert und uns kalt von hinten erwischt. Mir geht es darum, wie unfassbar egoistisch die Menschen sich verhalten. Sie klauen, sie hamstern ... gehts noch? Gleichzeitig nutzen Staatsoberhäupter von sogenannten Republiken und Europa-Mitgliedstaaten hilflose Menschen und gehen über deren Leichen, um sich gegenseitig zu erpressen. Ekelhaft ist das und zutiefst menschenverachtend. Ich hoffe sehr, dass bald alle wieder etwas Sauerstoff zwischen ihre Ohren bekommen und zur Vernunft kommen.

Derweil kann ich es mir gar nicht leisten, die Contenance zu verlieren. Auch, wenn ich hart gefordert werde. Marie hat sich für drei Wochen in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet und ich halte hier die Stellung im Krankenlager Deutschland, denn eigentlich wäre ich jetzt für einige Tage in Amsterdam, aber ihr könnt euch denken, wer meine Reisepläne durchkreuzt hat.

Also hangle mich von Highlight zu Highlight: Laute, starke und smarte Frauen, die Vereinigung von Mode und Literatur, nachhaltige Mode im Luxusgewand und neuer Lesestoff für alle, die nachhaltiger leben möchten!

Beige feels: #YouRule – Esprit und UN Women kämpfen für Frauenrechte

„Mit unserer gemeinsamen „YouRule“ Aktivierung möchten wir ganz im Sinne der Generation Equality Kampagne von UN Women ältere und junge Generationen, sowohl Frauen als auch Männer, Jungen und Mädchen dazu motivieren, sich gemeinsam für das Thema Gender Equality stark zu machen.“

257 Jahre. So weit ist die westliche Gesellschaft laut Global Gender Gap Report von der wirtschaftlichen Gleichstellung von Frauen und Männern entfernt. Zumindest, wenn es im jetzigen Tempo weitergeht. Jede*r, der behauptet, dass in Deutschland (oder anderen westlichen Nationen) Gleichberechtigung herrscht, sollte sich die aktuellen Zahlen zu Gemüte führen. Was hier hilft? Laut werden, informieren, sich austauschen, aktiv werden.

Bereits zum zweiten Mal hat sich Esprit aus diesem Grund mit der NGO UN Women zusammengetan und unterstützt mit der Kampagne #YouRule, passend zu den Unternehmenswerten Nachhaltigkeit, Gleichheit und Entscheidungsfreiheit, die globale Generation Equality Kampagne von UN Women. Das Jahr 2020 markiert hier zudem eine besondere Zäsur: Vor genau 25 Jahren wurde mit der Pekinger Erklärung eine visionäre Agenda für die weltweite Gleichstellung von Frauen und Mädchen geschaffen. Vergangene Woche luden Esprit und UN Women zum Panel mit Dr. Ursula Sautter von UN Women Deutschland, Madame Moneypenny Natascha Wegelin, Equal Care Day Initiatorin Almut Scherring, Nike van Dinther und Moderatorin Hadnet Tesfai zu den Themen Equal Care, Equal Pay und Equal Pension.

Unser Take-away? Wir müssen uns um unsere Finanzen kümmern, unsere Rollen als Mütter als ernstzunehmende Jobs begreifen, das Thema Geld immer ansprechen und, für uns hier bei Beige schon in der Mache: Die Männer ins Boot holen. Denn Gleichberechtigung schaffen wir nur alle zusammen. Noch mehr Zahlen gefällig?

  • 76,2 Prozent der unbezahlten Sorgearbeit wird weltweit von Frauen geleistet (das ist dreimal so viel, wie von Männern)
  • In Deutschland leisten Frauen 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Das ist der Gender Care Gap.
  • In Deutschland verdienen Frauen 21 Prozent (unbereinigt) weniger als Männer, in der EU beträgt der Unterschied 16 Prozent.
  • Die Unterschiede in der Sorgearbeit führen zu einer Rentenlücke (Gender Pension Gap): 53 Prozent geringere Alterssicherungsleistungen erhalten Frauen im Vergleich zu Männern in Deutschland. 

Mit den limitierten T-Shirts aus Bio-Baumwolle zur #YouRule Kampagne könnt ihr nicht nur ein Statement setzen, sondern auf die Zusammenarbeit aufmerksam machen und die Arbeit von UN Women indirekt unterstützen. Wie auch im vergangenen wird die Arbeit von UN Women durch Esprit finanziell unterstützt.

Beige cries: Die menschenverachtende EU-Politik an der griechischen Grenze

In Tagen wie diesen sehen wir, was unsere Gesellschaft wirklich sorgt: Nicht Menschenrechte und das Aufrechterhalten der selbst auferlegten Prinzipien sind es, sondern die Angst um den Wohlstand und Gesundheit. Beim zweiten Punkt gebe ich ein wenig nach, Gesundheit ist ein hohes Gut, ja. Aber warum legen wir nur Wert auf die eigene Gesundheit, während wir gleichzeitig mit Leben spielen?

An der europäischen Grenze auf der griechischen Insel Lesbos, wird derzeit EU-Politik mit Menschenleben gemacht und es macht mich wütend, dass die gesamte EU-Bevölkerung, ach, Welt, lieber den Verlauf der DAX-Kurve verfolgen und bei jedem Nieser in Panik zusammenzucken, als dass sie nachhaltig schockiert ist von dem, was unter dem Deckmantel von „Sicherheit“ gerade abgeht. Es ist schwer, die Übersicht zu behalten und mein geplanter Pressespiegel würde hier alle Rahmen sprengen und morgen schon nicht mehr aktuell sein. Lest bei Amnesty International mehr zur Lage. Ihr könnt direkt mit Spenden helfen, ich habe hier die größten Organisationen für euch:

Und unterstützt diese Change.org-Kampagne mit eurer Unterschrift, es dauert nur wenige Minuten.

Beige feels: Die (modische) Rückkehr der Groschenromane

Was passiert, wenn Collier Schorr, Nicholas Ghesquière, zahlreiche Topstars und Groschenromane zusammenkommen? Genau, eine Pre-Fall-Kampagne, die nicht nur nerdige Herzen höher schlagen lässt. Erneut hat sich der Kreativdirektor des französischen Luxushauses Louis Vuitton die Starfotografin Schorr ins Boot geholt und für den Herbst eine Kampagne kreiert, die sich an die überdrehte, leicht geschmacklose und kultige Optik von Scifi-, Horror- und Fantasyromanen der 70er-Jahre inspiriert.

Auch ich konnte damals nicht genug bekommen von den komplett absurden Bastei-Romanen. Egal, ob Zombies, Raumfahrt oder Vampire: Ich habe sie verschlungen. Hätten mir damals Robyn, Chloe Grace Moretz, Alicia Vikander oder Woodkid von den Covern entgegengeblickt, ich wüsste nicht, wie ich die Hefte jemals aus der Hand hätte legen können. Bitte mehr von so kreativen, lustigen und ironischen Kampagnen!

Beige feels: Menschen, Handwerk, Rohstoffe, Nachhaltigkeit

Was das Thema Nachhaltigkeit angeht, ist der Luxussektor in der Mode noch reichlich undurchsichtig. Während kleine Marken bis auf die Unterwäsche blank ziehen, ist es in vielen Modehäusern mit der Transparenz nicht so weit her. Oder wisst ihr, wo genau eigentlich Isabel Marant, Celine und Co. produzieren oder woher sie ihre Rohstoffe beziehen? Eben. Ein wenig Licht ins Dunkel bringt das neue Hub von Matchesfashion, das auf den schicken Namen The Responsible Edit (brav unterteilt für Damen und Herren) hört. Matchesfashion hat vier Säulen der Nachhaltigkeit identifiziert, deren Anforderungen die Brands gerecht werden müssen: Artisans, People, Charity und Material. Brands, die sich in mindestens einer dieser vier Punkte bewähren können, werden auf The Responsible Edit gefeatured. Übrigens nicht nur Mode, sondern auch Schmuck und Interior.

Diese Initiative gibt einen guten Überblick hinter die Kulissen von Brands wie GmbH, Marine Serre, Lutz Morris oder Rupert Sanderson und sind eine gelungene Shopping-Anleitung für alle Luxusliebende unter euch, die gerne mit gutem Gewissen einkaufen. An potenziellen, lebenslangen Favoriten mangelt es auf keinen Fall. Ich habe schon mal für euch nachgeschaut.

Für verantwortungsvolle Männer

Für verantwortungsvolle Frauen

Beige feels: Saturday Night Life mit Sézane

It-Girls sind passé. Aber It-Bags? Passieren! Und wie! Kleine Brands haben ordentlich Meter gemacht, wenn es darum geht, hochwertige und begehrenswerte Modelle zu designen. Aber auch im Mittelpreissegment wird nachgezogen. Jüngstes Beispiel? Eines unserer Lieblingslabel: Sézane. Und das französische Brand legt noch eine Schippe drauf und bedient mit seiner neuen Oli-Bag meine Sucht nach 70s-Boho und Vintage-Feel. In Italien aus recyceltem Leder von Hand gefertigt, kommt die Oli-Bag in zwei Ausführungen und ich wüsste ad-hoc nicht, für welche mein Herz einen größeren Aussetzer macht.

Abgerundet wird das rehbraune Wildleder-Design durch den spielerischen, silbernen Beschlag und den abnehmbaren, breiten Gurt. Doch, das könnte was werden mit uns. Mit euch auch?

Beige gratuliert: Das Fashion Changers Buch ist da!!

Uii, da ist das Ding! Seit Vreni aus ihrem Amerika-Aufenthalt über das geplante Buch ihrer Fashion Changers sprach, bin ich gespannt gewesen wie ein Flitzebogen, was da auf uns zukommt. Soviel stand fest: Es wird grandios werden. Auf Beige haben wir die Fashion Changers übrigens auch schon zu Wort kommen lassen, wir sind große Fans! Als ich heute dann mein Exemplar (DANKE!) aus der Postfiliale abholte, wurden meine Erwartungen aber noch übertroffen. Der Geruch! Die Aufmachung! Das Layout! Die Contributors! Ihr wollt Hintergründe zu Mode und Verantwortung? Sucht Inspiration und wollt wissen, wie anfangen? Ihr fragt euch, was Inklusion und Diversity mit fairer Mode zu tun haben und wollt mehr über die Akteur*innen wissen? Dann ist das Buch das Richtige für euch. Und wenn ihr das alles nicht wollt, dann holt es euch trotzdem und informiert euch!

Applaus, Applaus, liebe Jana, Vreni und Nina, da habt ihr etwas ganz tolles geschafft und ich kann es kaum erwarten, in eurem Buch zu blättern. Fashion Changers – Wie wir mit fairer Mode die Welt verändern können ist im Knesebeckverlag erschienen und beim Buchladen eures Vertrauens erhältlich.

Beige radar: Raus aus der Schamzone!

Ich bin ein riesiger Fan der Netflix-Serie Sex Education und würde so gerne eine Zeitmaschine erfinden. Warum? Weil ich sicher bin, dass wir damals, obwohl ich alles andere als „verklemmt“ oder Scham behaftet aufgewachsen bin, extrem von diesem Zugang zum Thema Sex hätte profitieren können. Nun, solange keine Zeitmaschinen erfunden sind, behelfe ich mir mit der neuen Kollektion des nachhaltigen Berliner Labels Bretter&Stoff.

Darin wird nämlich einigen wichtigen Fragen nachgegangen und die Antworten direkt aufs T-Shirt gestickt. Wie sieht eine Klitoris eigentlich aus? Und, viel wichtiger, wo genau ist befindet sie sich? Was ist eine Vulva? Wie schmusen Männer miteinander? Und und und. Zugegeben, die Antworten sind etwas sehr grafisch und weniger Erklärbär, aber es ist ein weiterer Schritt, diese Themen mal aus der stillen Ecke herauszuholen. Bretter&Stoff produziert mit GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle. Fünf Prozent der Einnahmen der neuen Kollektion gehen an Organisationen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen.

Beige reads: Nicht ganz so nebenbei

© imdb.com

Der amerikanische Verlag hat schon einen Rückzieher gemacht. Beim deutschen Verlagshaus Rowohlt sieht es bisher so aus, als ob die Autobiografie des amerikanischen Starregisseurs Woody Allen erscheinen wird. 13 Rowohlt-Autor*innen haben sich in einem offenen Brief an Florian Illies und Dr. Moritz Schuller gewandt mit der Bitte, das Buch nicht herauszubringen. Die Hintergründe? Woody Allen wird der sexuelle Missbrauch seiner damals 7-jährigen Adoptivtochter Dylan Farrow vorgeworfen. Obwohl er nie rechtskräftig des sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde, bleiben große Zweifel. Angestoßen durch seinen Sohn, denn Investigativjournalisten Ronan Farrow, der 2017 auch die Missbrauchsvorwürfe und die #MeToo-Debatte um Harvey Weinstein ins Rollen brachte und dafür den Pulitzer-Preis erhielt.

Mir drängt sich neben allen anderen Fragen wieder die auf, ob man das Schaffen eines Menschen abseits von dessen Taten betrachten kann, betrachten darf? Ich wusste jahrelang nichts von diesen Vorwürfen und bin ein großer Bewunderer des filmischen Werks Allens gewesen. Gleiches gilt übrigens für das cineastische Schaffen von Roman Polanski. Die Werke beider Regisseure habe ich seit den Vorwürfen nicht mehr anschauen können ... verurteilt oder nicht. Wie steht ihr dazu? Den ganzen Artikel zur aktuellen Causa Woody Allen findet ihr bei Zeit Online.

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