Beige News 01 / 02

Neuer Monat, neues Glück! Diesmal mit viel Amore, nachhaltiger Mode und den härtesten Türen Berlins

Hey Leute, ihr kommt hier nicht rein! Spaß, ihr seid ja schon drin, mitten in der ersten Februar-Ausgabe der Beige News. Was mich zu meinem zugegebenermaßen schlechten Scherz inspirierte? Eine neue Doku, die im April in die Kinos kommen wird und die ich mir als Partymaus im Ruhestand auf jeden Fall nicht entgehen lassen werde.

Außerdem begrüßen uns die ersten Vorboten des sich gefährlich schnell nahenden Valentinstags – doch keine Angst! Dieses Thema werden wir hier weitestgehend ausklammern. Dennoch schreien wir hier lauthals „I Love You“! Denn das gleichnamige Magazin, das vor über zehn Jahren in Berlin das erste Mal das Licht der Welt erblickte, ist wieder zurück. Der Trend Green Denim hält an und es ist ein weiterer, sehr großer Name auf den Zug aufgesprungen und auch eine dänische Modeikone hat sich während der Fashion Week in Kopenhagen erstmals dem Thema Green Fashion gewidmet.

Und schließlich beleuchten wir eine ganz neue und hoch interessante Theorie zum neuen Sans-Serif-Wahnsinn, der die Traditionshäuser der Modebranche ergriffen zu haben scheint. Das und noch ein kleines bisschen mehr lest ihr jetzt in den News! Viel Spaß!

Film-Tipp: Berlin Bouncer

Legenden ranken sich um die Türen der Berliner Clubs. In ist, wer drin ist und jährlich beißt sich eine Armada an internationalen Touristen die Zähne an Berghain, Tresor, About Blank oder Sisyphos aus. Vom Hype kann man jetzt halten, was man will. Er hat jedoch drei Männer zu wahren Lichtgestalten der Berliner Partyszene gemacht: Sven Marquard, Smiley Baldwin und Frank Künster.

Mit Berlin Bouncer hat der Regissuer David Dietl den legendärsten Türstehern der Hauptstadt nun ein filmisches Denkmal gesetzt und erzählt deren über 25-jähriger Geschichte vom geteilten Berlin der Neunziger bis zur heutigen Partymetropole. Berlin Bouncer kommt am 11. April in die Kinos und ich habe die Dokumentation dick notiert!

Converse ist ein Sucker for Love

Schon wieder ist ein Jahr herum und ja, schon wieder steht der Valentinstag vor der Tür. Entgegen der gängigen Meinung handelt es sich bei diesem Feiertag tatsächlich nicht um einen Marketing-Gag der Blumen- und Schmuckindustrie. Nein, der Valentinstag geht auf den heiligen St. Valentin zurück, der im römischen Reich Soldaten traute, denen das Heiraten verboten war.

Natürlich ist dieses edle Motiv inzwischen zum Konsumfest mutiert, aber gegen einen Tag, der allen Liebenden gewidmet ist, kann man doch nichts sagen. Vor allem nicht, wenn so schöne Kollektionen gelauncht werden wie bei Converse. Der Converse-Stern wurde durch ein kleines Herzmotiv ersetzt. Andere Ikonen des Brands warten mit liebevollen Schriftzügen auf. So simpel, so gut.

Die Capsule Collection ist ab sofort im Onlineshop erhältlich, die Modelle kosten zwischen 65 Euro und 100 Euro.

Green Denim bei Lee x Candiani

Für eine Jeans werden in der Regel bis zu 8.000 Liter Wasser verbraucht. Alarmierende Zahlen, denen nun auch die Jeans-Ikone Lee etwas entgegensetzen möchte. Gemeinsam mit den Denim-Spezialisten von Candiani hat Lee eine nachhaltige Denim-Linie entwickelt, die sich auf je drei Lieblingsmodelle bei der Damen- und Herrenkollektion konzentriert. Die Kollektion verwendet ausschließlich Denim aus Bio-Baumwolle. Das Label ist aus veganem Leder. Bei der Produktion werden 50 Prozent weniger Wasser verwendet, 30 Prozent Energie und 70 Prozent Chemikalien eingespart.

Die nachhaltigen Lee x Candiani sind ab sofort im Onlineshop erhältlich. Kostenpunkt: zwischen 120 Euro und 140 Euro. Na, es geht doch!

Hier kommen alle Modelle für Herren (oben) und Damen (unten).

Die erste Living-Kollektion von Asos: Asos Supply ist da!

Es war wirklich nur eine Frage der Zeit, bis auch der britische Onlinegigant Asos auf den Interior-Zug aufspringt. Bei Asos-Supply gibt es ab sofort alle nützlichen Kleinigkeiten, die das Einrichtgungs-Leben leichter machen. Ob Rattanschalen, Spiegel, kleine Teppiche, Schmuckablagen, Handtücher oder Tagesdecken. Ich kann mir kaum vorstellen, dass hier jemand nicht fündig wird. Für meinen Geschmack sind die Produkte teilweise ein kleines bisschen ZU bunt, aber ich gebe zu, dass es mir der Spiegel im minimalen Design und die goldene Muschelschale angetan haben.

Asos Supply könnt ihr ab sofort online begutachten und in den Warenkorb packen.

Traumhaft nachhaltig: Stine Goya für den Winter 2019

Wir haben es bereits angedeutet, auf der Fashion Week in Kopenhagen wurde unsere Vermutung nun erneut bestätigt: Die Performance ist die neue Runway Show. Models, die zu wummernden Beats einmal den Laufsteg hoch und wieder hinunterlaufen sind zwar schön anzusehen, doch viele Modemacher*innen wünschen sich inzwischen eine Form der Präsentation, die den Gedanken hinter der Kollektion nicht nur komplettiert, sondern die Mode aus dem Status von purer Kleidung emporhebt zu etwas, was mehr ist. Emotionen! Happening!

Auch Stine Goya entschied sich für ihre erste nachhaltige Kollektion, in der sie sich mit der Frage beschäftigte, wie sich schöpferische Arbeit und Kreation weiterentwickeln können, während der Einfluss von Mode auf die Umwelt berücksichtigt wird, für eine Performance. Inspiriert wurde Stines Team von Truman Capotes Schwarz-Weiß-Ball im Jahre 1966.

Die Capsule Collection für den Winter 2019 soll ausschließlich Lieblingsstücke beinhalten, die die Garderobe komplettieren und lange Freude schenken. Psst, an alle, die nicht warten können: Die Kollektion kann bereits bei Moda Operandi vorbestellt werden! Ich muss allerdings noch etwas auf meine Lieblings sparen.

H&M x Eytys ab sofort erhältlich

Von der gemeinsamen Kollektion von Eytys und H&M hat Marie euch bereits Ende 2018 erzählt. Tatsächlich ist die gemeinsame unisex Linie nun endlich online – und das schon seit einer Woche. Ups, das ist vor lauter To-dos wohl an uns vorbeigezogen. Für alle, die den Launch ebenfalls verbaselt haben, kommt hier also mein friendly Reminder. Denn die Eytys x H&M Kollektion ist nicht nur wunderbar universell und bezahlbar, sondern auch ziemlich tragbar und lässig geraten. Bedruckte T-Shirts, Plateau-Sneaker vom Feinsten, Basics wie sandfarbene Chinos und entspannte Sweater ... alles in allem meiner Meinung nach eine bescheidene Auswahl an Teilen, die uns lange begleiten können und absolut zeitlos sind.

Der Neunzigerjahre-Einschlag ist für mich auch gerade an der Grenze des Erträglichen. Die Kollektion ist ab sofort im Onlineshop von H&M verfügbar. Die Preise liegen zwischen 20 Euro für die T-Shirts und 150 Euro für die Lederboots.

Lesetipp: Ein Blick hinter die „Sansmania“

Warum sehen eigentlich die Logos vieler traditioneller Modehäuser mittlerweile so ähnlich aus? Wieso brechen so viele neue Kreativdirektoren (es waren bisher tatsächlich nur Männer) eines Unternehmens mit dessen teilweise mehrerer jahrzehntealter Tradition und entschließen sich dazu, mit einer Dampfwalze über die Serifen zu fahren und diese gänzlich zu streichen?

Yves Saint Laurent, Balmain, Burberry, Berluti ... sie alle haben ein Makeover erhalten, sie alle ziert nun ein serifenloser, grotesker Schriftzug. Modern sagen die einen. Einfallslos die anderen. Bei Business of Fashion bin ich über diesen interessanten Beitrag des Grafikdesigners John Whelan gestolpert. Er geht so weit zu behaupten, dass die neuen Fonts der Logos zum einen mit dem Internet-Zeitalter zusammenhängen. Zum anderen – und das ist das Interessante hier – stehen die alten Schriftzüge für eine Zeit der weißen, nicht unbedingt heterosexuellen, aber privilegierten Cis-Männer. Also für eine Form des Patriarchats.

Die neuen Logos sind also eine Form des Protestes gegen Ungleichheit. Sie läuten eine neue Ära der Gleichberechtigung und Moderne ein, sie stehen für die heute gesellschaftlich gültigen Normen. Stimmt ihr hier zu oder geht das eventuell sogar einen Schritt zu weit? Ich finde diese Interpretation sehr interessant und sehe die ganze Angelegenheit auf jeden Fall mit anderen Augen und werde noch eine Weile darüber nachdenken.

Welcome Back, I Love You Magazine

Das I Love You Magazin war für mich früher ungefähr mit das Coolste, was die deutsche Magazinwelt zu bieten hatte. Das Magazin umwehte stets diese Aura von „Das mach' ich jetzt so“. Nicht umsonst trug es den Beinamen „My printed Blog“. Genau das war es, was I Love You so einmalig machte – unbedarft, mutig und frech war es. Dann verschwand es lange von der Bildfläche. Die Macher hinter dem Printmagazin, Christiane Bördner und Marcus Gaab, widmeten sich in der Zwischenzeit erfolgreich ihrer Kreativagentur The Gaabs.

Nun endlich, nach vielen Jahren Pause, ist das I Love You Magazin wieder da. Zwar nur im Onlineformat, aber frech und frisch wie eh und je. Mit spannenden Editorials, erfrischenden Weltanschauungen und einem Fokus auf Beauty. Schön, dass du wieder da bist, I Love You, und herzlichen Glückwunsch zum neuen alten Baby an die ganze Crew.

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