Der Travel Guide für Paris: Shopping

Alle Tipps und Tricks für den City Trip in die Stadt der Liebe

Bonjour Pareee! Es gibt manche Städte in Europa, die hat man einmal gesehen und dann ist es auch gut. Und dann gibt es Metropolen, in die man sich verliebt, die einen verzaubern und zu denen man immer und immer wieder zurückkehren möchte, komme was wolle. Bei mir sind das definitiv Paris, Stockholm, Kopenhagen und Barcelona – von diesen vier Städten bekomme ich einfach nicht genug.

Mein Freund und ich haben, seitdem wir uns kennengelernt haben, diesen verrückten Plan, dass wir einmal im Jahr nach Paris müssen – ob Sommer oder Winter, Frühling oder Herbst ist uns dabei gänzlich egal. Also nahmen wir ein Wochenende im März und den 30. Geburtstag von ihm zum Anlass, einmal wieder in die Stadt der Liebe zu reisen.

Und natürlich habe ich während der gesamten Reise für euch mitgeschrieben, Stores entdeckt und mich durch sämtliche hippe Restaurants und Coffeeshops gefressen – alles nur für euch, ist klar, oder?

Also: Öffnet meine Paris Playlist, besorgt euch ein Croissant und einen Café und los geht's mit dem ersten Paris Guide. Bald folgen auch noch andere Teile mit Hotels, Kultur und Food! Und ganz unten findet ihr wie immer unsere Beige Google Maps Karte mit allen Tipps – sogar farbig nach den Kategorien sortiert – zum Abspeichern auf dem Handy.

Kleidung

Merci Store

Der Merci Store gehört so zu Paris wie das KaDeWe zu Berlin. Erst recht, seitdem Colette seine Türen geschlossen hat. Drei riesige Etagen offenbaren alles, was das Herz in Sachen französischer Mode, Accessoires, Schmuck und Interior höher schlagen lassen. Von Highend bis Highstreet ist alles dabei, besonders die Interiorabteilung finde ich immer sehr inspirierend. Wer zwischendurch eine Pause braucht, um sich von dem ganzen Trubel, der dort herrscht, zu erholen, setzt sich ins hauseigene Café – dort habe ich schon neben Dree Louise Hemingway mein Baguette vernascht.

Centre Commercial

Das Centre Commercial ist nicht nur irgendein Concept Store. Ins Leben gerufen von den beiden Veja Gründern, Sébastien Kopp und seinem Freund François Morillion, soll der Store unseren Kleiderschrank zu einer umweltfreundlichen Zone machen. Dort weiß man alles über die Marken, wie z.B. Bleu de Paname, Suzie Winkle, Roseanna, Church's oder Paraboot: Wo die Brands ihre Sachen produzieren, mit welchen Materialien und unter welchen Bedingungen. Transparenz ist dem Duo besonders wichtig - und das nicht nur bei ihrem eigenen Schuhbrand. Egal ob Männer, Frauen oder Lifestyle-Produkte, Anhänger unserer fairen Rubrik werden hier auf jeden Fall etwas finden.

Sézane

Sézane ist wohl neben Rouje das Label, das den Trend des französischen Stils am schnellsten verstand und kommerziell umsetzte. Mittlerweile nennt das Unternehmen in kürzester Zeit mehrere Läden auf der ganzen Welt sein Eigen und kreiert mit seinen Kollektionsdrops bei Frauen einen ähnlichen Hype wie Supreme. Sprich: Alles ist immer super schnell ausverkauft. Vor dem Laden muss man gut und gerne mal eine halbe Stunde anstehen, drinnen spielt eine Liveband und es gibt Getränke und Kekse umsonst, der Store ist wunderschön eingerichtet. Wer auf der Suche nach französischen Basics ist oder sich eine neue schöne Handtasche kaufen möchte, der sollte hier definitiv vorbeischauen und genug Zeit einplanen.

The Frankie Shop

Der Frankie Shop in Paris hat mich wirklich umgehauen. Er ist winzig und doch so gut sortiert wie kaum ein anderer Store. Die Kleidung hängt farblich geordnet auf den Kleiderstangen und wird dem Anspruch des Frankie Girls gerecht. Moderne, luxuriöse Basics treffen auf wenige trendige Teile. Besonders für Mantel und Blazer Fetischisten wie mich ist der kleine Concept Store, der auch Schmuck, Schuhe, Handtaschen, Parfums und Homeware anbietet, ein Mekka. Unbedingt vorbeischauen!

Tom Greyhound

Tom Greyhound ist ein weiterer Concept Store, den ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet, auch wenn es für die meisten unter uns wohl bei einem Schaufensterbummel bleibt. Denn der luxuriöse Shop bietet vor allem High Fashion Designer wie Loewe, JW Anderson, Acne Studios, Stella McCartney und Jil Sander an. Aber auch kleinere Labels wie Alighieri, Isa Arfen, Maria Black, Sophie Buhai, Ader Error und Goetze sind vertreten.

Le Bon Marché

Wer kennt die berühmten Rolltreppen nicht des Bon Marchés nicht? Eben, sie sind ein echter Paris Klassiker. Mehr muss ich auch gar nicht sagen, das Bon Marché Rive Gauche ist das klassische Luxuskaufhaus – von Macarons über Beauty bis hin zur Luxusmode gibt es hier alles und es ist immer einen Besuch wert.

L'exception

Noch so ein Concept Store, ja, davon wimmelt es in Paris nur so, aber das ist ja auch das schöne daran: An jeder Ecke kann man neue Dinge entdecken. Auch bei L'exception von Régis Pennel, dem Gründer, findet man eine großartige Auswahl an französischen und internationalen Designern. Um euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben: Von Aeyde, APC über Maison Labiche und Manoush bis hin zu Valentine Gauthier, Vanessa Bruno und Vans ist alles da. Hier kann man nur wunschlos glücklich (und arm) heraus spazieren.

Schuhe

Michel Vivien

Michel Vivien ist mein persönlicher französischer Schuhgott. Vergesst By Far, Maryam Nassir Zadeh und wagt mal einen Blick in den Shop des schönsten Schuhdesigners. Dort schreit euer Herz vor Begeisterung und eure Kreditkarte vor Schmerzen. Von einem Paar Stiefel oder einem filigranen Paar Sandaletten träume ich schon lange – und irgendwann wird dieser Traum wahr, ich weiß es! Sabina Socol und Jeanne Damas gehören neben mir auch zum Fanclub.

Jonak

In eine ganz andere preisliche Richtung geht da Jonak, ein anderes französisches Schuhlabel, und hier schreit die Kreditkarte endlich mal vor Freude. Vor zwei Jahren machte mich Marlene Weihrauch mit dem Label bei einem gemeinsamen Paristrip bekannt und seitdem bin ich ganz großer Fan. Mittlerweile kann man eine kleine Auswahl auch bei den Galeries Lafayette in Berlin kaufen, aber alle Modelle findet man nur online oder in den Pariser Shops. Pssst: Sabina Socol hatte eine Kooperation mit dem Label und davon träume ich seitdem auch, ist ja wohl noch erlaubt. Drückt mal die Daumen.

Veja

Keine anderen Schuhe habe ich auf meiner Reise öfter an den Füßen der Französinnen gesehen als Veja Turnschuhe. Ich verfolge den Erfolg des französischen Greenbrands schon lange mit und bin selbst stolze Besitzerin eines Turnschuhpaars, das ich abgöttisch liebe. Selbst meinem Freund, der sonst ein Turnschuhmuffel ist, gefallen die Modelle ausgesprochen gut – bald hat er hoffentlich auch ein (oder zwei) Paare. Also ja, hiermit kann ich das Gerücht bestätigen: Auch Französinnen und Franzosen tragen Turnschuhe. Aber nur die von Veja.

Miista

Zugegeben, Miista ist eigentlich kein französisches Label, aber es gibt weltweit nur drei Shops, deswegen hat es das Schuhbrand aus London in diese Liste geschafft. Bei meiner letzten Barcelona Reise wanderten zwei Schuhpaare in meinen Schrank, diesmal musste ich mich stark zurückhalten, denn ich hatte schon bei Jonak gesündigt. Alle Schuhe werden in Spanien hergestellt und sind aus dem weichsten Leder gemacht, ich hatte noch nie eine Blase. Schaut mal vorbei, auch wenn ihr nichts kauft, ist der kleine Store eine Schönheit, die gesehen werden will.

Schmuck

Chance Boutique

Durch Zufall entdeckt und heiß und innig lieben gelernt habe ich die Chance Boutique im Marais Viertel. Mittlerweile ist der kleine Laden umgezogen und wartet jetzt sogar mit einer eigenen Modekollektion auf. Mittelpunkt ist und bleibt aber immer noch der Schmuck, kein Wunder. Wer filigrane Stücke mag, der wird hier fündig. Ob kleine glitzernde Creolen, feine Ringe mit Edelsteinen oder Kettenringe mit echten Diamanten, ich kaufe mir jedes Mal eine Kleinigkeit, das ist mittlerweile feste Tradition. Und auf einen Kettenring mit Diamant spare ich schon lange – vielleicht ist es ja bei der nächsten Paris Reise drin.

Lou Yetu

Manchmal weiß man ja gar nicht, welchen Rohdiamant man da gefunden hat. So ging es mir jedenfalls bei Lou Yetu, einem französischen Schmucklabel. Ich lief auf der Straße einfach nur den Massen hinterher und fand mich auf einmal in einem extrem hippen und wunderschön dekorierten Schmuckladen wieder. Hier kauft man den Schmuck wie in an einer Bar, man steht an dem hohen Tresen und dort ist der ganze Schmuck präsentiert. Die Preise sind fast schon unverschämt günstig und man kriegt auf jedes Stück ein Jahr Garantie, was sehr ungewöhnlich für Modeschmuck ist. Schaut unbedingt mal vorbei, die Designs können locker mit Missoma und Co. mithalten.

Interior

Maison Sarah Lavoine

Was Michel Vivien für meine Füße ist, ist Sarah Lavoine für meine Einrichtung – eine Göttin. Wie ich schon in diesem Teil meiner Umzugskolumne beschrieben habe, ist Instagram manchmal Fluch und Segen in Sachen #interiorinspo. Einerseits eröffnet es einem so viele Möglichkeiten, aber wie soll man sich bei dieser Bilderflut noch für etwas entscheiden können? Sarah Lavoine hat ihren Stil schon 2002 gefunden, als sie ihr eigenes Interior Design Studio gründete. Schnell wurde ihre markante Handschrift so bekannt, dass sie beschloss eine eigene Einrichtungslinie zu gründen. Mittlerweile ist das ganze zu einem Imperium angewachsen, in dem man Möbel, Bilder, Dekoration, Kleidung, Bücher und Wandfarbe kaufen kann – im hauseigenen Café am Place des Victoires kann man auch vorzüglich Kaffee trinken und Kleinigkeiten verspeisen.

Empreintes

Ein weiterer toller Interior Concept Store, der auch ein hauseignes Café mit vielen tollen Coffeebooks enthält, ist Empreintes. Hier ist das Konzept, dass man lokale Künstler*innen unterstützt und ihre Ware zum Verkauf anbietet. Das beeinhaltet alle Metiers, wie Gemälde, Töpferei, Keramik, Möbel, Modeaccessoires und Schmuck – wer auf der Suche nach einem Geschenk ist, der wird hier bestimmt immer fündig. Ich hätte jedenfalls stundenlang die ausgefallenen Schmuckkreationen bestaunen können, die erstaunlich günstig sind. Nehmt genügend Zeit mit, es sind drei Etagen, die erkundet werden wollen.

Beauty

Oh my Cream!

Wenn jemand in Paris das Monopol in Sachen Beauty hält, dann ist es Oh my Cream! Hier gibt es alles, wovon das Beauty-Herz nur träumen kann. Ob die hauseigene Skincare Serie, klassische Naturkosmetikbrands wie Ilia, Tata Harper, Pai oder Kjaer Weis, sowie Nischenmarken wie Kat Burki, African Botanics, Les Huilettes oder französische Ikonen wie Christophe Robin, Enfance Paris oder Lebon. Sephora kann dagegen sowas von einpacken, au revoir! Es gibt mehrere Filialen in Paris, eine ist bestimmt immer in eurer Nähe!

Birchbox

Das Konzept ist ebenso einfach und ideal. Die beiden Gründerinnen Katia und Hayley war der Produktdschungel in der Kosmetikbranche einfach zu groß. Dauernd neue Labels, neue Inhaltsstoffe, neue Produkte – keine Übersicht und doch große Lust, einfach ganz viel auszuprobieren. So gründeten sie Birchbox, ein ähnliches Produkt wie die Glossybox. Jeden Monat kommt eine Box mit fünf Miniaturen zu dir nach Hause, der Spaß kostet 13,90 Euro. Wem die Produkte gefallen, der kann sie gleich im hauseigenen Onlineshop in voller Größe kaufen. In Paris gibt es zwei Läden, dort kann man Sets als auch einzelne Produkte von Marken wie Aveda, Bobbi Brown, Caudalie, Dermalogica, ghd und Laura Mercier kaufen.

Erborian

Erborian vereint die beiden Länder, die Beautytechnisch die Nase vorn haben: Frankreich und Korea. Hier steht vor allem die Hautpflege im Fokus, denn die Französ*innen stehen ja bekannterweise auf natürliche Looks während die Koreaner*innen das ultimative Goal in Babyskin gefunden haben. Ich schwöre schon seit Jahren auf die CC Creme und verwende sie Tag für Tag, CC Eye ist einer meiner liebsten Concealer und neu eingezogen ist das Black Cleansing Oil. Trotzdem stehen die anderen 3000 Produkte mit dem Fokus auf reiner Haut und einem perfektioniertem Teint auch auf meiner Wunschliste und ich hätte beim Erborian Store in Paris ausflippen können.

Die Google Maps Karte zum Abspeichern für euer Handy

Ja, ihr müsst diese Karte einfach nur Speichern und schon habt ihr sie auf jeder Reise dabei. Hier die kleine Legende: Shopping ist beige, Food ist blau, Kultur und Sightseeing gelb und Hotels sind rosa. Viel Spaß beim Erkunden!

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  • Fotos
    Lukas König

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