The Sea Is Calling – Die schönste nachhaltige Swimwear

Faire Badeanzüge, Bikinis und Badehosen? Ja, diese Brands können das!

Kaum kommen die ersten Sonnenstrahlen raus, da kriege ich schon beim Anblick von Menschen auf der Straße eine Erkältung. Nackte Beine, luftige Kleidchen, Tank Tops und Flip-Flops. Bei 20 Grad in Berlin scheinen viele das Havelland mit Hawaii zu verwechseln. Aber gut, verdenken kann man es ihnen nicht, schließlich habe ich nach fast acht Monaten auch echt keine Lust mehr auf Strickpullover und Mäntel. Stattdessen wünsche ich mir, dass die Menschen mit den luftigen Klamotten bald recht haben und der Sommer vor der Tür steht – meine Urlaubsplanung steht jedenfalls bevor!

Und obwohl ich noch kein genaues Ziel vor Augen habe, weiß ich jetzt schon eines: Dort wird es heiß werden, viel Wasser sein und ich einen Iced Coffee nach dem anderen schlürfen. Was mir – neben einem Plan, Flugticket und einer Unterkunft – dafür noch fehlt?! Die richtige Bademode! Und weil ich keine Lust auf a) schlecht sitzende Bikinis und Badeanzüge von der High Street habe, noch b) ein Vermögen ausgeben möchte (und ihr mir geschrieben habt, dass ihr das auch nicht wollt) kommt hier der ultimative Guide mit fairer Swimwear. Die können wir guten Gewissens in Sachen Umwelt und Geldbeutel tragen. Und das macht schließlich doppelt so viel Spaß!

Bevor wir uns in die Welt vom Honolulu-Strandbikini begeben, hier der richtige Soundtrack:

Belize

Von Valeska und ihrem Label Belize habe ich euch schon an dieser Stelle vorgeschwärmt. Danach erreichten mich begeisterte Nachrichten von euch Leser*innen. Also möchte ich es noch einmal hervorheben: Belize ist ein Berliner Label, was sich auf Sommer- und Bademode spezialisiert hat. Gelernt hat Valeska Duetsch, die das Label zusammen mit ihrer Partnerin Fiona Bansal, das alles bei Stella McCartney in London, wo sie auch für die Swimwear verantwortlich war. Alle Modelle werden in Europa gefertigt, die Stoffe kommen meist aus Italien und können online bei Matchesfashion, bei Kaiserin in München, im Merci Store in Paris und bei Mr.Larkin in Kopenhagen gekauft werden.

Preisklasse: Badeanzüge liegen ca. bei 250 Euro, Bikinis bei 200 Euro

Arket

Ja, an dieser Stelle werdet ihr zu Recht bemerken, dass Arket zur H&M Group gehört, die gerade massiv an ihrer Nachhaltigkeit arbeiten (müssen). Die neue Swimwear vom schwedischen Ableger ist aber nachhaltig gefertigt: nämlich aus recycelten Fischernetzen und Nylonresten, die sonst als Abfälle auf Deponien und im Ozean landen würden. Das Material namens Econyl®Garn wird in Slowenien hergestellt. Die sustainable Swimwear ist für Männer und Frauen erhältlich.

Preisklasse: Bikinis liegen bei knapp 50 Euro, Badeanzüge kosten um die 60 Euro, Badehosen liegen bei 40 Euro

Oséree

Oséree gibt es seit 2015. Damals beschlossen die beiden Freundinnen Isabella und Jannine ein eigenes Swimwear-Label zu gründen. Der Name stammt vom französischen Verb ose – etwas wagen – und die beiden nannten sich als Ziel, die idealen Bikinis und Badeanzüge für echte weibliche Körper zu designen. Die gesamte Kollektion wird in Italien gefertigt. Mittlerweile haben vor allem die glitzernden Designs der beiden die Social Media Welt erobert und sind auf den Wunschlisten so mancher Influencerinnen zu finden.

Preisklasse: Bikinis kosten um die 200 Euro, Badeanzüge ebenso

Pura

Pura ist spanisch und heißt rein. Der Name ist hier Programm, denn das Schweizer Label Pura Clothing fertigt nachhaltige Swim- und Active Wear. Alle Designs werden in der Schweiz und in Italien handgefertigt, die Materialien sind 100 Prozent recycelte italienische Stoffe. Zudem spendet Sara Zbinden, die Gründerin des Labels, mit jeder Bestellung einen Schweizer Franken an eine Non-Profit Organisation. Ebenso erfrischend wie die schlichten, sportlichen Modelle sind die Produktbilder der Marke – denn die sind an allen möglichen Körpertypen fotografiert und spiegeln die Realität wider: Kein Körper gleicht dem anderen. P.S. Bei Pura gibt es auch nachhaltige Badehosen für Ihn.

Preisklasse: Bikinis kosten um 140 Euro, Badeanzüge liegen ungefähr gleich, Badehosen kosten um die 70 Euro

Ysé

Bei Ysé, dem französischen Brand für Lingerie und Bademode, stehen zwei Aspekte im Fokus: unser Körper und wir als Frauen. Dass es beides in den vielfältigsten Varianten gibt, das hat Gründerin Clara verstanden – und deswegen gibt es ihre Modelle bis hin zum D-Körbchen, angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse der unterschiedlichen BH-Größen. Das Material kommt aus Europa, Spitze aus Calais, Bestickungen aus Österreich, italienische Mikrofaser, französische Stoffe. Designt wird daraufhin in Paris und dann kommen die Modelle nach Marokko und Tunesien, wo sie in geprüften Fabriken verarbeitet werden. Der Stil? Französisch klassisch, leicht verspielt und auf jeden Fall zeitlos.

Preisklasse: zwischen 45 und 100 Euro

Pale Swimwear

Ha, endlich kann ich meine persönlichen Erfahrungen einfließen lassen, denn letztes Jahr habe ich meine ersten zwei nachhaltigen Bikinis gekauft. Und zwar bei Pale Swimwear. Die Bademode wird in Barcelona handgefertigt und es werden auch nur lokale Materialien verwendet, kurz gesagt: Momentan ist Pale eine One-Woman-Show und zwar eine ziemlich brillante. In keinem Bikini fühle ich mich wohler, bis jetzt hat Bademode bei mir noch nie so gut gesessen. Das Geheimnis: schmeichelnde Schnitte, feste Materialien und der perfekte Fit. Ich kann es nur von ganzem Herzen empfehlen.

Preisklasse: um die 130 Euro für Badeanzüge und Bikinis

Ephemera

Ephemera möchte Swimwear revolutionieren und als Teil von Ready-to-wear-Kollektionen etablieren. Den besten Standort dafür haben sie auf jeden Fall: Australien. Wenn die keine Bademode können, dann weiß ich auch nicht. Gefertigt wird in Australien mit dem besten italienischen Lycra, das schlägt sich aber nicht in den Preisen der Luxus-Swimwear nieder. Was mir an dem Label besonders gut gefällt? Retro! Denn sind nachhaltige Bikinis und Badeanzüge sportlich und funktional. Ganz anders bei Ephemera. Macht euch gefasst auf jede Menge Prints und Karos – Jeanne Damas, Sabina Socol, Julia Restoin-Roitfeld und Hale Boyd sind schon Fan des Labels und tragen die Vichy-Karo-Bikinis rauf und runter.

Preisklasse: Bikinis und Badeanzüge um die 200 Euro

Margaret & Hermione

Ha, da kommt es endlich, unser Lieblingsbrand aus Österreich von Barbara Gölles. Das darf in dieser Riege der nachhaltigen Swimwear auf keinen Fall fehlen, denn seit 2017 sind wir Fans der ersten Stunde. Kurz die Fakts: Gefertigt wird mit italienischen Stoffen aus recycelten Fischernetzen in Kroatien. Sprich, trägt man einen Badeanzug von Margaret & Hermione kommt das Fischernetz wieder da hin, wo es eigentlich hingehört: ins Wasser, aber ohne es zu Verschmutzen oder Fische darin zu verheddern. Aber hier hört die Nachhaltigkeit noch lange nicht auf: Auch bei der Verpackung und Etiketten achtet Barbara auf Recycling und setzt auf eine faire Produktionskette.

Wer jetzt noch einen Grund braucht, „In den Warenkorb“ zu klicken, der schaue sich bitte die Kampagnenfotos von Margaret & Hermione an: humorvoll, bunt, echt. Einfach sympathisch. Und so unterstützenswert.

Preisklasse: Badeanzüge kosten zwischen 150 und 200 Euro, Bikinis liegen bei ca. 200 Euro mit Top und Hose

Rendl

Ein Thema, was man bei Swimwear auch nicht vergessen sollte: UV-Schutz. Neben dem Design stehen solche sinnvollen und wichtigen Nebeneffekte im Fokus von Rendl. Das High-Tech-Material aus Italien wurde ursprünglich für Sportbekleidung entwickelt, eignet sich aufgrund seiner Fähigkeiten (trocknet extrem schnell, matt, formt, atmungsaktiv, federleicht, Chlor resistent und eben UV-schützend) aber auch bestens für Swimwear. Beim Design ist dem österreichischen Label (auch so eine wunderbare One-Woman-Show) von Rosa Rendl-Wittmann besonders Zeitlosigkeit und Eleganz wichtig. Mit ihren schlichten Designs erfüllen sie beide Kriterien auf jeden Fall komplett.

Preisklasse: Badeanzüge kosten zwischen 150 und 200 Euro, komplette Bikinis liegen bei ca. 150 bis 170 Euro

Underprotection

Von Australien über Österreich geht es jetzt ins kühle Skandinavien. Vielleicht ist Dänemark nicht das erste Land, was einem bei Bademode einfällt, doch die Dänen sind einfach in allem Meister, was sich irgendwie designen lässt. Ein weiterer Beweis dafür ist Underprotection, gegründet 2010. Der Name ist Programm und Wohlfühlen die Hauptsache. „We want to make a difference by giving our customers the possibility to combine ethics and aesthetics when shopping.“ Wie sie das machen? Sie benutzen nur recycelte Materialien wie Polyester, Baumwolle und Lyocell und setzen auch bei der Verpackung auf Recycling und vegane Produkte. Zertifizierte Produktionsstätten sind ein Must-have und Bodyshaming gibt es nicht, hier werden alle Größen glücklich. Klingt gut? Ist es auch! Schaut mal vorbei!

Preisklasse: Bikinis kosten circa 100 Euro, Badeanzüge liegen zwischen 130 und 160 Euro

Woodlikeocean

Bei Woodlike steht alles im Zeichen des Meeres. Denn die beiden Gründer, Sonja und Mauricio Palma, verwenden ausschließlich Materialien, die aus dem Wasser kommen: Recycling ist hier das Stichwort. Die Geschichte? Sonja kommt aus Hamburg und reiste viel: North Shore, Bali, Australien, das Wasser wurde zu ihrem zweiten Zuhause. Allerdings fand sie keine Bikinis, die ihren athletischen Ansprüchen genügen konnten und so begann sie selbst Bikinis von Hand zu nähen. Daraus wurde schnell Woodlike, beim Branding kriegt sie Unterstützung von ihrem Mann Mauricio. Was dabei herausgekommen ist? Zeitlose Designs, die in erster Linie perfekt sitzen, weder einengen noch ausleiern. Besonders cool: die wendbaren Designs, die zwei Farben haben! Features wie UV-Schutz, Sonnencreme-Resistenz, doppelte Stofflagen und formende Materialien sind auch dabei, ebenso wird ein Prozent an den Umweltschutz gespendet.

Preisklasse: Bikinis kosten knapp 100 Euro, Badeanzüge um die 160 Euro

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